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11.09.2026

Strauss in der Elphi. Oder auch: Wenn Akustik auf Logistik trifft

Falls man meinen Juli-Vlog gesehen hat, weiß man schon, dass zum sehr begrenzten Urlaubsprogramm in diesem Jahr ein Besuch in der Elbphilharmonie gehörte. Und ich gestehe, dass ich vor allem neugierig war, ob sich das Ding "gelohnt" hat was die Akustik angeht, denn soweit ich das erinnere, kamen alle anderen Features (Architektur, Tourismusappeal etc.) nicht unbedingt so gut an, dass sich die massiv ins bodenlose ausufernden Kosten irgendwie gerechnet hätten? Man korrigiere mich gerne, falls ich das falsch im Kopf habe, aber da sie gerade darüber nachdenken sämtliche kostenlosen Zugänge zu den Aussichtsplatformen abzuschaffen und Eintritt zu verlangen, kann das nicht so ganz rechnen, no?

Bevor wir aber gleich ein bisschen über das Gebäude sprechen, sollte ich vermutlich mal erzählen welches Konzert wir gesehen haben - keine Angst, ich werde nicht so tun, als wäre ich plötzlich ein Musik-Connaisseur oder so. ;-) Wir sahen ein Potpourri von Klassikern (pun intended) der Dyastie Strauss, dargeboten vom Strauss Orchester aus Wien. Und ich werde auch nicht so tun, als könnte ich Vater, Sohn, Enkel und Schwipp-Schwager auseinanderhalten, die hier irgendwas komponiert haben, aber zumindest die Melodien (Wiener Blut, Schöne Blaue Donau, Radezky Marsch) wird man kennen, es sind quasi die Charthits ihrer Zeit und damit als solche vor allem erstmal Unterhaltungsmusik, was definitiv nicht als Kritik gedacht ist. Strauss Konzerte - so erzählte uns das Programm - waren schon immer weniger streng und prätentiös high-brow, als die gemeine Wagner-Oper und sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen, ist ein sympathischer Charakterzug in fast jedem. ;-)

Dementsprechend gab es hier auch ein wenig Komödie zwischendurch, ein paar Zugaben, Einbindung des Publikums etc., also Dinge, die man in sinfonischen Konzerten vielleicht nicht immer erwartet, aber die auch definitiv nicht stören, wenn man keinen Stock im Arsch hat. Wir hatten ein paar Lieblingsmusiker im Ensemble, denen man ihren Spaß an ihrem Job deutlich ansehen konnte und auch wenn ich persönlich immer finde, Dirigenten spielen sich unnötig in den Vordergrund dafür, dass ihre Arbeit bei der Aufführung eigentlich schon getan ist, war es schon auch lustig jemanden mit vollem (!) Körpereinsatz mitgehen zu sehen. 

Ich habe im Internet eine Aufnahme der Fledermaus-Ouvertüre gefunden, mit der auch "unser" Konzert eröffnet wurde, aber man merkt dem Ensemble leider an, dass sie wissen, dass eine Kamera auf ihr Gesicht gerichtet ist und die Energie ist zu 100% zurückgenommen - man stelle sich das also entsprechend dramatischer vor. ;-)


 

Das alles hatte also schon viel Schönes, aber ich muss nochmal auf die Sache mit dem bodenlosen Kostenloch zurückkommen, das dieses Gebäude war. Um mal die positiven Punkte vorwegzunehmen: Die Aussicht ist toll und die Akustik der Hammer. Besser kann man Orchestermusik kaum live hören, auch wenn wir jetzt ziemlich nah an der Action waren und ich nicht sagen kann, wie es auf den billigeren Plätzen war. Das lag aber auch daran, dass die Tickets erstaunlich erschwinglich waren - wir hatten tatsächlich die teuerste verfügbare Kategorie gebucht, die bei 130€/Ticket lag. Für die Köln-Arena haben wir schon mehr Geld ausgegeben und die hat definitiv weniger Flair.

Aber - man wusste, dass da jetzt ein Aber kommt, oder? ;-) - was ich nicht verstehe, ist nicht nur Finnisch, sondern auch warum die Logistik dieses Gebäudes so unfassbar seltsam ist? Auf unserem Ticket stand "Etage 13" und das war der 1. Oberrang, es gab insgesamt 4, man kann sich also vorstellen, selbst wenn man es noch nie gesehen hat, wie fucking hoch diese Schuhbox ist. Vom Taxistand bis zum Eingang im 8. Stock (don't ask me, es ist irgendwie im Hang gebaut im Hafenbecken, ich bin kein Architekt^^) fährt man noch über eine gefühlt 5km lange Rolltreppe, was noch kein so großes Hindernis für den Publikumsflow darstellt. Aber ab der 8. Etage klettert man entweder über Stufen weiter, oder hat die Option ganz genau 2 Aufzüge zu nutzen, die bis zur 16. Etage fahren - es gab zusätzliche, die nur zwischen 2 Etagen pendeln, aber will man 4x den Aufzug wechseln? Was bringt das? - und DAS ist ein Nadelöhr, das ich mir nicht erklären kann in einem Gebäude, das modernen Zugänglichkeitsstandards genügen sollte??

Wir waren ein wenig fußlahm aus verschiedenen Gründen, aber prinzipiell noch in der Lage ein paar Stufen zu gehen. Ich will mir nicht vorstellen was für ein absoluter Alptraum es sein muss diese Tortur mit dem Rollator oder Rollstuhl zu unternehmen. Und das in einem Gebäude, das - soweit mein böses Vorurteil^^ - in seinem Rahmenprogramm vermutlich nicht unbedingt ein Zielpublikum Mitte 20 hat?

Es erschließt sich mir nicht, dass wir es im 21. Jahrhunder a) immer noch nicht schaffen die Aufträge öffentlicher Gebäude so zu vergeben, dass nicht (aus böser Absicht, oder schierer Inkompetenz) massiv fahlkalkuliert wird, oder massic Gelder im Korruptionssumpt verschwinden und b) öffentliche Teilhabe für nicht-körperlich-vollkommen-fitte-Menschen immer noch so ein lahmer Nachgedanke ist. Wir sind alle nur vorrübergehend vollkommen körperlich fit, alt werden ist nichts für Feiglinge, egal wie sehr uns die Werbung weismachen will, dass wir für immer jung bleiben können. Also denkt das gefälligst mit, wenn ihr mit Steuergeldern um euch werft, damnit!!

Naja, trotz meinem kleinen Wutausbruch über 200 Menschen in 2 Aufzügen, würde ich das Konzerterlebnis an sich schon empfehlen - plant nur entsprechend und zieht vielleicht im Zweifel die bequemen Schuhe an. Style over Substance hat das Gebäude schon, ihr könnt es andersrum machen! ;-) 

08.10.2021

Netflix für Nutzloses Wissen: This is Pop & Heist

Wir hatten lange keine neuen Serien und Filme mehr - was vor allem faran liegt, dass ich während meiner Neuauflagen-Schlachten mit Elysion 01 & dem Rosenfriedhof keinen Brainspace hatte für neue Dinge. Stattdessen hab ich Stundenlang Pokémon und Sailor Moon gekukt, was vielleicht irgendwann mal einen eigenen Blogpost wert ist, aber nicht heute. ;-)

Heute reden wir kurz über 2 Dokutainment Serien bei Netflix, mit denen man sich 1-2 Abende unterhalten kann und die einem zumindest im "lustige Annekdoten, die man beim Bierchen mit Freunden raushauen kann" Spiel bestimmt weiterhelfen.

Fangen wir mal mit This is Pop! an, weil das sicher auch ein paar Dinge enthält, die man für das nächste Popkultur und Musik Quiz gebrauchen kann. ;-)

 

Ich muss gestehen, dass der Ehemann an dieser Serie vermutlich mehr Spaß hatte, als ich, denn ich kannte die meisten der interviewten Künstler leider nicht - also es geht schon auch ab und zu um ABBA, Queen und Leute, die berühmt genug sind, dass sogar Menschen ohne Musikgeschmack wie ich sie kennen, aber die kleinen Geschichten hinter den Mechanismen der Popindustrie sind auch interessant, wenn man die Leute nicht kennt.

Mir persönlich gefiel die Auto-Tune Folge am besten, die am meisten von dem teilweise ziemlich witzigen Editing profitiert, das auch schon Toys That Made Us etc. hatte. Aber der Rest dürfte für Musikfans - oder Faktenfans...;-) - auch spannend sein!

Danach habe ich meinen großen Zeh mal wieder in True Crime gesteckt, allerdings diesmal weniger in die Blut & Trauma Ecke, denn Heist behandelt, wie der Titel schon sagt, Raubzüge. Wer also denkt, dass man so ein Ocean's Eleven Ding abziehen muss, um viel Geld zu klauen, sollte hier dringend mal reinschauen - aber seid darauf vorbereitet stark desillusioniert zu werden und das nicht nur, weil keiner der Gauner wie George Clooney aussieht... 

Aber für witzige True Crime Annekdoten ist das defitiv gut zu gebrauchen, ich konnte das - voll geimpft - inzwischen schon bei mehreren Gelegenheiten testen! ;-)

18.02.2019

Netflix für Neugierige: Update & Explained

So nachdem wir letztlich schon über Annekdoten zu alltäglichen Dingen sprachen, dachte ich, schiebe ich diese beiden Rezis zu Netflix "Allgemeinwissen-Serien" kurz hinterher:
Explained and Update (oder auch 2057. Die Welt von Morgen)

Wenn man sich für eine der beiden entscheiden muss - es sind aber beide nicht sonderlich Umfangreich - dann nehmt definitif Explained! Explained ist wirklich, wirklich gut, in allem was es tut. Und es tut eine Menge.
Gender Pay Gap? Tattoos? Weltweite Wasserknappheit? Cricket? Der weibliche Orgasmus? Musik?
Alles was man wissen können wollte, wie XY funktioniert, was die Geschichte dazu sagt und was das für die Zukunft heißt, kann man hier finden und das Line-Up von Themen ist so....sagen wir mal exzentrisch, dass es wirklich Spaß macht.

History-Nerd Approved, sehr schade, dass es schon seit langem keine neuen Folgen gab...




18.04.2015

Jenufa. Oder: Ist die Zukunft dunkel, oder einfach schwarz?

Ab und zu ist die Moderne überraschend unmodern.
Am letzten Samstag bekamen wir davon eine Kostprobe im Theater Aachen, wo grade Jenufa gegeben wird, eine Oper von Leoš Janáček - ein Name, den man am besten mit Copy&Paste einsetzt, wenn man nicht sämtliche Sonderzeichen durchsuchen will.;-)

Ich denke man muss Vorlage und Komponist nicht zwangläufig kennen, aber man wird sich vielleicht erinnern, dass der letzte Ausflug in die moderne Oper nicht ganz so erfolgreich war. Da ist es ja angenehm zu sehen, dass es auch moderne Opern gibt, die eigentlich ziemlich nach Baroken Mustern funktionieren - keine ewigen Rezitativen, keine nervigen Special Effects, einfach nur 3 Stunden Menschen, die ihre Text singen, wie man das halt so macht.;-)
Das Einzige was sich nich so barok anfühlte, war glücklicherweise die Erzählstruktur - keine verwirrten Nebenplots, in denen sich Menschen unerkennbar hinter winzigen Masken verstecken und so, nein, einfach 3 Akte Auftakt, Katastrophe, Auflösung, ziemlich straff erzählt und sehr kondensiert auf die 3-4 Hauptpersonen, um die es geht.

Man muss sich ein wenig in die Dramatik der Geschichte hineinversetzen, die eigentlich dem klassischen "Gretchen" Muster folgt - außereheliche Schwangerschaft, Schande für die Familie, das wichtigste für die Frau ist noch irgendeinen Mann abzubekommen und für das ungewollte Bastardkind geht das nicht gut aus.
Alle wollen nur "das Beste" und handeln aus Liebe und am Ende ist der Weg in die Tragödie wie immer gepflastert mit guten Absichten.
Wenn man sich aber darauf ein wenig Einlassen kann - die 1930er Ästhetik der Kostüme hilft da ein wenig, zu modern würde die Grundpremisse der Geschichte (Mord und Totschlag = besser als Schande) nicht mehr funtionieren - ist die Dramatik der Ereignisse allerdings sehr kurzweilig, Frauenlynchmob in russischen Kaffewärmer-Kleidern inbegriffen.
Auch das Bühnenbild hatte so eine freudlose Schlichtheit und der Raum im Raum Effekt gab nochmal ein eigenes Gefühl von Klaustrophobie und Ausweglosigkeit dazu.

Nur zwei kleine Einzelheiten im letzten Akt, hätte ich wohl anders gelöst:
1. Das "Happy End" Duett nachdem der Kindsmord aufgeklärt und die Schuldige abgeführt ist, hätte ich mal offen gelassen, wenn es meine Geschichte gewesen wäre. Die Hauptheldin hat noch einen von oben angestrahlten Märtyrer-Moment der Vergebung für die schuldige Mutter, die nur ihr Bestes wollte, der Lynchmob bekommt ein ansteigendes Crecendo, das grade frisch vermählte "Na Hauptsache sie hat noch irgendeinen Mann abbekommen" Pärchen bleibt alleine zurück, Bühne schwarz, Ende. Irgendwie kam mir alles danach ziemlich drangetackert vor, damit man nochmal drauf hinweisen kann, dass die arme Frau ja jetzt doch irgendwie einen netten Mann abbekommen hat, trotz Wutanfällen und Körperverletzung und so....hm! ;-)
2. Die Idee, dass sich am Ende die Bühnenrückseite öffnet und das junge Paar in sein "neues Leben" geht, mag ja ok sein - passt auch zum kitschigen Duett;-) - aber ist das klug, dass dahinter nur eine schwarze Wand ist? Wir waren uns jedenfalls sehr uneins, ob man damit sagen will, dass "die Zukunft noch im Dunkeln liegt", oder dass es jetzt eigentlich nur noch Dunkelheit geben kann...so oder so, wenn es mein Bühnenbild gewesen wäre, hätte es zumindest noch eine Lichtquelle im Off gegeben, damit das nicht so depremierend interpretiert werden kann. ;-)

Insgesamt aber trotzdem eine klare Empehlung, wenn man mal wieder ein bißchen große Operndramatik sehen möchte und damit gute 4 von 5 Schnitzmesser wert.

17.04.2014

Peer Gynt. Oder: Klangkonzept gesucht...!

Gerade läuft wieder Snuff in meinem iPod (oder Quatschkopf, wie ich ihn liebevoll nenne;-) und einer der ersten Lacher in diesem Buch ist für mich immer die Überlegung, dass wenn ein Apfel von einem Baum auf mich herunterfällt, das zwangsläufig zur Folge haben muss, dass die Welt gefährlich aus der Balance gerät, wenn alles immer nach unten fällt - es sei denn (und das konnte hier nachgewiesen werden;-) es fällt im gleichen Moment auch ein Apfel nach oben!
Man kann jetzt über Newton-Anspielungen lachen oder auch nicht, aber beim dieswöchigen Ausflug ins Theater stand mir diese Theorie unweigerlich wieder vor Augen. Keine Sorge in weniger als 5 Zeilen macht das bestimmt gleich alles Sinn!;-)

Ich hatte doch mal die Erfahrung gemacht ein Theaterstück ansehen zu wollen und statt dessen Schauspiel mit Oper serviert zu bekommen - das war unerwartet, aber in der von Erwartungshaltung ungetrübten Sicht nicht schlechter. So und am Sonntag wollte ich ein vertontes Gedicht zu sehen bekommen und bekam ein Theaterstück mit 3-Tracks Hintergrundmusik.
Schon macht die Einleitung voll Sinn, oder?;-)

Also trotz angekündigtem "innovativen Klangkonzept" kein Orchester, keine Morgenstimmung und nur ein bißchen Hintergrundbeschallung aus dem Lautsprecher. Hm.
Meine Erwartungshaltungsungetrübte Einstellung musste sich da aber mächtig anstrengen!;-)

Falls irgendwer den Ibsen nochmal kurz zusammengefasst sehen will, die Theaterhomepage sagt dazu Folgendes:
Der norwegische Bauernsohn Peer Gynt will: ALLES! Er träumt sich in seiner Phantasie in hohe Sphären, bricht kopflos zu einer Weltreise auf, nicht ohne vorher seine Mutter Aase zu verprellen und kurz noch die Braut
eines anderen zu entführen, um sie dann achtlos zurückzulassen. In seiner Lebensgier treibt er sich in Trollwelten, in der heißen Wüste Afrikas und auf den Meeren herum, kommt zu Reichtum, verarmt, ist Frauenverführer, Sklavenhalter, Schatzjäger, gibt sich als Kaiser und als Prophet, lässt über all die Jahre seine große Liebe Solveig immer wieder warten – und muss am Ende von ihr aus den Fängen des Knopfgießers befreit werden, der ihn zum Mittelmaß umschmelzen will. »Sei du selbst!« war immer der Anspruch gewesen, doch Peer kommt sich am Ende vor wie eine Zwiebel, die nichts ist, wenn man Schale um Schale entblättert.

Ibsens dramatisches Gedicht ist phantastisches Märchen und Gesellschaftskritik zugleich. Der Anti-Held Peer Gynt sprengt in seiner Hybris alle Maßstäbe und wird erst im Scheitern wieder Mensch.

Soweit so gut, das mit dem Looser-Megalomanen haben sie zumindest schonmal gut gemacht und die erste Hälfte von immerhin 3,5 Stunden Theater ging auch erstaunlich schnell vorbei, während wir noch dabei waren die absolut geniale Drehbühne zu bestaunen. Peer und seine Mama, Peer und die Frauen inklusive Troll-Prinzessin und pornösen Waldnymphen, alles soweit in Ordnung. Dass der Hauptdarsteller schonmal in 5-6 Menschen gleichzeitig dargestellt wurde, war eigentlich auch eine nette Idee, gut choreographiert und so als Bild des "Über-Egos" auch ganz machbar.

Die Aachner Trolle waren leider extrem fremdschäm-verdächtig - die Maskenabteilung muss sich da nochmal bei den Eisbären was abschauen, Gummimasken, die auf den Gesichter verrutschen und Schauspieler zum Nuscheln nötigen sind wenig künstlerisch wertvoll. Und wer auch immer dem Trollkönig gesagt hat, er muss einfach Mussolini mit Rattenschwanz sein, gehört auch geschlagen, das war peinlich!

Hälfte 2 ließ dann leider in Dynamik und Gusto sehr schnell nach. Ich mochte die teilweise grotesken, verdrehten Gestalten aus den "Halluzinationen", das hatte was von Bosch oder Giger, aber leider waren einige der "tatsächlichen" Menschen genauso überzeichnet. Es gibt scheinbar immer noch Regisseure, die nach dem Motto agieren "wer brüllt hat Recht" - habe ich noch nie geglaubt und facettenreiches Spielen erschöpft sich auch nicht darin, dass man die Lautstärke variieren kann. Für jemanden, der es noch nie ausprobiert hat, mag das total extrovertiertes Charakterdarstellen sein, wenn jemand seine "Emotionen" rausbrüllt - aber eigentlich ist es die einfachste Variante, dafür muss man sich nur ein wenig enthemmen. Subtil und dabei gut ist unfassbar viel schwieriger.

Der Tod als Knopfgießer gefiel mir hier gut - auch ein geiles Kostüm;-) - aber die Abziehbildchen Kolonialisten waren wieder extrem peinlich - fast noch schlimmere Nationalitätenklischees als bei der Eisprinzessin, findet das tatsächlich immer noch irgendwer lustig?

Ich bleibe mal dabei, dass sich meine Erwartungshaltung nicht wirklich objektivieren lassen wollte und vergebe für die wirklich genial umgesetzte Bühne einen goldenen Gummipunkt. Mit den Abzügen für "viel zu lang(atmig)" und "teilweise peinlich" kommen aber mehr als 3 von 5 Wünschelruten trotzdem nicht zustande.
Demnächst also wieder die Musik ohne störende Schauspieler!;-)

26.02.2014

Die Prinzessin im Eis. Oder: Warum zickige Prinzessinen keine Eisbären erschießen sollten...

Ich gebe es ja gern und offen zu: Oft bin ich ein furchtbarer Kulturmuffel!
Das liegt nicht so sehr daran, dass ich Theateraufführungen oder gar klassischer Musik nichts abgewinnen kann, sondern oft leider daran, dass ich keine Lust auf moderne Inszenierungen habe...
Man mag mich spießig nennen, aber für mich braucht die Zauberflöte keine halbnackten Frauen und Hamlet keine Badewannen voller Kunstblut - und ich bin leider auch keiner der Menschen, die sich damit trösten, dass es wohl Kunst sein muss, wenn sie es nicht verstehen.
Wer nicht weiß was ich meine, schaue sich mal Hape Kerkelings Hurz an - genau so!;-)

Trotzdem kann man mir nicht vorwerfen, dass ich nicht manchmal auch etwas riskiere, also hatten wir an diesem Wochenende Karten für Die Prinzessin im Eis, eine "dystopische, moderne Oper" am Theater Aachen.
Die Vorschau zum Stück, sagt dazu Folgendes:
Irgendwo im ewigen Eis Grönlands (oder den Resten, die noch übrig sind), irgendwann in einer fernen Zukunft:
Ein multinationales Forscherteam sucht nach einem sicheren Ort für die Aufbewahrung von Genproben
ausgestorbener Tiere und Pflanzen. Plötzlich stoßen die Wissenschaftler auf einen riesigen Hohlraum im Eis und finden darin eine gefrorene Frau, die offenbar aus einer anderen Epoche stammt. Sie entpuppt sich bald als außergewöhnlich schöne, aus der Zeit gefallene Prinzessin, die weder die fröhlichen Russen Vlad und Vitaly noch Kalombo, den Klimatologen, kalt lässt. Nun geht es hoch her und nicht nur die Damen der Expedition müssen sich warm anziehen …
Die Idee an sich klingt ja erst einmal recht lustig - ein Forscherteam aus dem Heute (2015 ist nicht die "ferne Zukunft" meine lieben Theaterschreiber!;-) trifft auf ein schlafendes Dornröschen, dessen Prinz scheinbar ausgeblieben ist und die deswegen der menschlichen Entwicklung gefühlte 1000 Jahre hinterherhechelt.
Ganz zu Anfang begegnen wir außerdem einem ziemlich skeptischen "Chor" aus Eisbären auf einer verschneiten Bühne, was sehr vielversprechend wirkt.

Leider hat sich der erste positive Eindruck nicht gehalten - Bühnenbild und Kostüme waren großartig und auch der Griechische Chor ist ein Stilmittel, dass ich gerne öfter wiederbelebt sähe - denn wo sich die Vorankündigung einfach nicht bestätigt, ist die Einschätzung das Ganze wäre "ironisch" und "lustig"...
Was wir zu sehen bekamen waren eigentlich nur laufende Klischees (die Kettenrauchende Französin, der waffenverrückte Ami, der Regelversessene Deutsche, die betrunkenen Russen, den Vodoo-Afrikaner blablabla) und eine ziemlich zickige Prinzessin, die wohl als "Methaper" auf den Hochmut der ganzen Menscheit gedacht ist, keine anderen Meinungen und Bedürfnisse als die eigenen gelten lässt und als selbsterklärte Krone der Schöpfung auch mal Eisbären erschießt, weil das ja nur dumme Tiere sind.
Lustig ist das leider nicht wirklich, denn jede einzelne dieser Abziehbildchen-Figuren ist unfassbar unsymphatisch und die "Message", dass alle Menschen irgendwie Iditioten sind und die Umwelt mies behandeln wird so mit dem Holzhammer eingeprügelt, dass ich darüber nur sehr bedingt lachen konnte.
Da half es auch nicht, dass sowohl Libretto, als auch Musik dieses ständige Gegeneinander der Charaktere und die unablässigen Streitereien und Konkurrenzen (irgendwann fangen sie auch noch an sich über die Rechte am ausströmenden Gas zu streiten - als ob das noch nötig gewesen wäre) in teils sehr sperrigen Texten und sehr disharmonischen Kompositionen reflektiert.

Auch hier, man darf mich altmodisch nennen, aber ich finde 2 Stunden Disharmonie einfach anstrengend anzuhören, ich bevorzuge Arien, die man auch mal mitsummen kann!;-)

Unter dem Strich also leider eine Produktion unter dem Titel "gut gedacht, aber schlecht gemacht" - als Theaterstück (ohne die anstrengende Musik), oder als Operette mit ein wenig weniger krassen Figuren und ein bißchen mehr Leichtigkeit, wäre das wirklich lustig gewesen. So hat aber leider die "Message" (so wahr sie auch ist, Menschen sind Idioten!;-) alles andere erschlagen.

Wen das aber nicht stört, dem empfehle ich die Aufführung trotzdem, denn die Bühe und die Kostüme sind wirklich super!;-)

23.06.2011

Neue Musik

Manchmal verbindet sich das Notwendige mit dem Nützlichen - da mit ständiges Fernsehen sowieso zu langweilig ist, kann ein bißchen neue Musik nicht schaden.
Und da zufällig heute morgen noch die BBC Übertragung vom Edinburgh Tattoo 2010 im Fernsehen kam (ok, manchmal ist Fernsehen auch super!;), fiel mir wieder sieden heiß ein, dass ich mir diese Herrn hier noch auf den iPod ziehen wollte:

Red Hot Chili Pipers Show von benporkofer

Ich maaag Dudelsäcke!;)

Übrigens: Auf Dailymotion.com gibt es die BBC Aufzeichnung vom 2010 Tattoo komplett, meine fellow-geeks! :)

26.04.2011

Die Letzten werden die Ersten...oder so ähnlich!;)

Wo ich grade dabei bin, möchte auch die letzten 5 Songs noch nachschieben - und danach gibt's noch was zum Basteln!;)

26. A song that you can play on an instrument
Öhhh...ich nix Instrument, das wird dann schwierig...;) Aber vom dem Song konnte ich mal die Drumline, als ich noch Trommel-Unterricht hatte (lang lang ist's her...).

Steppenwolf - Born To Be Wild - MyVideo

27. A song that you wish you could play
Ich nix Instrument und daher siehe oben!;) Aber ich würde gerne Taiko können!

Tentekko Taiko/Daiko live, Taiko drummers - Taiko … - MyVideo

28. A song that makes you feel guilty
Die Kategorie verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Hat sich schonmal jemand "schuldig" gefühlt beim Musik hören? Ich nehme einfach mal einen Song, den ich nicht ohne Weiteres bei offenem Fenster laut hören würde.;)

Show Me Your Genitals 2: E=MC Vagina - MyVideo

29. A song from your childhood
Das war ja einfach!;)

Die Muppet Show - Intro eng. - MyVideo

30. Your favorite song at this time last year
Schon wieder ein Filmsoundtrack, aber die Szene ist einfach nur großartig!:)

Neue Musik

Es ist ja eigentlich überhaupt nicht in meinem Sinne das zuzugeben, aber langsam entwickelt sich der iTunes Shop zu meiner neuen Geldgrube (zum ver- nicht ausgraben versteht sich;) und hat damit fast schon ebay und amazon abgelöst...
Es gibt einfach so viiieele Hörbücher, es ist furchtbar! (Letztlich durfte ich übrigens auch festellen, dass auch andere Menschen Hörbücher zum Fitnessprogramm bevorzugen, ich bin also nicht allein!!!)

Aber letztlich war mir nochmal nach neuer Musik und nachdem ich gekauft hatte, was ich kaufen wollte (Pink Best Of - ich stehe dazu, ich mag die Frau;), bin ich leider der "andere Kunden kauften auch" Falle erlegen und musste daher in zwei Alben reinhören, von denen ich eigentlich nicht erwartet hatte, dass sie mir gefallen - aber manchmal siegt eben die Neugier.;)

Der erste neue Sound auf meiner Playlist ist daher seit neustem Deleted Scenes from the Cutting Room Floor von Caro Emerald - momentan berühmt aus Film und Fernsehwerbung. Man muss diese Art von Retro Sound mögen, damit es sich überhaupt lohnt da reinzuhören, aber mir gefiel dieser 30er Flair irgendwie. Und zu Sonne und Sommer passt er übrigens auch sehr gut - fast schon schade, dass wir kein Cabrio haben, das wäre genau die richtige Musik dafür!
Das ganze Album von vorne nach hinten durchzuhören, ist zwar dann leider doch ein klein wenig eintönig, aber das geht mir bei fast jeder Musik so - ich steh nun mal auf meine Alles-Durcheinander-Playlisten, das wird sich dieses Leben auch nicht mehr ändern.;) Trotzdem sehr angenehme Sommer-Picknick Untermalung, ich empfehle vor allem That Man, Just One Dance und (mein persönlicher Favorit) The lipstick on his collar  doesn't seem to macht mine...;). Von mir gibt es 4 von 5 Tanzschuhen für meinen Sommersoundtrack 2011.

Das zweite Album, dass ich quasi schon aus nostalgischen Gründen mal durchzappen musste, ist Bel Air  die neue Comeback CD der Guano Apes - auch bekannt aus schlechten TVWerbungen der letzten Zeit. Ich bin zwar mitnichten der Meinung, dass diese Band eine Generation geprägt, oder den Alternative neu erfunden hat (danke liebe Werbetexter, manchmal ist auch weniger mehr^^), aber als ich so 16 oder 17 war, war das eine meiner absoluten Lieblingsbands. Ich habe die Geschichte bestimmt schonmal erzählt, aber als ich Teenager war, gab es noch die Freizeitbeschäftigung des Star-Hoppings. Meint, man hängt mal bei irgendwelchen Hotels und Großveranstaltungen rum, um zu sehen wer da so rumläuft.;) Mein persönlicher Track-Record ist dabei nicht so hoch, da sich das Suchgebiet auch nur auf Köln und Umgebung beschränkte, aber immerhin nenne ich ein Autogramm von Smudo mein eigen und wurde fast mal von Herbert Feuerstein überfahren...wenn das nichts ist.;) Zu meinem ersten (und einzigen) Apes Konzert bin ich dann auch eher zufällig während einer Popcom in Köln gekommen (leider habe ich den Block mit den Autogrammen verloren, wer hätte auch ahnen können, dass diese Schrammelbande mal berühmt werden würde;).
Jedenfalls fand ich die Musik damals ziemlich hilfreich, um nach durchgefeierten Nächten im ersten Bus nach Hause nicht wegzupennen...wenn das mal kein Qualitätsmerkmal ist!;)
Das neue Album muss leider ohne diese Alkoholdunst umschwebten Kindheitserinnerungen auskommen und kommt daher bei mir an frühere Hochgefühle auch nicht so richtig ran. Ich kann zwar verstehen, dass man nach 10 Jahren vielleicht mal was anderes machen möchte als Lords of the Boards, aber so richtig übergesprungen ist der Funke bei mir nicht...vielleicht werden wir eben alle älter (und nüchterner...). Ein paar Tracks gefielen mir natürlich schon (Trust, oder All I Want z.B.), aber als Ganzes kann ich dem Album leider nur 3 von 5 Fledermäusen geben.
Es ist eben nicht einfach an alte Nostalgie anzuknüpfen!;)

15.04.2011

Fast letzte Worte fast ohne Worte

Ohne große Vorrede die vorletzten Fünf und dann weiter zum nächsten Arbeitsstapel:

21. A song that you listen to when you’re happy
Ohh da gibt es viele...ich pick einfach mal einen aus der Zufallsliste.;)

Aerosmith/Walk This Way/Live - MyVideo

22. A song that you listen to when you’re sad
Best heartbreak song ever.;)

Counting Crows - Colorblind - MyVideo

23. A song that you want to play at your wedding
Einfach. Nur bitte das Video ignorieren, war die einzige Version, die sich verlinken ließ...;)

fields of gold - eva cassidy - MyVideo

24. A song that you want to play at your funeral
Auf meiner Playliste ist es tatsächlich nicht, aber bei meiner Beerdigung dürftet ihr das trotzdem gerne spielen - nur bitte nichts Trauriges!!!

Nelly Furtado - Im Like A Bird - MyVideo

25.  A song that makes you laugh
Song und Grund in einem!;)

Supernatural - Jensen Ackles in: Eye of the Tiger - MyVideo

Und nun auf zu neuen Ufern und arbeitsamen Wochenenden! *juhu....blähhh*;)

11.04.2011

Last but not least: Die nächsten 5!

So und bevor ich jetzt mit der Veröffentlichung der gesammelten Blogposts aus der letzten Woche wieder zu meinen Büchern verschwinde, hier noch kurz zur Mittagspausenabrundung: Teil 4 der lustigen Song-Challange!

16. A song that you used to love but now hate
Schwierig, aber den hier mochte ich vor dem Radio-Overkill eigentlich mal. Inzwischen kann ich darauf verzichten, denn zu oft durchgenudelte Songs verlieren ihren Charme. Schon wieder ein Grund kein Radio zu hören!;)

Milow mit "Ayo Technology" - MyVideo

17. A song that you hear often on the radio
Furchtbares Lied - ging mir schon in der Werbung auf die Nerven und das Video ist auch eher pseudo-avantgarde.

Empire Of The Sun - We Are The People - MyVideo

18. A song that you wish you heard on the radio
Das ist meine Idee von Gute-Laune-Musik!;)

Dropkick Murphys -  Warrior's Code


19. A song from your favorite album
Öhhh...habe ich ein Lieblings-Album? Ich glaube fast nicht...Ich nehm einfach mal einen Soundtrack, Filmmusik ist immer gut!;)

AC/DC - Back in Black

20. A song that you listen to when you’re angry
Hmm wenn ich wirklich, wirklich angepisst bin (was zum Glück selten vorkommt;), dann hab' ich meistens gar keine Lust irgendwelche Geräusche um mich rum zu haben...aber für die "Bäh-Scheißtag-Stimmung" hilft sowas hier schonmal:

Queen - Bohemian Rapsody

So und nun Frisch auf ans Werk!....blähhh...;)

04.04.2011

Regeln ignorieren Teil 3. Mittagspause!

Je mehr Arbeit darauf wartet getan zu werden, deto wichtiger sind bekanntlich wohlverdiente Mittagspausen, um die geistige Leistungsfähigkeit zu regenerieren!;)
Bevor wir uns also dem Projekt Abschlusspräsentation weiter widmen, hier die nächste Runde Hirnentkrampfung:

11. A song from your favorite band
So ganz, ganz eigentlich habe ich gar keine Lieblingsband, aber trotzdem war der ziemlich schnell entschieden.;)

Die Ärzte - Männer sind Schweine

12. A song from a band you hate
Muss das wirklich sein? Na gut...

Justin Bieber - Love Me

13. A song that is a guilty pleasure
Auch da kann es nur einen geben, auch wenn ich lange an Dirty Dancing rumüberlegt habe. Aber das ist eigentlich nicht peinlich genug, immerhin fanden den Film damals viele Meeedchen gut.;) Aber nichts schlägt The Hoff!

David Hasselhoff - Looking For Freedom - MyVideo

14. A song that no one would expect you to love
Hmm...was würde denn jetzt nach dieser Kraut und Rüben Mischung noch überraschen???...Oh ja! Der hier vielleicht - ein Klassiker!;)

Rage - Straight to Hell - MyVideo

15. A song that describes you
Da K. mir mit dem Goldenen Handwerk schon zuvorgekommen ist, nehm ich mal das nächst Naheliegende.;)

Besserwisserboy - MyVideo

Hirn erfolgreich entkrampft - nun kanns weiter gehen!

28.03.2011

Spielregeln ignorieren Teil 2. Oder: Warum Wecker nerven!

Warum Wecker nerven, muss ich glaube ich niemandem erzählen, der nicht von der Natur mit dem scheinbar vererbbaren Frühaufstehergen gesegnet wurde.
In meiner genetischen Veranlagung hätte ich tatsächlich eine 50/50 Chance gehabt, immerhin kann mein Vater morgens um 6 schon Morning Has Broken singen (was übrigens ein weiteres musikalisches Kindheitstrauma ist, aber das nur am Rande;), aber leider hat sich da meine Mutter durchgesetzt, die wie ich eigentlich vor 10Uhr morgens und ohne Kaffee nicht funktionsfähig ist.;)
Da ist es schlimm genug, wenn an 4von5 Arbeitstagen das infernalische Höllenmaschinchen zu christlichen Uhrzeiten klingelt, aber soll ich euch mal sagen was noch schlimmer ist? Wenn man eigentlich an Tag 5von5 länger schlafen könnte, aber von einem Wecker geweckt wird, der nicht mal der eigene ist!!!
In diesen Momenten lernt man Technologie hassen.
Vor allem, wenn der angetraute Schnarchbär selig weiterschläft und den Wecker noch 1,5Stunden klingeln lässt, während man verzweifelt versucht noch die letzten Fetzen Schlaf um sich herumzuwickeln und irgendwie seine verdiente Nachtruhe zu beenden...
Naja, es hat nicht sollen sein und die neue Arbeitswoche hat mich 3 Stunden früher als geplant wieder. *sfz* Um dem Schlafdefizit aber wenigsten noch ein wenig Arbeitsvermeidung abzutrotzen, gibt es jetzt doch noch früher als geplant Teil 2 der 30Song Liste.
Enjoy!;)

6. A song that reminds of you of somewhere
Ganz klar: Offenes Cabrio auf der französischen Autobahn Richtung Spanien mit Sonnenbrand und MixTape im Kassettendeck (oh ja, so lange ist das schon her!;)

Bryan Adams - Summer of 69

7. A song that reminds you of a certain event
Der war nicht einfach und dann auch doch wieder, denn manchmal muss man einfach nehmen worauf die Erinnerung gerade fällt: Death Actually, hallo S.!:)

Monty Phyton -  Always look on the bride side of life


8. A song that you know all the words to
Da gibt es tatsächlich einige, aber das hier ist einer meiner Lieblingssongs zum Mitsingen und gleichzeitig ziemlich traurig, also gleich aus zwei Gründen in meiner Playlist bemerkenswert!;)

Eva Cassidi - Fields of Gold


9. A song that you can dance to
Naja der Titel sagt es schon, no?;-)

Mando Diao - Dance with Somebody

10. A song that makes you fall asleep
Ich kann ja mit Hintergrundgeräusch eh nicht schlafen, aber wenn ich's doch müsste, würde ich mir was beruhigendes, entspannendes wünschen, daher hab ich mal einen Track aus der Meditationsliste genommen (ich hoffe so war das Thema gemeint, langweilige Songs kenn ich natürlich auch zur genüge;).

Riverdance - Instrumental

So und jetzt zurück zum Ultramontanismus...juhu...;)

26.03.2011

Wie man Spielregeln ignoriert - Teil 1;)

Das Internet ist ja immer wieder eine Brutstätte für alle möglichen und unmöglichen Spiele, Arbeitsvermeidungsstrategien und andere sinnfreie, hirnentspannende Beschäftigungen. In den letzten 2 Tagen durfte ich mich über ein Phänomen mit gefühlten 10 Leuten unterhalten: Die 30 Days Song Challange

Spätestens seit ich in einem Anfall gesitiger Umnachtung 2 komplette Staffeln GNTM gesehen habe, kann ich das Wort Challange nicht mehr hören und finde es in diesem Zusammenhang auch irgendwie sinntechnisch schwierig, aber das lassen wir mal außen vor.;) Sinn der ganzen Aktion ist jeden Tag einen Song auszusuchen, der einem bestimmten Motto folgt und diesen irgendwo - facebook o.ä. - zu verbreiten. Das Ganze natürlich als "Schauen wir mal wie ähnlich wir einander sind, oder eben auch nicht" Spiel, wie überhaupt alle Steckbriefe oder sonstige Eigenwerbungen.;)

Wie man weiß, spiele ich auch gern solche Internetspielchen mit, Steckbriefe, Freiags-Füller, was weiß ich - aber das mit dem 1-Song-pro-Tag ist mir irgendwie zu anstrengend. Ich hab ja schon manchmal keine Lust einmal die Woche einen vorgegebenen Blogeintrag zu machen, aber jeden Tag? Das wird keiner!;)

Also muss man entweder eine wunderbare Möglichkeit verstreichen lassen etwas völlig sinnloses zu tun, oder einfach seine eigenen Regeln machen! Also gibts jetzt die 30Song-Liste (die Herausforderung einmal am Tag irgendwas zu posten, habe ich ja damit umgangen, daher ist die Challange wohl weg;) Teil 1-6:

1.  Your favorite song
Schwierig, schwierig...Es gibt viele Songs, die ich wirklich immer wieder gerne hören, aber wenn ich einen All-Time-Favourite aussuchen müsste, dann wäre es leider der hier:

Beethoven - Mondscheinsonate

2. Your least favorite song
Eigentlich alles von Scooter oder Xavier Naidoo oder sonstigen deutschen Bands, die nicht Die Ärzte, Fettes Brot oder Fantastische 4 heißen, aber nur das hier ist ein Trauma meines musikalischen Lebens:

The Animals - House of the Rising Sun

3. A song that makes you happy
Da gibt es tatsächlich viele, aber der hier ist ein Klassiker;):

Huey Lewis - Back in Time

4. A song that makes you sad
Da gibt es tatsächlich nicht so unheimlich viele - ich hab ja keine Verwendung für traurige Musik, wie wir wissen;) - aber nur der hier ist irgendwo zwischen Gänsehaut und Kindheitstrauma (ja, einige wird man nie wieder los!;):

America - The Last Unicorn

5. A song that reminds you of someone
Eigentlich müsste ich hier auf Nummer 1 zurück verweisen, aber diese Hintergrundstory zu erzählen wäre zu lang, also nehme ich mal, den hier - der war auf der ersten und einzigen handverlesenen Mix CD, die mir mein Schatzi je gewidmet hat (damals war er vermutlich noch der Meinung man könnte mich zu einem Musikgeschmack erziehen, inzwischen hat er das wohl aufgegeben, weil meine erste Reaktion auf den Titel war: Ist das der Titelsong zu Per Anhalter durch die Galaxis?;D):

Coldplay - Don't Panic

Demnächst dann die nächsten 5 - irgendwann!;)

18.03.2011

Neue Musik

an glaube es oder nicht, aber es begab sich letzte Woche tatsächlich, dass ich einen Artikel in einer der Visions las, die seit einiger Zeit in unserer Wohnung viele, kleine Ablegerstapel produzieren.
Normalerweise habe ich keine Gewissensbisse zuzugeben, dass mich Musik nur sehr am Rande interessiert - ich glaube meine Playlisten haben sich in den letzten 10Jahren nicht großartig verändert;) - aber manchmal ist ein bißchen was Neues eben doch ganz nett.
Und da ich ja im letzten Jahr die Dropkick Murphys für mich entdeckt habe, weil sie zwei Elemente verbinden, die bei mir eigentlich immer gehen (Punk und Dudelsäcke;), konnte ich mich tatsächlich aufraffen mir einen Artikel über das neue "Konzeptalbum" zu Gemüte zu führen.
Spaßmusik und Konzeptalbum schließen sich ja in meiner vorurteilsbehafteten Einschätzung schon fast aus, aber die Hörproben bei iTunes waren nicht verkehrt, also habe ich mal meinen Obulus zur Unterstützung der Musikindustrie geleistet und mir das Album zugelegt.
Und weil es das gerade im 2-für-15€ Paket gab, ist das Live on Lansdowne 2010 Album auch gleich noch mit auf der Festplatte gelandet, auch wenn ich die meisten Songs schon in der Studioversion hatte.

 Ich sag' mal zuerst was zum Live Album, weil das einfacher ist: Meiner Meinung nach kann eine Band, oder ein Musiker im Studio noch so gut sein, vor Publikum entscheidet sich dann eben doch, ob man es bringt oder nicht - und das Album bringts!;) Ich habe das bei den Ärzte-Live-Alben schon festgestellt, dass es sich durchaus lohnen kann einen Song sowohl in der Studio, als auch in der Live Fassung zu haben - gut bei BelaFarinRod kommt noch dazu, dass die Live-Texte teilweise nicht mehr viel mit den Originalen zu tun haben.;) So extrem sind die Unterschiede bei den Murphys nicht, aber trotzdem lohnt es sich die Live-Atmosphäre mitzunehmen. Meine besonderen Highlights sind die Live-Versionen von State of Massachusetts und das Baba O'Riley Cover (die CSI NY Titelmusik, für alle, die mit dem Titel nix anfangen können;).

Was das vielgerühmte Konzeptalbum Going Out in Style angeht, musste ich mich daran erstmal gewöhnen - im Gegensatz zu den Live-Songs kann man hier durchaus die Songs erst bei 2. oder 3. Mal Hören gut finden.;) Ich will mir nicht anmaßen ich könnte feststellen woran das liegt, aber ich denke teilweise ist der "Aufbau" der Songs ein wenig komplexer als bei früheren Alben - zum Glück aber nicht zu komplex, soll ja noch Spaßtauglich sein!;)
Meine bisherigen Favoriten sind Deeds not Words und der Headtrack Going Out in Style, den ich glücklichweise dann auch mal bei youtube gefunden habe - es ist schnell und irisch, was will man mehr?!?
Ich will mir mal völlig unbeleckt von Geschmack und Ahnung kein zu großartiges Urteil zumuten, aber in meinem subjektiven Erleben bekommt das Live-Album für den Ich-glaub-ich-will-auch-mal-auf-so-ein-Konzert-Effekt 5 Dudelsäcke und das Studioalbum 4. Is ja keine schlechte Ausbeute für 15€, oder?;)

18.01.2011

Unterschätzte Musik. Oder: Score Soundtracks

Manchmal denke ich, wenn sich jemand mal wirklich meine Shopping History im iTunes Store ansieht, wird der auch glauben ich wäre mindestens 5 verschiedene Personen...
Normalerweise versuche ich ja dem Jobs Imperium so wenig Geld wie möglich in den Schlund zu stopfen, aber da Amazon die Download Lizenzen für Europa immer noch nicht auf die Reihe bekommen hat, bleibt mir für den schnellen, legalen Musikdownload zwischendurch kaum eine bequemere Alternative (das ganze muss ja dann auch schon wieder Apple kompatibel sein, aber lasst mich nicht wieder davon anfangen...;).

In letzter Zeit habe ich mich dabei vor allem auf Soundtracks spezialisiert - und dabei vor allem die Scores für mich entdeckt, da iTunes kaum Lizenzen für die OST hat. Prinzipiell mochte ich schon immer Filmsoundtracks, wenn ich Musik mit Bildern verbinden kann, empfinde ich das Bereicherung meiner musikalischen Erfahrung UND ausserdem bin ich schwierig und mir gefallen selten ganze Alben von nur einer Band!;)
Was aber oft vernachlässigt wird, sind die teilweise sehr schön arrangierten Score Soundtracks - die ja auch oft (leider) in der Gesamtstimmung einer Szene fast untergehen.
Wer länger mal von meiner Musik beschallt wurde, dürfte daher zum Beispiel den großartigen (wenn auch vielleicht leicht gewöhnungsbedürftigen;) Score von Hellsing schonmal gehört haben, oder auch die 2000&5 Score Stücke aus den HdR Filmen.


Heute durfte mir iTunes daher ein paar Score Eindrücke zu meinen alten, neuen momentanen Lieblingsserien liefern: Supernatural und Inspector Barnaby (seht ihr jetzt, was ich meinte mit den obskuren Mischungen?;)

Der Score von Supernatural ist ein gutes Beispiel für kaum wahrgenommene, aber bei näherem Hinhören sehr nett arrangierte Musik, die vor allem auch die verschiedenen Stimmungen der Serie sehr gut beschreibt (zu der Serie muss ich demnächst eh noch was schreiben, aber das ist noch zu unausgegoren und ich muss die 5. Staffel auch noch zuende sehen;):

Muss man einen Song nicht lieben, der Dean's Dirty Organ heißt?!?;)


Das Inspector Barnaby Theme mochte ich schon immer und suche auch schon ewig danach:


Diese Art von Score Musik schafft es ja nach Arrangement übrigens in meinen iTunes Listen oft auch durchaus in die "Klassik" Rubrik, wo sie dann friedlich neben Ravel und Beethoven existieren kann - es geht ja wie immer im Klang, nicht um Namen!;)

08.08.2010

Sonntags-Ohrwürmer

Ja, der schlechte Witz ist beabsichtigt!;)

Ein immer wiederkehrender Sommer Ohrwurm, man mag ja von Kid Rock halten, was man will, aber der Song ist super!


Vorsicht, nicht anhören, wenn ihr zu nahe am Wasser gebaut seid (wie ich;) - mein Lieblingslied von den Murphies:

07.07.2010

Nicht nur Karaoke

Wie die Jungfrau zum Kinde kam ich letztlich in den Genuss meiner ersten Gesangsstunde seit 20 Jahren.;)
In der 5-7Klasse hat ja so mancher Musik-Unterricht, aber ich kam sogar in den Genuss eines Chor-Trainings (damals noch als Sopran *lol*) mit so wunderschönen Klassikern, wie Yesterday, Time of our Live, You'll See und Souper Trouper - man sieht schon unsere Lehrerin hatte da klare Favoriten.;) Aber falls sich der Eine oder die Andere tatsächlich schonmal gefragt hat, warum so einige dieser "ollen Kamellen" immer noch auf meinen MP3 Listen rumspuken, der weiss jetzt Bescheid.

Leider ist aus meiner glanzvollen Opernkarriere ja nie was geworden - Singen ist nicht so das Wahre für kleine, dicke, schüchterne Teenies irgendwie;) - und inzwischen käme ich wohl auch mit aller Übung über die 1,8-2 reinen Oktaven auch nicht mehr raus, auch wenn ich spontan meinen Job hinschmeißen und zum Broadway fliegen würde.
Im Gegensatz zu vielen anderen Dingen, die man im Leben so verpassen kann, hat mich das aber nie so wirklich traurig gestimmt - Singen kann man schließlich überall, in der Badewanne, beim Bügeln, im Auto oder beim SingStar Abend.;)

Mit einem "professionellen" Trainer neben dir, ist das aber was ganz Anderes musste ich feststellen - auch wenn wir den Unterrichtsplan schnell torpediert und in einen Gemeinschaftssingabend umgewandelt haben.;) Jemand, der dich verbessert und genau zuhört ist a) in den ersten Minuten unglaublich Stresshormon fördernd und b) unglaublich hilfreich!
So habe ich zum Beispiel entdeckt, dass ich mir eine schlimme Theaterkrankheit gefangen habe - laut Sprechen. Bisweilen ja gar nicht so dumm, aber wenn man darauf gedrillt ist laut, laut, lauter zu sein, egal ob die Stimme gerade belegt ist, der Hald wehtut, oder der ganze Brustkorb ein Schleimpfropf ist, dann eignet man sich schnell Methoden an die Lautstärke über die Kopfstimme zu modulieren (das ist was oben rauskommt, wenn der Hals nicht schön offen "in Gähnstellung" - danke E.;) - ist, sondern "zuklappt") - und dieses automatische Ausweichen in die Kopfstimme, sobald der Ton zu hoch oder tief wird und/oder sobald die Stimme nachlässt werde ich jetzt nicht mehr los...

Auf der positiven Seite: Schon diese eine "Lerneinheit" hat meine Aufmerksamkeit dahingehend so gesteiert, dass ich mich jetzt viel besser selber kontrollieren kann (glaube ich;) und auch schon richtig Lust auf den nächsten Singabend habe!:)
Vorher gebe ich euch aber noch meine beiden Lieblings-Mitsing-Songs, da ich mit Erschrecken feststellen musste, das manche Leute Eva Cassidy noch nicht kennen!;)
Also lean back and enjoy!

Time after Time (Original Cindy Lauper)

Fields of Gold (Original Sting)

17.05.2010

Neue Musik (schon wieder;)

Man sollte diese "Andere Kunden kauften auch" Funktionen bei Strafe verbieten lassen!
Erst hat Amazon damit angefangen und jetzt auch noch der iTunes Store...ich glaube ich habe in den letzten 2 Monaten soviel Musik gekauft, wie in den ganzen letzten 2 Jahren.^^

Aber ein paar neue Bands habe ich schon für mich entdeckt, das ist ja immer so die Rechtfertigung, die man vor sich selber rauskramt, wenn man mal wieder auf die "Empfehlungen anzeigen" Taste geklickt hat...;)
Neu auf meinen Ohren daher:

Vom Iron Man Soundtrack (das musste sein, schon klar, oder?;)
Back In Black (By AC/DC)
Suit Up (Score)
Tony's Theme Song (Score)
Shoot To Thrill (By AC/DC)
Ein Soundtrack, in dem sogar der Score jedem Hardrock Album Ehre machen würde - ich liebe es!;)

Mumford & Sons - Sigh No More
The Cave (jeder, der ein Radio besitzt, wird zumindest den Song kennen^^)
Roll Away Your Stone
Thistle & Weeds
Netter Irish Folk (könnte ein bisschen härter sein, muss es aber nicht;)

Less Than Jake - Anthem
Welcome to the New South
The Science of Selling Yourself Short
The Ghosts of Me and You
Das war die "Andere kauften auch" Empfehlung und ich muss sagen, macht mindestens genausoviel Spaß, wie die Bosstones.

Und weils grad so schön war, hab ich mir das Sherlock Holmes Main Theme auch noch gleich gegönnt und dabei wiederum in der "Andere kauften auch" Kategorie festgestellt, dass es sogar Sountracks zu meinen All-Time-Favourites Final Fantasy gibt - ich stelle fest ich hab Teil 8 definitiv zu oft durchgespielt, ich weiss allein von den Melodien her, wo man da im Spiel rumläuft, das ist Geek-Alarm hoch 10!;)
Trotzdem ein bißchen Jungenderinnerung als Konserve, hat man auch nicht alle Tage!

18.04.2010

Musik für dröge Sonnentage Nachtrag

Danke für den Tipp K.!:)

Ein bisschen Spaß-Ska hinterher: The Mighty Mighty Bosstones
Was ich jetzt so bei youtube und iTunes gesehen habe nicht ganz so...hmmm...vielseitig wie die Dropkicks (die haben immerhin auch langsame Titel...2...oder so;), aber auf jeden Fall Spaß tauglich!

Und ich findes es symphatisch, dass beide Bands ihre Videos bei youtube frei ins Netz stellen (siehe unten), das muss mit Tantiemen belohnt werden!;)
Neu auf meiner Liste:
To California
Gaffitti Worth Reading
The Impression that I got