Publikationen, Projekte, Persönliches

19.10.2026

Netflix True-Crime: The Idaho-Murders & The Tragedy of Moriah Wilson

Wir müssen mal ein bisschen was von meiner Netflix-Watchliste hinter uns bringen - also so Blog-Mention-technisch - weil ich nicht genug Hirnzellen für Bücher und Hörbücher hatte ... was bleibt also übrig, außer Sofasumpfen? Tatsächlich Skyrim modden, bis das Spiel kaum noch zu erkennen ist, aber dazu kommen wir später. ;-)

Heute machen wir erstmal meinen üblichen Brainrot - oder auch True Crime, weil mir grade die Sport-Dokus ausgegangen sind.

Fangen wir mal an mit dem Thema, das weitere Kreise zumindest durch meine Social Media Bubbel gezogen hat, weil ich die Prozessvorbereitung einigermaßen mitverfolgt habe:  The Idaho Murders: College Nightmare 

Es erweist sich bei Netflix Serien immer öfter als äußerst nützlich bis notwendig nochmal aus anderer Quelle zu hören, was eigentlich passiert ist. Wir exerzieren das demnächst an einem anderen Beispiel durch, weil die Implikationen in True Crime einfach so viel düsterer sind und ich grade keine Kapazitäten dafür habe - ABER. Man schaue sich in jeder Netflix Serie genau an wer zu Wort kommt und wer nicht und man lernt evtl. etwas darüber wie Quellenkritik funktioniert.

In diesem speziellen Fall fand ich vor allem das Front&Center-tum einer Opfer-Familie auf Kosten der Perspektive aller anderen durchaus erwartbar, was vielleicht ein wenig verzerrt wie zufrieden die anderen Familien damit sind, dass der Täter (vorraussichtlich) für immer im Gefängnis sitzt. Dass er versucht das zu ändern und alle möglichen Kapriolen dreht, um die Aufmerksamkeit in diesem Fall wieder auf sich zu lenken, ist genauso erwartbar, weswegen wir ihn weder namentlich erwähnen, noch sein Foto verwenden werden. Fuck Serienkiller-Fanboys und die Medien, die ihnen den Hype erleichtern!^^

Und wenn man dann noch nicht deprimiert genug ist, könnte man sich noch The Truth and Tragedy of Moriah Wilson geben, oder auch: Irgendwie der 2. Fall in kurzer Folge, der etwas mit Leistungssport und Bitches be Crazy zu tun hat ... wenn auch mit tragischerem Ausgang.

Und auch hier darf man sich fragen wie voreingenommen das Framing von Netflix ist und welche Menschen bloß nicht mit unangenehmen Fragen belästigt werden, damit sie ihr Gesicht in die Kamera halten. Immerhin konnten sie es sich in diesem Fall tatsächlich verkneifen die Täterin einzubinden, aber der ... nennen wir ihn Ex-Freund...? Dürfte sich durchaus fragen lassen, ob seine Art Menschen zu benutzen und wegzuwerfen, wenn sie ihm unbequem werden, iiiirgendwie vielleicht zu dieser toxischen Situation beigetragen hat ... Ich werfe ihm nicht vor, dass er hätte wissen müssen wie es enden würde, wir kennen diese Menschen nicht, aber der leidgeprüfte, geläuterte Sünder aus diesem Framing schien mir auch wenig realistisch. Man möge sich selbst ein Bild machen ...


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank!