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11.06.2010

Ersaufen an Gesundheit

Ich tue ja viel und einiges, das meine Ärzteschaft mir so vorschlägt, um meine Lebensqualität zu verbessern.
Bisher ist mir dabei aber leider noch nichts untergekommen, dass meine arbeitsunwillige Lunge wieder ein bißchen aufbauen könnte. Wenn irgendjemand da einen sachdienlichen Tipp hätte, wäre ich sehr interessiert, bisher klinge ich nämlich beim Joggen an frischer, allergenreicher Luft nach 10Minuten wie Darth Vaders Opa.;)
Prinzipiell bin ich ja gern und oft in der Lage über mich selbst zu lachen - wo kriegt man schließlich billiger Enterntainment her?;) - aber dieser Leistungsverfall hat mich dann doch sehr geschockt - zum Vergleich, beim Indoor Jogging sind 30Minuten gar kein Problem.
Wer sich gerne mal vorstellen möchte, wie sich Jogging mit 60-70% Lungenvolumen anfühlt - auch wenn ich nicht wüsste warum man das wollen sollte^^ - der denke sich ein kalt brennendes Metallband, dass den Brustkorb abschnürt, Sekundenbruchteile später gefolgt von einem dumpfen Ermüdungsschmerz von den Knöcheln bis zur Hüfte und diesem Schwindel-Schwank Gefühl, wenn zuwenig Sauerstoff im Hirn ankommt - ein bißchen so, als würde man auf einem Handtuch laufen, an dem in unregelmäßigen Abständen gezerrt wird...Dann kann man nur noch versuchen mit Gewalt einzuatmen, aber kurz hinter dem Kehlkopf ist einfach Schluss, alles was man dann noch erreicht, ist ein unschönes Seitenstechen für den Rest der Trainingseinheit.

Zum Glück bin ich sehr Panik-Resistent, daher kann ich inzwischen ein bißchen dagegen An-Atmen und zumindest die 30Minuten mit Unterbrechungen zuende bringen, aber so auf Dauer ist das etwas unbefriedigend - und wieder ein Beweis dafür, dass sich gesunde Lebensführung nicht lohnt, wenn man auch die Lunge eines 50jährigen Kettenrauchers hat, obwohl man nie eine Zigarette angefasst hat.
Und nicht nur das, gesundes Leben ist auch ziemlich anstrengend - siehe meine neuste Lebensverbesserungsmaßnahme: Trinken

Man stellt sich das ja nicht so furchtbar vor, aber habt ihr wirklich mal darauf geachtet wieviel ihr am Tag trinkt? Ich wette bei mind 80% kann ich sicher sagen: Zu wenig, als das euer Doktor damit glücklich würde!;)
Mein Onkel Doktor hat mich letztlich dazu gezwungen das mal durchzuexzerzieren, weil seine Theorie ist, dass meine Wassereinlagerungen in den Beinen besser werden könnten, wenn ich mehr trinke...macht im ersten Moment nicht so furchtbar viel Sinn, hat aber wohl sowas mit Durchblutungsanregung und Entgiftung zu tun - das das sogenannte "Entschlacken" ein Mythos der Diätetik ist, weiss man ja inzwischen.;)
Also habe ich jetzt die Aufgabe 3Liter Wasser am Tag zu trinken, zusätzlich zu meinem Morgentee, meinem Mittagskaffee und der abendlichen Limo...oder Bier...oder Beides.;)
Das Ganze soll nicht nur gesund sein, sondern auch noch Kalorien verbrennen und ich glaube das unbesehen. Wer mir nicht glaubt, dass das verdammt anstrengend ist jeden tag soviel Wasser in sich reinzuschütten, der hat das mit 100%Sicherheit noch nicht ausprobiert!
Ich habe jetzt die erste knappe Woche hinter mir und bin schon völlig genervt: Ständig hat man einen riesen Wasserbauch, wenn man sich mal auf irgendwas konzentrieren will, wird der Wasserstand in der Flasche gar nicht weniger, trinkt man daraufhin zuviel auf einmal, wird einem davon schlecht und das Schlimmste, man rennt auch noch alle halbe Stunde zum Klo.
Irgendwo zwischen der lebendingen Wasserbombe und dem menschlichen Durchlauferhitzer soll dann in diesem Prozess Wasser aus dem Körper ausgespült werden.

Ich warte noch auf den Effekt. Ich bilde mir zwar ein meine Füße hätten gestern nach dem Sport ein klein bisschen weniger weh getan, aber das kann auch nur Wunschdenken sein. Der Glaube daran dass es hilft, ist ja bei den meisten Dingen die halbe Miete.;)
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