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17.08.2011

Home Sweet Home

Wie sagt schon das antike Sprichwort: Den ersten Tag nach dem Urlaub sollte man frei nehmen!

Ganz ehrlich, ich mag vielleicht nicht zum Globe Trotter geboren sein (nach einer Woche fange ich an mein Bett, mein Klo und meinen Kühlschrank zu vermissen;), aber nach Hause kommen nach dem Urlaub ist immer irgendwie so...desillusionierend, oder?
Grade erlebt man noch Dinge, die man vorher noch ie gemacht hat - es sei denn man steht auf die urdeutsche Tradition jedes Jahr ins selbe Hotel zu fahren;) - und schon steht man zwischen Wäschebergen und versucht verzweifelt noch irgendwas unverdorben-essbares im Kühlschrank zu finden.;)
Was für ein Glück, dass Nach Hause Kommen auch seine Vorteile hat - zum Beispiel irgendwas anziehen, dass noch keine 2Wochen in einem Koffer vegetiert hat oder ein bezahlbares Bier bei meinem Bier-Inder kaufen!

Trotzdem bleibe ich dabei: Man sollte noch ein paar freie Tage übrig behalten, um sich wieder zu aklimatisieren, zumal wenn man während des Urlaubs nicht immer soviel Schlaf bekommen hat, wie vielleicht gut gewesen wäre...
Also nutze ich meine letzten Erholung-Zuhause-Momente um noch ein kleines Resume nachzuschieben - danach lasse ich euch mit Urlaub in Ruhe, versprochen!;)

Punkt 1: Transport
Auch wenn fliegen vielleicht schneller geht - ich mag Züge! Man sieht ein bißchen Landschaft auf dem Weg (na gut beim Eurostar nicht so sehr;) und kommt problemlos von einem Punkt zum anderen. Und das Beste daran: Die meisten Bahnhöfe sind mitten im Stadtzentrum, die meisten Flughäfen sind irgendwo JWD, was nicht nur die Check-In und Transfer Zeit unheimlich verlängert, sondern auch die Zeit verkürzt in der man irgendwas entspannendes oder aufregendes machen kann!:)
Teurer ist Zugfahren übrigens auch nicht, für das Hin&Rückticket von Brüssel nach London haben wir pro Person 88€ bezahlt - das können die meisten Fluglinien auch nicht besser und wir brauchten auch keine weiteren Transfertickets einzurechenen.

Punkt 2: Unterkunft
Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man fürs Schlafen im Rucksackurlaub nicht viel Geld ausgeben sollte - schließlich ist man eh den ganzen Tag auf den Beinen und kommt nur zum Schlafen zurück ins Hotel. Trotzdem haben wir einige Grenzen kennengelernt, an denen wir einfach feststellen mussten: Wir sind zu alt für den Scheiss!;)
Prinzipiell mochte ich die Common-Room Idee - man trifft zwar "nur" Mit-Touristen und wenig Einheimische, aber daraus können sich auch sehr interessante Gespräche ergeben. Aber Schlafräume würde ich ehrlich nicht mehr buchen - war auch eher eine Notlösung für 4Nächte - das ist mir einfach zu eng, selbst wenn wir das Glück hatten nur nette, umgängliche Zimmergenossen zu haben.;) Und was man auch beachten sollte: In London und Edinburgh zahlt man Großstadt-Rate. Das heißt übersetzt, dass man für das selbe Geld in Cardiff oder Salisbury ein picobello sauberes Hostel mit exzellentem Frühstück bekommt, in London eine Plastikschale laffes Müsli und ein Dachzimmer (komfortable 35Grad zu jeder Tages- und Nachtzeit) und in Edinburgh ein Hochbett (ca. 40cm Bewegungsradius in der unteren Hälfte) im 8-Bett-Zimmer ohne Frühstück, aber dafür mir dreckigen Klos...
Beim nächsten Urlaub werden wir das also berücksichtigen!;)

Punkt 3: Aktivitäten
Was das Party-machen und Pub-besuchen angeht, haben wir leider ziemlich versagt, fürchte ich - bei einem Zu-Fuß-Programm von 6-8Stunden pro Tag war ich abends ab 10 oder 11 eh zu nichts mehr zu gebrauchen und morgens ging auch meistens schon gegen 7 oder 8 unser Wecker...was den Party-Urlaub angeht kann ich also Rundreisen nicht empfehlen, die machen einen nur zum Spießer!;)
Dafür haben wir viel gesehen und gelernt, man kann nicht alles haben im Leben - und der Alkohol ist in England eh viel zu teuer (so 6€ pro 0,3er Flasche fand ich dann doch etwas übertrieben...)!

Punkt 4: Verpflegung
Was die einheimische Küche angeht, ist Großbritannien meiner Meinung nach besser als sein Ruf  (wir haben nur die Fish&Chips ausgelassen - entweder eklig oder völlig überteuert), auch wenn ich niemals Bohnen auf Toast verstehen werde - Bohnen zum Frühstück mit Würstchen und Ketchup kann ich essen, aber pappige Bohnen auf ungetoastetem Toast...yuk!;) Trotzdem haben wir uns meistens für die Sandwich oder Burger Variante entschieden, weil's einfach Geld spart. Unsere Lieblingsketten (Pret-a-Manger für Sandwiches und Café Nero für Kaffee und Smothies) könnten ruhig mal nach Deutschland importiert werden!

Aber nun muss ich mal wieder Wäsche waschen - ich will gar nicht daran denken, dass das auch noch alles gebügelt werden muss...Home Sweet Home!;)
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