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05.04.2019

Dragon Age Comics Teil 2. Oder: Dinge lernen über Graphic Novels.

Sooo nachdem der letzte G&G Crossover zu Gaming und Graphic Novels nicht halb so abschreckend gewirkt hat wie ich befürchtet hatte, liefern wir heute Teil 2 hinterher, wobei Teil 2 eigentlich Teil 1 ist, weil wir in der Timeline zurückspringen...
Klingt kompliziert, ist aber gar nicht schlimm, da wir ja festgestellt haben, dass man die ungefähre Story von Dragon Age am besten kennen sollte, damit irgendwas von dem hier Sinn macht.;-)

Heute also The Silent Grove, Those Who Speak und Until We Sleep im Gegensatz zum letzten Mal eine Reihe, die einen kontinuierliche Geschichte erzählt und außerdem die beiden Storystränge von DAO und DA2 zusammenbindet. Hier kann man also wirklich vermutlich nicht mehr folgen, wenn man nicht zumindest eines der beiden Spiele kennt und da ich ja immer versuche euch alle mit all den schlauen YouTube Videos zu beglücken, die ich kenne, sei an der Stelle kurz auf meinen Lieblings-Lore-Channel verwiesen, wo ihr alles an Hintergrundwissen nachholen könntet, wenn ihr wölltet...;-)



Soviel zur ewigen Vorrede, lasst uns mal schauen worum es geht!



Dragon Age: The Silent Grove is the perfect introduction to BioWare's dark fantasy universe! In this essential, canonical story from David Gaider, lead writer of the games, King Alistair, accompanied only by rogues Isabela and Varric, embarks on a quest deep inside the borders of Antiva; a nation of assassins! Together, they will encounter a prison break, dragons, the mysterious Witch of the Wilds, and one of the greatest secrets in the history of the world!With her dark past laid bare, the pirate Isabela must resolve to escape this dungeon or lose herself forever, even as King Alistair must take up arms against an old ally if he is to have any hope of uncovering the fate of his father!
Fans around the world have recognized the Dragon Age comics to be an integral addition to the video-game saga. Now, series writer David Gaider pits King Alistair and his noble companions Varric and Isabela against their most nefarious foe—the twisted blood mage Aurelian Titus!
An essential read while you wait for Dragon Age III!

So lasst mich mal 2 Dinge zu diesem Klappentext-Mash-Up festhalten:
1. Die Cover zu dieser ersten Comicreihe waren....naja... Ich fühlte mich sehr an frühe DSA Cover erinnert und das ist kein Kompliment, wenn es von mir kommt...
2. Nehmt den Klappentextschreibern die Ausrufezeichen-Taste weg! Seriously, der Interrobang war schlimm genug, aber man kann nicht jeden Satz mit einem Ausrufezeichen beenden! Wei das nervig ist! Und albern wirkt! Und überhaupt!;-) #thatwassarcasm

Ok damit haben wir mein Motzpotential vorerst ausgeschöpft, lasst mich mal was zur Story sagen:
Ich mochte die Idee jeden Band aus der Sicht einer der 3 Hauptfiguren zu erzählen und überraschenderweise war ich am meisten von Isabellas Perspektive begeistert. Versteht mich nicht falsch, Varric ist mein fiktionaler bester Freund, aber seine Perspektive und seine Art Dinge zu erzählen kennt man einfach daher schon, dass er der Erzähler von DA2 ist. Seine Backstory Einblicke zu Bianca und Maevaris hätte ich zwar gerne schon gekannt, als ich DAI und vor allem Trespasser gespielt habe, aber auch hier stielt ihm Isabella und ihre herzbrecherische Jugend (in jedem Sinne des Wortes) einfach die Show.

Isabella war eigentlich immer schon eine meiner heimlichen Lieblingsfiguren*, ihre Interaktionen mit Merril und Aveline sind zwei der vielen, vielen, vielen, vielen Gründe aus denen ich denke, dass DA2 vielleicht der erzählerisch Beste, mit Sicherheit aber unterschätzteste Teil der Serie ist. Was aber noch interessanter ist, als ihre Backstory an sich, ist die Art und Weise wie sie in die Story eingepasst wird UND in diesem Medium wie sie gezeichnet ist!
Ich fühle mich noch ein in die Kunstform Graphic Novel, aber in Those Who Speak und Until We Sleep habe ich sehr viel mehr zu schätzen gelernt wie ähnlich sich teilweise Comics und Film-Storyboards sind - in beiden Medien lässt sich beispielsweise mit dem Kuleshov Effect spielen, aber auch die Seitenaufteilung und die Platzierung von Text ist eine Ästhetik an sich, die ich hier in für mich neuen Spielarten kennen gelernt habe.

Und die Einbindung in die Geschichte? Wir haben letztlich eine ganze Podcast-Folge dazu aufgenommen wie essentiell es für eine Geschichte sein kann wie, wo und wie gut die Backstory der Charaktere in die Handlung eingebunden wird und ich muss sagen, es fallen mir wenig bessere Lösungen dafür ein als Isabellas "Vehör-Spreads". Ich hätte am liebsten alle abfotografiert, damit man sich die Seitenaufteilung, Textplazierung, Textfärbung und das inneinanderfließen von Zeitebenen, Handlung, Gedanke und Bedeutung auf der Seite mal auf der Zunge zergehen lassen kann, aber copyright und so, daher muss es der eine Spread beispielhaft tun...;-)


Man merkt also mein inneres Fangirl hatte viel Spaß und der innere Erzähler-Nerd auch. Würde ich diese Ausflüge ins Geektum bewerten, würde ich vielleicht minimale Abzüge dafür vergeben, dass mir einige Dialoge und Handlungen (grade von Alistair) out of character vorkamen...das ist halt das Problem wenn man keine neuen Tangent-Stories erzählt, man wiederspricht schnell dem Spieler Headcanon und das fällt milde-negativ auf.

Da ich aber ja nicht bewerten muss, kann uns das für heute egal sein. Als nächtes habe ich glaube ich Bock auf die Horrible History Comics, ich denke da wird es weniger Kunst-Theoretisch, aber eventuell genauso geekig...;-)

*Valkyrie aus Thor Ragnarok erinnerte mich am Anfang sehr an Isabella in Space und das ist ein Kompliment aus meinem Mund!

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