Ich habe noch ein paar kleine Nähprojekte vom Anfang des Jahres nachzutragen (spätestens seit Mai ist es viiiel zu heiß, um irgendwas mit Stoff oder Bügeleisen zu tun, #sorrynotsorry), die alle keinen eigenen Post rechtfertigen würden, also machen wir das jetzt in einem Aufwasch. ;-)
1. Was nicht passt, wird passend gemacht Teil 1Die geheime Superkraft eine Nähmaschine zu besitzen, auf einem Nähtisch, in einem Zimmer, wo man sie nicht wirklich ab- und wieder aufbauen muss, liegt ja schlicht und ergreifend darin, dass man sich selten damit abfinden muss, dass Kleidung einfach nicht richtig passt.
Bei manchen Dingen ist es so einfach wie einen Saum auftrennen, auslassen und wieder festnähen und schon muss ich mich nicht mehr darüber ärgern, dass Standardgrößen nicht zu meiner Bein- & Armlänge passen. Manchmal ist es etwas aufwendiger, wie zum Beispiel ein Kleid, das so graaaaade eben passt einfach an beiden Seiten aufzutrennen und mit Keilen zu spielen.
Meine beste Investition an dieser Stelle ist übrigens eine Garnrolle "Jeans Gold", was dieses dickere, orangegelbbraune Nähgarn ist, mit dem die Ziernähte auf 90% von Jeans gemacht zu sein scheinen. Es ist fast nie möglich genau dieselbe Jeansfarbe und Stoffdichte zu finden, dafür gibt es Denim einfach in 10.000 Varianten zuviel.
Aber wenn man ein paar Taschen versetzt und ein paar (leicht schiefe, aber das sieht nacher keiner mehr;-) Ziernähte anbaut, sieht es am Ende wie Absicht aus und man kann endlich auch atmen in dem Oberteil - außerdem kann fast jeder Rock ein wenig mehr Swoosh vertragen, no?
2. Was nicht passt Teil 2
Manchmal - und Hosen sind so ein gutes Beispiel - passt einfach ein Ding an Bauch, Hüfte, Po, Länge, Breite etc. so wenig, das man es besser aufgeben sollte. Aber was, wenn das Ding, das einfach nirgendwo passt, so eine hübsche Applikation hat, die man nicht wegwerfen will...? Rausschneiden und in ein passenden Kleidungsstück einfügen, war so meine Idee - die meisten Hosenbeine könnten auch ein wenig weiter sein und mit ein paar "thematisch passenden" Aufnähern kaschiert man die unschönen Nähte und die Tatsache, dass auch hier die Jeansfarben 2 unterschliedliche Schwarze (Schwärze?;-) sind.
Die Pfauenfeder-Aufnäher gab es beim bösen A und sie waren voller Palietten, was man vielleicht noch dazu erwähnen muss - zumindest war der Aufwand die ganzen nutzlosen Glitzerdingsis zu entfernen größer, als die 4 Hosennähte. ;-)
3. Transformers
Eine andere Hose, die nur in den Beinen zu eng und zu kurz war, haben wir "kurzerhand" aufgetrennt, abgeschnitten und aus den abgeschnittenen Hosenbeinen Keile hergestellt, um einen Rock daraus zu machen (es empfiehlt sich die aufgetrennen Nähte ein wenig nachzuschneiden, Röcke sind im Gegensatz zu Hosennähten ja zum Glück einfach gerade;-).
Ich habe mir das Leben ein wenig schwerer gemacht, weil ich feststellte, dass wenn man einen Keil aus einem Rechteck schneidet, dabei kleinere Keile als Reste entstehen ... und weil ich nichts verschwenden wollte, sind diese kleinen Keile jetzt auch noch eingearbeitet und ich musste 6 Nähte auf jeder Seite machen statt nur 2 ... aber manchmal sticht einen ja einfach der Ehrgeiz, auch die Entscheidung die kleinen Keile erst auf halber Höhe von den großen anzusetzen, war hochgradig unnötig, aber es sieht so cool aus, was soll ich sagen??
Ein zusätzlicher Arbeitsschritt, den man allerdings für Jeans und Cord niemals auslassen sollte, jede Naht muss nochmal versäumt werden, dieser Scheiß franst, es ist zum Weinen! ;-)
4. Resteverwertung Deluxe
Und apropos Stoffe, die man nicht sich selbst überlassen kann, weil sie ausfransen wie die Hölle, ich hatte einen Meter blaues Leinen übrig, mit dem ich ein Latzkleid ändern wollte, das aber vor dem "Ändern oder Aussortieren" Vlog rausgeflogen ist. Außerdem besitze ich ungesunde Mengen an Borte und schleppe seit 2010 (!!!) diesen aus Versehen verfärbten Futterstoff mit mir herum, den ich jetzt endlich mal aufbrauchen wollte.
Es erwies sich als etwas stückelig, weil ich zwischendurch (z.B. 2012) immer schonmal Teile davon für andere Dinge rausgeschnitten hatte ... ist es nicht schön, wenn man seit fast 20 jahren bloggt und alle diese Fehler und Improvisationen noch nachschauen kann?? ;-)
Aber für ein "ich muss vor allem irgendwie Kram aufbrauchen" Projekt, ist das Ergebnis am Ende doch ganz nett - ich muss es noch ausführen in die Welt, es war zu heiß für dicke Stoffe, die einfach knittern, aber das kommt dann noch!





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