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16.11.2018

Aachener Störgeräusche II

Eine der Ewigen Wahrheiten, über die wir dann in der Shakespeare Folge nicht gesprochen haben (in der Vorbesprechung schon, aber davon hatte ja wieder niemand was...;-), ist die Tatsache, dass
  1. Viele der Rollen, die wir heute aufwendig auswendig lernen, waren zu großen Teilen improvisiert
  2. Das war möglich, weil sich Schauspieler anno dazumal oft noch extrem auf eine Art von Archetyp-Rolle spezialisieren konnten
  3. Diese Archetypen Traditionen waren der Comedia del'Arte - also dem italienischen Drama - entlehnt und wurden einfach in vielen neuen Stücken anders eingesetzt
  4. Es gibt daher so oft - auch in den Tragödien - einen Comic Relief Character oder Narren, der zwischendurch ein bißchen lustig ist (tatsächlich kommt der Ausdruck und das Prinzip, das wir heute benutzen genau daher).
  5. In Shakespeares Truppe war Will Kemp lange Zeit der Clown und wenn man Shakespeare in Love glauben darf (Tom Stoppard war/ist nicht die schlechteste Quelle, trust me;-), war er auch der "Typ mit dem Hund".
Irgendwas mit Tieren hat sich eben damals schon gut verkauft und jetzt, wo wir unserem "Bildungsauftrag" *hustPrätentiöseSelbstbeweihräucherunghust* nachgekommen sind, können wir auch ein bißchen Cat Content beisteuern.
Denn wir alle wissen doch inzwischen - das Internet mag für Pornos geschaffen worden sein, aber seine eigentliche Berufung sind Katzenvideos!;-)

Wer sich also gefragt hat, welche merkwürdigen neuen Geräusche da plötzlich die Aufnahme stören, hier sind die Übeltäter aka (auf ihren Impfausweisen;-) Loki & Cassandra




Unser Dicker Kater - mit Kapital D, weil es sein eigentlicher Name ist, genauso wie Dicker, Dickerchen, Motzpocke und KATER, je nachdem - wird im Winter stolze 15 und hieß damit schon Loki laaaaange bevor jemals jemand von Marvel Comicverfilmungen gehört hatte.
Leider lässt seit er die 14 genknackt hat, scheinbar sein Gehör etwas nach, was sowohl die Lautstärke erklärt, mit der er sich so als Störfaktor einschaltet, als auch den Grund - nachdem er bei einem seiner letzten längeren Spaziergänge offenbar nicht mehr nach Hause gefunden hat und kurz vor der Autobahn aufgelesen und ins Tierheim gebracht werden musste, haben wir ihm zu seiner eigenen Sicherheit, wenn auch nicht zu unserer Entspannung, Hausarrest verordnet.

Er war 10 Jahre seines Lebens eine reine Hauskatze, es könnte also sein, dass er sich damit irgendwann wieder abfindet und falls nicht, muss ich vielleicht doch nochmal über eine gepolsterte Zelle nachdenken...also zum Podcast aufnehmen!;-)

Und der Vollständigkeit halber sei noch das Kätzchen - auch Kotzekatze, Spatzikatzi, Pissnelke oder HEYRUNTERDA - vorgestellt, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sie sich als Störfaktor groß hervortun wird...sie hat einfach zu viel Konkurrenz.;-)
Außerdem nehmen wir selten in dem Zeitfenster von +/- 2 Stunden rund um die Fütterungszeit auf, was so die einzigen Zeiten wären, in denen man sich von ihr nerven lassen müsste.
Aber der Moment, in dem wir um 7 Uhr morgens einen Podcast aufnehmen (oder um 20 Uhr abends for that matter), würde sowieso den Niedergang der bekannten Welt markieren, dann macht's auch nichts mehr...;-)

Damit hätten wir also alle Schuldigen benannt, vielleicht hilft es ja zu wissen, dass die Dinger, die da immer meine Aufnahmen ruinieren, eigentlich ganz niedlich aussehen...
Something with a cat, eben!;-)

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