Man erinnert sich vielleicht, dass ich nach meiner Sommerpause erzählte, dass ich dank der Computerstimme eigentlich gar keine Hörbücher mehr mental verarbeiten konnte in den letzten Monaten...? Jaaaa ... ich könnte mir eventuell nicht das beste Buch ausgesucht haben, um aus diesem ganz speziellen Reading Slump wieder rauszukriechen, aber ich möchte festhalten, dass das eindeutig ein Ich-Problem ist und nichts mit dem Buch an sich zu tun hat ... oder naja ... fast nichts ... es ist kompliziert, ich erkläre es gleich! ;-)
Aber bevor wir zu meinen sehr subjektiven Beobachtungen kommen, worum geht es in The Brothers York: An English Tragedy geschrieben bon Thomas Penn, gelesen von Roy McMillan?
In early 1461, a teenage boy won a battle on a freezing morning in the Welsh marches, and claimed the crown of England. He was Edward IV, first king of the usurping house of York. The country, crippled by economic crisis, insurgency, and a corrupt and bankrupt government, was in need of a new hero.
Charismatic, able and ruthlessly ambitious, Edward and his two younger brothers, George, Duke of Clarence, and Richard, Duke of Gloucester, became the figureheads of a spectacular ruling dynasty which laid the foundations for a renewal of English royal power. Yet a web of grudges and resentments grew between them, generating a destructive sequence of conspiracy, rebellion, deposition, usurpation and murder. The brutal end came on 22 August 1485 at Bosworth Field, with the death of the youngest brother, then Richard III, at the hands of a new usurper, Henry Tudor.
The Brothers York is the story of three remarkable brothers, two of whom were crowned kings of England and the other an heir presumptive, whose fatal antagonism was fuelled by the mistrust and vendettas of the age that brought their family to power. The house of York should have been the dynasty that the Tudors became. Its tragedy was that it devoured itself.
Man wird es eventuell dem Klappentext entnehmen, aber diese Familiengeschichte ist lang, kompliziert und zwischendurch blutig, wir gehen direkt von den Rosenkriegen zu den Aufständen gegen Edward IV, angeführt (naja unter anderem...) von seinem eigenen Bruder, den berühmten Tod um Weinfass, Richard III, den Princes in the Tower und enden mit dem Sieg von Henry Tudor ... also wer einen Abriss möchte was die englische Geschichte im Spätmittelalter ausmacht, findet hier alle Highlights.
Und das war dann auch ein wenig mein Problem, das Buch ist sehr lang und sehr dicht, was es auch sein muss, weil wir etliche sehr verwickelte Konflikte aufdröseln, die Rosenkriege abwickeln, das interne Familienduell mit den entsprechenden Faktionen und Interessensverschiebungen begleiten und dann irgendwann zu Richard III übergehen und ein gaaaanz neues Nest aus Vipern aufmachen.
Ich würde also sagen meine Schwierigkeiten genügend Konzentration zusammenzukratzen, hat eventuell nicht geholfen der Materie immer so zu folgen, wie sie es verdient hätte - wir machen demnächst noch einen Post zu Büchern, die ich zuerst als Hörbücher kannte (andersrum hatten wir das ja schon öfter) und obwohl der Sprecher dieses Hörbuchs eine sehr angenehme Stimme hat - oder vielleicht gerade weil...? - würde ich das Buch vielleicht nochmal auf Papier lesen wollen. Manche Stoffe eigenen sich einfach besser dazu und Hörbücher über der 20 Stunden Marke sind auch nur was für Liebhaber ... ;-)
Ich möchte also vielleicht nur einen winzig-halben Punkt abziehen, weil es manchmal (wirklich nur manchmal!) ein paar weniger Details auch tun, aber 4,5 von 5 Banner sind ja auch schon nicht schlecht, so um wieder reinzukommen. ;-)

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