Publikationen, Projekte, Persönliches

29.08.2015

Listening to: Her Little Majesty. The Life of Queen Victoria

Ich erzählte doch von der 6 Stunden Fähre nach Helgoland, no?
So ein 6 Stunden Trip, auf dem man nichts wirklich Aktives tun kann, eröffnet einem unheimlich viele Möglichkeiten produktiv zu werden - man kann meditieren, lesen, Urlaubsfotos ansehen, Urlaubskarten schreiben, ganze Szenen plotten und wenn die Seekrankheit zuschlägt, kann man sich immer noch vorlesen lassen, zum Beispiel dieses Buch hier:  Her Little Majesty: The Life of Queen Victoria, geschrieben von Carolly Erickson, gesprochen von Nelson Runger.


Ich hatte ja angekündigt den Biographien aus der umfangreichen Sammlung von Ms Erickson mal näher nachzugehen und habe in dieser Lebensgeschichte von Queen Victoria tatsächlich wieder die interessante Feststellung machen können, dass verschiedene Sichtweisen historische Personen tatsächlich auf sehr unterschiedliche Weise darstellen können.

Im Fernsehen hatte ich letztlich eine kleine Mini-Doku-Serie zum selben Thema gesehen - Victoria & Albert, Victorias Töchter und Victorias Söhne - die wenig gute Seiten an der Über-Queen gelassen hatten. Abhängig bis zur Selbstaufgabe von ihrem Mann, dem sie das Leben vergällt, kontrollierend bis zur Pathologie bei ihren Kindern, die sie immer nur als lästiges Resutat von Sex gesehen hat und und und...

In der Erickson Biographie klingt das auch an, aber die Autorin gibt sich sichtlich Mühe auch ein paar gute Seiten der Queen herauszuarbeiten - zu ihrem Enkeln war sie beispielsweise tatsächlich nett;-) - so dass man am Ende denken kann "Ok zusammenleben mit ihr hätte ich nicht wollen, aber ein komplett schlechter Mensch war sie wohl auch nicht.";-)

Die Quellenlage der Zeit ist außerdem sehr gut, weswegen ich hier glücklicherweise keine Punkte für zuviel Küchenpsychologie abziehen muss und mir als einziger Kritikpunkt an der Hörbuch-Ausgabe nur übrig bleibt, dass ich es ein bißchen irritierend fand, dass man einen Sprecher gewählt hat. Bei soviel Ich-Perspektive aus Briefen, Tagebücherns etc., hätte mir eine Frauenstimme besser gefallen, man mag das sexistisch finden, wenn man dringend möchte.;-)

Trotzdem vergebe ich 4 von 5 Spitzentaschentüchern für interessante Einsichten und entspannsame Stunden.;-)

27.08.2015

Eleanor of Aquitaine: By the Wrath of God, Queen of England

Falls man es noch nicht gemerkt hat, ich baue gerade meine "books by the usual suspects" Liste ein wenig aus - es ist einfach manchmal nett, wenn man einen Autor / eine Autorin kennt, von deren Stil man nicht allzu genervt ist und dann mal zu sehen worüber die so geschrieben haben, um nicht immer an den selben 5 Themen hängen zu bleiben.;-)

Ich habe mich also ein wenig umgetan und versuche mein Verständnis für Mittelalter-Geschichte ein wenig auszubauen - ein Thema, das ich an der Uni vermieden haben wie der Papst die Anti-Babypille, aber das hatte vermutlich eher mit dem lehrenden Personal, als mit dem Thema zu tun, denke ich inzwischen.
Und manchmal kauft man Bücher halt auch nach dem Einband, oder auch - wie in diesem Fall - nach dem Subtitel, denn Eleanor of Aquitaine: By the Wrath of God, Queen of England (geschrieben von Alison Weir) ist einfach ein ziemlich geiler Titel, no? ;-)

Worum es geht?
Eleanor of Aquitaine was a remarkable woman. She was an important factor in the reign of four kings, lived to the ripe old age of 82, bore 10 children and outlived all but two of them. Her sons were kings of England and her daughters queens of Castile and Sicily, while her later descendants included a Holy Roman emperor and kings of France and Spain, as well as a couple of saints. In an age of men, she was indeed a powerful woman.

Born in 1122 into the sophisticated and cultured court of Poitiers, Eleanor of Aquitaine came of age in a world of luxury, bloody combat, and unbridled ambition. At only fifteen, she inherited one of the great fortunes of Europe - the prize duchy of Aquitaine - yet was forced to submit to a union with the handsome but sexually withholding Louis VII, the teenage king of France. The marriage endured for fifteen fraught years, until Eleanor finally succeeded in having it annulled - only to enter an even stormier match with Henry of Anjou, who would soon ascend to the English throne as Henry II.

With astonishing historic detail, mesmerizing pageantry, and irresistible accounts of royal scandal and intrigue, Weir re-creates not only a remarkable personality, but a magnificent past era. As Weir traces the fascinating intersection of public and private lives in Europe's twelfth-century courts, Eleanor comes to life as a complex, boldly original woman who transcended the mores of society. Later, after sixteen years of imprisonment for plotting to overthrow Henry, the humbled Queen emerged, at age sixty-seven, to rule England.

Es dürfte bekannt sein, dass ich Eleanor als historische Figur sehr interessant finde, zumindest hat ihre Geschichte sehr interessante fiktionale Ausarbeitungen hervorgebracht - siehe A Lion in Winter oder auch die Romanbiographie zum Sachbuch (warum ich dazu noch keine Rezi habe, weiß ich auch nicht...).

Das Sachbuch zum Thema hat also eigentlich alles was man sich so wünscht - ein bißchen historische Einordnung, ein paar Hinweise, dass das mit den dramatischsten fiktionalen Dramen eben auch auf künstlerischer Freiheit beruht und ein bißchen sachliche Einschätzung welcher Teil des Dramas dann aber wohl doch wahrscheinlich ist.;-)

Mein einziger Kritikpunkt ist wohl eher ein feature als ein bug, denn die Faktenlage zu Frauen im Mittelalter ist einfach erschreckend dünn und wenn über weite Teile der Geschichte nichts anderes als Einkaufslisten der Hofküche darauf schließen lassen wer sich wann wo aufgehalten hat, sind entsprechende Rückschlüsse auf irgendwas außerhalb des körperlichen Aufenthaltsortes halt eher spekulativ. Dann muss man sich wieder daran halten, was denn die Männer zu der Zeit so gemacht haben, um daraus irgendwie Analysen zu ziehen, so ist das halt leider.

Trotzdem eine gute Ergänzung zu meiner Frauengeschichte-Sammlung, kann man problemlos 4 von 5 Falken für vergeben!

22.08.2015

Listening to: The Serpent Garden

Manchmal stößt man auf Bücher (oder in dem Fall auf Hörbücher), von denen man kaum glauben kann, dass man noch nicht wußte, des es sie gibt, oder?
Naja jedenfalls ging es mir in diesem Fall so, denn eine meiner Lieblingsautorinnen hat tatsächlich ein Buch über eine meiner Lieblingsepochen geschrieben und ich wußte das nicht mal!
Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und dank meines Lieblings-Hörbuch-Abos konnte ich diese Wissenslücke schnell füllen und mir The Serpent Garden, geschrieben von Judith Merkle Riley, gelesen von Alison Larkin in meinen digitalen Bücherschrank stellen.


Hier ein Eindruck um was es geht:
In the court of Henry VIII, there are many secrets—and some people will kill to keep them hidden.Susanna Dallet is the daughter of a Flemish painter and wife to a philandering husband, living in the court of Henry VIII. When her husband is murdered, Susanna is suddenly left with a household to provide for and nothing to her name. Her days of anonymity are over when Susanna finds that guild rules preventing women from working do not apply at the king’s court, and she manages to secure a position as a miniature-portrait painter. Before long, she has not only made a name for herself, she is close to those who surround Princess Mary. But even in this lofty company, Susanna is not safe. An old manuscript that she has inherited turns out to hold the keys to an age-old mystery, and the forces that claimed her husband are closing in. As danger looms, Susanna joins with Robert Ashton, secretary to Henry’s cunning and ruthless adviser Archbishop Wolsey, and together they must fight a fearsome society in league with a demon.Combining heartpounding action, sly humor, romance, and supernatural twists, The Serpent Garden is the story of a creative and resourceful woman who unwittingly finds herself in a dangerous—and deadly—game of hide-and-seek.
Was soll ich sagen? Ich liebe es!;-)
Es hat alles, was ich an den anderen Büchern von Ms Riley schon mochte - ungewöhnliche bzw. unkitischige Love-Interests, maulige Dämonen, vorlaute Engel, lästige Geister und andere natürliche und übernatürliche Charaktere, die einfach Spaß machen.
Und das ganze noch in Tudor-England? Großartig!
Ein kleines bißchen über Kunst gelernt habe ich übrigens dabei auch noch und die Kapiteleinleitungen mit Auszügen aus Kunsthistorischen Werken gibt einen netten "Das könnte tatsächlich so passiert sein" Effekt.
Ich würde ein winziges Pünktchen abziehen, weil manchmal die Intriegenspinnerei etwas langwierig ist, aber dafür ist es viel zu lustig mitzuverfolgen, wie alle glauben zu wissen was die anderen tun, und gleichzeitig in die komplett falsche Richtung laufen.;-)

Es bleibt mir nichts anderes übrig als 5 von 5 Staffeleien zu vergeben, manchmal finde ich einfach nichts zu meckern...es geschehen noch Zeichen und Wunder!;-)

15.08.2015

Mission Lieblingsteil Teil 2 (Farben und Färben)

Urlaubszeit ist Projektabschlusszeit, also bin ich endlich mal dazu gekommen den zweiten Schwung Klamotten anzupacken, den ich auf den "zu ändern" Stapel gelegt hatte.
Es sind zwar noch ein paar Einzelteile für die Nähmaschine übrig, aber bei den momentanen Temeraturen konnte ich mich noch nicht wieder dazu überwinden mich an den Nähtisch zu setzen - mit Farben matschen in einem gut ventilierten Raum bei offener Gartentür war da schon verlockender.;-)

Für meinen als langweilig befundenen Stapel an unifarbenen T-Shirt hatte ich im Netz nach Inspiration gesucht und war schnell darauf gekommen, dass "umnähen" bei solchen Basisteilen eher unnötig kompliziert ist und das ein wenig aufpeppen mit Stofffarben ja auch "reicht".;-)
Also habe ich mir drei Sprühfarben von Marabu (petrol, bordeaux & grau) und eine Kolibri-Schablone bestellt, um das mal auszuprobieren. Mit ein bißchen Pappe kann man sich solche Schablonen aber natürlich auch selber machen - hier gezeigt am Beispiel von einem kleinen Schmetterling, Herstellungszeit ca. 10 Minuten.:-)

1. Schablonen
Bei den Schablonen wird die Farbe von weiter weg und sehr dünn aufgesprüht und dann hofft man (was bei mir nur unzureichend funktioniert hat), dass man beim Wegnehmen nicht überschüssige Farbe auf den Stoff tropft. Die Farbe wird nach dem Trocknen durch Bügeln fixiert und ich hatte gehofft, dass sich die un-fixierten Unfall-Flecken einfach wieder auswaschen - hat's bisher nicht getan, aber vielleicht muss man die Teile ein paar Mal waschen, bis dahin muss man halt damit leben.;-)




2. Batik
Batik funktioniert noch einfacher: Einfach den Stoff einrollen (entweder mittig, oder an der Schulter, der Seite, dem Saum, egal), mit den gewünschten Farben dick einsprühen, auseinanderfalten, neu einrollen, wiederholen, bis einem das Ergebnis bunt genug ist. Das "Habe ich noch nie getragen" weiße Shirt hat tatsächlich Lieblings-Teil Potential, ich denke die Farben sind echt gut geworden. :-) Man kann aber natürlich auch Ton-in-Ton Batiken, oder statt einrollen, einfach den Stoff anders raffen, um andere Muster zu erzielen - Ton in Ton hat mir so gut gefallen, dass ich das gleich noch ein paarmal gemacht habe, es peppt auf, ohne über-bunt zu werden.;-)








3. Kominationen
Der Zufall hilft ja oft ein wenig mit und so habe ich festgestellt, das noch nicht 100% trockene Stoffe die Farben ein wenig verwischen, was ich eigentlich sehr hübsch finde - außerdem kann man natürlich auch Schablonen und Batik kombinieren, was meiner Meinung nach auch ziemlich cool funktioniert hat. Noch ein Vorher-Naja, Hinterher-Cool Teil!:-)


Meine neuen Shirts sind jetzt gebügelt und ausgewaschen (färbt übrigens nicht auf andere Stoffe ab, ich hab's ausprobiert) und bereit in den Kleiderschrank re-integriert zu werden. Ich bin sehr zufrieden!
Falls es demnächst kühler wird, mache ich die angefangenen Teile noch fertig, denn danach geht es an die Blusen und das könnte echt kompliziert werden...das machen wir dann im Winter!;-)

10.08.2015

In Bremerhaven

Die Autorin Karen Blixen hat angeblich mal gesagt, dass Salzwasser ein Allheilmittel ist, entweder in Form von Schweiß, Tränen, oder der See.
Ich würde mir nie anmaßen diese Weisheit in Frage zu stellen, und unser Urlaub am Meer diesen Sommer hatte zumindest eine Menge Meerwasser und Schweiß und glücklicherweise keinerlei Tränen zu bieten.;-)

Viele Freunde und Bekannte haben uns vor unserem Trip nach Bremerhaven irgendwie viel Spaß am Strand gewünscht, oder beim Muschel suchen, Schwimmen oder so - "leider" muss ich sagen, dass wir nicht mal Schwimmsachen eingepackt haben, denn irgendwie kam mir eine Hafenstadt nicht so als der perfekte "Strandurlaub" Resort vor - in Hamburg (wo wir übrigens auf dem Rückweg auch noch vorbei geschaut haben) würde man ja auch nicht ins Wasser springen, oder?;-)

Der typische Strandurlaub ist aber auch glücklicherweise nicht so mein Ding, ein bißchen spazieren am Meer ist zwar nett, aber auf Dauer ein bißchen zu langweilig - also hier mal eine kurze Liste von Dingen, die man in Bremerhaven so unternehmen kann und die wir für gut befunden haben!;-)

Schaufenster Fischerreihafen
Der "alte Hafen" wird derzeit ziemlich aufwendig modernisiert, vor allem, weil es inzwischen eigentlich keine Fischerei mehr gibt und man sich in Bremerhaven daher der Forschung und der Grünen Energie verschreiben will. Eine kleine Rundfahrt duchr den Hafen war trotzdem sehr nett, die großen Schleusenanlagen, Trockendocks etc. sind sehr beeindruckend und über Schiffsmarkierungen und Seefahrerlatein haben wir auch ein wenig was gelernt, trotz des "früher war alles besser" Laments unseres Kapitäns - auf Dauer ein wenig ermüdent, aber wenigstens mit friesischem Akzent vorgetragen.;-)

Stadtzentrum Bremerhaven
In der Innenstadt soll man scheinbar hauptsächlich Geld ausgeben, zumindest liegen direkt am Deich gleich mehr Restaurants, als man in einer Woche testen kann - auch auf diesem Schiff kann man heute nur noch schlemmen statt fischen - sondern auch 2 große Einkaufszentren + die Einkaufsstrasse. Ein bißchen mehr Geld als geplant haben wir da schon ausgegeben (es gab einen Schottland-Laden...), auch wenn Shoppen nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört - aber die Temperaturen machten es leider notwendig noch ein paar frische T-Shirts und Socken nachzurüsten...;-)

Zoo am Meer
Da ist eigentlich drin was drauf steht - der Zoo ist recht überschaubar (und das sage ich als Aachener, mit dem winzigen Euregiozoo vor der Tür), und großteilig gibt es hier Eisbären, Robben, Pinguine, was man halt so in Wassernähe erwartet + ein neues Nordseeaquarium für die Unterwasser-Perspektiven. Aber die Aussicht von Gehegen direkt am Wasser ist schon nett und teuer ist der Mini-Ausflug auch nicht wirklich. Kurzum ein neuer Zoo auf unserer Liste.;-)

Klimahaus
Wir hatten tatsächlich mehrere "Regen-Pläne" für Besichtigungen Indoor, das Wetter in der Woche vor unserem Urlaub legte das nahe - aber am Ende haben wir nur das Klimahaus angeschaut und müssen das Schiffsmuseum oder auch das Auswandererhaus dann ein andermal besichtigen. Für einen regnerischen Nachmittag ist man aber auch hier gut ausgelastet, die "Reise" entlang des 8. Längengrads durch 8 verschiedene Klimazonen fühlt sich auch körperlich ein wenig nach Weltreise an. Zumindest haben wir einige wirklich nützliche Dinge gelernt:
1. Ich könnte nicht in der Wüste leben.
2. Ich könnte *wirklich* nicht im Dschungel leben.
3. -6Grad in der Antarktis ist im Vergleich eine angenehme Sommertemperatur.;-)
Wenn man sich an den aufwendigen Ausstellungsräumen zu Sardinien, Schweiz, Samoa, Niger und und und satt gesehen hat, gibt es auch noch weniger Showlastige Teile des Museums für Erwachsene, eine ausführliche Wettershow, eine Klimawandel Ausstellung und einen Themenschwerpunkt Grüne Energien. Ich war allerdings von den 40Grad mit 80% Luftfeuchtigkeit in Kamerun ein wenig geschlaucht (selbst nach der Antarktis Schockfrostung), daher muss ich leider zugeben, dass ich immer noch kein Experte für Windkraft bin - trotzdem macht das Spaß, sollte man mal mitgenommen haben!

Helgoland
Jeden Tag kann man einen 10Stunden Trip nach Helgoland unternehmen, der angeblich einzigen deutschen "Hochsee" Insel, wobei das auch wieder nicht stimmt, wie wir gleich mal gelernt haben, weil richtig Hochsee ist es eigentlich nicht. Trotzdem kann man Duty Free einkaufen, wenn man das denn möchte.;-) 10Stunden klingt dabei ziemlich lange für eine Insel auf deren Rundlauf-Weg man so ca. 3-4Km lang unterwegs ist, aber Boote sind nicht so fix, also fährt man insgesamt 6 Stunden auf der Fähre mit marginal mehr Komfort als in einem Bus (Plastikbänke, aber immerhin mit Café an Bord;-) und wenn man Pech hat ziemlich Seegang auf dem Weg-Drittel, das man tatsächlich auf offener See und nicht auf der Weser verbringt. An Deck lässt sich das Geschlingere aber zum Glück aushalten, auch wenn das Umschiffen auf die kleinen Nussschalen-Boote für die Hafen-Einschiffung ein bißchen was von Abenteuer hat, für Menschen wie mich, die ohne Seemansbeine und mit wenig Gleichgewicht geboren wurden.;-)
Die Feuerfelsen und das Vogelschutzgebiet sind aber trotzdem einen Ausflug wert, auch wenn ich etwas froh bin, dass man auf den Fotos nicht erkennt wie sehr es da überall nach Guano stinkt, wenn 100.000 Vögel brüten...aber man kann nicht alles haben.;-)

Containerhafen & Seehunde in freier Wildbahn
Im Gegensatz zum Fischereihafen, wo nicht mehr gefischt wird, wird im Containerhafen immer noch Containert - und eine kleine Rundfahrt zu den Überseeterminals ist nicht teuer und man kann sich diese ganze Tetris-Maschinerie mal von Nahem ansehen (und gleich mal das neu erworbene Wissen über Schifsmarkierungen testen;-). Ein paar Seehunde in freier Wildbahn haben wir auch gesehen, allerdings sollte man da nicht zu viel erwarten, denn a) schlafen Tiere viel und ständig und b) halten sich die Fähren lobenswert fern genug, um die Schlafmützen nicht zu stören.;-) Zum Zoo am Meer gehört allerdings auch eine Heuler-Station weiter draußen, die man besichtigen kann. Kleine knuffige Seehundbabys sind bestimmt einen Ausflug wert.;-)

Für unseren Abstecher nach HH hat uns das gute Wetter dann leider im Stich gelassen, aber mit der Fress-Technik - jedes Mal, wenn der Regen stärker wird in das nächste Café oder Restaurant abbiegen;-) - haben wir auch da noch einen netten Tag verbringen können.
Hätte uns die Bahn dann nicht mit 2Std Verspätung nach Hause gefahren, wäre es beinahe ein entspannter Urlaubsausklang gewesen, aber auch hier man kann wie immer wohl nicht alles haben.;-)
Alle Fotos von See, Schiff und Meer, gibt es hier.

08.08.2015

Erfindung des Monats: Ziegenkäse Dressing

Yeii, ich habe es mal geschafft nicht nur was Neues zu kochen, sondern sogar daran zu denken noch ein Foto davon zu machen...also ein Food-Blogger wird jedenfalls aus mir nicht mehr.;-)

Liegt auch daran, dass ich eigentlich nicht so zu den motivierteren Hobby-Köchen zähle. Wenn man das regelmäßig (heißt so jeden Tag oder zumindest alle 2 Tage) machen muss, um nicht zu verhungern, macht das irgendwie weniger Spaß, als das es eine Notwendigkeit ist.
Aber manchmal kann aus reiner Routine auch neue Ideen entwickeln, in dem Fall für Salat Dressing.

Ich liebe Salat, er passt zu allem und ist (wenn man die Fertig-Tüten kauft, wie meiner einer;-) auch in einem erträglichen "Feierabend, ich verhungere gleich!!!" Zeitfenster herzustellen. Nachdem wir aber in letzter Zeit X-Mal Pesto Salat hatten - Salat, Parmesanspäne drüber, grünes Pesto und Balsamico Creme, lecker und in unter 10Min fertig;-) - wollte ich mal iiiirgendwas anderes schmecken.

Während ich also so durch den Supermarkt meines Vertrauens lief, fielen mir 2 Dinge ein:
1. Ich liebe auch Obst. Süß-Herzhafte Kombos sind großartig. Es gibt grade Himbeeren im Angebot...Hmmmm.
2. Ich wollte immer schonmal ausprobieren, ob Ziegenfrischkäse schmeckt. Hmmm.

Aus diesen Denkvorgängen ist folgende Kombi entstanden:
Grüner Salat (Feldsalat ist auch lecker) mit roten Zwiebeln (weil ich die immer Zuhause habe) und Himbeeren mit Croutons und Ziegenkäse Dressing.
Ich muss sagen...ich fand mich ziemlich gut!;-)

Hier die Schnell-Anleitung für das Dressing:
1 Becher Sahne (jaja, Joghurt geht auch;-)
1 EL Ziegenfrischkäse
1 EL Feigensenf
1 TL Honig
1 Spritzer Essig
Salz, Pfeffer, Knoblauch

Zusammenrühren. Fertig! Super. :-)

05.08.2015

Got some Physics? (Wochengedanke (XXIII)

Disclaimer: Diese Annekdötchen sind kurz zusammengebastelt und sollen/können keine erschöpfende Darstellung von irgendwas sein! Anregungen, Kritik und eigene Erfahrungen gerne in die Kommentare.

Ok, nochmal ein Beitrag aus der Kategorie "Was eigentlich auch mal Zwischenstände hätten sein können, wenn es sich lohnen würde" - habt ihr euch schon mal gefragt, wo in einem Fantasy/Sci Fi/Steampunkt/Whatever Universum eure Bereitschaft zur Suspension of Disbelief aufhört?

Ich habe da bisher selten aktiv drüber nachgedacht - ich fand es immer ziemlich Spaßbefreit sich darüber aufzuregen, dass Raumschiffe im Weltraum keine Geräusche machen, oder dass diese Felsenbrücke im ersten LotR niemals so umfallen könnte, aber ich hatte durchaus auch schon so "Echt jetzt?" Momente, siehe Godzilla oder auch Jurassic World.

Für Elysion wurde ich da letztlich in eine wissenschaftliche Diskussion verwickelt, die ich so eigentlich gar nicht führen kann (oder will), weil ich nun wirklich kein Naturwissenschaftler bin. Die Frage ist aber: Muss wirklich jede Erzählung (egal in welchem Medium, Buch, Serie, Film) zu 100% zu den hiesigen Naturgesetzen konform sein und falls ja, was ist die Konsequenz, und falls nein, wo zieht man so seine Grenze zwischen "alles erlaubt, weil Magie" (bin ich kein Fan von) und "alles was wir uns nicht erklären können, fällt raus" (fände ich ziemlich langweilig, dann hätte ja jahrelang keine Hummel durch ein Buch fliegen dürfen;-).

Es ist ja z.B. ein weit verbreitetes Thema, dass es große, schuppige, fliegende Drachen gibt - wird das irgendwo hinterfragt? Eigentlich nicht. Macht das physikalisch Sinn (also so Gewicht, Spannweite, Aerodynamik blabla)? Menschen, die es besser wissen sollten als ich sagen Nö. Stört mich das? Eigentlich nicht.
Eigentlich deswegen, weil ich wie gesagt immer noch kein Freund von Anything Goes bin, an einigen Stellen finde ich es daher z.B. wichtig darauf hinzuweisen, dass die humanoiden Drachen (ja die gibt's auch noch;-) nicht wirklich hoch/weit fliegen können, während die leichteren Gargoyle-"Modelle" das wegen Gleitflug schon können, dafür aber ziemlich breite Flügel brauchen. Jetzt stellt sich mir noch das Problem, dass es auf der einen Seite meiner Welt immer Dunkel ist - aus dramatischen Gründen notwendig und iiirgendwann mal aus der Überlegung entstanden wie eine Welt aussähe, die sich um eine Sonne, aber nicht um sich selbst dreht...ob die dann aber tatsächlich so halb hell und halb dunkel wäre? Keeeiiine Ahnung.;-)

Ich stelle also fest, ein bißchen Suspension of Disbelief ist schon notwendig für meine Gemütsruhe...die Grenze legt dann wohl jeder selber fest.:-)

01.08.2015

1812

Kriegsgeschichte(n) ist ja normalerweise so überhaupt nicht mein Ding, ich vermeide jede Art von "Aufarbeitungsgeschichte", die irgendwas mit Nazis zu tun hat (ok außer Indi-Jones und Hellboy, aber, hey, die Jungs sind halt cool;-) und auch ansonsten war es ein beliebter Witz unter meinen Bibliothekskollegen, dass ich von den 4 Bänden Krieg und Frieden "nur den Frieden gelesen habe", weil ich die Schlachtenbeschreibungen einfach mal ersatzlos überblättert habe.;-)

Bevor jetzt jemand Luft holt und mir irgendwas von "Vergangenheitsverleugnung" vorsalbadern will, sei daran erinnert, dass ich einen Hochschulabschluss in Geschichte vorweisen kann. Ich teile tatsächlich eine gewisse Fazination für WWI Lyrik und ich habe in meiner Schul- und Hochschul-Laufbahn genug Faktenwissen angesammelt. Es ist also nicht so, dass ich nicht wahrhaben will was Menschen sich alles so antun können, ich habe es nur schon bis zum Erbrechen durchgekaut und jetzt will ich nicht mehr, ok?

Für 1812 geschrieben von Adam Zamoyski wollte ich allerdings dann doch mal eine Ausnahme machen, denn nachdem mir uabhängig voneinander 3 Menschen von diesem Buch erzählten, war ich doch einigermaßen neugierig, was man über Napoleons Russlandfeldzug heute noch so neues und nie-dagewesenes erzählen könnte?

Hier ist was der Klappentext uns dazu sagt:
Napoleons Feldzug in Russland war eines der größten militärischen Desaster aller Zeiten und eine menschliche Tragödie von beispiellosen Ausmaßen. Für sein Epos über die Hybris eines Eroberers, den Wahnsinn des Krieges und einen der Wendepunkte der Weltgeschichte hat Adam Zamoyski eine Vielzahl von Augenzeugenberichten in französischer, russischer, deutscher, polnischer und italienischer Sprache ausgewertet. Als Leser hat man teil an den Überlegungen und Entscheidungen Napoleons, des Zaren Alexander I. und der militärischen Befehlshaber beider Seiten. Gleichzeitig kann man den Verlauf der Invasion, das Katz-und- Maus-Spiel der Strategen, die unheimlichen Tage im eroberten, aber brennenden Moskau, den unfassbar grauenvollen Rückzug der Grande Armée nachvollziehen. Nicht etwa nur der eisige Winter zwang die Franzosen in die Knie, sondern politische Fehleinschätzungen schon im Vorfeld des Feldzuges, strategische Fehler, widersprüchliches Handeln und die Unfähigkeit, Versorgung und Nachschub der Truppen zu sichern, führten die katastrophale Niederlage herbei: ein Muster, dem wir hier nicht zum letzten Mal in der Geschichte begegnen.
Ich muss gestehen, dass ich bisher auch an den "Besiegt von General Winter" Mythos geglaubt hatte und ich denke auch nach der Lektüre des dicken Wälzers immer noch nicht, dass man den Faktor Wetter unterschätzen sollte, aber das Buch gibt sich wirklich alle Mühe die verschiedenen Entscheidungs- bzw. gerade die NICHT-Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen, die dazu führen, dass eine Operation mit hunderttausenden Menschen scheitert. Wobei es für mich als Laien auch genauso schwer nachvollziehbar ist, wie man soviele Menschen aus sovielen Ländern überhaupt dazu bringt irgendwas zu tun, vom Erfolg mal abgesehen.;-)

Ich schreibe gerade sowas wie einen Winterkrieg und daher waren diese Einsichten für mich sehr interessant, auch wenn ich die unschönsten Details (ich sage mal Erfrierungsprozesse und Kanibalismus) vielleicht nicht übernehmen werde...

Trotz aller Skepsis - und auch wenn ich bei den Taktischen Beschreibungen wieder diesen "Überspringungs-Impuls" hatte;-) - muss ich also sagen, das Buch ist doch spannend, wenn man sich ein bißchen für das Phänomen Napoleon, oder auch europäische Staatenbildungsgeschichte interessiert - Konflikte mit Russland sind ja nun nicht sooo selten, habe ich mir sagen lassen...;-)
Ich vergebe daher mal 4 von 5 Standarten für ein Buch aus der Kategorie "hätte ich nicht gedacht, dass mir das gefällt".

29.07.2015

Spaß vs. Effekt (Wochengedanke XXII)

Disclaimer: Diese Annekdötchen sind kurz zusammengebastelt und sollen/können keine erschöpfende Darstellung von irgendwas sein! Anregungen, Kritik und eigene Erfahrungen gerne in die Kommentare.

In der letzten Woche habe ich ein bißchen ComicCon Berichterstattung verfolgt ud bin dabei auf ein paar interessante Dinge gestoßen - zum Beispiel das Semicolon Project, aber ob ich dazu was Sinnführendes beizutragen habe, weiß ich noch nicht - aber vor allem ging es natürlich auch um neue Nerd-Filme, die demnächst ins Kino kommen.
Und dabei ist mir wieder mal aufgefallen, dass viele Menschen beim Filmemachen (und vermutlich nicht nur dabei) oft mal vergessen, dass ganz große Effeke noch keinen ganz großen Erfolg machen.

Demonstriert wurde mir das in der Gegenüberstellung eines neuen Hochglanz-Effekt-Trailers von Superman vs. Batman - ich bin kein Comic Geek (und finde beide genannten Superhelden auch nicht besonders spannend), daher ist mir nur bewußt, dass es diesen Arc im DC Universum gibt, ob man den unbedingt aufgreifen muss, lasse ich mal dahingestellt. Aber der Trailer ist insofern wirklich ein interessanter "man möchte es unter ein Mikroskop legen und sezieren" Komplettausfall, als das er die großartigsten Bilder mit irgendwelchen Sinnschwangeren One-Linern aus dem Plot kombiniert und mich am Ende mit dem Gefühl von unbestimmten Ekel zurückließ.

Nicht nur sind die Bilder billig kopiert (wenn auch bestimmt mit sehr teuren Effekten umgesetzt): Siehe Bruce Wayne läuft in die Staubwolke eines zusammenstürzenden Wolkenkratzers (9/11 anyone?), oder auch Superman rettet Menschen von den Häuserdächern während eines Hurricane (hi Katrina) - das hätte man auch 1 zu 1 aus Newsfootage zu "Katastophen des Modernen Amerika" zusammenschneiden können. Aber es ist noch schlimmer, denn bei allem "Oh die Verantwortung, der Fluch!" (Superman) und "Oh meine Eltern, das Trauma, der Fluch!" (Batman) hat man nicht einen Moment das Gefühl, dass irgendwer tatsächlich Spaß daran hatte diesen Film zu drehen.
Avangers ist bestimmt auch keine Comedy, aber wenn ich schon bei den Hauptfiguren das Gefühl habe, dass sie lieber in einem dunklen, feuchten Loch säßen, als irgendwas zu tun, was in diesem Film passiert, warum sollte ich mir das dann ansehen wollen?
Vielleicht hat man sich da in seiner Bibel-Symbolik irgendwie übernommen - ehrlich, Jesus-Superman schwebt im Gegenlicht zu einer betenden Frau runter, um sie zu retten? Seriously?!? - den deprimierenden Schinken will ich auch nicht lesen.;-)

Dagegen hatte der neue Star Wars nicht mal einen Trailer im Gepäck, sondern statt dessen ein ungefäht 3Min langes Behind the Scenes Video (siehe unten) und guess what? Dieses Video ist komplett ohne Effekte, es sagt dir auch 0 über den Plott, aber es atmet quasi die Begeisterung mit der diese Leute Kulissen basteln, Modelle anmalen, Kostüme und Puppen fabrizieren, um diese Alien & Science-Fiction Welt irgendwie zum Leben zu erwecken!
Ich stehe ja auf Making Offs und spätestens seit den 100 Stunden Bonusmaterial zu Herr der Ringe haben ja auch ein paar mehr Zuschauer ihre Freude zu "wie das gedreht wurde" Material entdeckt, aber man muss schon sehr hartgesotten sein, um bei dem Video nicht Bock zu bekommen den fertigen Film zu sehen.;-)
(Ich hätte sogar auf den "echten Film" in der Kamera verzichten können, auch wenn es irgendwie zu J.J. Abrams passt, dass er ohne Digitaltechnik filmt;-)

Und was sagt uns das? Man kann noch soviel darüber nachdenken wie man sich am besten verkaufen könnte, wenn man keinen Spaß daran hat, kommt dabei nichts Brauchbaren rum!;-P
Können wir jetzt einen Wonder Woman Film bekommen, bitte? Die hat wenigstens noch ein geiles Kostüm...


25.07.2015

How To: Maxi-Sommerkleid in 4 Nähten

Es begab sich irgendwann letztes Jahr, dass ich durch einen Fehler im Buchungssystem zwei Meter echt häßlichen blau-weiß Blümchen-Stoff geschickt bekam, statt der Lieferung, die ich eigentlich wollte. Das war schnell reklamiert und der Händler hat dann den richtigen Stoff geschickt, aber nach 3 Emails mit der Frage "Hallo Leute, wollt ihr denn die falsche Lieferung nicht zurück?", auf die ich keine Antwort bekam, lag dann dieses Stoffpaket dann bei mir im Schrank und sammelte Staub an.

Dann musste ich vor 2 Wochen mal eine Maschine mit schwarzer Waschmaschinenfarbe machen (einige Tops & Hosen brauchen das alle paar Jahre mal gegen das Ergrauen) und habe den Stoff einfach mit reingeschmissen nach dem Motto "Schlimmer kanns danach nicht aussehen" - und siehe da, schon haben wir 2m einwandfreien Uni-Schwarz Stoff und Uni-Schwarz kann man immer mal brauchen.;-)

Ich habe mir dazu diese Anleitung aus dem Netz gesucht, denn ich wollte schon lange mal ein Maxi-Sommerkleid, für die wirklich heißen Tage, an denen man außer Unterwäsche und Zelt wirklich nichts anziehen will, aber von der Stange kaufen kann man bei meinen seltsamen Körpermaßen eigentlich vergessen. Außerdem fand ich den Wasserfall-Ausschnitt toll! :-)

Das Ganze ist auch relativ leicht zu machen, nach einer Technik, die ich sehr empfehlen kann: Schnittmuster aus Dingen, die dir schon passen. Habe ich noch ein anderes Projekt zu auf Halde, dazu dann irgendwann mal mehr.

Schritt 1: Zuschneiden
Also man nehme je eine Stoffbahn für Vorder- und Rückenteil und lege ein T-Shirt an, das einem gut passt. Ich habe für das Rückenteil einen V-Ausschnitt haben wollen, das ist aber optional - ich fand nur das passt gut zu dem Wasserfall vorne, ein bißchen dramatischer Hinkuker quasi.
Für den Wasserfall-Ausschnitt einfach einen Streifen Stoff "überstehen" lassen - kann man als Foto in der Anleitung sehen - und dann fällt das beim Zusammennähen der Schultern automatisch nach vorne. Genial, werde ich auf jeden Fall nochmal für ein Top machen!
Von der Hüfte lege man dann einfach eine diagonale Linie zur unteren Kante des Stoffs (man kann vorher abmessen wie lang der für die Strecke Schulter-Knöchel sein muss, aber ich hab das erst nachträglich abgeschnitten) - schon fertig.

Schritt 2: Zusammennähen
Was soll man sagen? Man hat 2 Teile, die an Schultern und Seiten zusammen müssen und dann muss man noch Ärmel, Hals und Saum umnähen. Schneller geht's fast nicht.
Schritt 3: Aber vorsicht!
Ich musste beim ersten Anprobieren leider feststellen, dass diese Art von Schnittmuster nur für Frauen geeignet ist, die weniger mit Hüften und Arsch gesegnet sind, als ich, daher musste ich an den Seiten noch 2 Dreiecke von den Achseln bis zum Boden einsetzen, was ein paar unschöne, krumme Auslassnähte ergeben hat.
Zum Glück hatte ich grade die Idee gehabt, mir meine eigenen Blümchen-Aufnäher zu häkeln (ich habe ja gesagt, sie kommen wieder;-), also waren die krummen Nähte auch schnell verdeckt, aber ich dachte ich sage das trotzdem mal, damit sich Einige beim Nachmachen die Doppelarbeit von Wieder-Auftrennen und Wieder-Zunähen sparen können.
Vorher messen hätte geholfen, aber wer vorher zu faul ist, hat hinterher die doppelte Arbeit, so ist das leider....;-)


Ich bin trotzdem mit dem Ergebnis sehr zufrieden (auf dem Foto sieht man die Blümchen leider nicht, die sind nur seitlich auf die Auslassnaht aufgenäht, einmal ganz rum war mir zu Hippieesk;-) und kann das Nachmachen nur empfehlen!

22.07.2015

Doch, ganz ehrlich, Frauen sind echte Menschen und so! (Wochengedanke XXI)

Disclaimer: Diese Annekdötchen sind kurz zusammengebastelt und sollen/können keine erschöpfende Darstellung von irgendwas sein! Anregungen, Kritik und eigene Erfahrungen gerne in die Kommentare.

Können wir bitte doch noch kurz über Frauen in Filmen reden?
Keine Sorge, den Old-White-Men-Rant über die amerikanische Filmindustrie lasse ich mal außen vor, auch wenn es da bestimmt noch genug Diskussionspotentiale gäbe, die mit verschiedenen -ismus-Themen zu tun haben.
Nein, es wundert mich einfach manchmal unglaublich wie sehr sich die Zuschauer-Seite weigert irgendwie Realität in ihren schönen Film-Fiktionen zu dulden.

So wies ich beispielsweise darauf hin, dass was die realistischen, mehrdimensionalen Charaktereigenschaften von sowohl Frauen als auch Männern angeht, Jurassic World leider ein Rückschritt um ca. 50 Jahre ist, zurück zu "Frauen schreien einfach viel und müssen gerettet werden". Und da hilft es auch nicht, dass die Frau in question theoretisch einen großen Vergnügungspark leitet, wenn ihr in wirklich jeder wichtigen Situation die Kontrolle entweder von ihrem Milliadär-Boss, dem Militär-Typ, oder dem Naturversteher-Helden aus der Hand genommen wird.
Wollte ich nur mal drauf hinweisen, denn diese Art von schwarz-weiß Zeichnung finde ich einfach nicht mehr zeitgemäß - wir haben 2015, es gibt einfach keine Ausrede mehr schlechte Drehbücher zu schreiben.
Und was ist das Ergebnis? Es wird darum gebeten einen Actionfilm "bitte nicht mit so politischem Scheiß kaputtzumachen"....öhm ok, wenn interessantere Charaktere zu verlangen "politischer Scheiß" ist, bin ich scheinbar ein politischerer Mensch, als ich immer dachte, interessant.

Entgegengesetztes Beispiel dazu: Mad Max, Fury Road. Habe ich nicht gesehen, aber ich habe wirklich darüber nachgedacht, spätestens seit mir kundgetan wurde, dass es sich hierbei um ein Feministisches Manifest getarnt als Kinofilm handelt. Behaupten zumindest die "Men First" Blogger, die den Film übrigens auch nicht gesehen haben, aber sich daran stören, dass *le gasp* im Trailer eine Frau Text haben darf.
Ehrlich? Das ist "zuviel"? Ich wollte jetzt fast zuviel Feminismus schreiben, aber das traurige ist ja: Es ist kein Feminismus, wenn man anerkennt, dass Frauen Autos fahren, Sprechen, oder von mir aus auch Revoluzzerbanden anführen können - es ist Realität.
Es ist also unverdaulich, wenn man Charaktere schreibt, die zufällig Titten haben, aber deren Geschlecht ansonsten für die Handlung keine Rolle spielt? Wow.

Da fragt man sich glatt, ob die Rolle in A World Beyond - nicht gesehen, aber hier die ziemlich lesenswerte Rezi von Tine dazu - eigentlich mal für einen Jungen geschrieben war, aber sie im Casting keinen gefunden haben.^^ Pessimistische Verschwörungstheorie, ich weiß, aber ansonsten muss es einem ja quasi unvorstellbar vorkommen, dass ein weiblicher Teenager als Naturwissenschafts-Geek und Welt-Retter durchgeht und den ganzen Film über keiner darauf hinweist, dass sie "ein Mädchen" ist. Und warum nicht? WEIL ES FÜR DIE STORY KEINEN VERDAMMTEN UNTERSCHIED MACHT!
Tatsächlich kann ein Mädchen einfach mal Hauptfigur sein, ohne dass man das irgendwie kommentieren muss. Sobald man für seine Story darauf angewiesen ist irgendein lahmes Gender-Klischee auszupacken, hat man seinen Job als Schreiberling einfach nicht gut gemacht und dann braucht man sich auch nicht mit "Aber des Publikum will ja/will ja nicht" rausreden - diese Art von Behauptung (aus der gleichen Gussform von "Filme mit Frauen verkaufen sich nicht") ist einfach unwahr und nur das Deckmäntelchen für die eigene Faulheit oder den Mangel an Talent. Netter kann ich das leider nicht ausdrücken.

(Sorry übrigens für den Caps-Lock, aber ich habe das Gefühl, das müsste auf die "ich kann nicht fassen, dass ich das laut sagen muss"-Liste.;-)

Für Elysion wurde mir übrigens auch schon vor mehr als 10 Jahren vorgeworfen, ich wöllte irgendein Feministisches Fantasy Manifest schreiben, als angry-Nerd-Girl....aber das ist nochmal SO ein anderes Fass voll Schlangen, dass ich das auf später verschiebe, sonst steigt nur wieder der Blutdruck.;-)

18.07.2015

Mission Lieblingsteil Teil 1 (Kleinigkeiten für Zwischendurch)

Mir ist bei meinen Umänderungs-Anwandlungen ein größeres Projekt dazwischen gekommen, aber dazu demnächst mehr.
In der Zwischenzeit habe ich jede Menge Hosensäume ausgelassen und ein paar Nähte aufgetrennt und ein wenig weiter wieder zusammen genäht, damit zumindest meine noch tragbaren Hosen auch tragbar bleiben, aber das ist nun wirklich keinen Post wert.

Also hier ein paar Eindrücke von den leicht interessanteren Ideen. Zu den aufwendigeren Änderungsaktionen kommen wir dann hoffentlich demnächst.

1. Kontraststoff 
Manchmal hat man keinen Saum und keine breite Nahtzugabe, um noch ein paar Zentimeter rauszuholen, da muss man eben improvisieren - und mit Kontraststoffen kann man so improvisieren, dass es wie Absicht aussieht - siehe ein bisher zu enger Rock mit neuem feschen Streifenmuster und eine zu kurze Jeans mit Kontrastsaum. Beides in 30Min zu machen, auch wenn man bei dem Rock natürlich erstmal eine komplette Nahm auftrennen muss.

2. Resteverwertung für halb-gute Ideen
Ich hatte noch erzählt, wie man aus einem alten T-Shirt und einer alten Gardiene ein Top macht - leider war das T-Shirt so alt, dass es gerade noch 4 Wäschen überlebt hat und die Gardiene war nicht sooo angenehm auf der Haut auf Dauer. Trotzdem war das Top eine sehr gute Idee, also habe ich dasselbe nochmal re-modelliert mit dem Reststoff von meinem Cocktailkleid. Ein paar Nähte und Zuschneiden natürlich, aber trotzdem unter 2Stunden machbar.


3. Bunte Sachen
Langweilige T-Shirts mit Krallenlöchern und unifarbene, langweilige Stoffe lassen sich mit Aufnähern, Knöpfen und anderen bunten Dingen schnellstens aufpeppen. Die Häkelblümchen hab ich sogar selber fabriziert, nach einer downscale Version des Musters, das gerade mein neues Schaltuch macht. Die kommen demnächst dann auch nochmal vor!;-)




16.07.2015

Technik gegen Schlechte Angewohnheiten (Wochengedanke XX)

Disclaimer: Diese Annekdötchen sind kurz zusammengebastelt und sollen/können keine erschöpfende Darstellung von irgendwas sein! Anregungen, Kritik und eigene Erfahrungen gerne in die Kommentare.

Normalerweise halte ich nicht viel von "Gesundheits-Apps". Ich verweigere mich dem Trend mich selber komplett zu vermessen und alles an mir in irgendein Computerprogramm einzuspeisen und mein Trainingslog führe ich entweder mit Stift und Papier, oder aber ich merke mir einfach wann ich in der Woche was trainiert habe.;-)

Aber manche "Apps gegen schlechte Angewohnheiten" sind eventuell gar nicht so blöd - zumindest habe ich in der letzten Woche 2 gefunden, die mich tatsächlich nicht nerven und sogar nützlich sind.
1. Ein Wasser-Tamagotschi
In der Hitze und durch meine ständigen Gewitterbedingten Kopfweh kam mir die Idee, dass es vielleicht gut wäre meinen täglichen Wasserkonsum ein wenig zu steigern - wie man sich vielleicht erinnert, ist Wasser trinken nicht gerade etwas, das mein Körper von sich aus will, also habe ich erstmal einen Timer gestellt, der mich alle 2 Stunden daran erinnert hat nochmal so eine 0,5l Flasche Wasser leer zu machen. Das war ok, aber durch einen hilfreichen Tipp bin ich auf Carbodroid gekommen - eine Android App, die eigentlich genau dasselbe tut, nämlich in vorfestgelegten Intervallen darauf hinzuweisen, dass man nochmal was trinken sollte.
Aber, was die App einfach besser macht, als meine langweilige Stoppduhr ist das kleine Tamagotchi-ähnliche Android Männchen mit den Wassermengen zu füttern, die ich eingebe, so dass es immer glücklicher wird, je näher ich meinem selbst festgelegten Ziel komme.
Man mag das total albern finden, aber diese simple Belohnungsstrategie im Hirn funktioniert tatsächlich - wer will schon riskieren, dass sein Tamagotchi traurig bleibt?!?;-)

2. Zwangspausen für den Rechner
Vor ein paar Jahren war ich ja mal Edward mit den Stahlschienen-Händchen und das war eine Erfahrung, die ich ungern wiederholen würde. Also bekam ich von Tine den hilfreichen Hinweis, dass es inzwischen Computer Apps gibt, die in voreingestellten Intervallen einfach mal den Bildschirm ausschalten und dir sagen, dass du jetzt mal wieder deine Hände ausruhen, deinen Nacken entspannen und deine Muskeln strechen solltest.
Ich dachte zuerst - und da ging es mir nicht allein so;-) - dass das bestimmt mega nervt, wenn man grade so im "Flow" ist, aber tatsächlich ist das total entspannsam!
Zum einen macht Big Strech Reminder (die App für die ich mich entschieden habe, es gibt noch etliche andere) den Bildschirm nicht einfach ohne Vorwarnung dicht, sondern kündigt vorher an, dass es jetzt mal wieder Time for a Break ist, so dass man den Gedanken noch Zuende führen und die Datei noch abspeichern kann. Zum anderen verfließt der Tag nicht so einfach, wenn man sich wirklich an regelmäßige Pausenzeiten hält (und mein Intervall von 45Min ist schon großzügig gewählt) und die App achtet außerdem darauf, mehr Pausen zu verschreiben je schneller man tippt (gut für die Hände) und das Intervall zu überspringen, wenn keineAktivität erkennbar ist (so dass man auch mal einen Film kuken kann, ohne dass das stört;-).

Insgesamt also 2 Dinge, bei denen ich die Technik mal in meine Privatsphäre eindringen lasse, ohne mich zu beschweren!;-)

11.07.2015

Foxglove Summer

So, da ist es also, das vorerst letzte Buch der Reihe und natürlich gibt es ein paar düstere Andeutungen und ein offenes Ende, damit wir gar nicht erst auf die Idee kommen nicht vor Vorfreude auf den nächsten Band zu vergehen...naja ganz so schlimm ist es dann vermutlich doch nicht;-)

Ich finde es gerade noch sehr entspannend wieder mal zu einem dicken Geschichtsbuch zurückzukommen, das ich schon ewig lesen wollte. Sachbücher lesen ist manchmal so Hirnentspannend, wie alte Folgen einer liebgewonnenen Serie - keine unschönen Überraschungen.;-) Aber vielleicht bin ich auch einfach seltsam in der Hinsicht.

Vorher aber noch schnell - worum geht es denn jetzt im Foxglove Summer?

When two young girls go missing in rural Herefordshire, police constable and wizard-in-training Peter Grant is sent out of London to check that nothing supernatural is involved.
It’s purely routine—Nightingale, Peter’s superior, thinks he’ll be done in less than a day. But Peter’s never been one to walk away from someone in trouble, so when nothing overtly magical turns up he volunteers his services to the local police, who need all the help they can get. But because the universe likes a joke as much as the next sadistic megalomaniac, Peter soon comes to realize that dark secrets underlie the picturesque fields and villages of the countryside and there might just be work for Britain’s most junior wizard after all.
Soon Peter’s in a vicious race against time, in a world where the boundaries between reality and fairy have never been less clear....
Wie man schon sieht, hat man sich von den qualitativ hochwertigeren Klappentexten wieder verabschiedet, aber immerhin stimmt die Faktenlage soweit.;-)

Ehrlichgessagt, ich hatte darauf gewettet, wann man zu den Archetypen vom Midsummer Night's Dream vordringen würde. Keine Serie, die irgendwas mit Übernatürlich zu tun hat - vor allem in den britischen Hinterlanden - kann vermutlich ohne Feenringe, Faerie Queens und Gypsy Fairs auskommen.
In diesem Zusammenhang lässt sich der Plot auch ganz gut an, aber irgendwie kommt die snappy Spannungskurve nicht mehr so richtig in Gang, das setzt sich leider vom letzten Band fort, auch wenn hier die kleine Landgemeinde den possierlichen Background bildet und nicht mehr die graue Betonsiedlung.

Die Feenkönigin inklusive ernsthafter Action lässt sich auch ein wenig lange bitten und die Kinder finden sich ein wenig zu schnell, was für meinen Geschmack ein wenig zu viel Zeit für Insider-Rumgequatsche über Polizeiinterna übrig lässt. Ist ja nett, dass sich der Autor da auskennt, oder gut recherchiert hat, aber guess what? Irgendwas einzubauen, nur weil man es zufällig weiß, ist die ungefähr schlechteste Art Recherche umzusetzen - ich weiß es ist schwer sich zurückzuhalten, wenn man soviel gelesen hat, aber man sollte es doch tun. Niemand mag einen Besserwisser.;-)

Ich bleibe also bei den 3,5 Punkten inklusive goldenem Gummipunkt für fiese Einhörner, aber mehr ist leider nicht drin. Hoffen wir mal auf Band 6!;-)

08.07.2015

Von Blumen und Glückskeksen (Wochengedanke XIX)

Disclaimer: Diese Annekdötchen sind kurz zusammengebastelt und sollen/können keine erschöpfende Darstellung von irgendwas sein! Anregungen, Kritik und eigene Erfahrungen gerne in die Kommentare.

Eigentlich wollte ich diese Woche was über sogenannte Feministische Bücher und/oder Filme schreiben, aber ich hatte ja versprochen, dass wir uns nicht wieder in Blutdruck-Gefährdendes Gebiet begeben und um diese Gefahr erst gar nicht aufkommen zu lassen, erzähle ich was über das Zen-igste meiner vielen Hobbies: Gärtnern. Und warum ich auch gut Glückskekse schreiben könnte.;-)

Gärtnern ist kein Hobby für Ungeduldige. Manchmal dauert es Jahre und Jahre, bis man wirklich sieht was aus einem Setzling wird, oder bis eine Pflanze blüht.
Ich habe eine beinahe tote Rose von unserer Vormieterin geerbt - nur noch ein Trieb war von dem ganzen Stamm übrig. Nun habe ich diesen Trieb in 4 Sommern soweit wieder augebaut, dass er schon fast wieder so buschig ist, wie der tote Stock vorher. Aber in diesen 4 Jahren hat die Rose nicht einmal geblüht - das ist ok, weil sie ihre Kraft woanders braucht, aber es ist eben nichts für Ungeduldige. Vielleicht dauert es nochmal 4 Jahre, bis ich endlich weiß, welche Farbe der Stock hat. Und das ist auch ok, es gibt Dinge, auf die man sich freuen kann. Auch wenn manchmal ein "gelungenes Experiment" am Ende so bunt blüht, dass es schon fast wieder geschmacklos ist!;-)


Und dann gibt es Gewitter. Gewitter machen manchmal in 10 Minuten die Arbeit von 2 Monaten kaputt. Indem sie grade erst anfangende Blüten abknicken, oder Äste abreißen, aus denen man eigentlich einen neuen Trieb ziehen wollte. Daran kann man nichts ändern, so ist die Natur nunmal.

Manchmal kann man daraus allerdings auch etwas lernen - so zum Beispiel, wenn man gerade eine Blumenvase voller "Gewitteropfer" hergerichtet hat und dann zufällig auf einen Prof von der Uni trifft, dem man verschiedene verschwendete Jahre seines Lebens zu verdanken hat (und dem man vermutlich gerne verschiedene, illegale Dinge antun würde - optional, aber möglich).
Letzteres passierte nicht mir persönlich, aber ich teile diese Erfahrung mit vielen Menschen, deren Erinnerungen an das Studium und die Leute, die es "betreut" haben nicht gerade positiv geendet sind.

Also warf ich einen Blick auf meine Blumenvase und versuchte mich an tröstenden Worten: Manchmal gibt es ein Gewitter und manchmal muss man danach Dinge abschneiden, die nicht mehr richtig wachsen. In der Vase sehen sie noch eine Weile nett aus, aber eigentlich sind sie schon tot. Dann muss man sie wegwerfen und warten, dass mit der Zeit etwas Neues wächst.

Ich weiß nicht, ob das geholfen hat, aber ich habe daraus die Erkenntnis gewonnen, dass ich echt gut wäre als Glückskeks-Spruchschreiber!;-)

04.07.2015

Zuuuu waaaaarm...

Kinder, es ist einfach viel zu heiß, um irgendwas Sinnvolles zu schreiben, also ziehe ich mich einfach mal mit einem Katzenfoto aus der Affäre.

Bei der Hitze finden sogar unsere Viecher neue, interessante Schlafplätze - und ich identifiziere mich auch zu 100% mit dem Evil-Missbilligungs-Blick!;-)

Möge euer Wochenende entspannt und klimatisiert sein!

21.06.2015

Jurassic World (bestimmt Spoiler, wie immer;-)

Ich bin ein Kind der 90er und als solches habe ich natürlich nicht nur die ersten 3 Jurassic Park Filme schon X-mal gesehen (und mag auch tatsächlich alle 3, auch wenn der 1. natürlich den größen Wow-Effekt hatte), sondern gehörte auch zu den Kindern, die später mal Dino-Forscher werden wollten.
Naja daraus ist, wie bekannt, nichts geworden - aus meinen anderen 2 Kindheitsplänen, Pianistin oder Astonautin, irgendwie auch nicht, aber das ist ein Blog für einen anderen Tag;-) - aber an der Faszination ändert zum Glück auch die Erkenntnis nichts, dass die Filme mit Dino-Forschung nicht soviel zu tun haben, wie ich als Kind dachte.;-)


Trotzdem, oder gerade deswegen, war ich allerdings bereit sehr viel Suspension of Disbelief vorzuschieben, um dem neuen Jurassic World die Chance zu geben diese Faszination wieder zu erzeugen. Hat das funktioniert? Ja und Nein - die Dinos waren großartig, nur die Menschen haben leider etwas genervt.;-)

Fangen wir mal mit der Meckerei an - Was mir nicht gefiel:
Das Drehbuch ist doof. Sorry, ich habe lange überlegt, wie man das irgendwie netter formulieren kann, aber mir fällt leider nichts ein - Fakt ist einfach, statt sich irgendwie realistische Figuren zu überlegen, haben sich die Drehbuchschreiberlinge dazu entschlossen ihren Hauptcast aus dem Bodensatz der Uralt-Klischee-Grabbelkiste zusammenzusuchen.
Deswegen ist die weibliche Hauptrolle der Typ gefühlskalte Business-Barbie im weißen Kleidchen mit Stöckelschuhen, die im Laufe des Films erst einmal lernen muss, dass Tiere und Kinder nicht nur verwaltet werden müssen, sondern irgendwie Gefühle haben. "Unterstützt" wird sie dabei von ihrer Schwester, die ihr besagte Kinder erst aufgehalst hat, in 5 Szenen vorkommt und davon in 4 heult, weil...ja vermutlich weil Frauen halt ständig heulen müssen? Ach ja, und die dann rotzend und kurz vor der Scheidung darauf besteht, dass Ehe und Kinder haben sich total lohnt, weil eine Hauptheldin, die keine Kinder will, wäre ja zuviel der Zumutung.
Aber keine Sorge, für das Tick-Tack der vermeintlichen biologischen Uhr hat man ja im männlichen Cast die Auswahl zwischen dem exzentrischen Milliadär (Inder diesmal, aber immerhin ein Jurassic-Park Klassiker), dem Quoten-Schwarzen (der diesmal immerhin überleben darf, auch wenn er nicht Samuel L. Jackson ist), dem "Militär-Fiesling" (ein wenig schleimig-schwitzig interpretiert von Vincent D'onofrio, wenigtens mal ein bißchen Abwechslung;-) und dem All-American-White-Guy-Helden, der im Laufe des Films...ja leider eigentlich gar nichts mehr lernen muss, denn er könnte nur noch klischeehafter der "Ich bin weise und im Einklang mit der Natur"-Mann sein, wenn er tatsächlich Navajo und nicht Navy-Seal wäre.

Eigentlich ist Chris Pratt für Jurassic World, was Sam Neil für Jurassic Park war - der Typ, der von Anfang an darauf besteht, dass wir alle sterben und dass das alles eine ganz doofe Idee ist. Am Anfang des Films kommt diese Kassandra-Nummer hier aber ein wenig merkwürdig rüber, denn Sam Neil konnte sich wenigstens noch über "das wird nie funktionieren" beschweren - "das wird nie funktionieren, auch wenn es jetzt schon seit 20 Jahren funktioniert, wartet nur ab!" kommt irgendwie weniger markant, aber zum Glück bricht ja der neue Super-Dino schnell aus, der Typ, der eh alles weiß, hatte Recht und darf den Tag retten, alles groovy.
Während Sam Neil allerdings den Tag rettet, sieht er irgendwie possierlich überfordert aus - die Regieanweisung für Chris Pratt war offensichtlich "Zieh den Bauch ein, streck die Brust raus und kuk böse" - das tut er so ausdauernd und in jeglicher Situation, dass es leider an den unpassensten Stellen so unfreiwillig komisch ist, dass man den Ernst der Lage nicht so ganz ernst nehmen kann.;-)
Achso und der Held muss natürlich das Mädchen kriegen, was in einer selten dämlichen "ach ups, das müssen wir irgendwo noch schnell dazwischenschieben" Kussszene passiert und am Ende bekommt er noch eine markige Pick-Up-Line, bevor sie gemeinsam in den Sonnenaufgang schreiten. Nee, im Ernst das passiert genau so, das habe ich mir nicht ausgedacht.

Und das ist sehr schade, denn manchmal hatten die Drehbuch-Fuzzis tatsächlich ein paar nette Ideen - so sammelt Business-Barbie ein paar Pluspunkte, weil sie an mehreren Stellen die Alpha-Männchen-Masche von Strammbrust-Indianer-Jones komplett ins Leere laufen lässt und auch für einige der Nebenfiguren gibt es so ein paar aufblitzende, gut geschriebene Momente.
Trotzdem besteht leider die größte Leistung der weiblichen Hauptfigur darin, dass sie auf Stöckelschuhen vor einem T-Rex wegrennt und der jugendliche Held behält wenigstens sein T-Shirt an und macht sich nicht zu 100% zum Shatner.
Und wenn das das Positivste ist, das man so sagen kann, dann weiß ich wirklich nicht, wie man "Das Drehbuch ist doof" noch anders umschreiben soll.;-)

Warum sollte man den Film trotzdem sehen wollen?
Na wegen der Dinosaurier! Ich sage es, ohne mich dafür zu schämen, die "Dino-Herden in Freier Wildbahn"-Szenen unterlegt mit dem Jurassic-Park-Theme (eines der großartigsten Film-Themes ever!:-) und der T-Rex-Schrei im Sonnenaufgang machen mir heute immer noch genauso Gänsehaut wie vor 20-Jahren! Jurassic-World sieht einfach großartig aus und man erwischt sich ständig dabei, dass man denkt (oder in unserem Fall auch laut kundtut): Das will ich auch machen! Da will ich auch hin!;-)
Die Suspension of Disbelief ist natürlich auch hier notwendig, vor allem wenn es um die "Dino-Kommunikation" geht - das schwang im 3. Teil schonmal mit, damals war dann auch Sam Neil der Raptoren-Versteher, aber hier ist es noch ein wenig erweitert, Raptoren-Dompteur und "Der Feind meines Feindes"-Angriffspakte zwischen Raptoren und T-Rex inbegriffen.
Aber wenn die Menschen dann wieder vor Raptoren durch Großküchen und Ausstellungsräume flüchten, dann ist das eben wieder Jurassic-Park und funktioniert auch wieder genau wie früher, solange man die komischen, sprechenden Pappaufsteller ignoriert, die die Hauptfiguren sind.;-)
Der eigentliche Held des Films (für uns zumindest) war sowieso der Mosasaurus - Wasserviecher sind einfach großartig und irgendwie hatte man auch das Gefühl, dass die besten Effekte eigentlich nicht für den Super-Dino draufgehen, um den es eigentlich gehen sollte - ein Schelm wer Böses dabei denkt!;-)

Wir hoffen jedenfalls auf ein Free Willy Szenario für das großartigste Wasserviech seit dem Weißen Hai, dann kann der 5. Film gleich ein Revival von Das Boot mit Dinos werden!;-)

Ich gebe mal 3,5 von 5 Raptoren-Krallen, weil mich die unfreiwillige Komik manchmal etwas rausgebracht hat und meiner Meinung nach die Spannung stört. Aber ich bin ein Mosasaurus-Fan, also werde ich den Film wohl auch nochmal sehen - wenn auch vielleicht nicht so oft, wie de ersten 3.;-)

20.06.2015

Listening to: Bloody Mary

Es gibt manch Autoren, deren Stil man nicht immer so ganz gutheißen mag, aber deren "durchschnittliche" Qualität immer noch besser ist, als vieles Andere, das man so lesen muss und so kommt man immer wieder auf sie zurück.

Carolly Erickson ist so ein Beispiel für mich - wenn auch aus dem Non-Fiction Bereich. Denn auch wenn ich ihrem selbst-attestierten "ich denke mir nie irgendwas dazu aus, das ist alles aus den Quellen ersichtlich" nicht wirklich zustimmen kann (auch Küchenpsychologische Einschübe, wie "Was wird sie sich hier wohl gedacht haben?!?", sind ausgedacht, liebe Carolly;-), kann ich ihr nicht absprechen, dass sie im Großen und Ganzen interessant schreibt, vernünftig recherchiert und - das möchte ich besonders hervorheben - in der Lage ist den "berühmten" historischen Figuren, mit denen sie sich beschäftigt, andere Seite abzugewinnen, als die Archetypen zu denen sie oft in Retrospektive geworden sind.

Ich wär mir ihrer Anne Boleyn ein wenig unglücklich, Queen Victoria fand ich großartig und Josephine deprimierend, aber einnehmend. Und man sollte es kaum glauben, eigentlich ist ausgerechnet Bloody Mary die bisher symphatischste Figur, die sie entwirft. Nicht fehlerlos, aber auch nicht das Ur-Böse, das der Titel vermuten lässt.


Ich finde, die Wiederentdeckung von Menschen und Geschichten hinter dieser ganzen historischen und religiösen Propaganda - siehe Isabella of France - ist eine der spanenderen Aufgaben des Historikertums (obwohl das vermutlich nur die Meinung einer Geschichtenerzählerin ist, die mit historischer Wissenschaft glücklicherweise nicht ihr Brot verdienen muss;-). Bloody Mary von Carolly Erickson, gelesen von Corrie James ist daher mit Sicherheit ein Buch, das man gelesen/gehört haben sollte, wenn man ein "Tudor-Ding" hat.

Ich werde mir wohl auch noch die beiden fehlenden "großen Tudor Biographien" ihrer Reihe - Great Harry und The first Elisabeth - zulegen. Mit dieser Art von "da steckte ja ein tatsächlich gar nicht mal so furchtbarer Mensch dahinter" Re-Vision könnte ich sogar dazu kommen mir Mary Stuart nochmal anzusehen - und mir die sympathisch zu machen, da muss schon einiges passieren.;-)

Vorerst vergebe ich aber mal überzeugte 4,5 von 5 (leichen Abzug gibt es für die etwas zähen "Jugendjahre" - weniger Quellen, mehr Spekulation;-) Rosenkränzen.

17.06.2015

Unfreiwillige Ohrwürmer (Wochengedanke XVIII)

Disclaimer: Diese Annekdötchen sind kurz zusammengebastelt und sollen/können keine erschöpfende Darstellung von irgendwas sein! Anregungen, Kritik und eigene Erfahrungen gerne in die Kommentare.

Manchmal hat man eine nervige Woche, die noch nerviger gemacht wird dadurch, dass man einen (oder mehrere) unfreiwillige Ohrwürmer einfach nicht los wird.
Ich durfte das letzte Woche erleben und zwar vor allem deshalb, weil mir das Radio scheinbar ungebetenerweise eine Playlist für meine "Argh umgeben von Iditioten!"-Stimmung bieten wollte - man könnte es fast gruselig nennen!;-)

Ohrwurm 1 war dabei FourFive Seconds,was vielleicht selbsterklärend ist, wenn man sich den Text ansieht...;-)
'Cause all of my kindness
Is taken for weakness
Now I'm FourFiveSeconds from wildin'
And we got three more days 'til Friday

Ich hatte ja schonmal erwähnt, dass ich es für "normal" halte meine eigene Existenz für Andere so wenig beeinträchtigend wie möglich zu gestalten - das heißt wenn ich etwas erklären muss, versuche ich mich so verständlich wie möglich zu machen, ich werfe meinen Müll nicht auf die Straße, belästige Andere nicht mit meinem Musikgeschmack und denke voraus, wie ich am besten durchs Leben komme, ohne damit jemand anderen zu beeinträchtigen.
Und dann stelle ich immer mal wieder fest, dass es Menschen gibt, die einfach nach dem Prinzip "Ich zuerst und nach mir die Sinnflut" leben und kommunizieren nach dem Motto "Wenn ich weiß was ich meine, solltest du das auch, ansonsten dein Problem". Und ich frage mich, warum diese Menschen nicht mit dem Gesicht frontal in eine Mauer laufen und warum ich mir eigentlich die Mühe mache - when all of my kindness is taken for weakness?
Und die Wahrheit dieses Satzes wird nur schlimmer dadurch, dass ich eigentlich nichts mögen will, an dem Kayene West beteiligt war.;-)

Unfreiwilliger, weil will ich eigentlich nicht mögen, Ohrwurm Nummer 2 war dann kurz vor Feierabend Shake it Off von Taylor Swift - und besser kann man das Dilemma oben eigentlich auch nicht zusammen fassen. Tatsache ist einfach, ich will kein solches A**** sein, dem seine Mitmenschen egal sind und morgens noch in den Spiegel sehen können, war und ist eines meiner lebenslangen Ziele.;-)
Also hilft nur, nicht drüber nachdenken und Idioten Idioten sein lassen - und in dem Fall einfach jeglichen Göttern des Zufalls dankbar sein, dass es zu dem furchtbaren catchy Ohrwurm noch eine Supernatural Version gibt, die man ohne nervigen TS Faktor mittanzen kann.
Enjoy!;-)


11.06.2015

Klappenkrampf... (Zwischenstände - vorsicht lang!)

Irgendwie kam ich mir am verlängerten Wochenende wieder so vor, als würde ich eine Szene bzw. eine Szenenfolge einfach zum Verrecken nicht fertig kriegen. Das passiert immer schonmal und manchmal versuche ich dann meine Muse zu treten - die sich dann meistens (und auch hier) damit rächt, dass sie mir eine arbeitsfähige Idee präsentiert...zu einer anderen Szene in einem anderen Kapitel, oder zusätzlich zu der Szenenfolge, die eh schon nicht fertig wird.

Musen sind halt bitches. Irgenwann habe ich es dann aber doch mit viel Gedult noch geschafft Kapitel 14 niederzuringen, nur um dann mal wieder festzustellen, dass es gar nicht so viel anstrengender war als üblich, sondern nur einfach doppelt so lang geworden ist...ich bin also gar nicht langsam, ich brauche nur zuviele Worte!;-)
Das veranlasste mich dann mal dazu vorsichtig nachzuzählen und tatsächlich kommt das Manuskript inzwischen auf 169 Seiten DINA4 in 14/20 Kapiteln. Wenn man davon ausgeht, dass ich normalerweise in DINA5 layoute und noch ein bißchen Layout-Kram dazukommt, der den Text etwas streckt, wird das also unter 400-500 Seiten nicht zu machen sein, wie's aussieht.
Kein Wunder, dass das nicht fertig wird!;-)

Jetzt bin ich prinzipiell kein Feind von langen Büchern, ich hoffe dann nur es wird nicht auch lang-weilig, aber damit dürfen sich ja meine fleißigen Beta-Leser beschäftigen, während ich mir demnächst mal abschließend überlegen muss, welche Figuren den Plot den überleben dürfen - bisher ist da noch so ziemlich alles offen, mein Konzept für den Epilog lässt sich von Maximum Drama zu Happy End adaptieren und ich ziele auf irgendwas dazwischen. Vielleicht lasse ich meine Beta-Crew mal Wünsche und Vorschläge einreichen, das wäre doch mal spannend...;-)

Auf der positiven Seite, habe ich gerade mal kurz im Blog nachgeschaut und ich arbeite tatsächlich erst seit etwas über einem Jahr an dem Schinken - ich war irgendwie davon ausgegangen, dass ich schon 2013 damit angefangen hatte, also bin ich ja so für "Ich komm nur am Wochenende mal dazu" Verhältnisse gar nicht so lahmarschig, wie ich immer meine.;-P
Aber seit mehr als einem Jahr hat das Kind auch noch keinen Klappentext, also habe ich mich diese Woche mal gezwungen über einen nachzudenken...ich hasse es!

Ich hasse schlecht gemachte Klappentexte, aber gleichzeitig hasse ich auch meine eigenen Geschichten auf 5-10 Zeilen zu komprimieren...hmpf!;-)
Ich habe dann mal versucht es positiv zu sehen und mit lustiger Bilder-Bastelei zu verbinden, denn Photoshop macht mir schon mehr Spaß und ein endgültiges Cover fehlt uns ja auch noch, der erste Versuch sieht nur in winzig nicht nach Pixelsalat aus und ist definitiv nicht druckfähig.

(Leider war es mir bisher nicht möglich mehr als ein "Schwert steckt irgendwo drin" und "Drache fliegt irgendwo drüber" Klischee zu produzieren, ich habe das also jetzt mal ein bißchen outgesourced an J., deren künstlerisches Talent meinem um mehrere 1000% überlegen ist. Aber ein bißchen trial and error mit Photoshop war's trotzdem schonmal.;-)

Irgendwo im Netz, als ich "Wie bastle ich einen verf**** Klappentext" oder sowas ähnliches gegoogled habe, fand ich dann die Idee erstmal nach DEM Zitat aus dem Text zu suchen. Zitate irgendwo drüberzubasteln finde ich immer gut, habe ich in sämtlichen Uni-Arbeiten immer drauf zurückgegriffen, aber bevor man sowas finden kann, muss man sich ja erstmal fragen, was ist denn DER Satz/Absatz, der den ganzen Plot repräsentiert?
Auch nicht einfacher, aber immerhin hat es die Idee geliefert, vielleicht erst einmal ein paar Textstellen gegenüber zu stellen, die den Konflikt deutlich machen - das Ding heißt ja nun bisher Krieg den Schatten, also muss der Konflikt wohl irgendwo erwähnt werden!;-)

"Am Anfang waren der Himmel und die Sterne und sie waren unendlich und uralt. Doch eines Tages wurde die Götting Gaya geboren und sie beschloss, dass es eine Welt geben müsse, in dem Feuer und Wasser, Wind und Erde existieren müssten, denn alles was der Himmel und die Sterne ihr bieten konnten, waren Licht und Dunkelheit."
"Manche glauben vielleicht, dass es ein unbedeutender Zufall war, der die Lichtmaschine in unsere Hände spielte. Aber wir folgen dem Schicksal! Morgen erobern wir nur eine Stadt, aber übermorgen die Zukunft!" 
"Die Sterne formten eine Sonne und gaben ihr die Aufgabe die eine Seite des neuen Planeten zu erleuchten und zu erwärmen. Der Himmel dagegen formte den Mond und bestimmte, dass er den anderen Teil erleuchten sollte. So entstand das Schattenreich, ein Land der ewigen Dunkelheit."
"Eine Apparatur, die das Licht in die Herzen der Dämonen trug. Wer hätte sich ausmalen können, dass ein solches Experiment gelingen könnte?" 
"Den Großteil der Oberfläche bedeckte sie mit klarem Wasser, dann streute sie den Wind über Ebenen und Berge und legte das Wesen des Feuers in den Kern der Felsen." 
"Eine dunkle Bedrohung rollt auf unser Land zu und die Götter schweigen! Diesmal wird sich die Göttin nicht für uns erheben, denn wir haben ihren Namen vergessen und ihre Gesänge vernachlässigt. Die Dunkelheit kommt, also bereitet eure Seelen auf das Ende vor." 
"Sie entschied, sich selbst in ihrer Schöpfung aufzulösen, und wurde zu den Geistern der Elemente und des Ewigen Daseins, den die Steinweisen aufnahmen." 
"Und nun schwiegen die Weisen und die Welt stürzte ins Chaos." 
"Wenn die Götter uns gewogen sind, werden wir die Dämonen mit Licht und Schwert in die Dunkelheit zurücktreiben aus der sie gekommen sind." 

Fand ich schonmal interessant, aber ist natürlich viiiiiieeeel zu lang und außerdem auch kein "Klappentext" in dem Sinne. Auf dem Weg diese Zitate zusammenzusammeln ist mir aber noch ein kleiner Absatz eingefallen, mehr eine Zusammenfassung der Ausgangssituation, aber das macht ja nichts:

Elysion ist ein Kontinent im Gleichgewicht von Licht und Schatten. Im Lichtreich wachen die Steinweisen über den Frieden und die Priesterschaft verehrt die Geister der Elemente. Im Schattenreich herrschen die Jormundr über die mächtigen Familien der dunklen Völker. Seit Jahrtausenden hielten sich diese Kräfte gegenseitig in Balance. Jetzt muss sich diese Welt verändern. Eine ungewöhnliche Apparatur, ein wilder Drache, die Drohung eines undenkbaren Krieges und eine unvorhergesehene Liebesgeschichte werden sie dazu zwingen. 

Damit bin ich schon zu beinahme 55% zufrieden - was nicht heißt, das mir evt. auch nichts Besseres mehr einfällt, bis das Baby publiziert wird;-) - und zusammen mit dem obersten Zitat macht es sich auch ganz gut auf dem Backcover (Schriftsatz und Konsorten müssen noch feinjustiert werden, aber so allein von der Länge, Aufteilung etc., kann man damit arbeiten:-).