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13.11.2010

Wann ist man ein "guter Freund"?

Ich finde es immer wieder interessant, wie Quality-Time entsteht - manchmal kann ein Treffen mit einem Freund nett, aber vllig oberflächlig bleiben, aber manchmal kommt man einfach in den "Flow" und lernt was für's Leben. Tatsächlich funktioniert das auch über's Telefon und bei dem leicht antrengenden Lebensstil, den mit mit 2 Jobs und vielen aufwensigen Hobbies so pflegt, ist das auch gut so!;)

Gerade gestern habe ich ein sehr gewinnbringendes Gespräch geführt, denn manchmal ist es das Wertvollste zu wissen, dass man Freunde hat, die sich selbst dann noch um dein seelisches Wohlbefinden sorgen, wenn sie selbst gerade in Problemen zu versinken drohen. Es sagt dir, dass su dein Vertrauen in die richtigen Menschen gesetzt hast, was für mich in diesem Moment hieß: Menschen, die aktzeptieren können, dass Freundschaft - wie alles Andere im Leben - Grenzen hat.

Es tut mir Leid, wenn ich mal untypisch gefühlsseelig werden muss, aber ich fühle mich sehr privilegiert dadurch, dass ich viele gute Freunde habe, die wissen, dass ich ihnen immer und in allen mir möglichen Arten udn Weisen helfen würde, aber die auch akzeptieren können, wenn ich gerade selber zu belastet mit meinem eigenen Leben bin - oder die sogar froh sind, wenn ich ihnen sage "Ich höre dir jetzt zu und tue mein Bestes, dir zu helfen, aber wenn wir aufgelegt haben, lasse ich das alles wieder hinter mir und freue mich meines Lebens.". Ich habe oft und schmerzhaft gelernt, dass es auch anders laufen kann, dass Menschen tatsächlich erwarten, dass du 100% deiner Zeit mit ihren Problemen verbringst und/oder alles stehen und liegen lässt, um dich zu kümmern - egal wie es dir dabei geht.

Mein Wässerchen sagte gestern zu mir: "Aber Freundschaft ist doch nur, wenn sich Beide dabei gut fühlen!" - das ist nicht nur sehr weise, sondern auch sehr schwer zu beachten - manchmal zumindest!;) Selbstreflektion ist manchmal so schwer - ich weiss das, gerade deswegen bin ich so ungeduldig mit unreflektierten Menschen^^ - aber es ist schön zu wissen, dass meine Freunde von mir Hilfe zur Selbsthilfe wollen und keine Wunderlösung, die ihr Leben von heute auf morgen perfekt macht. Das kann ich leisten - Wunder (noch) nicht!;)
Ich gehe also davon aus, dass meine momentane grundlegende Zufriedenheit mit meinem Leben an sich, auch damit zu tun hat, dass ich offene Ohren und Herzen finde, wann immer ich sie brauche, aber keine Freundschafts-Mühlsteine aufgeladen bekomme, wo ich sie nicht brauchen kann! Und wenn das kein Grund ist dankbar zu sein, dann weiss ich es auch nicht!
Alle, die sich jetzt angesprochen fühlen, dürfen sich also mal geknuddelt fühlen - ansonsten wird's jetzt auch wieder weniger rührselig, versprochen!;)
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