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05.01.2011

Gegen den Kapitalistischen Konsumapparat! Oder: Christmas revisited!;)

Findet ihr den Ausdruck Kapitalistischer Konsumapparat auch so großartig? Manchmal bringt einem sogar die Werbung ein wenig Spaß und Freude (wenn auch selten, meistens sind es eher mentale Schmerzen...)!;)

Ich habe ja schon das eine oder andere Geschenk erwähnt, das ich so zu Weihnachten bekam und die große Umsetzung des Weihnachtsgeldes steht sogar noch aus, was bestimmt dann auch einen Blogeintrag wert sein wird - aber einen generellen Trend möchte ich hier mal festhalten:
Je älter ich werde - bzw. je mehr Geld ich verdiene was vermutlich einen kausalen Zusammenhang hat, aber nicht haben muss;) - desto mehr Geld gebe ich für Weihnachtsgeschenke aus.
Zumindest war das bisher so.
In diesem Jahr hat sich diese Entwicklung allerdings verlangsamt, zum einen weil wie gesagt 2009 schon ein Jahr der großen, aufwendigen Geschenke war, andererseits aber auch, weil ich in diesem Jahr schon Anfang Dezember mit der Geschenksuche angefangen und dabei eine interessante Entdeckung gemacht habe:
Je mehr Gedanken man sich über eine Person und ein passendes Geschenk macht, desto günstiger wird das Geschenk - zumindest ist das eine Selbsterfahrung.
Ich möchte damit nicht sagen, dass alle teuren Geschenke zwangsläufig nur Verlegenheits- oder Stresskäufe ohne persönliche Note sind, es geht nur darum, dass man so viele Dinge finden kann, die keine hunderte von Euro kosten, wenn man sich 10Minuten Zeit nimmt daürber nachzudenken.

Um das gleich mal im Selbstversuch zu beweisen, kann ich ein paar von meinen Geschenken auflisten, die mit goldenen Rolex, oder riesigen Flachbildschirmen nichts zu tun, aber mir sehr viel Freude gemacht haben:
- ein Museumsgutschein (inklusive Begleitung und einem offenen Ohr für meine Nerdgasms, was ja eigentlich schon das wahre Geschenk ist;)
- ein selbstgemaltes Bild (mit Katze, das kann nur gut werden;)
- ein Reisegutschein für den nächsten IKEA Trip (sprich Chauffeur- und Verköstigungsleistung plus Stilberatung!;)
- und last but definitely not least eine geniale selbstgemachte Geldbörse, die oben wie unten befüllbar und dabei so tricky gemacht ist, dass  ich schon überlege, ob das Schnittmuster nicht aus dem Nähbuch kommt, dass mal ein besonders durchdachtes Geschenk meinerseits war...?;)

Selbstgemachte Geschenke sind sowieso ganz oben auf meiner persönlichen Favoritenliste - sofern es nicht der 3. einfallslose Aschenbecher aus dem Angstfreies-Töpfern Kurs ist...;) - und beweisen dazu auch noch meine Theorie, dass Freude nicht teuer sein muss.
Im Fall meiner neuen Geldbörse - die ich aber denke ich als Handarbeitstäschchen verwenden werde;) - habe ich mich sogar fast noch mehr über den witzigen Inhalt gefreut. Jedes Fach enthielt nämlich ein Muster der Dinge für die es gedacht war, immer mit dem hilfreichen Hinweis, dass es sich hier nicht um echtes Geld, Kontokarte, Studentenausweis etc. handelt. Das ist so ziemlich was ich mit einfach, günstig, genial meinte!;)

Wer auf dem Foto allerdings genau hinsieht, wird auch ein paar Dinge finden, die so in meinem bisherigen Portmonaie nicht zu finden sind/waren - und damit meine ich nicht nur die Bling GoldKarte!;)


Mit der Lizenz zum Besserwissen und dem geheimen Launchcode für den nuklearen Winter im Gepäck, kann aber ja im nächsten Jahr nichts mehr schief gehen - und ich glaube ich werde die Politik der "Freude durch Kleinigkeiten" weiterzuentwickeln versuchen. Vielleicht mache ich meine nächsten Weihnachtsgeschenke auch (wieder) selbst...man braucht immer ein Projekt!!!;)
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