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09.04.2021

Queen's Gambit. Oder auch: Chef's Kiss und ab!

Ok, wer von uns hat Queen's Gambit noch nicht mindestens 1x gesehen? Man hat irgendwie das Gefühl, man kann kaum noch was dazu sagen, das nicht schonmal gesagt wurde, aber nur für den Fall, dass irgendjemand diese Serie noch nicht kennt, lasst mich ein klein bisschen fangirlen, ok?

Und unser schlaues Video tut auch genau das by the way - und erzählt worum es geht, also wenn ihr nicht zum Club der Unspoilerbaren gehört oooder die Serie schon 3x gesehen habt *hust*, dann tut das lieber vorher.;-)

 

So, und was genau macht diese Serie jetzt zu meinem persönlichen Netflix Highlight bisher?

1. Ich hasse wheelspinning!

Ein Großteil des Charmes (für mich ymmv) liegt in den zwei magischen Worten "Limited Series". Diese Serie hat 7 Folgen und erzählt darin eine vollständige Geschichte. Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, aber anscheinend entspricht die Serie von ein paar positiven Tweaks abgesehen schon ziemlich genau der Vorlage. Das heißt es musste kein Buchplot solange zusammengestrichen werden, bis er in 2 Stunden Film passte, aaaber es gibt auch kein ewiges, dummes, unnötiges "UGH wie lange kann man so eine dünne Handlung denn noch melken?" Wheelspinning, um auf Biegen und Brechen noch eine weitere Staffel rauszuholen.

Für mich persönlich ist das die beste Art Buchstoffe zu verfilmen. Ändert meine Meinung, wenn ihr könnt!

2. Es ist Sherlock, nur besser

Diese Serie nimmt das "genialer Introvert" Trope und die kreativen filmischen Ideen, die ich an BBC Sherlock mochte und macht eine viel bessere und vor allem konsequentere Geschichte mit 99% weniger continuitiy Fehlern daraus. Vielleicht weil sich die Serienmacher nicht so gern und oft einen darauf runterholen wie clever ihre Serie ist, sondern einfach eine gute Serie machen, aber das kann mein sehr böses Vorurteil sein...;-)

Außerdem haben sie mit Anya Taylor-Joy eine Hauptdarstellerin gefunden, die allein mit ihrem Gesichtsausdruck die Hälfte der Dialoge tragen kann - auch wenn meine Lieblingscharaktere Jolene ("If they can't take a joke, fuck'em!") und Mrs. Wheatley ("My tranquility needs to be refurbished.") sind.

3. Die 70er perfected

Einfach nur: Die Mode und die Sets...ohne viele weiteren Worte, einfach nur...chef's kiss und ab!;-)

4. What they changed

Und last but not least: Ich liebe die friendship plots in dieser Serie! Ja, ab und zu gibt es auch ein bisschen Sex, aber die Freundschaften sind die wichtigeren Meilensteine und das ist sooo großartig. Da kommt dann auch zum tragen, warum es mich überhaupt nicht stört, dass sie ein bisschen der "die Welt und jeder darin ist schlecht" Edgyness aus der Vorlage ignoriert haben.

Ich rechne es Walter Tevis hoch an, dass ihn das "Frauen können halt kein Schach" des Schachmeisters, der seine Vorlage war, so angenervt hat, dass er die Hauptfigur seiner Geschichte einfach mal weiblich gestaltet hat. Aber ich brauche nicht ständig wiederholt und eingeprügelt zu bekommen, dass die Welt und alle Menschen darin schlecht zu Frauen sind, danke. 

Daher kann man für die Serie nur zusammenfassen: Ein Highlight in fast jeder Beziehung, das man gesehen haben sollte. Mindestens 5 von 5 Eyeliner muss das schon heißen!;-)

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