Wir waren ja letztlich erst bei der Frage warum ich eigentlich erst in letzter Zeit auf die Idee gekommen bin eine Biographie über Matilda zu lesen, aber aus der (immer noch fragwürdigen, no we are not letting this go;-) Auswahl in She-Wolves habe ich außerdem festgestellt, dass ich nicht soviel über die Rosenkriege weiß, wie man vielleicht annehmen könnte, wenn man mein Tudor-Regal kennt. ;-)
Zum Glück ist die beste Investition von Weihnachtsgeld ja eigentlich immer neue Bücher und mir fehlte ganz rein zufällig noch Queens at War geschrieben von Allison Weir, der letzte Band der Medieval Queens Reihe, der uns bis zu den Tudors führt.
The fifteenth century was a turbulent age: the Hundred Years War
between England and France, and the Wars of the Roses dominated the
lives of people both inside and out of the royal courts.
Joan of
Navarre, Katherine of Valois, Margaret of Anjou, Elizabeth Wydeville and
Anne Neville were the queens who stood by England's sovereigns, caught
up in wars that changed the course of their lives, and the course of
history.
They were also formidable women who defied the
limitations of their times, often living out the brutal consequences of
their determination.
Nach dem Cozy Crime bin ich im Winterurlaub zum nicht so cozy crime übergegangen, auch wenn mir nicht nach Blut & Eingeweiden war. Aber dank meiner 5 True Crime YouTube Channel Abonnements konnte mich in Bezug auf Puff Diddy, BrotherLove, oder wie auch immer der Sauerstoffverschwender sich momentan nennt, sowieso nichts mehr überraschen ... außer vielleicht der Einsicht, dass wir alle nicht auf dem Niveau hassen, wie es 50Cent offensichtlich zustande bringt. Vielleicht ein aspirational goal an der Stelle?^^
The Reckoning (schon der Titel ist peak petty, aber gut... ;-) ist allerdings auch in der Hinsicht erhellend, dass ich eine klare Linie unterstelle. Wir halten zwar fest, dass Sean Combs schon immer ein Frauen prügelndes Arsch war - aber auch, dass das bis heute nicht genug Menschen interessiert, um seinem Image zu schaden. (ein Juror aus seinem 2025 Verfahren spricht von "zu sehr verliebt sein" und ich musste ein wenig saure Galle spucken^^) Aber seine Künstler und Businesspartner regelmäßig über den Tisch zu ziehen, in den Rücken zu fallen, oder ansonsten einfach ein hinterlistiger Lügner zu sein? Ich könnte mir vorstellen, dass sowas unter "Geschäftsleuten" tatsächlich ein Problem sein könnte? Wir werden es wohl abwarten müssen, hier wäre ein Fall bei dem ich wirklich mal wünschte cancel culture würde irgendwann mal irgendwas bringen.
Und wer nach diesem wenig blutigen, aber trotzdem deprimierenden Thema noch einen etwas weniger abgründigen Absacker braucht, könnte sich Muder in Monaco anschauen - oder auch, die merkwürdigste Doku, die ich seit langem gesehen habe. An sich klingt der Pitch ja erstmal nicht uninteressant: Ein Überfall in rich people paradise und Verdächtige von der Ehefrau zur Russenmafia. Nur nimmt die Doku an sich eine seltsame Abzweigung von einer Morduntersuchung, die erschreckend vage bleibt zu einem persönlichen Projekt einen der Verdächtigen zu verfolgen. Als hätte der Macher dieses ganze Footage 3 Jahre auf der Festplatte gehabt, aber nicht genug, um daraus irgendwas zu machen, bis der Typ ihm den Gefallen getan hat wieder ins Gefängnis zu wandern ...
Ich sage jetzt nicht, dass das Ergebnis völlig uninteressant ist, aber es ist auch seltsam ... Richtungslos? Und wirkliche Antworten gibt es am Ende auch keine, nur ein paar schräge Charaktere ... immerhin gut, wenn man noch Inspiration für Disney Villains sucht?^^
Ich habe ungefähr 500 Stoffstücke in meinem Nähschrank, die noch zu irgendwas genäht werden wollen, aber mir fiel ein neues Ding in den Schoß und New Shiny Thing Syndrome war zu stark für mich ... ;-)
Aber immerhin haben wir einen Vlog gemacht in dem man winderbar sehen kann wie man sich an 100% Improvisation und Fehlermanagement zu einem tragbaren Kleidungsstück hangeln kann. Und das ohne jegliches räumliches Vorstellungsvermögen ...
Tines Plug-In ist fertig, also könnt ihr heute nochmal ein paar Details dazu hören wie man sein eigenes Schreibprogramm coded - ich war ein wenig zu müde, um alles mitzuverfolgen, aber sehe mir dann umso lieber das Ergebnis an. ;-) Ansonsten geht es in die letzten Überarbeitungs- und Feedbackschleifen für die Zirkelchroniken, davon hört ihr dann die nächsten Monate noch genug ... ;-)
Wir holen noch ein wenig meine Feiertagsbeschallung nach und was könnte da besser passen, als ein Cozy-Crime-Mytery, oder auch Thursday Murder Club. Ich hatte nicht viele Erwartungen an den Film und war dahingehend auch ziemlich zufrieden mit dem Unterhaltungswert, den ich erhalten habe.
Man hat von Netflix schon Schlimmeres gesehen, auch wenn ich hier überrascht war, dass die Story tatsächlich besser war, als der Plot - bei CashGrab Filmen fliegt irgendeine meaninful message meistens zuerst zum Fenster raus, no? ;-)
Bevor wir aber zu meinen Beobachtungen kommen, hier mal der Trailer, damit wir wissen worum es geht:
Normalerweise würde ich zwischen zwei Sachbüchern eine längere Blog-Pause machen, aber wenn es Bücher sind, die direkt miteinander zu tun haben und die Autorin des 2. sich dezidiert auf die Autorin des 1. bezieht, dass ist das glaube ich eine gute Paarung für eine Woche. ;-)
Matilda. Empress, Queen, Warrior geschrieben von Catherine Hanley gesprochen von Jennifer M. Dixon entstand scheinbar aus einem ähnlichen Impuls, den ich beim Lesen von She-Wolves auch hatte - abgesehen von den Tudor Königinnen war Matilda die einzige regierende Königin in diesem Line-Up und quasi das "böse Vorbild", das die ganze Tudor-Krise um einen männlichen Erben immer wieder befeuert hat. Wer war also die erste englische Königin und was sagt uns dieses Buch darüber?
A life of Matilda - empress, skilled military leader, and one of the greatest figures of the English Middle Ages.
Matilda
was a daughter, wife, and mother. But she was also empress, heir to the
English crown - the first woman ever to hold the position - and an able
military general.
This new biography explores Matilda's
achievements as military and political leader and sets her life and
career in full context. Catherine Hanley provides fresh insight into
Matilda's campaign to claim the title of queen, her approach to allied
kingdoms and rival rulers, and her role in the succession crisis. Hanley
highlights how Matilda fought for the throne and argues that although
she never sat on it herself, her reward was to see her son become king.
Extraordinarily, her line has continued through every single monarch of
England or Britain from that time to the present day.
Wir beschäftigen uns nochmal eine ganze Folge lang mit dem Thema "was schreibe ich in meinen Klappentext", oder auch "was sollte ich besser da nicht alles reinschreiben", vor allem wenn man (wie) ich ist und oft einfach alles wichtig findet ...
Ein paar neue Erkenntnisse haben wir also und einen Sneak-Peak für den neuen Klappentext für die Zirkelchroniken gibt es gratis dazu. ;-)
Man weiß ja was ich über Sachbuch-Cover denke, auf denen Menschen ohne Kopf zu sehen sind - auch wenn es diesmal wenigstens tatsächlich ein Portrait von Elisabeth ist^^ - aber manchmal muss man eben auch seine Sachbücher nach Titeln kaufen und She-Wolves ist schwer zu schlagen, no? ;-)
In this compelling, eye-opening story of six women who exercised
power against the odds-and one, Jane Grey, who never got the
chance-acclaimed historian Helen Castor explores the provocative subject
of women and power in England.
“The boy in the bed was just
fifteen years old. He had been handsome, perhaps even recently; but now
his face was swollen and disfigured by disease, and by the treatments
his doctors had prescribed in the attempt to ward off its ravages. Their
failure could no longer be mistaken.”
When Edward VI-Henry VIII’s
longed-for son-died in 1553, the extraordinary fact was that there was
no one left to claim the title of king of England. For the first time,
all the contenders for the crown were female.
In 1553, England was
about to experience the “monstrous regiment”-the unnatural rule-of a
woman. But female rule in England also had a past. Four hundred years
before Edward’s death, Matilda, daughter of Henry I and a granddaughter
of the Conqueror, came tantalizingly close to securing her hold on the
power of the crown. And between the twelfth and the fifteenth centuries
three more exceptional women-Eleanor of Aquitaine, Isabella of France,
and Margaret of Anjou-discovered, as queens, consort and dowager, how
much was possible if presumptions of male rule were not confronted so
explicitly.
In the stories of these women-told here in all their
vivid humanity-was laid out the paradox which the female heirs to the
Tudor throne had no choice but to negotiate. Man was the head of woman;
and the king was the head of all. How, then, could royal power lie in
female hands?
2026 sollen auch wieder Bücher gelesen werden, auch wenn die Planung etwas länger gedauert hat, als gewöhnlich - aber die Sache mit den Vorsätzen im Januar ist eh schwierig, also reden wir mal über Lesen, Leben und den ganzen Rest. ;-)
Enjoy!
TIMESTAMPS
00:00 Intro
03:26 Planst du mehr zu lesen, oder weniger?
04:29 Welche 5 Bücher willst du in 2026 auf jeden Fall lesen?
22:39 Welches Buch hast du schon ewig und willst es endlich lesen?
Manchmal steht man ja einfach vor seinem Bücherregal mit 500 Büchern und hat einfach nichts zu lesen. So geschehen kurz vor den Feiertagen, als einfach nichts auf meinem SuB zu meiner faulen Schnarchstimmung passen wollte. Und während ich so daran herumüberlegte irgendein Tudor-Sachbuch zum 10. Mal zu lesen, stellte ich zufällig fest, dass wir ein Fforde Buch besitzen, dessen Titel mir so gar nichts sagte ... also zumindest nicht in diesem Zusammenhang. ;-)
So richtig erfolgreich war meine Reise ins Ungewisse zwar nicht, aber bevor wir dazu kommen, worum geht es in Shades of Grey (ja, der Titel ist sehr schlecht gealtert...) von Jasper Fforde?
Imagine a black and white world where colour is a commodity . . .
Hundreds of years in the future, after the Something that Happened, the world is an alarmingly different place.
Life is lived according to The Rulebook and
social hierarchy is determined by your perception of colour. Eddie
Russett is an above average Red who dreams of moving up the ladder by
marriage to Constance Oxblood. Until he is sent to the Outer Fringes where he meets Jane - a lowly Grey with an uncontrollable temper and a desire to see him killed.
For Eddie, it's love at first sight. But his infatuation will lead him to discover that all is not as it seems in a world where everything that looks black and white is really shades of grey ...
If
George Orwell had tripped over a paint pot or Douglas Adams favoured
colour swatches instead of towels, neither of them would have come up
with anything as eccentrically brilliant as Shades of Grey.
Es ist ja noch früh im neuen Jahr, aber für alle, die sich nochmal daran erinnern wollen, dass wir ab jetzt offiziell näher am Jahr 2050 sind, als an der Jahrtausendwende, könnte 2026 ja mal mit diesen beiden Dokumentationen anfangen. Falls man in meinem Alter ist, sollte man sich noch gut an diese beiden Ereignisse erinnern, aber dass sie schon 20 Jahre her sind, ist evtl. trotzdem der erste Moment, für den man ein paar sanity points braucht.
Überhaupt braucht man zumindest für Come Hell & High Water ein paar davon und zumindest wer unter der Illusion lebt, dass das "früher alles besser war", kann sich hier eines Besseren belehren lassen. Unterm Strich läuft es wohl immer darauf hinaus, dass jede Katastrope die Menschheit in 2 Teile spaltet. Die einen wachsen über sich hinaus, halten zusammen und demonstrieren alles was an menschlichem Zusammenhalt herzerwärmend ist. Und die anderen verschanzen sich in ihrem Loch und schießen auf alles, das sich bewegt, weil sie vermutlich immer schon die Fantasie hatten Menschen zu jagen, die sie für minderwertig halten. Die Sache mit den Luxusbunkern für Superreiche sollte uns an der Stelle zu denken geben - ich bin immer noch dafür daraus ein Pharao-Grab-Ding zu machen, aber das nur so am Rande ...^^
Und Attack on Londonist danach die Medizin für Menschen, die sich einbilden wollen, dass psychotisch rassistische Rednecks nur ein US-Problem sind (falls man sich diese Illusion heute noch gönnt?) und racial profiling in der EU niemals vorkommen könnte.^^
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und daher reden wir heute mal über kleine Schritte, die uns auch weiter voranbringen, egal ob es ums Schreiben, oder Coden, oder andere Dinge geht. Und ein bisschen sprechen wir auch über eine neue Idee - ich sage nur explodierende Elefanten 4.0 - und motzen über KI, aber das nur so am Rande. ;-)
So, jetzt habe ich lange genug gebraucht dieses Spiel durchzuspielen und mich noch länger vor der Rezi gefrückt, also ziehen wir das mal durch. Das klingt jetzt vermutlich kryptisch negativ, was eigentlich übertrieben ist, es war halt nur ... lang ... ;-) Aber dazu dann gleich mehr, hier erstmal der Trailer zu Witcher 3 Wild Hunt (wobei der eigentliche Wild Hunt mehr so Beiwerk ist leider, aber dazu kommen wir genauso gleich ;-):
Es ist ja ein beliebtes Format Geschichte aufzuarbeiten: London in hundert Objekten oder das Römische Imperium in 100 Tagen oder sowas. Wir machen demnächst noch was zu Vikinger-Ausgrabungen, das ungefähr so funktioniert, aber bis dahin lasst uns mal über diese Biographie in 24 Tagen sprechen - und sehen, ob sie mir Queen Victoria irgendwie sympathischer macht. ;-)
Bevor wir aber zum Ergebnis dieses Praxistests kommen, worum geht es erstmal allgemein in Queen Victoria: Daughter, Wife, Mother, Widow geschrieben von Lucy Worsley, gesprochen von Lucy Paterson?
Who was Queen Victoria?
A little old lady, potato-like in appearance, dressed in everlasting
black? She was also a passionate young princess who loved dancing. And
there is also a third Victoria, the brilliant queen, one who invented a
new role for the monarchy.
Victoria found a way of ruling when people were deeply uncomfortable with having a woman on the throne.
Her image as a conventional daughter, wife and widow concealed the
reality of a talented, instinctive politician. Her actions, if not her
words, reveal that she was tearing up the rules on how to be female. But
the price of this was deep personal pain.
By looking in detail
at twenty-four days of her life, through diaries, letters and more, we
meet Queen Victoria up-close and personal. Living with her from hour to
hour, we can see and celebrate the contradictions that make up British
history's most recognisable woman.
Die Kategorie "in einem Wochenende anschauen" bei Netflix entwickelt sich zu meinem liebsten Entscheidungsmerkmal, wenn es darum geht in dem ewig expandierenden Universum von Medien, die ich wahrnehmen könnte, irgendwas zu finden, auf das ich mich zumindest für ein paar überschaubare Stunden festlegen kann.
Das sollte niemanden überraschen, ich habe ja schon öfter darüber gesprochen, dass die Limited Series mein liebstes Format des modernen Streamings ist. Serielles Erzählen eignet sich einfach gut für ein visuelles Medium - wobei ich nicht sagen will, dass es nicht auch Geschichten gibt, die sich in 2 Stunden Film erzählen lassen - aber es erspart mir die emotionale Erpressung von "klick das 5000x in den ersten 12 Stunden und nimm unsere 50 Sequel Baits in der letzten Folge wahr, sonst gibt es keine 2. Staffel!!", die meistens ja trotzdem damit endet, dass es keine 2. Staffel gibt.
Und seien wir ehrlich, manche Geschichten sind einfach in einer Staffel auserzählt und brauchen keine Fortsetzung. So wie Hostage, diese Geschichte endet an einer nachvollziehbaren Stelle und ich denkt jede Minute Runtime hätte es eigentlich schlimmer gemacht. Und das ist nicht kryptisch negativ gemeint, ich hatte Spaß an dieser Serie und das war nicht unbedingt vorherzusehen. ;-)
Bevor ich jetzt aber noch weiter endlos vorplänkle, lasst uns mal den Trailer anschauen, damit wir wissen worum es geht:
Es war Zeit irgendwo mit dem Dinge abschließen anzufangen, also habe ich
mir meinen "Änderungsstapel" vorgenommen und viele Pläne gemacht - von
denen dann nicht alle umgesetzt wurden, wie man sieht ...
Trotzdem nehme ich es als 1. Erfolg im neuen Jahr, das kann mir ja niemand verbieten. ;-)
Fangen wir das neue non-fiction Lesejahr mal mit einem Eintrag aus der women's price Longlist von letztem Jahr an, mit dem ich endlich meine Leseunlust beenden konnte. Alltägliche Geschichte ist ein ganz eigenes Feld, Geschichte wird nicht nur von Siegern geschrieben, sie ist auch meistens chronisch desinteressiert an den praktischen Seiten des Lebens und den Menschen, die sie möglich machen.
Wer also mal was über Vikinger lernen will, das nichts mit Raids und Rites zu tun hat, sollte dieses Buch mal in die Hand nehmen: Embers of the Hands: Hidden Histories of the Viking Age geschrieben von Eleanor Barraclough.
It's time to meet the real Vikings. A
comb, preserved in a bog, engraved with the earliest traces of a new
writing system. A pagan shrine deep beneath a lava field. A note from an
angry wife to a husband too long at the tavern. Doodles on birch-bark,
made by an imaginative child.
From these tiny embers, Eleanor
Barraclough blows back to life the vast, rich and complex world of the
Vikings. These are not just the stories of kings, raiders and saga
heroes. Here are the lives of ordinary people: the merchants, children,
artisans, enslaved people, seers, travellers and storytellers who shaped
the medieval Nordic world.
Immerse yourself in the day-to-day
lives of an extraordinary culture that spanned centuries and spread from
its Scandinavian heartlands to the remote fjords of Greenland, the
Arctic wastelands, the waterways and steppes of Eurasia, all the way to
the Byzantine Empire and Islamic Caliphate.
Wir haben ein bisschen gemütlichen Kaffeeklatsch über einen theoretisch sehr ereignislosen Jahresanfang - dafür motzen wir ein wenig über einen Film und ein Buch, die ich nicht mochte ... ;-P - und spielen noch das "Jahresvorhersagen mit Sätzen aus unseren Büchern" Spiel, das in der Jubiläumsfolge keinen Platz mehr hatte. Und es funktioniert sogar! :-)
Ok, wir müssen jetzt ein bisschen stark sein und über meine ganze eigene Spielart von brain rot sprechen - ich habe mir sagen lassen, dass Sport Dokus diese Nische in meinem Gehirn füllen, bei denen andere Love Island, oder den Bachelor oder andere Reality Formate einfügen, nachdem ich irgendwann mal eine ehemalige Kollegin fragte was sie an Datingshows findet und sie meinte "Es ist unterhaltsam genug, um es weiterzukuken, aber eigentlich sind mir die Leute egal" und das sehr entspannt fand. Und ich so ... das macht absolut Sinn! Aber ich bin zu demi für Datingsshows, also ist meine Unterhaltung eben Sport - ich sehe was das Storytelling mir sagen will, aber die Ziele der Leute sind mir dermaßen egal, also stresst es mich nicht, ob sie gewinnen oder nicht ... Klar soweit? ;-)
Und weil es gerade keine neue Staffel Drive to Survive gab, die ich als Hintergrundbeschallung nutzen konnte, hat mir Netflix netterweise eine andere Sportart aufgearbeitet, bei denen sich Leute mit großen Egos sinnlos in Lebensgefahr bringen. Tour de France: Unchained
Wir sind vermutlich psychologisch nicht allzuweit von Brot und Spielen entfernt, auch wenn wir uns die "moderne Zivilisation" gerne schönreden, von daher wundert es mich überhaupt nicht, dass Formate um F1 und die Tour de France besser laufen, als Tennis oder Leichtathletik. Dabei stirbt einfach niemand und deswegen ist es weniger spannend. Von Unchained (ich möchte jemanden für dieses Wortspiel hauen, bitte^^) gibt es trotzdem nur 3 Staffeln und ich frage mich ein wenig, ob das daran liegt, dass viele der Interviews und Narrativen innerhalb der Serie ziemlich kritisch sind was die Organisation der Tour und das Höher, Schneller, Gefährlicher Mindset angeht, das mehr Zuschauer anziehen soll.
Ist vielleicht nur meine böse Verschwörungstheorie, denn die F1 Variante hält sich immer auffallend zurück mit allen denkbaren kritischen Bemerkungen - und das ist kein Kompliment by the way.
Und apropos wir halten uns zurück mit jeder Art von Kritik, es gibt F1 jetzt auch für Mädchen - sogar mit pinkem Logo^^ - oder auch F1: The Academy .
Ich wollte mal reinschauen, um zu sehen, ob mich irgendwer davon überzeugen kann, dass Girlbossing irgendwas an F1 besser macht, aber kann bestätigen, dass es das nicht tut. Und das liegt nichtmal daran, dass ich die übergroßen Egos vermisse, sondern eher daran, dass wir auch hier in keinster ernstzunehmender Weise damit umgehen, dass dieses ganze Programm nach Tokenism schmeckt, weil niemand wirklich davon ausgeht, dass dieser Sport in irgendeiner nahen Zukunft mixed races haben wird? Müssen wir schon wieder die historischen Quellen auspacken, die belegen, dass Frauensport in den allermeisten Fällen nicht "erfunden" wurde, um fairer zu Frauen zu sein, weil sie "sonst biologisch nie gewinnen können", sondern weil es die meisten Jungs nicht ertragen konnten hinter einer Frau ins Ziel zu kommen, selbst wenn es um den dritten, vierten, fernerliefen Platz ging?
Dieser ganze Zirkus ist so teuer und verschwendet soviele Ressourcen, dass niemand ernsthaft 2 verschiedene Durchläufe desselben Rennens braucht, eine mixed gender meritocracy in den Rennställen halte ich aus vielen verschiedenen Gründen für unwahrscheinlich, was soll das also alles? Vielleicht könnte man mir das beantworten, wenn man Interesse daran hätte sich kritisch mit seinem Sport auseinanderzusetzen, aber da das nicht das Fall ist, würde ich sagen, kann man sich die Doku an sich sparen. Ich habe vor allem gelernt, dass der "Race Dad" defintiv jeder "Dance Mom" den Pokal für das peinlichste Auftreten abjagen kann, aber ob sich das gelohnt hat, lasse ich jetzt mal dahingestellt.
Es war mal wieder Zeit für Dinge mit Weltraum, aber ich war irgendwie nicht in der Stimmung für die Fortsetzungen von Children of Time - nicht, weil ich nicht denke, dass diese Bücher gut sein werden, sondern weil ich befürchtete, dass sie eher zu gut sein könnten, wenn man weiß was ich meine...? Also, gut in dem Sinne, dass ich wieder gezwungen werde mir komplexe Gedanken zu machen und manchmal ist das eben nicht was ich grade brauchen kann, bzw. die Energie zu habe? Und daher brauchte ich was lustiger/leichtes und bin beim Bobiverse gelandet, weil Tine mir irgendwann mal erzählt hatte, dass sie das erste Buch nicht so überzeugend fand, weil ihr der Konflikt fehlte. ;-)
Das klang perfekt, also bevor wir zu meinen überschaubaren Beobachtungen kommen, worum geht es in: We Are Legion (We Are Bob) geschrieben von Dennis E. Taylor, gesprochen von Ray Porter?
Bob Johansson has just sold his software company for a small
fortune and is looking forward to a life of leisure. The first item on
his to-do list: Spending his newfound windfall. On an urge to splurge,
he signs up to have his head cryogenically preserved in case of death.
Then he gets himself killed crossing the street. Waking up 117 years
later, Bob discovers his mind has been uploaded into a sentient space
probe with the ability to replicate itself. Bob and his clones are on a
mission to find new homes for humanity and boldly go where no Bob has
gone before.
Dennis E. Taylor’s hilarious novel sets
the stage for the magnificent performance of Ray Porter, who revels in
the brave new world of corpsicles, artificial intelligence, interstellar
space probes, and space colonization in tantalizing detail.