Publikationen, Projekte, Persönliches

17.05.2014

Endlich Wochenende!

Nur um mich mal selbst kurz zu loben für viel Arbeit noch vor dem Frühstück - so aufgeräumt und bewohnbar sieht unsere kleine grüne Oase nach energischem Baum-Müll-Aufräumen wieder aus (eine Woche Sturm und Regen fanden wir nicht gut, die Bäume und ich^^).

Unser kleiner Garten ist schief und winzig und voller Unkraut, aber er wird - von mir zumindest ;-) - innig geliebt und umsorgt und ist voller Sonnenkringel und Vogelzwitschern, also was könnte ein besserer Einstieg ins Wochenende sein?

Und nicht zu vergessen, hilft er auch dabei einem alten Vorurteil gegenüberzutreten - Schreiben und frische Luft sind mit Hilfe eines Akkustarken Netbooks durchaus vereinbar!;-)
Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie ich mich in Schnee und Eis eindenken soll, während sich meine Nase Sorgen um Sonnenbrand macht...aber das ist eine andere Geschichte und muss ein anderes Mal erzählt werden.

 In diesem Sinne, ein sonniges Wochenende allerseits!

16.05.2014

WWZ: Das Buch von vor dem Film

Was lange währt wird endlich gut, fast noch schlimmer als die neuen Bücher so ewig auf meinem Nachttisch liegen zu sehen, ist ja jetzt fast das Bild wochenlang ungeändert in der Seitenleiste zu haben...ich würde gerne glauben, dass es dadurch in Zukunft mit dem Lesen vielleicht schneller geht, aber was soll ich sagen? So viele Hobbies, so wenig Zeit!;-)

Normalerweise würde ich ja bei einem Buch verbunden mit einem Film ein Film vs. Vorlage machen, aber hier geht das nicht wirklich, denn Film und Vorlage haben genau 2 Dinge gemeinsam:
1. Den Titel
2. Es wird mal die UNO erwähnt
Auf dieser Grundlage lässt sich leider kein vs. in irgendeiner Form aufbauen, also überspringen wir das mal und sehen uns an was der Klappentext zu WWZ, geschrieben vonMax Brooks uns zu sagen hat:
It began with rumours from China about another pandemic. The reports were fragmentary and confused. A world still reeling from bird flu and limited nuclear exchanges had had enough of apocalypse. Most people just wanted to rebuild their lives. Then the cases started to multiply and what had looked like the stirrings of a criminal underclass, even the beginnings of a revolution, soon revealed itself to be much, much worse. Faced with a future of mindless, man-eating horror, humanity was forced to accept the logic of world government and face events that tested our sanity and our sense of reality. Maybe, Brooks argues, the zombies brought us back to life. Based on extensive interviews with survivors and key players in the ten-year fight-back against the horde, "World War Z" brings the very finest traditions of American journalism to bear on what is surely the most incredible story in the history of civilisation.
Insgesamt muss man WWZ wohl als belletristisches Experiment betrachten. Ein ganzes Buch nur voll mit fiktiven Interviews? Ohne jede Spannungskurve, weil ja jeder, der "10 Jahre später" noch Interviews geben kann, offensichtlich überlebt haben muss? Klingt erstmal nicht nach einer besonders vielversprechenden Idee.

Es gibt allerdings 2 Dinge, mit denen man nicht unbedingt rechnet, wenn man ein Buch aufschlägt, das Zombies zum Thema hat und gerade in einem ziemlich dünnen Blockbuster verwurstet worden ist:
1. Das Buch ist unheimlich gut recherchiert.
2. Der Autor weiß wovon er spricht.
Und damit meine ich jetzt nicht die Zombies. Aber man bekommt den Eindruck, dass sich hier jemand wirklich mal Gedanken zu Politik- und Wirtschaftsmechanismen gemacht hat, Militärstrategien recherchiert, Pharmaprogramme und Forschung untersucht, Fluchtverhalten und "Survival-Psychologie" Bücher gewälzt hat und das dann alles auf eine fiktive Katstrophe zuspitzt, die dann als "Zombie War" eigentlich nur deshalb nicht völlig deprimiertend ist, weil es eben fiktive Zombies sind. Man könnte fast dasselbe Buch vermutlich über SARS oder sowas schreiben - außer dass die Leute da nicht wieder aufstehen, aber Politiker, Pharmaunternehmer und Wirtschaftsbosse wären vermutlich genauso überfordert, arrogant und/oder verantwortungslos und Menschen vermutlich genauso rücksichtslos.
Ich zitiere da mal Pratchett: When in Panic, humans are worse than sheep. Sheep just run, they don't try to bite the sheep next to them.^^

So kommt man auch ohne "normale" Spannungskurve ganz schön ins Grübeln - ich habe mich beispielsweise ersthaft mal gefragt, in welchen Beruf ich mich umschulen lassen könnte, denn wenn alle Bürojobs erstmal als F9 (nutzlos für die Computerlose Post-War Gesellschaft) aussortiert sind, macht das spannende Dinge mit der Gesellschaft. Ich bin zu den Schluss gekommen, dass ich gut mit Pflanzen und Tieren kann (und kein Problem damit habe Anweisungen zu befolgen;-), also vermutlich mit etwas Anleitung kein ganz hoffnungsloser Fall in der Post-War Landwirtschaft oder vielleicht Hundestaffel oder so wäre, anders als solche "Top-Verdiener" wie Schauspieler, Fußballer, oder Börsenmakler.;-)

Zwischendurch war ich trotzdem etwas deprimiert, der Silberstreif am Horizont und ein paar nette Worte über die Menscheit an sich lassen doch ziemlich lange auf sich warten und das Ganze ist - verständlicherweise aber trotzdem - faktenmäßig ziemlich auf die USA fixiert. Das man sich nicht weltweit einrecherchieren kann, sehe ich ein, aber für den langen dunklen Tunnel aus Interviews mit dummen Militärs, fiesen Politikern und widerlichen Pharmaunternehmern ziehe ich trotzdem ein ganz subjektives feel-bad Pünktchen ab.

Trotzdem bleiben ja noch 4 von 5 Lobos für eines der intelligentesten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe - und das beim Thema Zombies!;-)

09.05.2014

Listening to: In Pursuit of the Green Lion

So, bevor jetzt das Nächste dazwischen kommt, hier noch zum Wochenausklang endlich mein letzter Klangwolken-Inhalt:

In Pursuit of the Green Lion von Judith Merkle Riley, gelesen von Anne Flosnik

Am Cover kann man es auch gleich schon ablesen: Dies hier ist der 2. Band der "Margaret of Ashbury" Reihe und da ich ja bekanntlich Bücherreihen im Gegensatz zu mehrbändigen Büchern durchaus lesen kann, besitze ich schon seit ewigen Jahren die komplette Triologie (auf Deutsch bisher nur allerdings).

Die Inhaltsangabe zu Teil 2 (Teil 1 war A Vision of Light) liest sich so:
Margaret, a resourceful midwife, is living with the insufferable relatives of her third husband, Gilbert de Vilers, known as Gregory. She is carving out a life for herself and her daughters despite the hostility and greed of her in-laws. But when Gregory is captured in France and held for ransom, Margaret knows she must take action—her in-laws are too tight with money to be of any use—so she teams up with her old friends Mother Hilde, the herbalist, and Brother Malachi, an alchemist on a quest for the secret of changing base metals into gold. Together, the trio plan to rescue Gregory and bring him back to London, where he and Margaret can start a new life away from his meddling family. And thus begins a wild romp across fourteenth-century Europe. Murderous noblemen, scheming ladies, truculent ghosts, and a steady stream of challenges plague the journey. Margaret will need not only her special gift of healing, her quick mind, and her independent spirit but the loyalty of her friends and the love of her new husband to carry them all safely home.
Ich muss sagen, ich hatte das Buch weniger gut in Erinnerung und hätte mir das Hörbuch weniger...naja gewünscht.
Was Spannung und Geschichte angeht, habe ich wohl dem zweiten Teil lange Unrecht getan - oder die deutsche Übersetzung verliert viel, das habe ich jetzt nicht nachvollzogen - denn ich hatte den "Zustimmungs-Abfall" von Teil 1 zu Teil 2 bei mir größer in Erinnerung.
A Vision of Light gefällt mir immer noch besser und kommt dabei völlig ohne italienische Giftmischerinnen, Satanisten-Herzöge und seltsame Alchemisten aus, aber man kann den zweiten Teil schon doch ganz gut lesen, wenn man den ersten Teil mochte, da die bekannten Charaktere nett weitergezogen werden. Und die ziemlich unkitschige Liebesgeschichte versöhnt wieder mit der etwas unnötig hochgeschraubten "Exotik" der Schauplätze und Nebenfiguren.;-)

Aber mit Anne Flosnik als Sprecherin komme ich irgendwie immer noch nicht klar - beim ersten Buch hatte ich mich irgendwann dran gewöhnt, aber in diesem Fall war das nochmal verstärkt schwieriger, denn a) muss sie sehr viele Männer lesen, was ihr nicht liegt und b) ganz viele nicht-Briten, was auf furchtbar imitierte Akzente hinausläuft, die ihr offensichtlich auch nicht liegen...

Ich bleibe also dabei, es ist nicht so absolut unzumutbar wie The Oracle Glass, aber es könnte von der Vorlage her soooo viel besser sein. *sfz*

Es bleibt mir also nichts anderes übrig als die Bewertung zu splitten und daher vergebe ich 4 von 5 Reagenzgläser für das Buch und 2 von 5 für das Hörbuch - auch hier der Hinweis: Wer es nocht nicht kennt, kauft euch lieber zumindest zuerst das Papier-Exemplar!

07.05.2014

Aufgeschnappt: Blog-Award



Mein Hörbuch ist wohl dazu verdammt noch ein wenig länger auf seine Besprechung zu warten, da mir gerade dieses Stöckchen von Thomas zugeflogen kam und ich das natürlich gerne aufnehme!
Ich kann alle Argumente gegen Kettenbriefe, nervige Facebook und Blog-Aktionen völlig nachvollziehen, aber ich finde auch, dass es hier ein wenig mehr darum geht sich nochmal zu vergegenwärtigen welche Blogs ich selber gerne lese, von welchen ich lange (leider!!) nichts mehr gehört habe und sich ein paar kreative Fragen zu überlegen, was meinen persönlichen Spaßfaktor steigert.
Ich hoffe also meine Nominierten werden mir die kleine Löcherrunde verzeihen.:-)

Aber hier erstmal die Regeln:
_1 schreibe einen post mit diesem award, füge das award-bild ein und verlinke die person, die dir diesen award verliehen hat
_2 beantworte die 10 fragen
_3 denke dir weitere 10 fragen aus
_4 tagge (also nominiere) 10 blogger, die unter 200 leser haben (manche schreiben auch unter 1000 leser, also ist es wohl jedem überlassen, wen du nominierst)
_5 sage den bloggern, die du nominiert hast, dass sie einen award bekommen haben und somit getaggt wurden



 Die Fragen an mich:
1. Was war das erste Buch, das du bewusst und freiwillig gelesen hast?
Also wenn man mal die üblichen Verdächtigen Marke Lustiges Taschenbuch und Gesammelte Märchen weglässt, war das (leider?) Winnetou Teil 1. Bis mir mit zunehmendem Alter die höchst-christliche-Botschaft zu sehr auf den Sack ging, waren Karl May Bücher eigentlich so generell meine bevorzugte Lektüre. Am liebsten mochte ich allerdings nicht das ganze Wild-West-Blabla, sondern Durch die Wüste - spannender und mit lustigeren Figuren. Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah, kann ich heute immer noch in einem Atemzug aufsagen.;-)

2. Was war der erste Film, den du bewusst gesehen hast?
Aristocats, glaube ich. Ich musste zwar 17 oder 18 Jahre alt werden, um den Witz im Titel zu kapieren, aber der Film ist heute noch einer meiner liebsten Kinderfilme. Katzen brauchen furchtbar viel Musik...vielleicht ist das der Grund, warum wir vier Katzen haben, das reicht doch für eine Band, oder??

3. Erinnerst du dich an den ersten Film, den du auf der Leinwand gesehen hast?
Im Kino? Hmmm das war auch Disney - Arielle, glaube ich. Fand ich als Kind auch total toll, Under the Sea kann ich heute noch mitsingen. Das einzig dumme war, dass meine Schwimmlehrerin in ihrem wasserfesten Make-Up und lila Badeanzug original wie die böse Oktopushexe ohne Tentakel aussah. Das wäre fast ein Trauma geworden!;-)

4. Weißt du noch, wann du bemerkt hast, dass Texte und auch Filme von jemandem geschrieben werden? Dass das was ist, was man halt machen kann?
 Also genau festsetzen lässt sich das nicht, aber ich erinnere mich, dass der Film Shakespeare in Love damals einen großen Eindruck auf mich gemacht hat (ist auch ein guter Film nebenbei bemerkt), was die "Entstehung" von Texten und die Umsetzung angeht - und wie man jede vorbeifliegende Inspiration verwursten kann, damit am Ende was Geniales dabei rauskommt.;-)
Nach dem Kinobesuch hab' ich mir erstmal 10 Shakespeare Stücke gekauft (das war Anfang der 11. Klasse, damals kam das in der Schule erst später;-) und ich denke das war der erste Schritt zum Magister in Britischer Literaturwissenschaft. Small things change the world.:-)

5. Hast du „unbeliebte Geliebte“ im Medienbereich? Bücher oder Filme, die jeder hasst, aber die du absolut toll findest, ob rational oder irrational?
Uhmm...andersrum wär's einfacher, es gibt so viele Bücher, die "alle" toll finden und ich nicht!!;-) Lass mich nachdenken...Ich mag auch viele Bücher, die sonst keiner kennt, aber für "Hass" muss etwas ja schon ein wenig bekannter werden...Wie wär's mit Narnia? Die Bücher finde ich sehr putzig und viele Menschen lehnen die total ab wegen christlicher Botschaft, unzeitgemäßer Erziehung für Kinder und anderen Gründen, die mir auch immer nicht ganz einleuchten  - mir kam ein wiederauferstandener Löwengott immer eher ägyptisch vor, als sonst was!;-)

6. Gibt es ein Hobby, dass dir mal sehr wichtig war, aber das mittlerweile aus deinem Leben verschwunden ist?
 Theater spielen, kann man da wohl gelten lassen, wenn man seit 4 Jahren nichts mehr gemacht hat. Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass das tatsächlich so komplett verschwinden würde, aber das Leben wird kürzer und man muss Prioritäten setzen.

7. Was denkst du, ist das seltsamste Hobby, das du hast?
 Also mal abgesehen davon, dass viele Menschen das Non-Profit-Schreiben für eine merkwürdige Art der Zeitverschwendung halten (also würde es bei Hobbies nicht genau darum gehen auf angenehme Weise Zeit zu "verschwenden"^^), würde ich sagen: Meine Angewohnheit ständig neue Hobbies aufzutun!;-) Malen, Basteln, Häkeln, Nähen, Origami, Gärtnern...das hat sich alles so ergeben, ohne dass ich da viel drüber nachgedacht hätte. So füllen sich die Wochenenden und manche Dinge brauchen dann auch schonmal 3 Jahre, um fertig zu werden...;-)

8. Hast du ein Hobby, bei dem es dich selbst überrascht, dass es seinen Weg in die Leben fand?
Hmmm...Gärtnern! Ich wollte nie einen Garten, Garten und Allergiker war für mich ein ganz großes No-Go. Aber was soll ich sagen? Es ist mein einziges Nicht-Stubenhocker-Hobbie und ich liebe es!;-)
Gut, für die Allergie muss ich dafür seit Jahren wieder mehr oder minder unschöne bis lästige Therapien machen, aber man kann nicht alles haben - wo ein Wille ist!

9. Erinnerst du dich, woher wir uns kennen und wann wir uns das erste Mal trafen?
 Bestimmt bei irgendeiner Theaterprobe, aber frag' mich bitte nicht mehr bei welcher - ich hätte schon mit der Jahreszahl Schwierigkeiten, alles was länger als 10 Jahre her ist, könnte auch 100 her sein...;-)

10. Das Bedeutsamste in deinem Leben ist für dich …? (potenziell sehr persönliche Frage, ich weiß, sei daher explizit als optional gekennzeichnet)
Einfach: Kreativität. Ich muss immer irgendwas Kreatives machen und wenn ich gerade nichts aktiv tun kann, denke ich über das nächte "Projekt" nach.;-) Ich bin kein Sportler, ich kann mich nicht wirklich für Technik oder Mechanik begeistern und ich konsumiere nur eine eingeschränkte Auswahl an Medien (will sagen, ich kenne und brauche nicht viel(e) Bücher, Musik, Filme, Theaterstücke, Serien etc. etc.). Aber wenn ich mich nicht mehr kreativ austoben dürfte (Schreiben, Basteln, Malen, Werkeln, Nähen, Kochen (manchmal;-) oder oder oder), dann würde ich eingehen und absterben!

Soviel also dazu, jetzt zu meinem Fragenkatalog:
1. Wie würdest du dich in maximal 3 Worten beschreiben?
2. Wie würdest du deinen Blog in maximal 3 Worten beschreiben? (bei mehreren bestehenden Blogs, bitte den Nominierten verwenden;-)
3. Was war deine Motivation mit dem Bloggen anzufangen und was "gibt" dir am meisten zurück?
4. Welcher Blogeintrag (den du geschrieben hast) aus dem letzten Jahr hat dich am meisten beschäftigt?
5. Welcher Blogeintrag (den du gelesen hast) aus dem letzten Jahr hat dich am meisten beschäftigt?
6. Mit welchem Autor, Filmstar, Musiker etc. würdest du gerne mal ein Interview führen?
7. Was wäre die wichtigste Frage, die du ihm/ihr stellen würdest?
8. Was ist deine liebste "Nebensache"?  (ja, man darf auch Sex antworten, oder Fußball von mir aus, aber ich hoffe auf ein paar kreativere Antworten^^)
9. Was ist für dich Zeitverschwendung? (hoffentlich nicht diese Frage beantworten...;-)
10. Sagen wir, du gewinnst 50 Millionen Euro im Lotto, was würdest du in deinem Leben ändern?


Und hier meine Nominierten (in keiner besonderen Reihenfolge):
Tine Schreibt
Neues vom Affenfelsen
Me and the Melody
Lue Cha philosophiert
Sachmet brüllt

Ich hoffe ihr habt ein wenig Spaß beim Stöckchen auffangen - ich fand's sehr lustig so für Zwischendruch. ;-)

05.05.2014

Wehret den Anfängen (Zwischenstände)

Eiiiigentlich will ich schon seit 5 Tagen den Blogeintrag zu meinem neuen Hörbuch schreiben, aber entweder scheint die Sonne, oder ich hab' keine Lust, oder ich bin mit Aufräumen/Putzen/Kochen/Einkaufen beschäftigt, oder meine Wohnung ist voller Rollenspieler.;-)
Was lange währt wird aber auch hier sicher gut, nur zum Ausklang des Wochenendes hatte ich dann doch mehr Lust (für mich) spannende Dinge zu erzählen - also los!

1. Offensichtlich habe ich seit 2010 nicht vergessen, wie man internationale Veröffentlichungsstandarts einhält, daher sind die B(r)uchstücke durchgewunken und inzwischen auch bei Amazon erhältlich. Ich erkläre dieses Buch damit für beendet und hoffe der eine oder die andere unter euch findet Gefallen daran. Ein paar vereinzelte Rückmeldungen habe ich schon entgegen genommen, wobei mir die "Live Ticker" Äußerungen immer am besten gefallen - Facebook Nachrichten, die mit "Explodierende Elefanten????" anfangen, erhellen meinen Tag!;-)

2. Jeder Autor will es mal gesehen haben und ich durfte zumindest passiv letztlich mal das Vergnügen haben: Eine Schulklasse musste sich mit einer meiner Kurzgeschichten rumschlagen *muahahaa*. Es hilft Freunde in der lehrenden Profession zu haben und daher habe ich mich natürlich nicht lange bitten lassen die "Verwendungsrechte" einzuräumen. "Männer sind anders...Frauen auch" ist ein sehr kurzes Stückchen Dialog, zu finden in den Perlen und hoffentlich auch im Zeitalter der Gender Studies noch ein wenig lustig.;-) 5 Schüler durften den Anfang des Textes lesen und 5 den Schluss und dann musste in Gruppenarbeit die andere Hälfte ergänzt werden - eine sehr nette Übung und die Ergebnisse haben mich doch überrascht...den alternativen Schluss fand ich fast lustiger als meinen eigenen.;-)

3. Fragt man mein Background Processing sind die Würfel gefallen was das nächste Buchprojekt angeht - wenig überraschend wird es wohl Fantasy werden. Es gibt ja viele Herangehensweisen ans Schreiben und bestimmt 500 bis 10.000 verschiedene Bücher und Methoden, die dazu empfohlen werden - auf Tines Blog kann man sich einige Rezis zu kreativen Schreibmethoden ansehen, Thomas hatte da auch schonmal was zu und bei Judith gibt es die wissenschaftlichen Equivalente (Konzeption und Durchhaltevermögen braucht man für beides, daher würde ich das für kombinierbar halten).
Ich nehme diese Konzepte immer gerne zur Kenntnis, aber irgendwie bin und bleibe ich dann doch ein Bauchgefühl-Mensch - wenn es nicht Klick macht, dann macht es nicht Klick und wenn ich keine Lust habe zu Schreiben, dann wird das auch keiner, da kann ich meine Muse noch so mental in den Arsch treten.;-)
Da ja aber ein wenig Struktur dann doch sein muss, habe ich mich am langen Wochenende sehr "Ergebnisoffen" mit den Top 3 Weitererzählprojekten beschäftigt - Elysion, Götterdämmerung und Dr. Faust, für alle, die damit was anfangen können - um zu einem vorläufigen "arbeitsfähigen Inhaltsverzeichnis" zu kommen.
Wenn man sich an die Entstehungsgeschichte der B(r)uchstücke erinnern will, hatte ich da auch schon früh einen "Texte-Umfang" definiert, auch wenn das erste Inhaltsverzeichnis noch aus sehr vielen ??? bestand. Bei unzusammenhängenden Geschichten ist das auch nicht weiter wild, aber für ein Romanprojekt wäre mir das zu risky gewesen - ich haaassse Bücher, die sich komplett verzetteln und ihre Handlungsstränge irgendwo verzwirbeln, wo sie nix zu suchen haben - also Bücher, die nicht gut geplant sind, also will ich sowas auch nicht schreiben, klingt logisch, oder?
Und Überschriften erfinden ist spätestens seit dem Blog ein heimliches Hobbie von mir, das mir auch beim Hausarbeiten verfassen schon immer sehr weitergeholfen hat - wenn man erstmal weiß was wann wo hintereinander kommt, ist der Inhalt an sich nur noch Abhakarbeit...naja...mental zumindest!;-)
In diesem mentalen Prozess hat Elysion einfach recht schnell gewonnen, denn hier gibt es schon 7 "Kaptiel" und einen ganze Mappe an Notizen, Zeichnungen, groben Konzepten blabla, auf denen etwas aufgebaut werden kann. Das heißt ja nicht, dass man nicht mal andere Ideen weiterdenken kann, wenn das Hauptprojekt grade keinen Spaß macht - das soll immer mal wieder vorkommen, habe ich mir sagen lassen....!;-)

Am Anfang stand aber auch hier die Negative Verbesserung, also habe ich ziemlich rigoros 80% meiner ursprünglichen Ideen eingetütet und in Ablage P wie Papierkorb verschoben. Irgendwie hatte ich vor 10 Jahren (ja sooo alt ist diese Mappe schon) die Idee ein Buch mit Zwergen und Elfen müsste irgendwie fantasy-esk sein - also waren in meinen Plotnotizen ganz viele "Besorge Artefakt a, bringe es nach B und tu damit C" Elemente vertreten und außerdem 95.000 verschiedene Figuren, von denen bestimmt 500 "Blubb, Sohn des Bla" hießen und magische Waffen mit dummen Namen mit sich rumgeschleppt haben, um dann ihre verzwirbelten Sub-Plots auf "triologeske" Weise breitzutreten...also sprich, alles was ich an Fantasy nicht mag warum ich Fantasy nie lese. Warum ich das trotzdem haben wollte, weiß der Geier, ich weiß es nicht!;-)

Das Unkraut ließ sich aber ziemlich leicht ausrupfen, die Hauptcharaktere und Perspektiven ergaben sich daraus fast von selbst, der Bösewicht ist jetzt eher Mao als Sauron und komische Waffen mit Namen wurden auf 0 reduziert - Treasure Hunt Plots übrigens auch. Zwischendurch musste ich noch ein wenig umdisponieren, weil ich fast Frodo mit dem Ring nach Mordor geschickt hätte, aber auch diese Klischeehürde konnte noch gerade so umschifft werden und da wir keine Adler, Luftschiffe, Fesselbalons oder Fahrräder haben, müssen wir uns auch nicht fragen, warum wir den ganzen Weg zu Fuß gegangen sind!;-)

Ich denke also vermutlich werde ich mit Elysion auch wieder nicht berühmt, es sei denn Menschen, die keine epic fantasy mögen, kaufen trotzdem Bücher mit Elfen und Zwergen (und Drachen btw, Draaachen sind suuuper) - aber irgendwie hab' ich jetzt voll Bock drauf das zu schreiben, also was solls. Berühmt sein ist eh nur anstrengend!;-)
 Das (hoffentlich) Arbeitsfähige Inhaltsverzeichnis jedenfalls findet sich unten. Einige Titel sind noch ausbaufähig (Arbeitstitel halt), aber jedes Kapitel hat schon zwischen 5 Zeilen und 1 Seite Notizen und momentan kommen jeden Tag so ca. 1-2 Zettelchen dazu, weil das Backgorund Processing auf Hochtouren läuft - wenn es morgen wieder zur Arbeit geht, wird das wohl nachlassen (für wirklich gute Ideen muss ich viiieeel schlafen), aber da ja 4 von 10 Kapitel für Teil 1 schon großteilig fertig sind, kann ja eigentlich schon fast nichts mehr schiefgehen...oder so...;-)

Teil 1: Zu den Steinweisen
Prolog: Der rote Drache  (fertig)
Die Prüfung (zu 80% fertig)
Die Drei Geister (Idee)
Zwichen den Fronten (Idee)
Das Fest der Inoa (zu 90% fertig)
Licht und Schatten (Idee)
In Dunklheit (Idee)
Die Geister der Verstorbenen (fertig)
Im Tempel (Idee)
Der Hohe Rat (Idee)
 
Teil 2: Der lange Weg
Die Geschichte vom Anfang (zu 70% fertig)
Das Ende einer Reise (zu 80% fertig)
Im Schatten des Feuers (fertig)
Licht und Schwert (Idee)
Durch die Berge (Idee)
Das Hohe Medium (Idee)
In Gefangenschaft (Idee)
Krieg den Schatten (Idee)
Epilog: Bei Sonnenaufgang (Idee)

02.05.2014

Garten 2014

Was hatte ich versprochen?
Die "großen Vorhaben 2014" - sprich Gartenweg und Keller sind auf einem sehr guten Ziellauf - der Weg ist fertig und wenn jetzt der ganze aussortierte Gartenmist aus dem Keller erstmal wieder weg ist, dann ist da eigentlich auch alles soweit fertig (Regale aufgebaut, Sperrmüll entsorgt etc etc) und es ist gerade mal Mai!;-)

Da Bilder aus dem Keller vielleicht weniger interessant sind - ich poste vielleicht irgendwann mal ein kurzes Vorher-Nacher - hier also ein bißchen Entstehungsgeschichte zum aktuellen Stand der Gartenoase. Leider habe ich keine Vorher Bilder gemacht, weil wir so in Arbeits-Frenzie waren, aber wenn man sich das Wort-Case Szenario nochmal vor Augen führen will, darf man sich gerne an den Zustand erinnern, den uns die lieben Bauarbeiter hinterlassen hatten...Ich mag die Bilder gar nicht mehr sehen!

Letztes Jahr konnten wir uns wegen dieser Erfahrung auch irgendwie gar nicht aufraffen mehr zu machen als kaputte Teile entsorgen und ein wenig aufräumen - wir wussten ja nicht, ob die x@%&§$ Balkone jetzt fertig waren oder ob nicht gleich wieder irgendein Bautrupp anrücken würde.^^

Bild 1 ist erstmal der Stand nach dem Osterwochenende, mit neuer (völlig schiefer *sfz*;-) Regentonne im Hintergrund, neuer Beetbegrenzung und passender Verkleidung für diesen potthäßlichen Betonsockel (Weidengeflecht auf Holzfüßen - gab eine schöne Blase vom Gummihammer beim Einhämmer der 21m Zaun^^).
Außerdem ganz viele neue kleine Solarlampen, damit man nicht über die Zäune stolpert - und weil's so hübsch asiatisch angehaucht aussieht.
Hier kann man schon sehen wie die Trittsteine - in "Stechschrittweite", wie mir gesagt wurde;-) - angeordnet werden sollten. Nicht im Bild zu sehen ist die Beseitigung des total vermoderten Holztors zum Keller hin - war wohl mal für kleine Kinder gedacht, aber wer auch immer auf die Idee gekommen ist, hätte vielleicht nicht unbedingt Holz und nicht-rostfreie Schrauben verwenden müssen. Die Tetanusimpfung ließ grüßen.^^

Bild 2 zeigt die restlichen Wegsteine, die jetzt das Katzennetz auf der Terasse am Boden halten und außerdem unsere neu-bepflanzten Kübel zur Geltung bringen sollen - und das Erdmännchen!!!!;-) Wer braucht schon einen Gartenzwerg,wenn man ein Erdmännchen hat?
Die runden Kübel sind übrigens Teichschalen - da werden also hoffentlich demnächst Sumpfgras und Seerosen wachsen *yeii* - das biologisch unbedenkliche Anti-Mücken Mittel für Teiche und Wassertonnen ist auch schon gekauft, keine Sorge.;-) Auch für Haustiere völlig unbedenklich, was ganz gut ist, denn unsere Katzen benutzen die Dinger schon als Wassernäpfe - nicht, dass sie davon 2 im Haus hätten, aber das ist ja laaangweilig.

Neuerungen was Pflanzen angeht, gibt es auch, denn da sich die Weidenzäune nicht zuschneiden ließen, ist unser Beet jetzt nicht mehr 7,5m sondern 8m lang...das sah etwas "leer" aus. Also haben wir ca. 50€ im Gartencenter für Lückenfüller gelassen - 2 tolle Hostas (als Lückenfüller für im Winter leider etwas ertrunkene Calendula, die jetzt in einen Topf umziehen durften), 3 farbige Akeleien (angeblich wachsen die wie Unkraut, was die leere Stelle bald füllen dürfte - außerdem wurden früher Hexensalben und Liebeszauber aus den Dingern gemacht, aber wer braucht das schon;-) und Nelken für den Duft.
Als Lückenfüller in den Beetecken (die Zaunelemente waren 1m lang, unser bett aber leider 1,05m tief;-) wollte ich eigentlich Buchsbaum oder sowas setzen, aber die zweifarbigen Rosen haben es mir dann doch angetan...eigentlich wollte ich keine mehr, ich habe das Gefühl überall im Garten stehen nur Rosen und Lilien...aber naja!;-)


Mit der Hilfe unserer fleißigen Helferlein musste dann am Wochenende danach nur noch der Weg tatsächlich eingeebnet werden - eigentlich hatte ich mir extra dafür eine große Wasserwaage geliehen, aber leider stellte sich heraus, dass unser Garten von vorn bis hinten zu schief ist, um gerade Dinge zu bauen.;-) Also eingesetzt nach Augenmaß, passt schon!
Die überschüssige Erde konnten wir aber ganz hervorragend verwenden, um wenigstens die gröbsten abschüssigen Stellen im Garten auszubessern. Jetzt warten wir darauf, dass sich das Unkraut erholt - von Rasen keine Spur, aber hey, Hauptsache irgendwas grünes;-) - damit das alles wieder weniger gerupft aussieht. Aber im Garten braucht man eben viel Gedult.
Kaum im Bild übrigens auch das frisch neu-gestrichene Treppengeländer zum Keller hin - von schmutzig weiß & rostig zu silber-metallik, das stand eigentlich gar nicht auf der Liste ursprünglich, aber da wir so viele Hände hatten, konnte das gleich mit erledigt werden. :-)
Und ein bißchen Deko zur Garteneinweihung gab's auch schon geschenkt - schwarze Blumen, ganz großartig!:-)



Wie man sieht, finden die Katzen die neuen Trittsteine schon total super, da kann ja nichts mehr schief gehen!;-)

Nur unseren Grill mussten wir aussortieren, der war rostig...da muss noch Ersatz her, zum Angrillen 2014 (hätte man ja eigentlich schon seit über einem Monat machen müssen), wenn denn wieder Geld da ist.
Nur um das mal in Perspektive zu bringen - Baustoffe (Sand, Kübelerde), Pflanzen, Lampen, Zäune, Regentonne und Kleinkram (Lack, Pinsel, Regenrinnenverlängerung etc etc) haben jetzt so ca. 500€ gefressen. Sieht man nicht wirklich viel von, aber ich hoffe es lohnt sich...und den Grill kann man sich ja immer noch zum Geburtstag schenken lassen!;-)

Einen guten Start in den offiziellen Sommer!

28.04.2014

Frozen

Lustig, irgendwie könnte man vom Titel her fast meinen, es käme jetzt die Fortsetzung zum Winter Solider - erst Winter dann gefroren, oder so...hmmm...naja irgendwie dann doch nicht so lustig. Aber  egal!;-)

Wer mich kennt, oder aufmerksam lesen kann, wird wissen, dass ich Disney-Filme einfach mag. Immer mal wieder versucht man mir das zwar auszureden, z.B. weil die "alten" Filme ja ein total falsches Weltbild verbreiten (bla) und "unseren Kindern" ein total doofes Frauenbild einpflanzen (blabla) und die "neuen" Filme so mit Animation und so ja eh nicht mehr so toll sind wie früher.
Ich halte Beides für Mumpitz - ich habe als Kind jeden einzelnen Prinzessinnen-Film gesehen und aus mir ist auch kein nutzloses, dummes Männer-Anhängsel geworden und "damals" war sowieso alles besser, das ist ein Totschlagargument, dass ich eigentlich nie gelten lasse!
Man sollte also seine Erwartungen und Befürchtungen was fiktive Kinderunterhaltung angeht nicht zu hoch schrauben und den Tempel auf dem Berg lassen, oder so.;-)


Zumindest aber die "Frauen sind bei Disney alle doof"-Franktion sollte aber an Frozen ihre Freude haben - nicht nur sind hier die Frauen eindeutig die "Guten", nein, ausnahmsweise sind sogar mal die Männer das unnütze Beiwerk. Gleichbereichtigung sieht auch anders aus, aber als Meta-Humor und Spiel mit der Erwartungshaltung an "Happily Ever After" Stories funktioniert das schon ganz gut.;-)

Natürlich wird in dem Film viel gesungen - es wurde bei Disney immer schon viel gesungen - und die "neue Disneys sind alle doof" Franktion wird sich daran wohl wieder stören. Ich gebe zu, die neueren Filmsongs sind eher Glee und nicht mehr so wirklich Probier's mal mit Gemütlichkeit, ich gehe aber davon aus, dass das vor allem einen Zeitgeschmack wiederspiegelt und tatsächlich eine Qualitative Verbesserung sein soll. Lustige Texte und 80erJahre-Kindheits-Nostalgie mal beiseite waren die Songs muskalisch früher einfach nicht sonderlich gut gemacht - da kann man bei Frozen in den Duetten schon eher Musical Feeling bekommen und der Titelsong (Oscar prämiert) gefällt mir ausnehmend gut.

Insgesamt kamen mir die lustigen Nebencharaktere ein wenig zu kurz - der Filmtrailer hat 1-2 lustige Szenen mit Schneemann und Rentier, die aus dem eigentlichen Film scheinbar aus "zu viel Kontrast" Gründen rausgefallen sind. Das kann ich einerseits verstehen, weil die Geschichte an sich schon trauriger ist, als das z.B. bei Rapunzel noch der Fall war. Aber ich mag halt auch gerne mal lachen zwischendurch, daher gönne ich mir den subjektiven Punktabzug. (Und Rapunzel hatte die schlimmeren Pop-Songs, kommt auch wieder auf's selbe raus;-).

Also bleiben auch hier 4 von 5 Eiszapfen übrig für lustige Trolle, Fjorde, Eis und Schnee - ich erwähnte es glaube ich schonmal, aber das zumindest trifft in mein nordisch-affines Herz!;-)

24.04.2014

Aquarellmalen der 1. Versuch

Eigentlich denke ich ja man muss nicht alle seine mehr oder minder gewagten Selbstversuche ins Netz pusten, aber da sonst noch der Eindruck entstehen könnte, dass ich außer Fernsehen gerade nichts auf die Reihe bekomme, teile ich doch einfach mal mein neustes "Farben-Matsch-Experiment" mit der Welt.;-)

Irgendwann im letzten Jahr hatte ich angefangen meine Mal-Utensilien zu durchwühlen, irgendwie sammelt sich ja immer so viel Kram an, den mal "im Winter" mal benutzen könnte.;-)
Ein paar meiner Leinwände konnte ich ja schon verweden, aber die Stapel Aquarellpapier liegen leider immer noch herum und verstauben. Aus diesem Grund habe ich mir zu meinem Frühjahrsurlaub ein paar neue Bleistifte und eine kleine Palette Aquarellfarben gegönnt.


Schritt 1: Warum eigentlich Dom?
Tja, auf die Frage weiß ich so richtig auch keine Antwort, irgendwie kam mir bei einer Stadtführung mit meinen Kollegen die Idee mal ein Urlaubsfoto zu verkünstlern...und was Urlaubsfotos angeht sind bei mir Kirchen und Kirchenfenster ganz weit vorne, wie man weiß.;-)
Ohne jetzt über die Implikationen von Kirchenaustritt und architektonischer Begeisterung abzuschweifen, ließ sich aber erschreckenderweise kein Foto in meiner Sammlung finden, bei dem es irgendwie Klick gemacht hätte...
Also dachte ich, ich versuche es mal mit Lokalbezug und Wikipedia hatte das linksseitige nette Bildchen dazu. Die Menschen und Eiscremebuden have ich allerdings weggelassen, das Motiv war für Anfänger eh schon gewagt genug...;-)

Schritt 2: Viele, viele, schwarze Bleistifte...
Ich liebe Bleistiftzeichnen - ich kann es nicht, aber ich finde es toll!;-)
Und als stolzer Besitzer von einem neuen Bleistiftset durch alle Stärken, konnte ich mich da auch mal austoben - man verzichte bitte an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass mir jegliche Perspektivische Genauigkeit abgeht, das weiß ich schon...*sfz* ;-)

Schritt 3: Ähmm...schwarz?
Man hätte es aus dem Amazon Kommentaren herauslesen können, aber da habe ich nicht genau genug hingeschaut: Die Cotman Aquarellfarben haben eine schöne Auswahl an Basisfarben zum mischen und sich daran erfreuen, inklusive weiß...aber kein Schwarz...
Was ich erst für Schwarz hielt, stellte sich als Dunkelblau und - besonders witzig - Hellgrün heraus. Also stand die weitere Arbeit an diesem Bild unter dem inoffiziellen Motto "50 Ways to Shade Grey" - denn natürlich kann man grau, sogar auch dunkelgrau mischen, wenn man alle Grundfarben zusammen hat...aaaber das wird doch etwas uneinheitlich, wie man sieht, vor allem, wenn man über einen längeren Zeitraum arbeitet (die megafeine-Pinsel-strichel-Technik macht zwar nette "Mauerwerk" Effekte, aber auch einen steifen Nacken...;-).

Schritt 4: Weiß + Wasser = Fenster
Eigentlich war mein Plan bei den Kirchenfenstern mal in die Vollen zu greifen, was die knalligeren Farben des Kastens angeht - immerhin ist das hier alles noch ein "Wir testen das Equipment" Bild und keine große Plankunst. Aber irgendwie gefiel mir das Ergebnis nicht...ich fand das sah so nach "Grundschulbildern aus meiner Stadt" aus und auch als unbegabter Mensch darf man schon ein paar Ansprüche haben.;-)
Also den guten Cutter rausgeholt, die Flächen ausgeschnitten und nochmal von vorne - etwas gewagt vielleicht, aber sämtliche "In ein fertiges Bild schneiden"-Ängste habe ich mir bei den Patchwork-Bildern abgewöhnt. Negative Verbesserung hilft!;-)
Die "Löcher" im Bild habe ich dann mit feinen Bleistiftstrichen auf ein leeres Blatt übertragen - man hätte auch ein ganzes Blat bemalen können, wäre bestimmt auch spannend gewesen, aber ich wollte mit den neuen Farben nicht gleich wieder nachkaufen müssen...
Für die neuen Fenster habe ich ein anderes Aquarellpapier genommen, dass ein wenig stärker gemustert war - kommt auf den Fotos nicht so raus, aber hat wegen der größeren Dichte sehr geholfen, mit viiiiiieeeel Wasser zu arbeiten.
Dann noch ein paar "Scheiben" mit der weißen Farbe angedeutet, trocknen lassen, aufeinander kleben, ein paar Tage pressen (ein Glück, dass wir so viele dicke Bücher haben;-) und dann den weißen Rand abschneiden - schon fertig.

Große Kunst ist es immer noch nicht und das mit den Proportionen üben wir nochmal, aber als Test für die Farb-Palette auf jeden Fall brauchbar. Und der unfreiwillige 3d Effekt gefällt mir eigentlich sogar fast am Besten - unverhofft kommt oft!
Nächstes Mal kann man dann ja mal wieder "Was mit Blumen" machen, oder so...;-)


 

21.04.2014

Cpt. America - The Winter Soldier (vorsicht Spoiler)

Ich muss gestehen, ich finde nicht viel an Superhelden, wie Cpt. America oder Superman, sie sind mir zu...Charackterlos. Irgendwie eine Funktion ohne viel dahinter.
Im Rollenspiel finde ich diese Schwarz-Weiß Malerei manchmal ganz entspannend - wir sind die Helden, da sind die Bösen, hingehen, platt machen, fertig. Aber das hat den Bonus von Produzieren vs. Konsumieren und macht Spaß - aber als Film ist es mir doch ein wenig dünn...und wenn ich das schon sage, heißt das ja was!;-)

Den ersten Cpt. America Film fand ich daher auch ungewöhnlich schwach für die Avenger Serie, die eigentlich die Entwicklung ihrer Characktere und Handlungsstränge ganz nett umsetzt - immer im Umfeld eines Popcorn-Actionsfilms, aber immerhin.;-) Vielleicht war die Vorgeschichte zu Cpt. America da ein wenig undankbar, weil man 60 Jahre zurück gehen und sich wieder mal mit Nazis rumschlagen musste, aber man hatte sich ja mit Stark Sen. schon eine nette Zusatzfigur ausgedacht, da hätte man sich ruhig auch noch ein paar vernünftige Dialoge gönnen können...


Anyway, die Vorerfahrung bedingte es jedenfalls, dass ich mich zum Kinobesuch für den 2. Teil nur schwer entschließen konnte, aber Menschen, deren Filmgeschmack meinem normalerweise entspricht, hatten mir gesagt der zweite Teil sei besser als der erste, also hab' ich mich dann mal einladen lassen.;-)
Und wie war's nun?
Ich muss gestehen die letzten 30Minuten des Films habe ich nicht mehr wirklich aufmerksam verfolgt, weil neben mit unter der Stoffbespannung des Kinosaals irgendein Viech meinte die Wände rauf und runterkrabbeln zu müssen, das fand ich etwas ablenkend...aber zu diesem Zeitpunkt waren wir glaube ich auch schon bei den "Viele Dinge explodieren auf einmal" Showdowns angekommen, da verpasst man gewöhnlich an treibender Handlung nicht mehr so sonderlich viel.;-)
Prinzipiell kann man aber festhalten - ja, der zweite Film ist besser als der erste.

Robert Pferdeflüsterer Redford gibt tatsächlich einen besseren Bösewicht ab, als Plastik-Elrond im ersten Film (und das an sich sagt viel über den ersten Film aus;-) und das Prinzip "nehmen wir dem Helden fast alles weg, was er kann und ist und dann lassen wir ihn mal sehen wie er zurecht kommt" hat schon im dritten Iron Man gut funktioniert. Der prinzipielle Charackterkonflikt (Wer sind die Bösen, bei den Nazis war das einfacher) und die versuchte Gesellschaftskritik ("Sicherheit" vs. Freiheit) waren mir immer noch ein wenig zu sehr Holzhammer, aber wenn man schon einen Hollywood Film macht, in dem Amerikaner die Bösen sind, dann kann das scheinbar nicht subtil ablaufen. Und eigentlich sind es ja auch wieder nur die bösen Terroristen, die aber irgendwie auch Amerikaner sind, also irgendwie auch egal...
Und dann gibt es noch ein wenig Amnesie-Freundschaft und Weltkriegsnostalgie, warum auch nicht - Gemetzel war viel schöner, als die Bösen noch wirklich böse waren.

Einen Pluspunkt bekommt der Film für Black Widow - in Actionfilmen kommen selten irgendwelche interessanten, nützlichen Frauen vor, da muss man für jede Minute Screentime dankbar sein - die ein paar der weniger holzhammerigen Momente bekommt. Und der neue Sidekick ist zwar auch so ein "die besten der besten der besten, Sir" Army-Typ, aber steuert dabei wenigstens ein bißchen Galgenhumor bei.

Unterm Strich vergebe ich mal 3,5 von 5 Panzerfäusten und setze meine Hoffnungen für die nächsten 5 von 5 auf den nächsten Avengers Film.;-)

17.04.2014

Peer Gynt. Oder: Klangkonzept gesucht...!

Gerade läuft wieder Snuff in meinem iPod (oder Quatschkopf, wie ich ihn liebevoll nenne;-) und einer der ersten Lacher in diesem Buch ist für mich immer die Überlegung, dass wenn ein Apfel von einem Baum auf mich herunterfällt, das zwangsläufig zur Folge haben muss, dass die Welt gefährlich aus der Balance gerät, wenn alles immer nach unten fällt - es sei denn (und das konnte hier nachgewiesen werden;-) es fällt im gleichen Moment auch ein Apfel nach oben!
Man kann jetzt über Newton-Anspielungen lachen oder auch nicht, aber beim dieswöchigen Ausflug ins Theater stand mir diese Theorie unweigerlich wieder vor Augen. Keine Sorge in weniger als 5 Zeilen macht das bestimmt gleich alles Sinn!;-)

Ich hatte doch mal die Erfahrung gemacht ein Theaterstück ansehen zu wollen und statt dessen Schauspiel mit Oper serviert zu bekommen - das war unerwartet, aber in der von Erwartungshaltung ungetrübten Sicht nicht schlechter. So und am Sonntag wollte ich ein vertontes Gedicht zu sehen bekommen und bekam ein Theaterstück mit 3-Tracks Hintergrundmusik.
Schon macht die Einleitung voll Sinn, oder?;-)

Also trotz angekündigtem "innovativen Klangkonzept" kein Orchester, keine Morgenstimmung und nur ein bißchen Hintergrundbeschallung aus dem Lautsprecher. Hm.
Meine Erwartungshaltungsungetrübte Einstellung musste sich da aber mächtig anstrengen!;-)

Falls irgendwer den Ibsen nochmal kurz zusammengefasst sehen will, die Theaterhomepage sagt dazu Folgendes:
Der norwegische Bauernsohn Peer Gynt will: ALLES! Er träumt sich in seiner Phantasie in hohe Sphären, bricht kopflos zu einer Weltreise auf, nicht ohne vorher seine Mutter Aase zu verprellen und kurz noch die Braut
eines anderen zu entführen, um sie dann achtlos zurückzulassen. In seiner Lebensgier treibt er sich in Trollwelten, in der heißen Wüste Afrikas und auf den Meeren herum, kommt zu Reichtum, verarmt, ist Frauenverführer, Sklavenhalter, Schatzjäger, gibt sich als Kaiser und als Prophet, lässt über all die Jahre seine große Liebe Solveig immer wieder warten – und muss am Ende von ihr aus den Fängen des Knopfgießers befreit werden, der ihn zum Mittelmaß umschmelzen will. »Sei du selbst!« war immer der Anspruch gewesen, doch Peer kommt sich am Ende vor wie eine Zwiebel, die nichts ist, wenn man Schale um Schale entblättert.

Ibsens dramatisches Gedicht ist phantastisches Märchen und Gesellschaftskritik zugleich. Der Anti-Held Peer Gynt sprengt in seiner Hybris alle Maßstäbe und wird erst im Scheitern wieder Mensch.

Soweit so gut, das mit dem Looser-Megalomanen haben sie zumindest schonmal gut gemacht und die erste Hälfte von immerhin 3,5 Stunden Theater ging auch erstaunlich schnell vorbei, während wir noch dabei waren die absolut geniale Drehbühne zu bestaunen. Peer und seine Mama, Peer und die Frauen inklusive Troll-Prinzessin und pornösen Waldnymphen, alles soweit in Ordnung. Dass der Hauptdarsteller schonmal in 5-6 Menschen gleichzeitig dargestellt wurde, war eigentlich auch eine nette Idee, gut choreographiert und so als Bild des "Über-Egos" auch ganz machbar.

Die Aachner Trolle waren leider extrem fremdschäm-verdächtig - die Maskenabteilung muss sich da nochmal bei den Eisbären was abschauen, Gummimasken, die auf den Gesichter verrutschen und Schauspieler zum Nuscheln nötigen sind wenig künstlerisch wertvoll. Und wer auch immer dem Trollkönig gesagt hat, er muss einfach Mussolini mit Rattenschwanz sein, gehört auch geschlagen, das war peinlich!

Hälfte 2 ließ dann leider in Dynamik und Gusto sehr schnell nach. Ich mochte die teilweise grotesken, verdrehten Gestalten aus den "Halluzinationen", das hatte was von Bosch oder Giger, aber leider waren einige der "tatsächlichen" Menschen genauso überzeichnet. Es gibt scheinbar immer noch Regisseure, die nach dem Motto agieren "wer brüllt hat Recht" - habe ich noch nie geglaubt und facettenreiches Spielen erschöpft sich auch nicht darin, dass man die Lautstärke variieren kann. Für jemanden, der es noch nie ausprobiert hat, mag das total extrovertiertes Charakterdarstellen sein, wenn jemand seine "Emotionen" rausbrüllt - aber eigentlich ist es die einfachste Variante, dafür muss man sich nur ein wenig enthemmen. Subtil und dabei gut ist unfassbar viel schwieriger.

Der Tod als Knopfgießer gefiel mir hier gut - auch ein geiles Kostüm;-) - aber die Abziehbildchen Kolonialisten waren wieder extrem peinlich - fast noch schlimmere Nationalitätenklischees als bei der Eisprinzessin, findet das tatsächlich immer noch irgendwer lustig?

Ich bleibe mal dabei, dass sich meine Erwartungshaltung nicht wirklich objektivieren lassen wollte und vergebe für die wirklich genial umgesetzte Bühne einen goldenen Gummipunkt. Mit den Abzügen für "viel zu lang(atmig)" und "teilweise peinlich" kommen aber mehr als 3 von 5 Wünschelruten trotzdem nicht zustande.
Demnächst also wieder die Musik ohne störende Schauspieler!;-)

14.04.2014

Die zerbrochene Puppe

Ich habe es vielleicht schon mal erwähnt, aber ich sage es lieber nochmal: Die "Bücher von Freunden" Liste, die ich noch abzulesen habe, wird langsam aber stetig länger und länger...
Ich empfinde das durchaus als positiv, auch wenn mich manchmal ein wenig das schlechte Gewissen plagt - soviele Bücher und so wenig Zeit...und dabei lese ich momentan auch noch so furchtbar langsam...
Naja, machen wir's im Winter, stimmt bestimmt auch hier, kommt die kalte Jahreszeit, werden die Abends mit Buch und warmer Decke auch wieder mehr werden!

Bevor es wieder zu diesen wohligen Umständen kommt, habe ich aber zumindest schonmal mein signertes Leseexemplar (endlich) feierlich ins "Gelesen"-Regal einräumen können! (Und ich darf es sogar auch behalten, weil ich inzwischen die Widmung entschlüsseln konnte. *yei*;-)

In den letzten Wochen auf meinem Nachttisch also (die Seitenleiste hat es angekündigt):
Die zerbrochene Puppe von Judith & Christian Vogt, ausgezeichnet mit dem Deutschen Phantastikpreis 2013, ich finde das darf man nochmal sagen.

Abgesehen von dem großartigen (wie ich finde) Coverbild, verrät uns der Umschlag zur Handlung außerdem folgendes:
Die Physikerin Æmelie von Erlenhofen stellt auf einer Konferenz in Venedig den Prototypen einer Brennstoffzelle vor. Kurz darauf dringen wandelnde Tote in ihre Unterkunft ein und töten die Wissenschaftlerin, der es gerade noch gelingt, ihrem Mann Naðan die Flucht zu ermöglichen. Das Letzte, was sie ihm mit auf den Weg gibt, ist ihre alte Porzellanpuppe, die von nun an Naðans beste Freundin wird, da sie mit der Stimme seiner verstorbenen Frau spricht. Die sterblichen Überreste Æmelies indes verschleppen die wandelnden Kadaver. Die Polizei kann der Spur bis nach Æsta, einer schwimmenden Stadt auf einem Eisberg, folgen, wo sie sich verliert. Naðan beschließt, weiter nach Æmelies Leiche zu suchen. Mittellos fahndet er zwischen Gewerkschaftlern, Huren und Opiumsüchtigen nach dem Täter. Eine Odyssee beginnt, in deren Verlauf Naðan zahlreiche Irrungen und Wirrungen durchleben muss, ehe er einem schrecklichen Geheimnis auf die Schliche kommt.

Was die Geschichte als solche angeht, sind wir mit dieser Zusammenfassung schon nach 3-4Kapiteln wieder auf uns gestellt, aber man soll ja auch nicht zuviel verraten, also werde ich mein Bestes geben einen Spoilerfreien Post hinzubekommen (ob ich das schaffe...?;-).
Als Allererstes möchte ich mal lobend erwähnen, dass die Geschichte einen sehr nachvollziehbaren und interessanten Ich-Erzähler hat. Ich-Erzähler Bücher sind immer ein wenig tricky, zu langweilige Typen machen furchtbare Ich-Erzähler, zu unsymphatische Typen auch und zu sehr von sich überzeugte Typen sind irgendwann auch langweilig. Aber dem guten Nathan (man verzeihe mir die Nachlässigkeit nicht nach Sonderzeichen zu suchen) hört man gerne zu und man versteht ihn und leidet mit ihm - gut, außer vielleicht bei den Sex-Szenen, da leidet er aber auch nicht sonderlich, möchte ich behaupten.;-)
Die Kapitelüberschriften in "Gemälde"-Form sind ein Stilmittel, das mir ausnehmend gut gefällt, die "künstlerische Beschreibung" hätte von mir aus noch dominanter eingebaut werden dürfen, aber ich verstehe auch, dass das eventuell vom Adventure Charakter der Geschichte abgelenkt hätte - die Steampunk Perspektive eines technisch nicht so sehr begabten Künstler-Ich-Erzählers ist in jedem Fall ein sehr gelunger Spagat.

Ich bin an einigen Stellen über recht "fantasy-eske" Sprachwendungen ein wenig mental gestolpert, aber das ist wohl eher ein Feature als ein Bug, weil ich kein Fantasy-Leser bin - man mag es nicht glauben, aber es stimmt...das wird spannend, wenn ich demnächst selber welche schreiben will...;-) Wo ich mich sprachlich aber sehr wiedergefunden habe, waren die Nordküsten - die ganze Ästhetik von Nordland, Eis, Meer, Sturm und Steilküste ist einfach genau mein Ding und ich konnte mich da sofort Zuhause fühlen - ein paar nordische Götter dazugarniert, was will das Heidenkind mehr?;-)

Insgesamt also ein eisiger, aber spannender Ausflug in die Alternative Reality, mit Piraten, Luftschiffen, Gewerkschafter-Straßenkämpfen, mechanischen Menschen, grausigen Experimenten, wandelnden Toten, großen Gefechten und allem was das Steampunk-Herz begehrt - ich konnte die Verfilmung quasi vor dem geistigen Auge sehen, vielleicht kommt es ja mal dazu.:-)

Als einzigen, winzigen Kritikpunkt (ja, irgendwas ist immer, ich weiß;-) muss ich vermerken, dass der Ich-Erzähler für meinen Geschmack gerade am Begin der Geschichte zuviel "erklärt". Natürlich muss man sich bei Ich-Erzählern immer fragen, wer denn der Angesprochene ist - eine Figur aus derselben Umgebung, "in-time" quasi, der die Erklärung nicht braucht, oder der "out-time" Leser, der diese und jede Erklärung zu Sitten, Hintergrundwelt etc etc vielleicht dankbar aufnimmt. Mir persönlich gefällt die in-time Lösung immer besser, gerade weil Einblicke in das Drumherum so eigentlich nur auf das beschränkt bleiben, was man in der Geschichte "zeigen" kann, ohne zu erklären und ich lieber frangend zurückbleibe und meine eigenen Antworten suche - mir ist aber bewußt, dass ich damit nicht den Allgemeingeschmack ausdrücke, mir erklären Autoren sehr oft zu viel, wo andere gerade das toll finden.;-) Das Ende der Geschichte aber zum Beispiel lässt grandios viel offen, das ist dann eher meins.

Insgesamt ziehe ich also ein halbes Pünkthen ab und lande bei hervorrangenden 4,5 von 5 Zahnrädern!
Mal sehen, ob die Zombies, die jetzt auf dem Nachttisch liegen, da mithalten können...

11.04.2014

Dinge in Planung. Oder: Immer wieder Freitags...

Immer wieder freitags stellt sich (mir) die Frage: Was von dem Berg aus gefühlten 100 Dingen, die ich noch zun muss/will/möchte, kann ich an diesem Wochenende wohl realistischerweise anpacken?
An diesem Wochenende stellt sich die Frage eventuell ein klein wenig entspannter, da ja nächste Woche (endlich!) wieder die "Sommer-Feiertags-Saison" anfängt und man für die nächsten 3 Wochen mit ein paar längeren Wochenenden rechnen kann...
Das ist auch gut so, denn es liegen doch erstaunlich viele Dinge halbfertig herum!;-)

Zum ersten möchte ich den Blick gerne mal auf die Seitenleiste lenken, in der sich seit ca. 2Wochen testweise zwei neue Kategorien finden, die (hoffenlich dauerhaft) aktuell darstellen, was an Literatur gerade so auf Nachttisch und iPod zusammenkommt. Die Kategorie "Bücherregal", die vorher mit der LibraryThing App realisiert wurde, ist dafür weggefallen, da der Dienst ab 200Büchern jetzt kostenpflichtig ist...und ehrlich mal, 200 Bücher?? Da lacht unsere 3x5m Bücherwand doch nur mal müde.;-)
Ich hoffe also die neue Aufteilung wird den einen oder anderen interessanten Einblick geben - ich gehe dabei natürlich einfach mal frecherweise davon aus, dass was ich lese, auch andere interessant finden. Man möge mir die Hybris nachsehen.;-)

Für die nächsten Posts habe ich außerdem ein bißchen Film und Kultur in Planung, außerdem habe ich mir neuen Malkram gekauft und ca. 300€ werden dieses Jahr auch im Garten verbaut, da muss dann mal ein Vorher/Nacher her (und sei es auch nur, um zu zeigen, dass Gartenmaterial für 300€ sogar in einem Mini-Gärtchen wie unserem eigentlich nichts ist^^), außerdem sind die "großen Pläne 2014" - Gartenweg anlegen und Keller entrümpeln - auf einem guten Weg, Urlaubsplanung steht an, ich habe ganz hervorragend tolle Wolle gefunden, die dringend zu irgendwas werden muss...achso ja und nebenbei muss ich mir außerdem langsam mal Gedanken machen, was denn als nächstes geschrieben werden will...die Korrekturphase der B(r)uchstücke habe ich mir da ja "denkfrei" genommen, aber nun ist das Papier-Baby in die Welt entlassen und die Regeneration entgültig beendungswürdig...

Man darf also gespannt sein, ob ich das überhaupt alles in den Blog kriege vor dem St. Nimmerleinstag, aber bis dahin gönne ich mir jetzt noch ein wenig Entspannung mit dem Freitags-Füller und dem Video der Woche:

1.  Auf einmal ist es schon wieder fast Mai - nur noch 11 Arbeitstage und ansonsten viel Feiertag, so wie das sein muss!;-) Und dann ist bestimmt auch schon bald Juni und mein erster Sommerurlaubstag in diesem Jahr ist *zufällig* mein Geburtstag *yeiii*.:-)

2.  Ich gebe es ja gerne zu: Geld ausgeben hat selten soviel Spaß gemacht. Die Dingen, die im Garten noch fehlen sind überschaubar und abgesehen von den "großen Vorhaben", wie Fassade-Streichen, Geländer erneuern oder Mauern ausbessern, die eigentlich schon eher Gebäudesanierung sind, bleibt nach diesem Frühling hoffentlich erstmal nicht mehr so viel zu tun. Überschaubare Grünoasen haben ihre Vorteile!;-)

3. Wenn ich nach unten schaue, fällt mir siedend heiß auf, dass in diesem Sommer vor dem Urlaub auf jeden Fall noch neue Sneaker gekauft werden müssen...Ich kaufe meine Schuhe da ja eher Marke Billig, weil Turnschuhe mich nur von A nach B tragen sollen und ansonsten nichts, aber meine momentanen Treter haben ja schon die Kasematten nicht unbeschaded überlebt und das war immerhin schon 2012...

4.  Aber wir wollen bestimmt auch diesen Sommer wieder viel sehen, egal wo/wie lange wir uns irgendwohin absetzen und deshalb sollte man immer nett zu seinen Füßen sein - wer mich 10Std. am Tag durch die Gegend tragen soll, hat sich jede Zuneigung verdient.;-)

5.  Wer sagt eigentlich, dass Urlaub am Meer immer was mit Süden zu tun haben muss? Als ich letztlich meinte, ich fände eine Kreuzfahrt mal einen tollen Urlaub, hatte ich dabei Norwegen, Schweden oder Schottland im Sinn und meine Kollegen gingen automatisch von Karbiki oder Mittelmeer aus...ich bin halt eher der nordische Typ, spart an den Palmen und gebt mir ein paar Steilküsten, dann bin ich glücklich!;-)

6.   Eigentlich finde ich die neue "Bücher-Kategorie im Blog" jetzt noch besser. In der alten hatte man zwar wechselnd alle Bücher vor der Nase, die ich so eingepflegt hatte, aber so kann man tatsächlich sehen was ich gerade neu oder auch wieder lese...ich besitze bestimmt auch Bücher, die ich nicht so oft oder nicht mehr als 1x lese, das darf man dann schon als subjektives Qualitätsurteil werten...;-)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf frischen Spargel, morgen habe ich geplant mit irgendwas von oben genannter Liste ein wenig voran kommen und Sonntag möchte ich hoffentlich eine bessere Oper sehen, als letztes Mal!;-)

Und apropos Oper, hier schonmal ein Vorgeschmack auf mein Wochenende:


Einen schönen Rest-Freitag allerseits!!

05.04.2014

Thor - The Dark World

Manchmal ist mir nicht ganz klar, wie Film-, Serien-, Buch- und sonstige Titel für den deutschen Markt übersetzt werden. In den letzten Jahren ist das ja ein wenig besser geworden, weil jetzt oft die Originaltitel - wenn sie denn einen gewissen Grad an fremdsprachlicher Komplexität nicht überschreiten - oft auch einfach mal belassen werden.
Die Zeiten von Übersetzungen wie "Mo' Money - Meh' Geld" sind also hoffentlich vorrüber.
Warum man aber Englische Titel mit anderen Englischen Titeln ersetzt, ist mir nicht ganz einsichtig?
So wurde aus dem zweiten Thor Film "The Dark World" im Deutschen "The Dark Kingdom"...ist das jetzt wirklich entscheident?
Irgendwie schon, weil es im Parallelwelten und nicht so wirklich um Krieg der Königreiche geht, aaaber wer würde schon diese bestimmt nach höchsten kritischen Maßstäben getroffenen Entscheidungen deutscher Marketingmenschen in Frage stellen wollen?;-)


Beeilen wir uns also mal über den Film zu sprechen!
Der erste Thor - man wird sich vielleicht erinnern - war ja noch ein wenig...hmmm...sagen wir mal symphatisch naiv.;-) Ich hatte meinen Spaß, ich könnte Chris Hemsworth auch 90Minuten beim Duschen zukuken und die Dialoge waren sehr lustig. Die Kostüme waren furchtbar, die weibliche Hauptrolle (Nathalie Portman hat irgendiwe nachgelassen seid Eve Hammond, oder?) war mir zu nutzlos, aber trotzdem ein brauchbarer Actionfilm.

Danach durften wir Thor & Loki bei den Avangers wiedertreffen und das funktionierte schon besser - also war immer noch lustig, aber in einem besser verpackten Film.;-)

Bei Dark World dagegen kann man sich über das Drehbuch eigentlich nicht mehr beschweren - drama of the year ist es sicherlich nicht, aber es gibt 2 Dinge, die hier einfach sehr lobend zu erwähnen sind:

1. Die Bruderdynamik funktioniert einfach. Laut Backstage-Dokumentation in den Special Features könnte das daran liegen, dass die beiden Hauptdarsteller auch privat gut auskommen - das hilft ja auch bei Supernatural sehr weiter - aber für mich liegt es vor allem daran, dass hier ein Drehbuchschreiber wirklich verstanden hat was eine Trickster Gottheit ausmacht. Loki ist einfach großartig geschrieben und Tom Hiddelston hat schon dieses ur-fiese Grinsen, das man ihm eigentlich gerne aus dem Gesicht prügeln würde.;-) Erschreckenderweise war er laut Kommentar eigentlich für den Thor vorgesehen...diese Probeszenen waren irgendwie...absurd. Nochmal Glück gehabt!;-)

2. Im Gegensatz zum ersten Film haben sich die Kostüm- und vor allem die Set-Designer endlich mal Mühe gegeben. Gut, Capes sind immer noch out, gehört leider nunmal dazu, aber die Plastik-Qualität der Rüstungen hat doch stark nachgelassen (schlimmer ging ja auch kaum;-)!
Mir persönlich hat allerdings das Set am meisten Spaß gemacht - Walhalla ist einfach eine sehr gelungene und interessante Mischung aus dreckig-feuchtem Mittelalter, großen Wikingerhallen und futuristisch, weißen Räumen und Oberflächen. Dieses Nebeneinander so zu inzinieren, dass beides glaubhaft wirkt, ist nicht so selbstverständlich.

Und natürlich ist Dr. Who als Bösewicht auch nicht zu verachten! Und Chris Evans hat einen der besten Chameos der letzten Zeit;-)
Jane finde ich allerdings weiterhin lahm, auch wenn sie hier wenigstens durch die Walhalla-Damen ein wenig ergänzt wird, so dass wir nicht ganz ohne interessante Frauen zurückbleiben müssen.

Unter dem Strich vergebe ich daher mal 4,5 von 5 Donnerpfeile - schonmal ein guter Fortschritt, mal sehen was da noch so geht!:-)

02.04.2014

Phonophobia

Ich habe es bestimmt schon mal erwähnt und man merkt es vielleicht auch - der Geek an sich ist meinem Wesen und meinem Herzen nicht fremd.;-)
Trotzdem bin ich höchstens sehr begrenzt geekig, will heißen es gibt nur eine sehr überschaubare Anzahl von Themen, die ich mit der notwendigen Passion verfolge. Scheinbar reicht diese minimale gemeinsame Basis aber aus, als dass ich in größeren Geek-Ansammlungen nicht unangenehm auffalle, solange niemand mich irgendwie ins Kreuzverhör nimmt - ich habe ja schon einen kompletten Nachmittag der Dr. Who Locations Tour in einem Bus mit 30 Hardcore Doctor-Fans hinter mich gebracht, ohne durchblicken zu lassen, dass ich (zu diesem Zeitpunkt) nicht eine einzige Folge gesehen hatte.
(Heutzutage wäre die Situation vielleicht potentiell sogar noch gefährlicher, inzwischen habe ich so ca. 2,5 Staffeln gesehen und müsste verstecken, dass ich die Serie gar nicht mal so toll finde...Glück gehabt also!;-)

Also war ich ziemlich zuversichtlich, dass ich auch bei den Hardcore ???-Fans nicht auffallen würde, auch wenn der Besuch der Live Tour wieder mal ein Geschenk für den Göttergatten war - er hätte auch jemand anderen mitnehmen dürfen, aber ich gewinne natürlich auch gerne Good Wife Punkte dazu!;-)

Ich muss sagen, dass mir das Konzept einer Hörspiel-Live-Aufführung einerseits absurd, andererseits ziemlich clever vorkommt. Welche "Szenische Lesung" könnte ansonsten wohl die Kölnarena annährend füllen (zumindest zu 2/3 wie letzte Woche gesehen)?
Und man muss sagen, dass Live-Band und vor allem der Live-Geräuschemacher schon auch irgendwie geniale Stilmittel sind - vielleicht sollte man das für andere Szenische Inzenierungen mal übernehmen??;-)

 Ich kannte bisher nur den Audio-Mitschnitt der ersten Live-Tour Master of Chess - zugleich die einzige "Folge" ???, die ich überhaupt kenne, aber immerhin!;-) - und finde den nach wie vor sehr empfehlenswert, weil äußerst unterhaltsam und auch für Nicht-Kenner der Serie bestimmt lustig.

Bei Phonophobia allerdings muss ich sagen hat sich die Priorität ganz klar verschoben - ich glaube als reiner Audiomitschnitt funktioniert diese "Folge" überhaupt nicht, dafür gab es zu viele, teilweise Minutenlange visuelle Spielereien und Gimmicks, die für mich aber auch ruhig weniger exessiv ausgenudelt hätten sein dürfen - Nasenlöcher in Großaufnahme als visuelles Gimmick zu "ich kuke mal durchs Schlüsselloch" sind 10 oder vielleicht auch 20 Sekunden lustig, aber wenn der Witz 2Minuten läuft, ermüdet mein Eifer dann doch....;-)

Überhaupt hatten Story, Spannungsaufbau und Dialog-Griffigkeit 0% Priorität, es ging hauptsächlich um Lacher und Fanservice. Das mag nett sein, wenn man die Insider erkennt, aber selbst dann wird es mir persönlich irgendwann langweilig, wenn Spannungsbögen (so sie denn überhaupt ins Rollen kommen) ständig für 10 Minuten "wir spielen mit Soundeffekten rum, weil wirs können" unterbrochen werden.

Insgesamt also eine interessante Erfahrung, wenn man sieht wie 10.000 Menschen drei ältere Herren in schwarzen Anzügen abfeiern, die ein Skript vorlesen (teilweise für jeden einzelnen Satz - der Fanservice bei Fans funktioniert also scheinbar wenigstens;-), aber für die "Folge" an sich lohnt das nicht. Und die Witze hätten weniger breit ausgewalzt sein drüfen - weniger ist eben manchmal doch mehr!;-)
Insgesamt verständige ich mich mal mit mir selbst auf 2,5 von 5 Klangschalen.