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26.06.2026

Department Q. Oder auch: Cop-PTSD, aber mit schottischem Akzent

Nachdem es mit dem cozy murder mystery ja nicht so gut geklappt hatte zuletzt, dachte ich vielleicht funktioniert die andere Richtung ja besser und wollte mal sehen was genau "tartan noir" so ist ... 

Also cozy wird es definitiv nicht, aber dafür waren die schottischen Akzente garantiert und das allein macht ja manchmal schon einiges besser, no? ;-)

Bevor wir aber zu meinen überschaubaren Eindrücken kommen, hier kurz der Trailer zu Deptartment Q :


Ich habe eigentlich nur 2 Dinge zu dieser Serie zu sagen - grundsätzlich ist sie ein relativ "klassisches" Cop/Ermittlungsdrama und da muss man selber wissen, ob man das mag oder nicht. Aber!

1. Die Nebenfiguren machen die Serie sehenswert

Ehrlich, wenn man Mork seinen syrischen Researcher und die sehr schottische Assistentin nicht gegönnt hätte, wäre er bei mir in der Einheitsbrei-Schublade gelandet. Maybe it is just me, aber ich habe einfach genug traumatisierte Arschloch-Genie-Ermittler für meine ganze restliche verbliebene Lebenszeit gesehen und Mork macht jetzt nicht sooo viel, um diesem müden Archetypen irgendwas Neues einzuhauchen. Zugegeben meistens tritt er nach oben, was ihm ein paar nette Momente verschafft, aber schon in der 1. Szene lassen wir ja keinerlei Zweifel aufkommen, dass er seine Kollegen genauso scheiße behandelt, also was solls. Aber wenn er mit seinen Sidekicks interagieren darf, oder sie ihm buchstäblich wie metaphorisch den Arsch retten, dann macht das sehr viel mehr Spaß. Jedenfalls mir ymmv.

und 

2. Man muss nachdenken was man tut

Die Serie nimmt sich sehr viel Zeit für einen einzigen Fall und trotzdem musste ich ab und zu mal aufpassen was passiert, weil ich am Handy hing. Und in der heutigen Zeit muss man ja schon positiv erwähnen, wenn Drehbücher keine Rücksicht darauf nehmen, dass Menschen (und ich bin da manchmal keine Ausnahme, auch wenn ich es versuche...) ihr Handy nicht weglegen können.

Ich bekam also keine "ich muss kurz erklären was wir grade machen" Dialoge und mir wurde nicht 3x gesagt wer der Verdächtige ist, der gerade durch die Tür kam, oder was die Gesellschaftskritik hinter diesem Nebenplotstrang ist. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass man es hier mit hoch-high-brow-Drama zu tun hat, aber die Hürde liegt bekanntlich im Klo vor allem bei Netflix, also finden wir das gut, klar soweit?! ;-)

Also wenn man ein murder mystery möchte, dass so gar nicht cozy, aber dafür angenehm schottisch ist, könnte man hier mal reinschauen. Ich glaube es gibt sogar eine 2. Staffel, es sei denn Netflix hat sich wieder umentschieden ...

Bis dahin vergebe ich mal 4 von 5 Archivboxen! 

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