Und schon kommen wir mit dem Nachtragen wieder ins Stocken - es ist wirklich mühsam ohne Internet zu leben und wer mir jetzt kommt mit "Früher hatten wir sowas ja schließlich auch nicht", wird gehauen!;)
Einen Film, den ich aber noch aus der Vor-Medienfreien-Blase nachreichen wollte, ist Source Code mit Jake Gyllenhaal (komplizierter Name das...).
Ich muss sagen, als der Ehemann mit dem Film ankam, war mein erster Gedanke: Wat fürn Ding? Ehrlich, ich bin nicht wirklich up-to-date und die Trailer zu diesem Film habe ich wohl komplett verpennt...aber man soll sich ja neuen Eindrücken nicht verwehren!;)
Die Grundstory des Films fand ich zunächst ein wenig anstrengend - Science Fiction Wissenschaft macht es möglich die letzten 8Minuten aus dem Bewußtsein eines Terror-Anschlag Opfers zu rekonstruieren, um rauszufinden, wer die Terroristen sind und wo der nächste Anschlag stattfinden soll.
Die erste Hälfte des Films besteht also großteilig aus immer denselben 8Minuten, mit leichten Variationen und unterbrochen von der Sinn- und Identitätssuche des Protagonisten, der scheinbar ein leichtes Amnesieproblem hat und mit absoluten "Resistance is useless" CIA Blueprints kooperieren soll. Tiefgründige Gespräche bleiben da erstmal aus...;)
Die zweite Hälfte des Films wird dann Dialogtechnisch interessanter, verstrickt sich aber leider sehr in ihrem eigenen Zeitreise Knäuel und der Frage: Ermöglicht die Technik nun das "Rekonstruieren" oder tatsächlich das "Verändern" von Realität - wobei es für das Happy End natürlich notwendig ist, dass der Realitäts-Neustart gewinnt.
Vielleicht war ich einfach nicht so ganz aufnahmefähig, aber mir kam das alles ziemlich verworren vor - ich hüte mich unlogisch zu sagen!;) - und das Ende war zwar lieblich süß und sehr amerikanisch, aber irgendwie hat es meine Fragen nicht wirklich beantwortet...
Ich bleibe also lieber bei Inception und vergebe mal diplomatische 2,5 von 5 Flashbacks!
06.03.2012
02.03.2012
Serielle Unfähigkeit III: Well of Lost Plots & Something Rotten
Da sieht man mal wie verpeilt man eigentlich sein kann - da wollte ich eigentlich einfach nur den Artikel zum 4. Jasper Fforde nachliefern und was muss ich feststellen? Den 3. Teil hab ich einfach mal unterschlagen...
Das mag an meiner immer wieder auftretenden seriellen Unfähigkeit liegen, oder einfach nur an meiner Vergesslichkeit, aber ich muss leider schon sagen, dass die Bücher seit dem ersten und zweiten Teil doch merklichst nachgelassen haben. Es ist vielleicht eine der gefährlichsten Sandbänke der Fantasy und/oder Science Fiction Literatur - irgendwann bekommt man das Gefühl, dass Umgebung und Umstände wichtiger werden, als die eigentliche Story...
Genaus diesen Eindruck hatte ich eigentlich beim ersten Buch noch nicht und habe das, glaube ich, auch extra lobend erwähnt, aber leider kann ein literarisches Boot noch an ganz vielen Klippen scheitern, auch wenn die erste denkwürdig umschifft wurde!;)
Das klingt jetzt wieder gleich total schlimm, so als müsse man sich die Mühe nach dem 2. Band noch weiterzulesen gar nicht erst machen - das stimmt so nicht, auch Well of Lost Plots und Something Rotten haben noch wunderschöne Ideen und Klassiker-Verdächtige Szenen (mein Favorit ist Hamlets Conflict Resolution Beratung...!;) Aber ich bin eben furchtbar anspruchsvoll und mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, dass die Haupthandlung sich ständig wiederholt - spätestens beim dritten Mal wird ein "Rette die Welt unter mysteriösen Umständen, besiege den Großkonzern und such deinen Ehemann" Plot dann doch irgendwo langweilig...
Ich vergebe also mal großzügig 3 von 5 Grinsekatzen für beide Bücher, um dem Ideenreichtum des Autors Rechnung zu tragen - mehr Hühneraugen zudrücken für die repetetiven Plotpoints ist dann aber nicht drin!;)
Das mag an meiner immer wieder auftretenden seriellen Unfähigkeit liegen, oder einfach nur an meiner Vergesslichkeit, aber ich muss leider schon sagen, dass die Bücher seit dem ersten und zweiten Teil doch merklichst nachgelassen haben. Es ist vielleicht eine der gefährlichsten Sandbänke der Fantasy und/oder Science Fiction Literatur - irgendwann bekommt man das Gefühl, dass Umgebung und Umstände wichtiger werden, als die eigentliche Story...
Genaus diesen Eindruck hatte ich eigentlich beim ersten Buch noch nicht und habe das, glaube ich, auch extra lobend erwähnt, aber leider kann ein literarisches Boot noch an ganz vielen Klippen scheitern, auch wenn die erste denkwürdig umschifft wurde!;)
Das klingt jetzt wieder gleich total schlimm, so als müsse man sich die Mühe nach dem 2. Band noch weiterzulesen gar nicht erst machen - das stimmt so nicht, auch Well of Lost Plots und Something Rotten haben noch wunderschöne Ideen und Klassiker-Verdächtige Szenen (mein Favorit ist Hamlets Conflict Resolution Beratung...!;) Aber ich bin eben furchtbar anspruchsvoll und mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, dass die Haupthandlung sich ständig wiederholt - spätestens beim dritten Mal wird ein "Rette die Welt unter mysteriösen Umständen, besiege den Großkonzern und such deinen Ehemann" Plot dann doch irgendwo langweilig...
Ich vergebe also mal großzügig 3 von 5 Grinsekatzen für beide Bücher, um dem Ideenreichtum des Autors Rechnung zu tragen - mehr Hühneraugen zudrücken für die repetetiven Plotpoints ist dann aber nicht drin!;)
01.03.2012
Schwein oder nicht Schwein II: Spare-Ribs
Die besten Rezepte sind immer die, bei denen der Backofen oder Herd eigentlich die ganze Arbeit macht - hier deswegen ein total leckeres aber simples Rezept für Spare-Ribs aus dem Backofen! :)
Man nehme:
ca. 400g "dünne" Schweinerippchen für 2Personen/2Tage (die schrumpfen noch um ca. 25% Wasser, also lieber etwas großzügiger messen!;)
6-7EL Sojasauße
1EL Honig
2-3EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Thymian, Knoblauch und edelsüßes Paprikapulver
Die Marinade mischt man am besten in einem Dressing-Shaker oder einer kleinen Schüssel. Danach trennt man die Rippchen, es sei denn der Fleischwarenfachverkäufer hat das schon übernommen, und schmeißt alles zusammen in eine große (saubere!) Tüte (ich nehme für sowas immer kleine Müllbeutel, aber man sollte auch die frisch von der Rolle genommenen lieber nochmal kurz mit Wasser duchspülen;).
Rippchen in die Tüte, Marinade drüber, gut zuknoten und alles kräftig durchmischen - macht wenig Dreck und verteilt sich super!
Dann ein Backbleck mit Backpapier auslegen, die Rippchen drafu verteilen und gut 1-1,5 Stunden bei 200Grad im Backofen garen (Umlauft geht vermutlich schneller!).
Nur die Beilage muss man sich dann leider noch überlegen, aber man hat ja genug Zeit, während der Backofen arbeitet...;)
Guten Hunger!
Man nehme:
ca. 400g "dünne" Schweinerippchen für 2Personen/2Tage (die schrumpfen noch um ca. 25% Wasser, also lieber etwas großzügiger messen!;)
6-7EL Sojasauße
1EL Honig
2-3EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Thymian, Knoblauch und edelsüßes Paprikapulver
Die Marinade mischt man am besten in einem Dressing-Shaker oder einer kleinen Schüssel. Danach trennt man die Rippchen, es sei denn der Fleischwarenfachverkäufer hat das schon übernommen, und schmeißt alles zusammen in eine große (saubere!) Tüte (ich nehme für sowas immer kleine Müllbeutel, aber man sollte auch die frisch von der Rolle genommenen lieber nochmal kurz mit Wasser duchspülen;).
Rippchen in die Tüte, Marinade drüber, gut zuknoten und alles kräftig durchmischen - macht wenig Dreck und verteilt sich super!
Dann ein Backbleck mit Backpapier auslegen, die Rippchen drafu verteilen und gut 1-1,5 Stunden bei 200Grad im Backofen garen (Umlauft geht vermutlich schneller!).
Nur die Beilage muss man sich dann leider noch überlegen, aber man hat ja genug Zeit, während der Backofen arbeitet...;)
Guten Hunger!
- o + Teil 14
Uups, da war der Februar schon wieder rum und hat gerade mal für 5 mickrige Blogposts gereicht - wie schnell die Zeit vergeht, wenn man Stress hat...;)
Mit dem neuen Monat soll nun aber hoffentlich wieder ein bißchen Routine in Leben und Blog einkehren, also fangen wir mal mit dem Aufarbeiten an! Ich bitte zu verzeihen, wenn das immer noch nicht wirklich stetig von Statten gehen sollte, aber momentan leben wir immer noch in der Fernseh- und Netzfreien Blase, daher muss zum Hochladen von Posts momentan die Mittagspause im Büro herhalten und zum Schreiben das Smartphone...beides etwas eingeschränkt!;)
Hier also endlich mal wieder das Pro und Contra der letzten Woche(n):
- Warum zieht man eigentlich um? Man lebt wochenlang im Chaos, ernährt sich nur von Fast Food und arbeitet sich den Rücken krum, nur um dann im Medien-freien Raum zu landen...Ich vermisse mein öffentlich rechtliches Frühstücksfernsehen, ich kann einfach morgens kein Radio hören! Die Musik ist grauenvoll (größtenteils) und die Werbung nervt...wenn ich noch einmal Seitenbacher im Halbschlaf hören muss, gehe ich irgendwem an die Gurgel!;)
o Handwerker sind für mich immer wieder eine faszinierende Lebensform. Einerseits bewundert mein total verkopftes Bewußtsein Menschen mit praktischen Fähigkeiten, die in 2Minuten einen Siphon freikriegen, den ich in 2Wochen umsonst bearbeitet habe - andererseits wundert sich man rationales Hirn über die teilweise völlig ineffiziente Arbeitshaltung... Unsere Installateure haben uns in den letzten Wochen 5-6x besucht, davon eigentlich 3x, um Dinge anzubringen, auszubügeln, die bei den anderen Malen nicht, oder nicht richtig fertig geworden sind. Vielleicht liegt es ja an den 45€ Stundenlohn, den man so durchschnittlich für Handwerksleistungen bezahlt...das würde ich auch gerne in der Stunde verdienen!
+ Nicht groß, nicht teuer, aber meins! Während dieses Umzugs habe ich wieder mal festgestellt wie umgemein wichtig mir mein Zuhause ist...andere Leute jetten durch die Welt und geben ihr Geld für Wellness-Urlaube aus, ich bin zufrieden, wenn in meinem kleinen Heim schöne Vorhänge hängen. Leben im Umzugs-Chaos stresst mich daher vielleicht auch einfach mehr, weil ich mich so einfach nicht wohlfühle...my home is my castle quasi!:)
Allerdings haben wir bei diesem Umzug bzw. bei der Renovierung wahre Herkules-Aufgaben zu lösen gehabt - faustgroße Löcher verspachteln, Regips verarbeiten, Türen abmontieren, Starkstrom umlegen, nicht mehr ganz taufrische Schränke und Fronten wieder vorzeigbar machen, Fliesenspiegel ausbessern, Maleracryl verarbeiten und und und...Ich habe viele, viele Vorher-Nacher Fotos gemacht und werde das nach und nach mal in How To Einträge umsetzen, denn ich denke wer die Wohnung nicht gesehen hat, wie sie vorher aussah, kann vielleicht unsere Begeisterng darüber wie sie jetzt aussieht, nicht gebührend nachvollziehen!;)
Video der Woche:
Wo wir grade bei Herkules waren, hier mal Alexander der Große - ohne Angelina, aber dafür in lustig!;)
Hier also endlich mal wieder das Pro und Contra der letzten Woche(n):
- Warum zieht man eigentlich um? Man lebt wochenlang im Chaos, ernährt sich nur von Fast Food und arbeitet sich den Rücken krum, nur um dann im Medien-freien Raum zu landen...Ich vermisse mein öffentlich rechtliches Frühstücksfernsehen, ich kann einfach morgens kein Radio hören! Die Musik ist grauenvoll (größtenteils) und die Werbung nervt...wenn ich noch einmal Seitenbacher im Halbschlaf hören muss, gehe ich irgendwem an die Gurgel!;)
o Handwerker sind für mich immer wieder eine faszinierende Lebensform. Einerseits bewundert mein total verkopftes Bewußtsein Menschen mit praktischen Fähigkeiten, die in 2Minuten einen Siphon freikriegen, den ich in 2Wochen umsonst bearbeitet habe - andererseits wundert sich man rationales Hirn über die teilweise völlig ineffiziente Arbeitshaltung... Unsere Installateure haben uns in den letzten Wochen 5-6x besucht, davon eigentlich 3x, um Dinge anzubringen, auszubügeln, die bei den anderen Malen nicht, oder nicht richtig fertig geworden sind. Vielleicht liegt es ja an den 45€ Stundenlohn, den man so durchschnittlich für Handwerksleistungen bezahlt...das würde ich auch gerne in der Stunde verdienen!
+ Nicht groß, nicht teuer, aber meins! Während dieses Umzugs habe ich wieder mal festgestellt wie umgemein wichtig mir mein Zuhause ist...andere Leute jetten durch die Welt und geben ihr Geld für Wellness-Urlaube aus, ich bin zufrieden, wenn in meinem kleinen Heim schöne Vorhänge hängen. Leben im Umzugs-Chaos stresst mich daher vielleicht auch einfach mehr, weil ich mich so einfach nicht wohlfühle...my home is my castle quasi!:)
Allerdings haben wir bei diesem Umzug bzw. bei der Renovierung wahre Herkules-Aufgaben zu lösen gehabt - faustgroße Löcher verspachteln, Regips verarbeiten, Türen abmontieren, Starkstrom umlegen, nicht mehr ganz taufrische Schränke und Fronten wieder vorzeigbar machen, Fliesenspiegel ausbessern, Maleracryl verarbeiten und und und...Ich habe viele, viele Vorher-Nacher Fotos gemacht und werde das nach und nach mal in How To Einträge umsetzen, denn ich denke wer die Wohnung nicht gesehen hat, wie sie vorher aussah, kann vielleicht unsere Begeisterng darüber wie sie jetzt aussieht, nicht gebührend nachvollziehen!;)
Video der Woche:
Wo wir grade bei Herkules waren, hier mal Alexander der Große - ohne Angelina, aber dafür in lustig!;)
24.02.2012
Offline...
Hallihallo und guten Morgen!
Manche werden es bereits wissen, den anderen sage ich es jetzt nochmal offiziell: Ab morgen habe ich erstmal kein Internet mehr...
Man glaubt es kaum, wie sehr man sich schon an die mediale Anbindung gewöhnt hat und dann zieht man plötzlich um und muss sich ohne Internet und Fernsehn durchschlagen (und lustigerweise kenne ich zwar viele Leute ohne Fernseher, aber niemanden ohne Internet...).
Für den Status Quo macht das blogtechnisch keinen großen Unterschied, da ich eh nicht mehr dazu komme irgendwas zu posten, seit das Mammut Projekt Renovierung angefangen hat - aber das heißt nicht, dass ich nicht mental all die schönen Blog Einträge abspeichere, die ich noch nachliefern will!
Anfangen müssen wir mit dem -o+ und dem Video der Woche, aber auch ein paar andere Dinge stehen noch auf der Liste:
Bücher - Drachen und Something Rotten
Filme - Source Code
Hörbücher - Thief of Time
Misc - Renovierungsvorher/-nacher (vielleicht mit den Unterthemen "Improviation für Anfänger" und "Massaker leicht gemacht";)
Es steht also noch Einiges aus, aber erstmal geht man kleiner Rechner jetzt in die Jadtgründe ohne Internet ein - hoffen wir, dass es nur vorübergehend ist!;)
Manche werden es bereits wissen, den anderen sage ich es jetzt nochmal offiziell: Ab morgen habe ich erstmal kein Internet mehr...
Man glaubt es kaum, wie sehr man sich schon an die mediale Anbindung gewöhnt hat und dann zieht man plötzlich um und muss sich ohne Internet und Fernsehn durchschlagen (und lustigerweise kenne ich zwar viele Leute ohne Fernseher, aber niemanden ohne Internet...).
Für den Status Quo macht das blogtechnisch keinen großen Unterschied, da ich eh nicht mehr dazu komme irgendwas zu posten, seit das Mammut Projekt Renovierung angefangen hat - aber das heißt nicht, dass ich nicht mental all die schönen Blog Einträge abspeichere, die ich noch nachliefern will!
Anfangen müssen wir mit dem -o+ und dem Video der Woche, aber auch ein paar andere Dinge stehen noch auf der Liste:
Bücher - Drachen und Something Rotten
Filme - Source Code
Hörbücher - Thief of Time
Misc - Renovierungsvorher/-nacher (vielleicht mit den Unterthemen "Improviation für Anfänger" und "Massaker leicht gemacht";)
Es steht also noch Einiges aus, aber erstmal geht man kleiner Rechner jetzt in die Jadtgründe ohne Internet ein - hoffen wir, dass es nur vorübergehend ist!;)
05.02.2012
How To: Kusudama
Manchmal sind Übersetzungen nicht gerade hilfreich, wenn es darum geht eine romantische Verklärung aufrecht zu erhalten. Da stellt man plötzlich fest, dass das chinesische Schriftzeichen auf dem Knöchel der Freundin nicht "Stärke"; sondern "Schwimmbad" bedeutet, oder der tolle Name des Patenkindes im persischen ein tollwütiges Schaf beschreibt...
Nicht ganz so schlimm war meine Entzauberung beim Kusudama - meinem ersten, traditionellen Origami Projekt. Im Großen und Ganzen geht es hier darum Papierblumen zu einem runden Deko-Element zusammenzufassen. Ursprünglich hat man wohl echte Blumen benutzt und Räucherstäbchen dazwischen gesteckt, um Häuser und Tempel zu dekorieren. Man würde also erwarten, dass Kusu-Dama sowas bedeutet wie "Rauch-Blume" oder sogar noch poetischere Dinge...aber was heißt es wirklich? Medizin-Ball.
Wirklich. Ganz im Ernst.
Da kann man nur froh sein, dass das optische Ergebnis schöner ist, als das phonetische oder assoziative - meint, es sieht besser aus, als es klingt!;)
Schritt 1: Papier aussuchen
Vieles hängt beim Falten davon ab, dass man das richtige Papier verwendet - es gibt beschichtete und unbeschichtete, transparente und verstärkte, einseitig und beidseitig bunte. Für den Kusudama sollte man besser beidseitig buntes Papier nehmen - von dem ich aber nicht genug "vorrätig" hatte - die Flexibilität oder Dicke ist aber nicht entscheidend. Dann ist es eine Frage des Geschmacks: Man kann sich für völlig bunt entscheiden, oder einfarbig, mehrfarbig, gemustert oder Uni, wichtig ist nur: Kauft genug Papier! Man braucht ein Minimum von 36 Blättern und sollte ein wenig Ausschuss einplanen, so wie ein paar "Spares".
Schritt 2: How to?
Als nächstes sollte man lernen zu laufen bevor man rennt: Also erstmal lernen wie man 1 Blüte faltet, bevor man sich über das fertige Ergebnis sorgen macht.;)
Der Kusudama besteht aus 36 Einzelelementen, was eine wahre Fundgrube für jeden Numerologen sein sollte. 2-3-4-6-12 lauter Glückszahlen, die hier fröhlich kombiniert werden können. Wie bei den meisten Origami-Modellen kann man also hier das "Glücksbringer" Potential ausnutzen und gewisse Blüten mit "guten Wünschen" oder "Vorsätzen" zu beschriften (nur von Innen natürlich). Das kann man auch lassen, aber lernen sie zu falten muss man trotzdem.;)
Ich habe zwar die Projekt-Anleitung an sich aus Complete Origami übernommen, aber die Faltanleitung für die Blüte aus diesem kleinen Video (ich brauche immer ein Video, Faltanleitungen auf Papier sind mir zu kompliziert...;):
Schritt 3: Gedult...
Der nächste Schritt zum Kusudama ist der typische "Hobby-Faktor". Ich weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aber jedes Hobby hat mindestens einen Aspekt, bei dem 80% des Umfelds sagen "Oh mann, daran würde ich bekloppt werden!". Stundenlang in der Küche kleine Pralienchen verzieren, auf einem nassen Trainingsplatz rumlaufen, Perlen an ein Kleid nähen,Teppiche knüpfen, Tanzschritte üben...früher oder später laufen die meisten Hobbies darauf hinaus stundenlang eine Übung zu wiederholen. Beim Origami ist das nicht anders, als müssen im nächsten Arbeitsschritt 36 Einzelblüten nach genau demselben Schema produziert werden. Ich denke wenn man das richtig macht kan pures Zen dabei herauskommen!;)

Schritt 4: Einzelteile
Ein Medizinball, besteht in diesem Muster meist aus 4 Schichten plus Anfang's und Schluss-"Stein". Nachdem wir also eine farbliche Vorauswahl getroffen haben werden diese Schichten folgendermaßen zusammengenäht: 6 - 11 - 11 - 6.
Die Nähnadel sollte möglichst dünn sein, um das Papier nicht einreißen zu lassen. Als Faden habe ich hier doppelt gelegtes Nähgarn verwendet, was ich aber nicht empehlen kann - zu fiddelig. Ein feiner Wollfaden wäre wohl besser (und auch besser zu sehen;). Seid vorsichtig mit dem zuziehen der Knoten, die Blüten brauchen noch 2-3mm Bewegungsfreiheit!
Schritt 5: Zwiebelschichten!
Um nun aus vielen Schichten einen Ball zu machen, brauchen wir zuerst mal einen gaaaanz langen Faden, den wir am Anfangsstein befestigen - den Faden doppelt legen, durch die Basis der Blüte ziehen, bis eine kleine Schlaufe entsteht, die Nadel zurück durch die Schlaufe fädeln und einfach erstmal hängen lassen. Vermutlich könnte man bei diesem Arbeitsschritt einen Assistenten gebrauchen, den Anfangsstein auf einem Tisch aufliegen lassen, geht aber auch - im Hängen lässt sich nur die Form besser sehen.
Mit der Nadel führen wir den zentralen Faden durch die Mitte unserer Schichten-Ringe (6-11-11-6), was schnell dazu führen sollte, dass wir eine runde Form erreichen.
Schritt 6: Fluffig hält am besten
Wenn alle Schichten aufgefädelt sind, lassen wir den Ball wieder hängen und "fluffen" ggf. die Blüten ein wenig nach, so dass sie sich gleichmäßig und rund verteilen. Dann den Endstein von oben einsetzen (ein wenig Klebstoff am Rand kann nicht schaden) und fertig ist der Blumen Medizinball!
Diese Form ist ein "Stachel-Kusudama" (eigene Wortschöpfung;), man kann die Stacheln aber auch in die Blüten einfalten (was bei Papieren mit 2 verschieden-gemusterten Seiten wohl am hübschesten aussieht), damit ein "glatter" Kusudama entsteht. Insgesamt ein sehr hübsches Deko-Objekt und eine nette Geschenk-Idee.
Mein erster "36-Farben"-Kusudama (kein Muster kommt doppelt vor!:) ist beispielsweise geplant als Glücksbringer für Prüfungen und Berufseinstieg. Die Vorsätze darf der Empfänger aber selber noch beisteuern!;)
Nicht ganz so schlimm war meine Entzauberung beim Kusudama - meinem ersten, traditionellen Origami Projekt. Im Großen und Ganzen geht es hier darum Papierblumen zu einem runden Deko-Element zusammenzufassen. Ursprünglich hat man wohl echte Blumen benutzt und Räucherstäbchen dazwischen gesteckt, um Häuser und Tempel zu dekorieren. Man würde also erwarten, dass Kusu-Dama sowas bedeutet wie "Rauch-Blume" oder sogar noch poetischere Dinge...aber was heißt es wirklich? Medizin-Ball.
Wirklich. Ganz im Ernst.
Da kann man nur froh sein, dass das optische Ergebnis schöner ist, als das phonetische oder assoziative - meint, es sieht besser aus, als es klingt!;)
Schritt 1: Papier aussuchenVieles hängt beim Falten davon ab, dass man das richtige Papier verwendet - es gibt beschichtete und unbeschichtete, transparente und verstärkte, einseitig und beidseitig bunte. Für den Kusudama sollte man besser beidseitig buntes Papier nehmen - von dem ich aber nicht genug "vorrätig" hatte - die Flexibilität oder Dicke ist aber nicht entscheidend. Dann ist es eine Frage des Geschmacks: Man kann sich für völlig bunt entscheiden, oder einfarbig, mehrfarbig, gemustert oder Uni, wichtig ist nur: Kauft genug Papier! Man braucht ein Minimum von 36 Blättern und sollte ein wenig Ausschuss einplanen, so wie ein paar "Spares".
Schritt 2: How to?
Als nächstes sollte man lernen zu laufen bevor man rennt: Also erstmal lernen wie man 1 Blüte faltet, bevor man sich über das fertige Ergebnis sorgen macht.;)Der Kusudama besteht aus 36 Einzelelementen, was eine wahre Fundgrube für jeden Numerologen sein sollte. 2-3-4-6-12 lauter Glückszahlen, die hier fröhlich kombiniert werden können. Wie bei den meisten Origami-Modellen kann man also hier das "Glücksbringer" Potential ausnutzen und gewisse Blüten mit "guten Wünschen" oder "Vorsätzen" zu beschriften (nur von Innen natürlich). Das kann man auch lassen, aber lernen sie zu falten muss man trotzdem.;)
Ich habe zwar die Projekt-Anleitung an sich aus Complete Origami übernommen, aber die Faltanleitung für die Blüte aus diesem kleinen Video (ich brauche immer ein Video, Faltanleitungen auf Papier sind mir zu kompliziert...;):
Schritt 3: Gedult...
Der nächste Schritt zum Kusudama ist der typische "Hobby-Faktor". Ich weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aber jedes Hobby hat mindestens einen Aspekt, bei dem 80% des Umfelds sagen "Oh mann, daran würde ich bekloppt werden!". Stundenlang in der Küche kleine Pralienchen verzieren, auf einem nassen Trainingsplatz rumlaufen, Perlen an ein Kleid nähen,Teppiche knüpfen, Tanzschritte üben...früher oder später laufen die meisten Hobbies darauf hinaus stundenlang eine Übung zu wiederholen. Beim Origami ist das nicht anders, als müssen im nächsten Arbeitsschritt 36 Einzelblüten nach genau demselben Schema produziert werden. Ich denke wenn man das richtig macht kan pures Zen dabei herauskommen!;)
Schritt 4: Einzelteile
Ein Medizinball, besteht in diesem Muster meist aus 4 Schichten plus Anfang's und Schluss-"Stein". Nachdem wir also eine farbliche Vorauswahl getroffen haben werden diese Schichten folgendermaßen zusammengenäht: 6 - 11 - 11 - 6.
Die Nähnadel sollte möglichst dünn sein, um das Papier nicht einreißen zu lassen. Als Faden habe ich hier doppelt gelegtes Nähgarn verwendet, was ich aber nicht empehlen kann - zu fiddelig. Ein feiner Wollfaden wäre wohl besser (und auch besser zu sehen;). Seid vorsichtig mit dem zuziehen der Knoten, die Blüten brauchen noch 2-3mm Bewegungsfreiheit!Schritt 5: Zwiebelschichten!
Um nun aus vielen Schichten einen Ball zu machen, brauchen wir zuerst mal einen gaaaanz langen Faden, den wir am Anfangsstein befestigen - den Faden doppelt legen, durch die Basis der Blüte ziehen, bis eine kleine Schlaufe entsteht, die Nadel zurück durch die Schlaufe fädeln und einfach erstmal hängen lassen. Vermutlich könnte man bei diesem Arbeitsschritt einen Assistenten gebrauchen, den Anfangsstein auf einem Tisch aufliegen lassen, geht aber auch - im Hängen lässt sich nur die Form besser sehen.
Mit der Nadel führen wir den zentralen Faden durch die Mitte unserer Schichten-Ringe (6-11-11-6), was schnell dazu führen sollte, dass wir eine runde Form erreichen.Schritt 6: Fluffig hält am besten
Wenn alle Schichten aufgefädelt sind, lassen wir den Ball wieder hängen und "fluffen" ggf. die Blüten ein wenig nach, so dass sie sich gleichmäßig und rund verteilen. Dann den Endstein von oben einsetzen (ein wenig Klebstoff am Rand kann nicht schaden) und fertig ist der Blumen Medizinball!
Diese Form ist ein "Stachel-Kusudama" (eigene Wortschöpfung;), man kann die Stacheln aber auch in die Blüten einfalten (was bei Papieren mit 2 verschieden-gemusterten Seiten wohl am hübschesten aussieht), damit ein "glatter" Kusudama entsteht. Insgesamt ein sehr hübsches Deko-Objekt und eine nette Geschenk-Idee.
Mein erster "36-Farben"-Kusudama (kein Muster kommt doppelt vor!:) ist beispielsweise geplant als Glücksbringer für Prüfungen und Berufseinstieg. Die Vorsätze darf der Empfänger aber selber noch beisteuern!;)
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04.02.2012
- o + Teil 13
Tja, das mit dem Votum für den Frühling hätte ich mir wohl sparen sollen. Die konstante Pechsträhne des letzten Jahres scheint sich beständig festzusetzen, oder wie soll ich mir sonst -20Grad erklären, die aus einer leichten Erkältung mal eben eine dicke Virusbronchitis für 2 gemacht haben? Vielleicht sollte ich mal mit ungekehrter Psychologie kommen, aber wann hat das je funktioniert?!?;)
- Schleeeeiiiiim! Mal ehrlich, ich hab keine Lust mehr krank zu sein. Und auch wenn den ganzen Tag fernsehen langweilig ist, ist Büroalltag auf Erkältung und Tabletten auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Das muss mal besser werden, hat irgendwer einen ultimativen Tipp für Abwehrkräfte? Man sagt ja eine Erkältung dauert 2 Wochen und wenn man Glück hat nur 14Tage, aber bei 12Tagen bin ich ja schon...
o Auch wenn ich mir den A**** abfriere (unsere Wohnung ist eigentlich immer kalt, im Sommer ist das super...), sieht Winter von Innen zumindest ganz nett aus. Schnee auf Bäumen, Sonne und blauer Himmel sind definitiv die positiven Punkte. Virusinvasion, Eisklump-Füße und Verkehrschaos sind die anderen...ein ganz klares Unentschieden!
+ Das schöner Wohnen 2012 nimmt langsam Gestalt an. Seit heute ist das neue Sofa geordert, das neue Gästebett ist schon ausgesucht und braucht nur noch den Zuschlag (Eeeebay!;) und nächste Woche gehen wor Baumarkt-Shoppen - ich sage nur Wandfarben! Ich liebe Baumärkte, ganz ganz ehrlich. Schuhe kaufen ist für mich eine Strafe und Klamotten bestelle ich im Internet, aber Heimwerker-Kram und Garten-Kam shoppen könnte ich den ganzen Tag...Wenn es möglich wäre, würde ich in einem Baumarkt wohnen!!!;)
In diesem Sinne ein schönes Wochenende euch allen!
Listening to: Dracula
Im Gegensatz zu meiner früheren Behauptung, dass meine bevorzugte Hörbuch-Wolke englischsprachig ist, hörte ich zum Basteln letzte Woche ein Hörspiel auf Deutsch, das ich ausnahmsweise tatsächlich sehr gelungen finde:
Bram Stoker's Dracula produziert im Rahmer der "Gruselkabinett" Hörspiele.
Ich bitte darum sich nicht von den furchtbaren Covern abschrecken zu lassen - bei dieser Serie ist die Zielgruppe wohl ursprünglich ein wenig jünger;) - das Hörspiel ist wirklich gut gemacht. Gute Sprecher, ein wenig ominöse Hintergrundmusik und Soundeffekte und die Geschichte von Stoker, die sich meiner Meinung nach nie abnutzt.
Das ist noch Old-School-Grusel, ohne Glitzervampire oder anderen peinlichen Teenie-Mumpitz.
Ausnahmsweise finde ich übrigens auch das Buch gut umgesetzt, und wenn ich das sage, heißt das schon was! Wenn Bücher Hörspiele werden kann prinzipiell noch viel mehr schief gehen, als bei Buch-Film Umsetzungen und die meisten Hörspiele sind daher für mich unerträglich verstümmelt und zusammengekürzt - ich habe mal in eine Höspielfassung von Ronja Räubertochter reingehört und war davon so abgestoßen, dass ich beinah den iPod an die Wand gepeffert hätte...Anger Management sei Dank, hat der Bote aber überlebt!;)
Für den Großmeister aller Children of the Night in Hörspielform vergebe ich daher mal 4,5 von 5 Fledermäusen mit minimalen Abzügen für einige der Nebenrollen. Empfehlenswert trotz grottigem Artwork!;)
Bram Stoker's Dracula produziert im Rahmer der "Gruselkabinett" Hörspiele.
Ich bitte darum sich nicht von den furchtbaren Covern abschrecken zu lassen - bei dieser Serie ist die Zielgruppe wohl ursprünglich ein wenig jünger;) - das Hörspiel ist wirklich gut gemacht. Gute Sprecher, ein wenig ominöse Hintergrundmusik und Soundeffekte und die Geschichte von Stoker, die sich meiner Meinung nach nie abnutzt.
Das ist noch Old-School-Grusel, ohne Glitzervampire oder anderen peinlichen Teenie-Mumpitz.
Ausnahmsweise finde ich übrigens auch das Buch gut umgesetzt, und wenn ich das sage, heißt das schon was! Wenn Bücher Hörspiele werden kann prinzipiell noch viel mehr schief gehen, als bei Buch-Film Umsetzungen und die meisten Hörspiele sind daher für mich unerträglich verstümmelt und zusammengekürzt - ich habe mal in eine Höspielfassung von Ronja Räubertochter reingehört und war davon so abgestoßen, dass ich beinah den iPod an die Wand gepeffert hätte...Anger Management sei Dank, hat der Bote aber überlebt!;)
Für den Großmeister aller Children of the Night in Hörspielform vergebe ich daher mal 4,5 von 5 Fledermäusen mit minimalen Abzügen für einige der Nebenrollen. Empfehlenswert trotz grottigem Artwork!;)
27.01.2012
- o + Teil 12
Hustensaft macht komisch im Kopf - ich wollte das nur nochmal gesagt haben!
Vielleicht ist es auch Erkältung, die komisch im Kopf macht, aber das ist mir zu abstrakt, also suche ich mir als Sündenbock lieber den Hustensaft aus. Der schmeckt auch noch fies!;)
- Krank sein ist langweilig! Ich kann gar nicht sagen wie sehr es mich langweilt rumzuliegen und fernsehen zu müssen. Es soll ja Menschen geben, die das freiwillig machen, aber ich kann das nicht wirklich glauben. Jeden Tag dieselben 5 Scrubs, Two&aHalfMen oder MalcomMittendrin Folgen zu sehen unterbrochen von unmotiviertem Zapping und den ewig gleichen "Super-Damm", "Super-Hochhaus", "Super-Klo" "Dokumentationen"?!? Wenn's dir vorher noch nicht schlecht ging, dann spätestens danach! Andererseits eine perfekte Motivation schnell gesund zu werden, damit man wieder genug Konzentration aufbringen kann ein Buch zu lesen!!!
o Heute glaube ich wirklich, dass wir so langsam eine Erdlaufbahn erreichen, in der es tatsächlich sichtbar wird, dass vor 4Wochen eine Sonnenwende stattgefunden hat - es ist so schön hell draußen.:) Diese Art von astronomischen Laufbahngeschichten braucht ja immer ein wenig, um auch im wirklichen Leben sichtbar zu werden...das kann schonmal ziemlich nervig sein. Wer hat schon nach Silvester noch Lust auf Winter? Alle Gemütlichkeit und das schöne "Weihnachten und heißer Kakao" Gefühl hat sich im Januar schon abgenutzt. Ich votiere daher mal für Licht und Frühling!:)
+ Man erinnerte mich letztlich daran, dass es in diesem Jahr schon 10 Jahre her ist, dass ich Abitur gemacht habe. Ist das nicht super? 10 Jahre raus aus der Schule (die einem damals so furchtbar wichtig vorkam) und das Leben sieht so unfassbar anders aus und hat sich ganz nebenbei auch mal eben um 200% verbessert. Wenn das mal kein Grund ist gute Laune zu haben.;) Wäre ich ein neugierigerer Mensch, könnte ich sogar zu einem 10Jahre-Abi-Treffen gehen, aber das glaube ich irgendwie nicht. Mir fehlt dieser Impuls zu sehen wer sich am vor/nachteilhaftesten verändert hat und ohne diese essentielle Neugier bin ich nicht überzeugt, dass ich Menschen treffen muss, die ich auch die letzten 10Jahre nicht gesehen habe...scheinbar hab ich ja nichts vermisst, oder?;)
Video der Woche: Cleopatra's Beauty Tipps
Ich habe schon die ganze Woche diesen Ohrwurm, daher schicke ich mal das passende Video hinterher.;)
Vielleicht ist es auch Erkältung, die komisch im Kopf macht, aber das ist mir zu abstrakt, also suche ich mir als Sündenbock lieber den Hustensaft aus. Der schmeckt auch noch fies!;)
- Krank sein ist langweilig! Ich kann gar nicht sagen wie sehr es mich langweilt rumzuliegen und fernsehen zu müssen. Es soll ja Menschen geben, die das freiwillig machen, aber ich kann das nicht wirklich glauben. Jeden Tag dieselben 5 Scrubs, Two&aHalfMen oder MalcomMittendrin Folgen zu sehen unterbrochen von unmotiviertem Zapping und den ewig gleichen "Super-Damm", "Super-Hochhaus", "Super-Klo" "Dokumentationen"?!? Wenn's dir vorher noch nicht schlecht ging, dann spätestens danach! Andererseits eine perfekte Motivation schnell gesund zu werden, damit man wieder genug Konzentration aufbringen kann ein Buch zu lesen!!!
o Heute glaube ich wirklich, dass wir so langsam eine Erdlaufbahn erreichen, in der es tatsächlich sichtbar wird, dass vor 4Wochen eine Sonnenwende stattgefunden hat - es ist so schön hell draußen.:) Diese Art von astronomischen Laufbahngeschichten braucht ja immer ein wenig, um auch im wirklichen Leben sichtbar zu werden...das kann schonmal ziemlich nervig sein. Wer hat schon nach Silvester noch Lust auf Winter? Alle Gemütlichkeit und das schöne "Weihnachten und heißer Kakao" Gefühl hat sich im Januar schon abgenutzt. Ich votiere daher mal für Licht und Frühling!:)
+ Man erinnerte mich letztlich daran, dass es in diesem Jahr schon 10 Jahre her ist, dass ich Abitur gemacht habe. Ist das nicht super? 10 Jahre raus aus der Schule (die einem damals so furchtbar wichtig vorkam) und das Leben sieht so unfassbar anders aus und hat sich ganz nebenbei auch mal eben um 200% verbessert. Wenn das mal kein Grund ist gute Laune zu haben.;) Wäre ich ein neugierigerer Mensch, könnte ich sogar zu einem 10Jahre-Abi-Treffen gehen, aber das glaube ich irgendwie nicht. Mir fehlt dieser Impuls zu sehen wer sich am vor/nachteilhaftesten verändert hat und ohne diese essentielle Neugier bin ich nicht überzeugt, dass ich Menschen treffen muss, die ich auch die letzten 10Jahre nicht gesehen habe...scheinbar hab ich ja nichts vermisst, oder?;)
Video der Woche: Cleopatra's Beauty Tipps
Ich habe schon die ganze Woche diesen Ohrwurm, daher schicke ich mal das passende Video hinterher.;)
25.01.2012
Listening to: Interesting Times
May you live in Interesting Times...
Pratchett hat dieses nette Bon-Mot nicht erfunden, aber die Idee, dass die Welt ein Brettspiel der Götter ist, auf dem Risiko und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht das Leben der Menschen ganz schön durcheinander wirbeln können, hat schon eine gewisse Faszination.;)
Dazu kommen noch lustige Geschichten über Barbaren, Lehrer und ein paar politisch unkorrekte Chinesen-Witze und schon hat man eine interessante Geschichte gestrickt.
Im Vergleich zu den Wachen, Hexen und Tod-Zyklen fand ich Rincewind als Hauptcharakter immer etwas lahm, aber Interesting Times trotzdem ein großartiges Buch (liegt mehr an den Nebencharakteren - ich sage nur Cohen!;).
Die Hörbuch-Version von Stephen Briggs (wiedermal gab es kein gescheites Foto) hat alle Vor- und Nachteile der Briggs-Reihe: Einerseits kennt er die Charaktere wirklich gut, andererseits ist seine Variation beschränkt (und der Bösewicht ist mir ein bißchen zu hysterisch;).
Ich vergebe mal großzügig 3,5 von 5 Schmetterlingen und freue mich schon auf mein nächstes Audible Buch!:)
Pratchett hat dieses nette Bon-Mot nicht erfunden, aber die Idee, dass die Welt ein Brettspiel der Götter ist, auf dem Risiko und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht das Leben der Menschen ganz schön durcheinander wirbeln können, hat schon eine gewisse Faszination.;)
Dazu kommen noch lustige Geschichten über Barbaren, Lehrer und ein paar politisch unkorrekte Chinesen-Witze und schon hat man eine interessante Geschichte gestrickt.
Im Vergleich zu den Wachen, Hexen und Tod-Zyklen fand ich Rincewind als Hauptcharakter immer etwas lahm, aber Interesting Times trotzdem ein großartiges Buch (liegt mehr an den Nebencharakteren - ich sage nur Cohen!;).
Die Hörbuch-Version von Stephen Briggs (wiedermal gab es kein gescheites Foto) hat alle Vor- und Nachteile der Briggs-Reihe: Einerseits kennt er die Charaktere wirklich gut, andererseits ist seine Variation beschränkt (und der Bösewicht ist mir ein bißchen zu hysterisch;).
Ich vergebe mal großzügig 3,5 von 5 Schmetterlingen und freue mich schon auf mein nächstes Audible Buch!:)
23.01.2012
Ja, jetzt wirklich: Cowboys & Aliens
Ich habe es angedroht und nun haben wir es wahr gemacht: Sonntags-Nachmittags Unterhaltung mit Cowboys & Aliens
Was soll ich sagen? Manchmal ist es einfach schön Recht zu haben!;)
Der Film hat alles was er verspricht - Cowboys und Aliens - und noch ein paar Extra Gimmicks, wie Indianer, Harrison Ford, eine nackte Frau, ein Kind und einen Hund. Dinge explodieren, Männer sprechen wenig und schießen viel und, besonders wichtig, der Hund überlebt!;)
Insgesamt genau so, wie man sich einen Alien-WildWest-Action-Film vorstellt. Nicht besonders großartig, aber auch nicht besonders doof, as action films go.
Allerdings sind die Aliens mal auf was anderes aus als World-Domination, das war mal ganz erfrischend. Andererseits hat es mich genervt, dass Aliens scheinbar immer armen Menschen zu 500% überlegen sein müssen - auch wenn man sie angeblich mit all ihren Schwachstellen konfrontiert, bringt das unterm Strich nur, dass nicht 100% der Menschen sterben...tolle Wurst!;)
Einigen wir uns insgesamt für 2,5 von 5 Taschenuhren, inklusive Daniel-Craig-Oben-Ohne-Bonus. Ich finde das klingt fair!;)
Der Film hat alles was er verspricht - Cowboys und Aliens - und noch ein paar Extra Gimmicks, wie Indianer, Harrison Ford, eine nackte Frau, ein Kind und einen Hund. Dinge explodieren, Männer sprechen wenig und schießen viel und, besonders wichtig, der Hund überlebt!;)
Insgesamt genau so, wie man sich einen Alien-WildWest-Action-Film vorstellt. Nicht besonders großartig, aber auch nicht besonders doof, as action films go.
Allerdings sind die Aliens mal auf was anderes aus als World-Domination, das war mal ganz erfrischend. Andererseits hat es mich genervt, dass Aliens scheinbar immer armen Menschen zu 500% überlegen sein müssen - auch wenn man sie angeblich mit all ihren Schwachstellen konfrontiert, bringt das unterm Strich nur, dass nicht 100% der Menschen sterben...tolle Wurst!;)
Einigen wir uns insgesamt für 2,5 von 5 Taschenuhren, inklusive Daniel-Craig-Oben-Ohne-Bonus. Ich finde das klingt fair!;)
Listening to: The Graveyard Book
Schon wieder zwei Nachträge zu liefern, aber ich verkleinere langsam aber stetig die Nachtrags-Spannweite!;)
Also hier zuerst mal ein bißchen was zu Lesen/Hören - mein Audible Buch für Januar: The Graveyard Book von Neil Gaiman
Eigentlich lese ich ja inzwischen mehr den Blog als neue Bücher von Gaiman, aber mit seinem Hörbuch-Projekt hat er mich einfach total angefixt, da musste ich einfach mal reinhören.:)
Hier also das erste von mir getestete Buch "geschrieben und gelesen von Neil Gaiman".
Prinzipiell finde ich es toll, wenn Autoren ihre eigenen Geschichten präsentieren - wer weiß schließlich besser wie die Charaktere zusammenkommen und kennt die Geschichte besser? - sofern sie denn das "Stimm-Material" dafür haben. Es ist ja keine Schande festzustellen, dass man nicht mit einem Vorlese-Talent gesegnet ist. Neil Gaiman macht seine Sache aber ziemlich gut, auch wenn ich glaube, dass diese Erzählstimme am besten für Kinder- und Fantasy-Bücher geeignet ist (was ja aber in seinem Fall nicht verkehrt ist!;). Auch die Musikgestaltung des Hörbuches hat mir sehr gut gefallen.
Das Buch an sich hat mich vor allem sehr gefreut. Das klingt vielleicht komisch, aber beschreibt eigentlich ziemlich gut, was ich sagen will. Ich hatte sehr viel Freude an vielen kleinen, liebvollen Details, an der Art und Weise, wie Dinge angedeutet, aber nicht erklärt werden, wir ganze Hintergründe (die bei anderen Autoren eigene Romane füllen würden) nur in klitzekleinen Einblicken angerissen werden. Es hat mich sehr gefreut wieviel Fantasie von Autor und Leser in dieser Geschichte steckt.
Schon der erste Satz Klappentext hat mir ein kleines Lächeln entlockt: When a baby escapes a murderer intent on killing the entire family, who would have thought it would find safety and security in the local graveyard? Brought up by the resident ghosts, ghouls and spectres, Bod has an eccentric childhood learning about life from the dead.
Ich liebe diese Art von Inspiration!:)
Einen klitzekleinen Abzug gebe ich, weil mir die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln teilweise zu groß und das Buch an sich einfach zu kurz war - ich wollte noch so viel mehr wissen!:)
Trotzdem bleiben 4,5 von 5 Grabsteinen übrig für ein wirklich schönes Buch für Kinder und solche die es manchmal wieder sein wollen.
Also hier zuerst mal ein bißchen was zu Lesen/Hören - mein Audible Buch für Januar: The Graveyard Book von Neil Gaiman
Eigentlich lese ich ja inzwischen mehr den Blog als neue Bücher von Gaiman, aber mit seinem Hörbuch-Projekt hat er mich einfach total angefixt, da musste ich einfach mal reinhören.:)
Hier also das erste von mir getestete Buch "geschrieben und gelesen von Neil Gaiman".
Prinzipiell finde ich es toll, wenn Autoren ihre eigenen Geschichten präsentieren - wer weiß schließlich besser wie die Charaktere zusammenkommen und kennt die Geschichte besser? - sofern sie denn das "Stimm-Material" dafür haben. Es ist ja keine Schande festzustellen, dass man nicht mit einem Vorlese-Talent gesegnet ist. Neil Gaiman macht seine Sache aber ziemlich gut, auch wenn ich glaube, dass diese Erzählstimme am besten für Kinder- und Fantasy-Bücher geeignet ist (was ja aber in seinem Fall nicht verkehrt ist!;). Auch die Musikgestaltung des Hörbuches hat mir sehr gut gefallen.
Das Buch an sich hat mich vor allem sehr gefreut. Das klingt vielleicht komisch, aber beschreibt eigentlich ziemlich gut, was ich sagen will. Ich hatte sehr viel Freude an vielen kleinen, liebvollen Details, an der Art und Weise, wie Dinge angedeutet, aber nicht erklärt werden, wir ganze Hintergründe (die bei anderen Autoren eigene Romane füllen würden) nur in klitzekleinen Einblicken angerissen werden. Es hat mich sehr gefreut wieviel Fantasie von Autor und Leser in dieser Geschichte steckt.
Schon der erste Satz Klappentext hat mir ein kleines Lächeln entlockt: When a baby escapes a murderer intent on killing the entire family, who would have thought it would find safety and security in the local graveyard? Brought up by the resident ghosts, ghouls and spectres, Bod has an eccentric childhood learning about life from the dead.
Ich liebe diese Art von Inspiration!:)
Einen klitzekleinen Abzug gebe ich, weil mir die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln teilweise zu groß und das Buch an sich einfach zu kurz war - ich wollte noch so viel mehr wissen!:)
Trotzdem bleiben 4,5 von 5 Grabsteinen übrig für ein wirklich schönes Buch für Kinder und solche die es manchmal wieder sein wollen.
20.01.2012
- o + Teil 11
Und siehe da, wir haben es geschafft nach der ersten "Wiedereinstiegs-Woche" gleich mal dranzubleiben. Man muss sich seine Erfolgserlebnisse auch manchmal ein bißchen leichter machen!;)
Zusätzlich habe ich auch noch eine neue Idee für diesen kleinen Wochenrückblick aber dazu später.
- Meine Gesundheit hasst mich und ich hasse sie. Ehrlich die Taschakka-Motivationsansprache zu Neujahr an mein Imunsystem hat mal so gar nicht funktioniert. Diese Woche habe ich arbeitstechnisch noch irgendwie überlebt, aber wenn jetzt ein Wochenende Bettruhe auch nichts bringt, dann besorg ich mir wohl besser wieder einen gelben Zettel. Ätzend.
o Es jammern ja mal wieder alle übers Wetter, da dachte ich sag ich mal was Neutrales dazu: Es stimmt schon, dass Winter=Schnee sein sollte und Schnee sieht auch definitiv schöner aus als Regen. Aber finden wir es nicht alle wenigstens ein kleines bißchen gut, dass wir nicht bei -20Grad bibbern müssen und nicht wieder ein totales Verkehrschaos ausbricht und wir nicht 5Stunden früher als sonst zur Arbeit aufbrechen müssen? Mal ganz ehrlich?:)
+ Letztlich sagte mir eine Freundin, dass Silvester mit Galaxy Quest zu verbringen schon irgendwie nerdlastig wäre, worauf ich sagte: "Ich habe nie behauptet kein Nerd zu sein, nur Nerds behaupten ich wäre kein Nerd."
Ich finde dieser Ausspruch gehört zu meinen wenigen spruchreifen Zitaten, daher wollte ich ihn nochmal wiederholen!;)
Um aber dem Nerd-Tum einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, will ich versuchen eine neue Institution in diesem Blog einzuführen: Mein Video der Woche - oder Wissenvermittlung für Anfänger!:)
Wer mich kennt weiß, ich erzähle gerne lustige Geschichten über irgendwelche Fakten (meistens Geschichte, das hab ich nunmal leider studiert). Das tue ich natürlich, weil ich gerne erzähle, aber auch weil ich im kernigsten Kern meines innersten Ichs überzeugt bin, dass es so etwas wie "Nutzloses Wissen" nicht geben kann UND dass man Dinge viel einfacher behält, wenn sie vernünftig (also lustig;) präsentiert werden.
Für die nächsten Wochen kommen meine Videos der Woche daher von Horrible Histories (ja davon sprach ich schonmal;), weil diese kleinen Clips das beste Beispiel dafür sind, dass gut recherchierte Fakten und Spaß total einfach zu kombinieren sind.
Heute also zum Auftakt ein Fakt, der mir auch neu war: Römische Blackberries anno 1000v.Chr.! :)
18.01.2012
Nachtrag: Complete Origami
Das Schlimme am Bloggen ist, dass Leben immer schneller läuft, als man tippen kann!;)
Ich hoffe also man verzeiht mir den einen oder anderen Nachtrag für Dinge, die schon lange versprochen waren - ab und zu kommt einfach zuviel dazwischen (Umzugsplanungen zum Beispiel...).
Bevor das aber komplett untergeht, wollte ich noch ein paar kurze Worte zu meinem Weihnachtsbuch verlieren: Complete Origami von Eric Kenneway
Wer versucht sich einen ersten Eindruck von Origami zu verschaffen wird erst einmal 2 Dinge feststellen:
Zum einen könnte man einen ganzen Forschungsbereich dieser Jahrtausende alten Tradition widmen (und bestimmt gibt es das auch schon) und zum anderen kann man bekloppt werden and den 10.000Bücher, die zu diesem Thema schon geschrieben wurden.
Aber an der Uni wird uns beigebracht auf "Standartwerke" zu vertrauen, also habe ich mich mal auf eines der westlichen Standartwerke beschränkt. (Wie sehr Standart es ist, habe ich aber erst vor einer Woche herausgefunden, als ich feststellen durfte, dass das Buch sogar einen Auftritt in Con Air hat und Nicolas Cage beibringt, wie man einen Kranich faltet.;)
Ein Standartwerk wird man nun nicht zufällig und was Hintergrundwissen, Annekdoten, Legenden und Geschichte angeht, habe ich durch dieses kleine Lexikon (Einträge von Action Models bis Zen) sehr viel gelernt - zum Beispiel was Origami mit dem Lindbergh Baby zu tun hat!;)
Wer allerdings nur eine Liste von Faltanleitungen sucht, sollte sich vielleicht ein anderes Buch kaufen, die teilweise ja sogar nach Schwierigkeit und/oder Themengebiet (Kisten, Blumen, Tiere usw.) sortiert sind.
Trotzdem gibt es auch hier Anregungen und Anleitungen für eine ganze Reihe von Projekten - zum Beispeil das Senbazuru, das ich in seiner Hintergrundgeschichte am berührensten fand.
Für mich war es genau das richtige Buch, denn ich lerne gerne Annekdoten und Hintergrundgeschichten abseits des rein Praktischen kennen und kann außerdem - das mag aber subjektiv sein;) - mit Faltanleitungen auf dem Papier eh nicht soviel anfangen und muss meistens eh nochmal ein entsprechenden Video bei youtube bemühen...
Man sollte nur nicht vergessen, dass dieses Buch noch aus den 80gern ist - Aussagen wie "Origami mit Computern berechnen funktioniert nicht" sind also 30Jahre später mit Vorsicht zu genießen!;)
Trotzdem vergebe ich 4,5 von 5 Papierhüten - geschichtliche Fakten geraten schließlich nie aus der Mode!
Ich hoffe also man verzeiht mir den einen oder anderen Nachtrag für Dinge, die schon lange versprochen waren - ab und zu kommt einfach zuviel dazwischen (Umzugsplanungen zum Beispiel...).
Bevor das aber komplett untergeht, wollte ich noch ein paar kurze Worte zu meinem Weihnachtsbuch verlieren: Complete Origami von Eric Kenneway
Wer versucht sich einen ersten Eindruck von Origami zu verschaffen wird erst einmal 2 Dinge feststellen:
Zum einen könnte man einen ganzen Forschungsbereich dieser Jahrtausende alten Tradition widmen (und bestimmt gibt es das auch schon) und zum anderen kann man bekloppt werden and den 10.000Bücher, die zu diesem Thema schon geschrieben wurden.
Aber an der Uni wird uns beigebracht auf "Standartwerke" zu vertrauen, also habe ich mich mal auf eines der westlichen Standartwerke beschränkt. (Wie sehr Standart es ist, habe ich aber erst vor einer Woche herausgefunden, als ich feststellen durfte, dass das Buch sogar einen Auftritt in Con Air hat und Nicolas Cage beibringt, wie man einen Kranich faltet.;)
Ein Standartwerk wird man nun nicht zufällig und was Hintergrundwissen, Annekdoten, Legenden und Geschichte angeht, habe ich durch dieses kleine Lexikon (Einträge von Action Models bis Zen) sehr viel gelernt - zum Beispiel was Origami mit dem Lindbergh Baby zu tun hat!;)
Wer allerdings nur eine Liste von Faltanleitungen sucht, sollte sich vielleicht ein anderes Buch kaufen, die teilweise ja sogar nach Schwierigkeit und/oder Themengebiet (Kisten, Blumen, Tiere usw.) sortiert sind.
Trotzdem gibt es auch hier Anregungen und Anleitungen für eine ganze Reihe von Projekten - zum Beispeil das Senbazuru, das ich in seiner Hintergrundgeschichte am berührensten fand.
Für mich war es genau das richtige Buch, denn ich lerne gerne Annekdoten und Hintergrundgeschichten abseits des rein Praktischen kennen und kann außerdem - das mag aber subjektiv sein;) - mit Faltanleitungen auf dem Papier eh nicht soviel anfangen und muss meistens eh nochmal ein entsprechenden Video bei youtube bemühen...
Man sollte nur nicht vergessen, dass dieses Buch noch aus den 80gern ist - Aussagen wie "Origami mit Computern berechnen funktioniert nicht" sind also 30Jahre später mit Vorsicht zu genießen!;)
Trotzdem vergebe ich 4,5 von 5 Papierhüten - geschichtliche Fakten geraten schließlich nie aus der Mode!
Labels:
Basteln und Werken,
Bettlektüre
17.01.2012
Hail Chameleon! Part I: Rango
Ich sage es oft und gerne: Chameleons sind super!
Irgendwann werde ich mir so ein Vieh zulegen (be warned!;) und dann werde ich mich stundenlang daran erfreuen, wie unglaublich unpraktisch diese Dinger gebaut sind. Ein bißchen wie eine Giraffe, noch so ein völlig groteskes Tier eigentlich, aber die kann man schwerer im Wohnzimmer halten...;)
Dass die Filmindustrie inzwischen auch meiner Meinung ist, finde ich daher auch super, also hier Teil 1 meiner Chameleon-Filme: Rango mit Johnny Depp
Ich will nicht zuviel Story verraten, aber als Homage an die großen Clint Eastwood Western funktioniert der Film hervorragend!;)
Die Charaktere sind witzig und sehr detailreich - einige biologische Ungereimtheiten mal außen vor gelassen - und liebevoll gestaltet. Überhaupt hat man dasGefühl, dass hier die Liebe zum Old-School-Western mit sehr viel Wüsten-Mystik-Fable und einem tierischen *haha* Spaß an Zoobesuchen die eigentliche Idee zum Film geliefert hat. Außerdem gibt es eine Pseudo-Mexikaner-Eulen-Band UND Schauspieler/Showbiz werden auch noch auf die Schippe genommen, was will man mehr?
Leider doch noch ein bißchen! Mich persönlich hat die wenig kreative Story gestört - wenn man grade erst Galaxy Quest nochmal gesehen hat, wird man verstehen was ich meine - die dann auch noch ein paar Logik Löcher hatte. Da hätte man ein wenig mehr Detailverliebtheit aufwenden können.
Außerdem muss ich leider ein paar subjektive Abzüge dafür geben, dass die Hauptfigur an sich zwar ganz witzig ist - aber jede andere Echse hätte es auch getan. Mit zwei kleinen Ausnahmen wird das Chameleon so also komplett verschenkt und wie es in der Wüste überhaupt länger als fünf Minuten überlebt, weiß man auch nicht so genau....Details!;)
Ich gebe mal 3 von 5 Barbie-Köpfen in dem Wissen, dass mein Mann das ganz furchtbar wenig finden wird - für mich rettet es halt der Western nicht, ich bin nicht die mit der Spiel mir das Lied vom Tod-Platin-Collectors-Box im Schrank...;)
Irgendwann werde ich mir so ein Vieh zulegen (be warned!;) und dann werde ich mich stundenlang daran erfreuen, wie unglaublich unpraktisch diese Dinger gebaut sind. Ein bißchen wie eine Giraffe, noch so ein völlig groteskes Tier eigentlich, aber die kann man schwerer im Wohnzimmer halten...;)
Ich will nicht zuviel Story verraten, aber als Homage an die großen Clint Eastwood Western funktioniert der Film hervorragend!;)
Die Charaktere sind witzig und sehr detailreich - einige biologische Ungereimtheiten mal außen vor gelassen - und liebevoll gestaltet. Überhaupt hat man dasGefühl, dass hier die Liebe zum Old-School-Western mit sehr viel Wüsten-Mystik-Fable und einem tierischen *haha* Spaß an Zoobesuchen die eigentliche Idee zum Film geliefert hat. Außerdem gibt es eine Pseudo-Mexikaner-Eulen-Band UND Schauspieler/Showbiz werden auch noch auf die Schippe genommen, was will man mehr?
Leider doch noch ein bißchen! Mich persönlich hat die wenig kreative Story gestört - wenn man grade erst Galaxy Quest nochmal gesehen hat, wird man verstehen was ich meine - die dann auch noch ein paar Logik Löcher hatte. Da hätte man ein wenig mehr Detailverliebtheit aufwenden können.
Außerdem muss ich leider ein paar subjektive Abzüge dafür geben, dass die Hauptfigur an sich zwar ganz witzig ist - aber jede andere Echse hätte es auch getan. Mit zwei kleinen Ausnahmen wird das Chameleon so also komplett verschenkt und wie es in der Wüste überhaupt länger als fünf Minuten überlebt, weiß man auch nicht so genau....Details!;)
Ich gebe mal 3 von 5 Barbie-Köpfen in dem Wissen, dass mein Mann das ganz furchtbar wenig finden wird - für mich rettet es halt der Western nicht, ich bin nicht die mit der Spiel mir das Lied vom Tod-Platin-Collectors-Box im Schrank...;)
13.01.2012
...aber wir lieben ihn trotzdem!
Dass Haustierhaltung ein gutes "Baby Training" darstellt, kann ich immer noch nicht so wirklich glauben, denn:
a) Brauchen Kinder viel länger bis man sie alleine Zuhause lassen kann, wenn nur einmal am Tag Jemand eine Dose Futter aufmacht
und
b) Kinder ab einem gewissen Alter tatsächlich merken, dass man sie verarscht.
In einem gewissen Sinn ist unser Kater aber tatsächlich nützlich. Nicht nur, dass man schonmal üben kann morgens nach der Fütterung wieder einzuschlafen und (meistens) ohne großen Aufstand Körperflüssigkeiten aufzuwischen, nein, man kann bei unserem dicken, faulen Arschloch-Kater auch schonmal die ganzen Sätze üben, die auf "...aber wir lieben ihn trotzdem." enden.
Und erstaunlicherweise stimmt das ja auch!;)
Wer weiß wozu es im Leben noch gut ist!
a) Brauchen Kinder viel länger bis man sie alleine Zuhause lassen kann, wenn nur einmal am Tag Jemand eine Dose Futter aufmacht
und
b) Kinder ab einem gewissen Alter tatsächlich merken, dass man sie verarscht.
In einem gewissen Sinn ist unser Kater aber tatsächlich nützlich. Nicht nur, dass man schonmal üben kann morgens nach der Fütterung wieder einzuschlafen und (meistens) ohne großen Aufstand Körperflüssigkeiten aufzuwischen, nein, man kann bei unserem dicken, faulen Arschloch-Kater auch schonmal die ganzen Sätze üben, die auf "...aber wir lieben ihn trotzdem." enden.
Und erstaunlicherweise stimmt das ja auch!;)
Wer weiß wozu es im Leben noch gut ist!
12.01.2012
- o + Teil 10
Ja, ich weiß, das neue Jahr fängt Blog-technisch schon damit an, dass ich neue Projekte, wie dieses schöne Spielchen hier gleich mal vernachlässige, aber manchmal hat man eben viel zu erzählen und manchmal passiert einfach so viel, dass man gar nichts mehr erzählen mag.
Nachdem jetzt die Anlaufschwierigkeiten des neuen Jahres ein wenig anverdaut sind, muss aber mal wieder ein wenig Routine einkehren und irgendwo muss man ja anfangen.;)
Hier also mal zur Abwechslung keine guten Vorsätze oder ähnliche Sinnlosigkeiten, sondern einfach 3 Zitate zum neuen Jahr:
- There could be snakes up here with us! Eines der schwierigsten Projekte, wenn gerade einfach nichts funktionieren will: Positiv Denken. Shit happens..., wäre auch ein guter Pointer an dieser Stelle, aber im Grunde läuft alles auf Dasselbe hinaus: Egal wie oft wir auf die Nase fallen, wir haben immer genau 2 Möglichkeiten - wieder aufstehen oder liegen bleiben. Und Letzteres ist nur auf den ersten Blick der einfache Ausweg.
o All control starts with self! Ein wahres Wort von Terry Pratchett. Bevor wir uns fragen, warum es eigentlich im Job, im Haushalt, im Freundeskreis oder sonstwo nicht funktioniert, sollten wir uns immer die Frage stellen, ob wir selber denn grade so richtig funktionieren. Und wenn dem nicht so ist, sollten wir genau da ansetzen - kleine Schritte führen auch zum Erfolg, früher oder später!:)
+ Und zuletzt mein persönlicher Favorit: If you go through hell, better keep walking! Wenn das nicht positiv klingt, dann weiß ich es auch nicht...zumindest hat es ein unbestreitbares Körnchen Wahrheit in sich und mit ein bißchen gesundem Zynismus betrachtet, ist es auch ziemlich witzig! ;)
Nach diesem unglaublich fröhlichen Einstieg ins Jahr 2012 wird es dann demnächst wohl hoffentlich wieder ein wenig bunter - ein paar neue Falt-Projekte kristalisieren sich schon aus meiner Weihnachts-Lektüre und ein paar Worte zu den Bruchstücken kann ich sicherlich auch noch nachreichen!
Ob mit oder ohne Stolpersteine, ich wünsche euch ein gutes neues Jahr! :)
02.01.2012
Mission Project
Ich hatte Urlaub und kein definitives handarbeitliches Projekt zu bearbeiten...Da mein Hirn das nicht computen kann, musste also ein neues Hobby gefunden werden!;)
Ich kann auch nichts dafür, ich möchte ab und zu einfach das Gefühl haben mit meiner Freizeit was Sinnvolles anzufangen, aber man kann nicht den ganzen Tag Bücher lesen, schreiben und bloggen...
Man kann den ganzen Tag Hörbuch hören, aber das alleine ist zu langweilig! Also müssen Hände beschäftigt werden und da wir nur sehr begrenzt Weihnachtsgeschenke kaufen konnten dieses Jahr, bot es sich an welche zu basteln. Und worauf kommt man wenn man was basteln möchte und zuviele Japan-Bücher im Regal und Kimono-Kram im Schrank hat? Origami!;)
Noch bin ich nicht besonders gut, bisher hat es nur für ein paar Kraniche zum neuen Jahr (Glücksbringer für unsere Gäste) und eine Tischdeko gereicht, die aber wohl eher zum Frühling passt...
Aber immerhin habe ich mir schonmal ein Buch gekauft von meinem Weihnachtsgeld und darin auch schon ein paar interessante Projekte gefunden - Lampenschirme zum Beispiel, auch eine super Geschenk-Idee!:)
Bis ich das kann, wird es allerdings noch was dauern, bisher scheitere ich schon an dem etwas komplexeren Stern oder Blättern für meine Blumen (das auf dem Foto sind simple Sterne in grün;)...aber der Mensch wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben!
Bis ich das Buch gelesen habe, hier schonmal das YouTube Video für die Kraniche - das ist leichter als es aussieht!;)
Ich kann auch nichts dafür, ich möchte ab und zu einfach das Gefühl haben mit meiner Freizeit was Sinnvolles anzufangen, aber man kann nicht den ganzen Tag Bücher lesen, schreiben und bloggen...
Man kann den ganzen Tag Hörbuch hören, aber das alleine ist zu langweilig! Also müssen Hände beschäftigt werden und da wir nur sehr begrenzt Weihnachtsgeschenke kaufen konnten dieses Jahr, bot es sich an welche zu basteln. Und worauf kommt man wenn man was basteln möchte und zuviele Japan-Bücher im Regal und Kimono-Kram im Schrank hat? Origami!;)
Aber immerhin habe ich mir schonmal ein Buch gekauft von meinem Weihnachtsgeld und darin auch schon ein paar interessante Projekte gefunden - Lampenschirme zum Beispiel, auch eine super Geschenk-Idee!:)
Bis ich das kann, wird es allerdings noch was dauern, bisher scheitere ich schon an dem etwas komplexeren Stern oder Blättern für meine Blumen (das auf dem Foto sind simple Sterne in grün;)...aber der Mensch wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben!
Bis ich das Buch gelesen habe, hier schonmal das YouTube Video für die Kraniche - das ist leichter als es aussieht!;)
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Thunfisch mit Bandnudeln
Eigentlich sollte man an dieser Stelle ja über die Silvester-Festtags-Leckereien berichten, aber da es über Raclette nicht soviel Neues zu sagen gibt, reiche ich noch mal schnell ein Rezept aus der letzten Woche nach, das wirklich lecker war!
Man braucht:
Thunfisch-Filets (wir hatten 400g für 2Tage/2Personen)
500g Bandnudeln
200 Blattspinat
1 Stange Lauch
200g Speckwürfel
1 Becher fettarmer Schmelzkäse
Salz, Pfeffer, Brühepulver, Dill
(evt. Weißwein)
Die Thunfischfilets und Speck anbraten, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist und dann mit 1 großen Tasse Brühe (und evt. einem Schuss Wein) ablöschen. Mit geschlossenem Deckel noch kurz Dampfgaren, dann die Filets auf einem Teller zur Seite stellen (warm stellen im Backofen oder Mikrowelle wenn möglich). Bandnudeln nach Packungsanweisung kochen.
Für die Soße Spinat und Lauch (in Scheiben) in die Brühe geben, und Schmelzkäse dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Dill würzen und bei kleiner Hitze köcheln. Nudeln nach dem Kochen abgießen und mit zur Soße in die Pfanne geben.
Das Ganze solange umrühren, bis die Soße sämig genug ist und mit den Filets servieren.
(Wenn der Fisch schon zu kalt ist, wirkt die Mikrowelle wunder - wahlweise kann auch nochmal kurz Mitgaren in der Pfanne bei geschlossenem Deckel helfen, aber aufpassen, das nichts anbrennt!:)
Thunfisch ist ein wenig teurer als Lachs (der vermutlich genausogut zum Rezept passt), aber voller gesunder Dinge - lecker und Vitamine, was will man mehr!?!;)
Serielle Unfähigkeit II - Die Alchimistin Teil 1&2
Ich habe es ja schon erwähnt und ich muss leider dabei bleiben: Mehrteilige Bücher stellen mich vor Probleme, zumindest dann, wenn sie nicht als mehrteilige Bücher angelegt sind...
Das mag erstmal wirr klingen, erklärt sich aber relativ einfach: Es gibt Bücherserien, die eine fortlaufende Rahmenhadlung erzählen (Harry Potter), oder mehrere Geschichten, die sich "zufällig" um dieselben Hauptfiguren drehen (Vampire Chronicles) - und dann gibt es Buchserien, die eigentlich eine fortlaufende Geschichte erzählen und nur deswegen nicht ein Buch sind, weil ein 3000Seiten Paperback schlecht zu verkaufen ist. Letztere machen mir einfach keinen Spaß, denn meistens vergeht schon das erste Buch, bevor die eigentliche Haupthandlung überhaupt in Schwung gekommen ist und so finde ich mich einfach immer wieder unfähig sowas wie Lord of the Rings oder Otherland wirklich durchzuhalten...
Manchmal gibt es allerdings Mischformen des seriellen Erzählens - zum Beispiel wenn eine Rahmenhandlung zwar theoretisch existiert, aber so unglaublich schwammig und weit gefasst ist, dass man sie auch eigentlich ignorieren kann.;)
So einen Fall haben wir bei Kai Meyers Alchimistin und der dazugehörigen Fortsetzung.
Auch wenn das jetzt negativer klingt, als es gemeint ist, aber das spannenste an dieser Buchreihe ist fast die interessante Prozession verschiedener Auflagen und Coverdesigns...
Ich habe noch die "alten" Cover mit den Gemälden, dann gibt es die Auflage aus der "wir versuchen mal alles auf Dan Brown zu trimmen" Trash-Cover Zeit, die "neuen" Cover rechts und links und die dazugehörige Hörspiel-Auflage, die verglichen mit den Vorstufen tatsächlich ganz nett gemacht sind, wenn auch immer noch zu Fantasy-Trashig für meinen Geschmack.;)
Man kann hier also schön sehen, was ich meinte mit: Ich könnte nicht damit leben, wenn irgendein Verlag beschließt, dass mein Buch jetzt einen neuen Titel und ein Dan Brown Cover bekommt, nur weil sich das grade gut verkauft. Macht das das Buch schlechter? Nicht wirklich, aber es mindert so Leid mir das tut, ein wenig meinen Respekt vor dem Autor.
Literarisch lässt sich sagen, dass die beiden Bücher als Ferienlektüre durchaus brauchbar sind. Einige stilistische Ausrutscher ins Fantasy-Melodrama sind zu verzeihen und an tiefsinniger Charakterpsychologie hapert es ein wenig (die Hautpmotivation der Figuren ist oft sowas wie "Ich bin eben neugierig" was jeder Spielleiter übersetzen würde mit "Es ist eben aus dramatischen Gründen notwendig";), aber Hintergrundinfo, Mythologie und Geographie sind solide recherchiert und die Geschichte ist spannend entwickelt, wenn man sich darauf einlässt.
Wir haben hier also vor uns das literarische Equivalent zum Action-Blockbuster - spannend, mitreißend, mit überzeugenden Bildern, aber nicht besonders tiefsinnig und mit kleinen technischen Mängeln. Dafür kann man mit Überzeugung 3 von 5 Herbarien vergeben!
Das mag erstmal wirr klingen, erklärt sich aber relativ einfach: Es gibt Bücherserien, die eine fortlaufende Rahmenhadlung erzählen (Harry Potter), oder mehrere Geschichten, die sich "zufällig" um dieselben Hauptfiguren drehen (Vampire Chronicles) - und dann gibt es Buchserien, die eigentlich eine fortlaufende Geschichte erzählen und nur deswegen nicht ein Buch sind, weil ein 3000Seiten Paperback schlecht zu verkaufen ist. Letztere machen mir einfach keinen Spaß, denn meistens vergeht schon das erste Buch, bevor die eigentliche Haupthandlung überhaupt in Schwung gekommen ist und so finde ich mich einfach immer wieder unfähig sowas wie Lord of the Rings oder Otherland wirklich durchzuhalten...Manchmal gibt es allerdings Mischformen des seriellen Erzählens - zum Beispiel wenn eine Rahmenhandlung zwar theoretisch existiert, aber so unglaublich schwammig und weit gefasst ist, dass man sie auch eigentlich ignorieren kann.;)
So einen Fall haben wir bei Kai Meyers Alchimistin und der dazugehörigen Fortsetzung.
Auch wenn das jetzt negativer klingt, als es gemeint ist, aber das spannenste an dieser Buchreihe ist fast die interessante Prozession verschiedener Auflagen und Coverdesigns...
Ich habe noch die "alten" Cover mit den Gemälden, dann gibt es die Auflage aus der "wir versuchen mal alles auf Dan Brown zu trimmen" Trash-Cover Zeit, die "neuen" Cover rechts und links und die dazugehörige Hörspiel-Auflage, die verglichen mit den Vorstufen tatsächlich ganz nett gemacht sind, wenn auch immer noch zu Fantasy-Trashig für meinen Geschmack.;)
Man kann hier also schön sehen, was ich meinte mit: Ich könnte nicht damit leben, wenn irgendein Verlag beschließt, dass mein Buch jetzt einen neuen Titel und ein Dan Brown Cover bekommt, nur weil sich das grade gut verkauft. Macht das das Buch schlechter? Nicht wirklich, aber es mindert so Leid mir das tut, ein wenig meinen Respekt vor dem Autor.
Literarisch lässt sich sagen, dass die beiden Bücher als Ferienlektüre durchaus brauchbar sind. Einige stilistische Ausrutscher ins Fantasy-Melodrama sind zu verzeihen und an tiefsinniger Charakterpsychologie hapert es ein wenig (die Hautpmotivation der Figuren ist oft sowas wie "Ich bin eben neugierig" was jeder Spielleiter übersetzen würde mit "Es ist eben aus dramatischen Gründen notwendig";), aber Hintergrundinfo, Mythologie und Geographie sind solide recherchiert und die Geschichte ist spannend entwickelt, wenn man sich darauf einlässt.
Wir haben hier also vor uns das literarische Equivalent zum Action-Blockbuster - spannend, mitreißend, mit überzeugenden Bildern, aber nicht besonders tiefsinnig und mit kleinen technischen Mängeln. Dafür kann man mit Überzeugung 3 von 5 Herbarien vergeben!
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