Publikationen, Projekte, Persönliches

09.01.2010

A long day's journey into night. Oder: Kulissen Basteln Teil I

Manchmal denke ich mir, dass man Hobby-Theater fast als Therapieform anbieten sollte. Ziellose, gelangweilte Menschen bedroht von sozialer Vereinsamung, die nicht wissen, was sie mit ihrem Tag anfangen sollen, wären die perfekte Zielgruppe, alle ihre Probleme wären mit einem Mal gelöst!
7Stunden die Woche proben, endlose "to-do" und noch längere "to-talk-about" Listen zu Konzept, Kostüm, Musik, Auf-Um-Abbauten, duzende romanlange Emails an Spielpartner und Regie (sorry S.;) und wenn einem das alles noch zu wenig Beschäftigung ist, dann kann man immer noch Kulissen bauen! Und wer dann noch zuviel Zeit hat, dem kann ich auch nicht mehr helfen!;)

Es begab sich also, dass wir uns gestern zusammenfanden, um einen meiner Lieblingsorte aufzusuchen: Den Baumarkt! Baumärkte sind super, man findet soviele Dinge, auch wenn man für 1Teil immer noch woanders hinfahren muss.;) In unserem Fall war es das Kunstefeu, aber bis wir soweit waren darüber nachzudenken, mussten wir die armen Mitarbeiter der Deko-Stoffe Abteilung leider bitten uns ca. 70m Stoffe in verschiedenen Farben zu verkaufen (ich glaube die 40m schwarz, die man einmal ab- ud wie der neu aufwickeln musste, haben sie uns dann doch übel genommen;) und den nicht weniger armen Kassenmitarbeiter uns eine Rechnung für stolze 235€ auszustellen, was auch nur noch 5Rückfragen und T.'s Sprint durch den ganzen Laden erfordert hat...
Dann noch einen kleinen Trip über die Autobahn zum Efeu, nach Fuchserde zur Besichtigung von S.'s "Holzkeller" und schon stellt man überrascht fest, dass man 4Stunden mit Vorbeireitungen verbringen kann und noch immer nichts gebastelt hat.;)

Nach einer kleinen Pause zum Abendessen fanden A. und ich uns also um 21.30Uhr in der Situation 26m Stoff in 5cm lange Streifen schneiden zu müssen...und das ist eine Erfahrung, die man bestimmt nur beim Theater macht! Anfangs denkt man sich noch nichts dabei, aber spätestens wenn man nach 2 Stunden die ersten Blasen an den Händen hat und immer noch nicht mal die Hälfte geschafft, beginnt man sich schon zu fragen...;) Um die Frage voraus zu nehmen: Wir waren um 2Uhr nachts mit dem Schneiden fertig, mit dem Leben auch und konnten uns dann nicht mehr überwinden noch irgendwas anzufassen, was irgendwie nach Arbeit aussah...aber wir haben's voll durchgezogen *yeah*.;) Dafür muss man A. Wohnung jetzt vermutlich komplett mit Fusselrolle abziehen (von unseren Klamotten mal ganz zu Schweigen;), sich heute mein Fitnessstudio ohne mich vergnügen, weil ich meine Arme nicht heben kann und für die nächsten Tage werd ich wohl als vordergründiges Mode-Accsessoir das Pflaster bevorzugen, aber man kann im Leben einfach nicht alles haben.Solltet ihr euch also die Aufführungen ansehen kommen: Wehe ihr erkennt nicht, dass das ein Wald sein soll und wehe (!!!) irgendwer erwähnt in nächster Zeit Pannesamt in meiner Gegenwart! Tut es nicht...wirklich nicht!;D
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