Schieben wir mal zwischendurch einen kleinen True Crime Abstecher dazwischen - selbst für diesen Brainrot hatte ich nicht wirklich die sanity points und das will schon was heißen ;-) - falls man irgendwann mal einen Abend füllen muss.
Diese beiden Dokus laufen in meinem Hirn ein wenig unter: Musste es soweit kommen, oder hätte ein Therapeut helfen können?, wobei A Friend/A Murderer noch eher in das typische Serienkiller-Schema passt, auch wenn es technisch gesehen glaube ich nicht genug Opfer gab (was allerdings nur Glück gewesen zu sein scheint). Interessant an der Perspektive der Doku ist allerdings, dass man sich hier dem Verbrechen nicht aus Sicht des Täters nähert - die werden in True Crime oft genug zu Hauptdarstellern^^ - sondern die Geschichten der Leute in den Vorderung stellt, die mit Opfern wie Täter befreundet waren und wie die Aufdeckung der Schuld ihre Leben verändert hat.
Man vergisst ja schon einmal gern, dass Täter auch ein soziales Umfeld haben, manche so gar nicht dem "lone psycho" Trope entsprechen, das uns Hollywood gerne verkauft und dass diese Menschen sich vielleicht auch ihr Leben lang mit den Taten auseinandersetzen müssen.
Und wer dann noch Kapazitäten hat und ein nicht ganz so düsteres Thema möchte, kann sich Erpressung, Streit und Gewalt im Olympia-Reitstall geben, oder auch: The Shooting at Hawthorne Hill
Interessanterweise erzählen viele Menschen in dieser Doku immer wieder davon was sie als "Pferdemenschen" ausmacht, aber wenn man ehrlich ist, spielt Tierliebe in nichts davon eine Rolle. Hier kann man wirklich nachverfolgen was passiert, wenn Menschen nicht zur Therapie gehen und jeder darf sich seine eigene Meinung bilden wer sie am nötigsten hatte.
Außerdem ist es eine gute Übung darin im Hinterkopf zu behalten, dass 2 Dinge gleichzeitig wahr sein können: bitches be crazy ist ein hochgradig problematisches Vorurteil, das immer wieder als Waffe gegen Frauen eingesetzt wird - in diesem Fall gegen eine Frau auf die buchstäblich geschossen wurde. Aber das heißt leider nicht, dass diese spezielle Frau nicht absolut mental instabil sein kann. Struktrueller Sexismus wird nicht ausgehebelt von Einzelfällen, in denen bitches tatsächlich crazy sind. Die Welt ist kompliziert.













