Herzlich Willkommen in 2026!
Wir fangen das Jahr mit einem Bonus-Montag-Post an, also ziemlich genau da, wo wir letztes Jahr aufgehört haben, weil ich sonst nicht nachkomme mit allen Medien, die ich so die Gelegenheit hatte wahrzunehmen ... ich halte das mal für ein gutes Zeichen, ok? ;-)
Es gibt nur wenige Bücher, die ich kurz nach der Veröffentlichung kaufe, weil ich eigentlich nie weiß was wann erscheint - weswegen die meisten Bücher auf diesem Blog auch vergleichsweise uralt sind, aber wen das stört, der ist vermutlich schon vor vielen Jahren abgesprungen?
Aber, in diesem Fall hat mich das große A rechtzeitig sogar so rechtzeitig erinnert, dass der neue Rivers of London erscheint, dass ich das Buch woanders vorbestellen konnte, wenn das kein Service ist? Bevor wir aber jetzt gleich über meine Eigenheiten sprechen was Ich-Erzähler angeht, worum geht es in Stone & Sky, das 10. Buch in der Rivers of London Reihe von Ben Aaronovitch?
'This isn't London. The rules are different up here, and so are the allegiances.'
Detective Sergeant Peter Grant takes a much-needed holiday up in Scotland. And he'll need one when this is over...
If more's the merrier, then it's ecstatic as his partner Beverley, their young twins, his mum, dad, his dad's band and their dodgy manager all tag along. Even his boss, DCI Thomas Nightingale, takes in the coastal airs as he trains Peter's cousin Abigail in the arcane arts.
And they'll need them too, because Scotland's Granite City has more than its fair share of history and mystery, myth ... and murder.
Zuerstmal halten wir fest: Irgendwas mit Schottland und Mythologie wäre ein quasi must-buy gewesen, selbst wenn es nicht die einzige Serie wäre, von der ich bisher jedes Buch gekauft habe. Noch besser könnte es nur werden, wenn wir den nächsten Urlaub in Athen verbringen und mit Hermes und Pan rumhängen, aber das ist wohl zuviel verlangt und ich bin bereit zuzugestehen, dass ich nicht alles haben kann. ;-)
An sich hätte ich hier sogar noch ein wenig mehr lokale Mythen vertragen - Meermenschen sind jetzt nicht so furchtbar spezifisch, ich hatte auf ein paar Fae oder so gehofft ... Naja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, denn immerhin besorgen wir Abigail eine Freundin in der Gegend und das schreit ja quasi nach Sequel, no?
Unabhängig, dass ein bisschen Teen-Romance jetzt kein Deal-Breaker ist (es ist auch zum Glück nicht übermäßig cringe, das haben wir von men writing women schon viel schlimmer gesehen;-), wäre es mir lieber, das nächste Buch würde sich wieder für einen Ich-Erzähler entscheiden ... ich weiß, ich stelle mich vermutlich an, aber ich finde mehrere Ich-Erzähler einfach anstrengend. Das Hörbuch macht es definitiv besser, weil es eben auch 2 Sprecher:innen hat, aber zusätzlich kommt mein kleiner innerer Monk nur schwer damit zurecht, dass Peter in der Vergangenheit und Abigail im Präsens erzählt, was zwar einerseits die Erzählstimmen natürlich nochmal gegeneinander abhebt, aber andererseits andere Herangehensweisen fordert. Peter kann immer wieder mal kryptisches Foreshadowing betreiben, weil er ja im "ich schreibe einen Report im Nachhinein und weiß schon wie es weitergeht" Modus erzählt, Abigails Kapitel dazwischen passieren aber gerade jetzt und irgendwie renkt das mein Hirn ein bisschen aus ... probably it is really just me, aber ich musste das mal loswerden. ;-)
Ansonsten weben wir wie immer Mythologie und moderne Probleme (in diesem Fall die verschiedenen Implikationen der Ölindustrie) miteinander um ein murder mystery. Das funktioniert an sich gut, auch wenn es sehr lange dauert, bis der Showdown in Gang kommt und dann plötzlich alles sehr schnell und beinahe reibungslos zur Aufklärung hinläuft. Man muss ja nicht immer die Risks & Stakes bis zum Anschlag aufdrehen, aber das war jetzt schon das 2. Buch in Folge, wo die Protagonisten nicht wirklich ins Schwitzen geraden (ja, Peter sorgt sich um andere, aber das ist ein sehr passiver Part für einen Protagonisten).
Für die Location gibt es also Bonus, aber der Plot war jetzt nicht der Stärkste, definitiv eher so ein Eintrag für's Mittelfeld in meinem persönlichen Ranking der Reihe, aber das muss ja niemanden aufhalten. In meiner kleinen Ecke des Internets vergeben wir bis dahin 4,25 von 5 Leopardenkrallen, weil es für die schottischen Akzente im Hörbuch einen eigenen Bonus gibt, damit müssen wir jetzt leben. ;-)

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