Publikationen, Projekte, Persönliches

31.01.2011

Ende und Anfang

Obwohl es bestimmt richtig ist, dass man immer mehr Dinge tun möchte, als tatsächlich in einen Tag - oder ein Leben - passen und es daher durchaus sinnvoll ist spontan und ehrlich zu tun, was gerade wichtig ist, manchmal kann es sehr befriedigend sein ein Projekt abzuschließen, oder ein neues anzufangen.
Und damit meine ich jetzt nicht einmal, dass man sofort hingehen muss und darüber bloggen.;)
Eigentlich geht es nicht darum Anderen mitzuteilen, dass man gerade für sich etwas abgeschlossen, oder angefangen hat, sondern um das eigene gute Gefühl.

Ich habe heute beispielsweise beschlossen, dass ich  - zumindest vorerst - meine Literaturliste für meine Dissertation als abschließend betrachte und mein Schneeballbibliographieren zunächt einstellen werde. Ich weiss nicht, ob man das so einfach nachvollziehen kann, aber in einem gewissen Sinn, ist das furchtbar befriedigend.;)
Eine "fertige" Liste (ich sage das immer unter dem Vorbehalt, dass es natürlich immer mal wieder vorkommen kann, dass ich doch noch was mehr lesen muss;), die jetzt "nur" noch darauf wartet "abgelesen" zu werden ist in sich etwas Sinnvolles und Geordnetes, das aus dem Wust von Forschungsliteratur hervorgegangen ist, durch den man sich schon gegraben hat - und ich benutze die Worte wühlen und graben hier mit voller Absicht!;)
Natürlich trägt es auch zur allgemeinen Zufriedenheit bei, wenn man sich solche Meilensteine setzt - in der Promotion, wie auch im kreativen Prozess, sollte man nicht auf das finale Endergebnis warten müssen, um ein Erfolgserlebnis daraus zu ziehen, das kann Jahre dauern und wir haben nicht soviel Geduld!;)
Noch besser ist es natürlich, wenn man den Fortschritt seiner Arbeit sichtbar vor Augen hat - ich empfehle zu diesem Zweck übrigens  farbcodierte Excel-Tabellen: Egal ob man Kapitel schreiben, oder Bücher lesen will "To Do" = weiss, "In Arbeit" = gelb und "Fertig" = grün funktioniert fast immer und es ist sooo ein gutes Gefühl, wenn immer mehr Felder gelb oder grün sind!;)

Um aber einen Projektfortschritt zu verzeichnen, muss man sich erst einmal darauf einigen, was man überhaupt will. Bei einem großen Projekt, wie einer Dissertation kann das schon einmal dauern - ich muss sagen, dass ich da noch ganz gut weggekommen bin "nur" 2 Semester (in denen ich allerdings auch an 30Stunden/Woche einer bezahlten Arbeit nachgehen musste;) für die Themeneingrenzung gebraucht und jetzt 9Monate später (und immer noch nur halbtags doktorierend) eine vorerst ausreichende Bibliographie zusammengetagen zu haben. Im kreativen Arbeiten ist das manchmal ein wenig leichter, was allerdings nicht bedeutet, dass es dadurch schneller geht...;)
Aber auch hier fängt alles mit der inneren Überzeugung an, dass man jetzt ein "neues Fass" aufmachen möchte. Ich habe das gestern mal für meine Kurzgeschichten beschlossen und ein vorläufiges Cover zusammengebastelt, unter dem die dann irgendwann mal als "Fertig" deklarierte Sammlung erscheinen kann - wie im wissenschaftlichen Arbeiten sollte man sich hier keine Zeitvorgaben machen, die allzu eng gefasst sind, aber allein der Entschluss "Ok, dann mach ich das jetzt!" ist an sich schon der erste wichtige Meilenstein!;)

Meine bisherigen Vorstellungen sind, dass ich wohl dieses Jahr (und wir haben erst Januar) bestimmt noch damit beschäftigt sein werde meine Literaturliste abzuarbeiten und vermutlich braucht man vor Ende 2011 auch nicht mit dem Erscheinen von Bruchstücken zu rechnen - aber es kommen Dinge in Bewegung!
Und auf den letzten Harry Potter haben ja auch alle 18Monate lang gewartet!;P
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