Publikationen, Projekte, Persönliches

12.01.2014

Alexander VI.

So jetzt wird es wieder ein wenig normaler hier - keine großartigen Bastelprojekte, keine experimentellen Feiertagsessen, keine Pixel-Schnetzel-Orgien, einfach mal das erste Buch des neuen Jahres!;-)

Ich bin nicht sicher, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich versuche immer mal wieder zum Einkaufen auch mal vor die Tür zu gehen und dabei vor allem in der Buchwelt Dinge zu kaufen, von denen ich bisher noch nie gehört habe. Gerade in der Sachbuch-Ecke habe ich so schon viele Schätzchen aufgetan - siehe The Swerve, oder auch Darwin's Island, zwei unerwartete Favoriten in meiner Bibliothek.
Der erste diesjährige Spontankauf ist aber zugegebenermaßen ein wenig weniger unerwartet - mein Mann hielt das Buch hoch und wußte eigentlich da schon, dass ich das bestimmt lesen würde;-) - aber das soll es ja nicht schlechter machen. Mein Begleiter ins neue Jahr war daher Alexander VI. Borgia von Volker Reinhardt, erschienen in der Beckschen Reihe.


Man mag gerne bemerken, dass ich den Untertitel einfach mal ignoriert habe - das ist kein Zufall, weil ich finde ihn furchtbar und irgendwie auch angestückelt und er klingt auch eher nach BILD Zeitung, als nach Sachbuch...man möge gerne anderer Meinung sein.

Trotz dieses - vielleicht auch vom Verlag erdachten - Versuchs irgendwie eine sensationsverdächtige Überschrift zu finden, war das Buch (zum Glück) sehr entspannt und solide geschrieben.
Ich mag die Becksche Reihe sowieso sehr gerne, aber auch da gibt es natürlich solche und solche Bücher - man sollte eben nie etwas nach seinem Einband beurteilen!;-)

In dieser nicht überlangen, aber gut recherchierten Biographie findet sich aber alles was man braucht - Fakten, ein wenig wohldosierte Spekulation und vor allem zwei meiner Lieblingsdinge: Ein gut sortiertes Anmerkungs- und Quelllenverzeichnis und jede Menge gründliche Quellenkritik.
Im Gegesatz zum leicht gewollten Untertitel versteigt sich also der Text überhaupt nicht in irgendwelche sensationslüsternen Höhen, sondern sagt uns was historischer Fakt ist, was noch als plausibel gelten kann (und warum) und welche Quellen wohl eher ihre eigene politische Propaganda betreiben und wieso.

So stelle ich mir das vor, so sollte das sein! Und vielleicht wirkt der Untertitel auch grade deshalb so komisch, weil er nicht zum Rest des Buches passt...?

Wer also immer schonmal wissen wollte was hinter Vatikanmauern wirklich so alles abgehen konnte in der schönen italienischen Renaissance, der kann das hier sehr nüchtern betrachtet nachlesen - das macht die unbestritten wahren Borgia-Geschichten um Sex, Crime & Corruption ja nicht weniger spannend, eigentlich bildet es sogar einen netten Kontrast!;-)

Nur an manchen, sehr kleinen, Stellen hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrundinfos außerhalb der Biographie gewünscht, daher vergebe ich mal 4,5 von 5 Weinfässer.

09.01.2014

LotR: War in the North

Ich habe mir überlegt, mit was fängt man denn den Weihnachtsgeschenke-Reigen so an und dachte, ich schiebe mal zu Anfang einen Gaming Post ein, davon gibt es ja nie soviele und Bücher und Hörbücher können wir dann gewohnheitsmäßig nacharbeiten, das ist ja schon busniess as ususal.;-)

Ich hatte es in meinem Jahresrückblick schon erwähnt, mein neues Spieldingsi macht mir sehr viel Freue und das liegt vor allem daran, dass jetzt wieder Funktionen, die eigentlich normal sein sollten, endlich wieder funktionieren - das Ruckelfreie Wiedergeben von Cut-Scenes zum Beispiel.^^
Da hatte ich mir zum Winter hin extra nochmal FF XIII eingeworfen, weil ich Lust auf große Epik auf großem Fernseher hatte und was pasiert? Schneckentempo und ewige Ladezeiten - not fun!
Das lässt sich mit "der neuen" und HDMI Verbindung schon viiiel besser aushalten.;-)

Außerdem hat das Selbstbeauftragte Christkind noch einen zweiten, funktionstüchtigen Controller aus seiner Geschenketasche gezogen - auch das gab es im Haushalt lange nicht^^ - und da stellte sich gleich mal die Frage: Was kann man denn im Co-Op Modus gut spielen?

Sicher, wir haben es auch geschafft Dragon Age mehr oder minder zusammen zu spielen, aber wenn nur einer spielt und einer kommentiert, macht das weniger Spaß, als wenn beide was zu schnetzeln haben!;-)
Als ersten Test-Ballon im Hinblick auf Split-Screen und Co-Op Spiele haben wir uns daher vom Weihnachtsgeld War in the North gegönnt - ein kleines LotR Franchise, dass in der Beschreibung recht spaßig klang.

Bisher kannte ich co-op Spiele nur als "Mitläufer" - heißt es gibt ein Spiel, das der Hauptspieler spielt und der zweite Spieler morpht quasi seine Figur aus einem eigenen Spielstand dazu und läuft hinterher (so zu sehen bei Fable III).
Hier dagegen muss man sich gleich zu Anfang festlegen welchen der drei vorgegeben Charaktere man denn übernehmen möchte - das an sich war etwas unvorhergesehen, ich hatte gehofft ich könnte mir meine eigene Schildmaid basteln. Ich war ja schon immer ein Rohan-Fan, man reiche mir ein Schwert und ein Pony!;-)
Da allerdings jede der drei Figuren ihre eigene Hintergrundgeschichte mitbringt, kann ich schon auch irgendwie verstehen, dass man hier den Individualitäts-Faktor sehr weit zurückgedreht hat - so fängt man eben mitten in der Story an und muss sich nicht noch mit Vorgeschichten und Gruppenzusammenführung aufhalten.

Der Split-Screen war für mich auch erstmal gewöhnungsbedürftig - auf unseren alten Fernseher wäre das vermutlich mega-nervig gewesen, aber auf den 42" ging's ;-) - aber sich völlig autonom durch die Maps bewegen zu können, war definitv ein besseres Gefühl als das anonyme Mitläufertum. So kann man auch schonmal zum Händler-Hobbit, während der andere noch beim Schmied nach neuen Waffen sucht.

Apropos Hobbits, das ganze Spiel steht und fällt natürlich damit, ob man mit der HdR Fantasy was anfangen kann, oder nicht. Die Entwickler haben sich auf dem ihnen gegebenen Raum große Mühe gegeben viele Details stimmig zu machen, aber wenn man die Filme doof fand (wer tut das bitte?;-), wird man das Spiel auch nicht mögen. Die Handlung allein fesselt jedenfalls nicht genug, meistens bewegt man sich relativ stringent dahin wo Saurons Schergen halt gerade Ärger machen. Und da man vorgegebene Charaktere spielt, ist jetzt an wirklich tiefsinnigem Ropllenspiel auch nicht soviel zu erwarten.;-)
Aber mit Bilbo über Gedichte schwadronieren, mit Radagast durch Mirkwood turnen, auf Drachenjagdt in die Grey Mountains pirschen, mit Aragorn im Prancing Pony rumhängen (wo er auf ein paar seltsame Hobbits wartet, die irgendiwe in Schwierigkeiten sind...;-), und mit den Adlern fliegen, das hat schon was an sich - und natürlich schnetzelt man sich durch Unmengen Orks, Trolle und Urukhai... ich weiß gar nicht wie da am Ende für Minas Tirith noch genug übrig sein können?;-)

Als Einzelspieler, glaube ich, macht das Spiel daher vermutlich weniger Spaß - die Handlung ist sehr kurz, an einem Wochenende kann man das bequem durchnudeln, die Charakterentwicklung ist quasi nicht existent und die Nebenquesten beschränken sich auf search&fetch - aber als lustiges Schnetzelspielchen für Freunde der Hintergrundwelt macht das schon Laune!

Ich ziehe allerdings einen Punkt für die irreführende Karte ab! Da gibt es Unmengen bekannter Schauplätze, die man aber nicht zu sehen bekommt, weil sie nicht freigeschaltet werden - warum sie dann auf der Karte haben??
So hat uns das Ende dann doch sehr überrascht - auch weil wir Spiele von 40 Spielstunden aufwärts gewohnt sind - und die Erwartung noch viel mehr Orte und Dinge zu entdecken bliebt leider unerfüllt. Schon klar, dass das Ding "Krieg im Norden" heißt und man nicht unbedingt bis nach Mordor muss, aber waaarum dann überhaupt auf der Karte anzeigen wo man noch hinkönnte, wenn man dürfte??;-)

Naja, wir werden das irgendwann mit unseren aufgemotzten Level 20 Charakteren nochmal durchspielen, dann sind wir ja vorbereitet und können noch die letzten Missionen zuende bringen, die uns jetzt durch das unerwartete Auftauchen - und den schnellen Tod *ha* - unseres Endgegners entgangen sind.
Für ein gemütliches Wochenende auf jeden Fall zu empfehlen und daher mit Sicherheit 4 von 5 Ork-Köpfe wert!

07.01.2014

- o + Teil 53

Und da waren sie auch schon wieder vorbei, all die schönen Feiertage, von denen man sich vorher immer soviel verspricht - und dann verpuffen 2 Wochen Weihnachtsferien wieder mal schneller, als man sich umschauen kann.
Zum Glück habe ich schon während meines Studiums gelernt, dass der Selbstbetrug "Über die Feiertage kann ich ja xyz endlich mal erledigen" eigentlich nur deprimiert - also stehen meine Feiertagswochen eigentlich seit Jahren mehr oder minder unter dem Motto "Winterschlaf für den Weltfrieden". Schließlich kann wer schläft, auch keinen Schaden anrichten!;-)

Und man glaube es kaum, ein bißchen was habe ich sogar schon von meinen Weihnachtseinkäufen zu erzählen - schließlich gab es eine neue selbstgesponsorte XBox 360 zum Frohen Fest und die neue Bücherschrankwand muss ja nun auch weiter gefüllt werden... Seit wir umgebaut haben, könnte man fast meinen, wir besäßen wenig Bücher!;-)

Aber bevor wir dazu kommen, hier erstmal ein kleiner Befindlichkeits-Check zum Jahresumschwung:

-
Man glaubt es kaum, aber gute Vorsätze können echt schädlich sein! Zumindest meine heroischen Vorhaben mich mehr und vor allem an frischer Luft zu bewegen, haben mir über die Feiertage eigentlich nur Ärger mit der Gesundheit eingehandelt - Spazieren bei Wind und Regen macht bei lantenter Bronchitis Nahtod-Erfahrungen wegen Sauerstoffmangel und vom  Intervall-Training nach dem ganzen Weihnachts-Festessen kann man auch schonmal eine Gastritis kriegen, zumindest wenn man ich ist.^^
Silvesterfeierei minus Alkohol, plus Magentabletten ist da die Folge, was für ein Glück, dass große Festivitäten eh nicht geplant waren. Trotzdem hätten die Schmerzen in Lunge und Magen/Rücken nicht sein müssen, vielen Dank liebe Eingeweide!
Ich hoffe einfach mal, sie haben es nur gut gemeint, um mich daran zu erinnern, was ich Eingangs sagte: Über die Feiertage kriegt man eben nichts abgearbeitet, da sollte man besser schlafen!;-) Und mit den guten Vorsätzen sollte man vorsichtig sein - zuviel des Guten ist auch Schlecht.

o
Ich glaube im letzten Jahr regte ich mich an dieser Stelle noch über die Bahn auf, no? Naja wenn nicht, dann bestimmt wannanders, sich über die Bahn aufregen, gehört ja fast schon zur schönen Feiertagsroutine. ;-)
Um so erstaunlicher, dass ich in diesem Jahr nicht ein negatives Wort zu verlieren habe - normalerweise bin ich ja eigentlich immer schon darauf eingestellt, dass die erste von zwei Urlaubswochen eigentlich erholungstechnisch in die Tonne zu treten ist, weil man bei dem ganzen hin und her und Familiengedöns nicht wirklich von Entspannung reden kann vor dem 27.12.. Aber in diesem Jahr war tatsächlich jeder Zug pünktlich, überall gab es bequeme Sitzplätze, keine plärrenden Kinder, keine plärrenden Jugendlichen, ein paar Fußballfans zwischendurch, aber sogar die waren eigentlich zu ertragen...fast schon gruselig!;-)

+
Man mag es ein wenig vermessen finden, aber irgendwie freue ich mich schon total darauf in den nächsten Wochen und Monaten meine Weihnachts-Stapel abzuarbeiten und dann viele schöne Blogposts regnen zu lassen - es gibt viiiiele Bücher, ein paar neue Spiele, neue Filme und neue Hörbücher...alles sehr aufregend! :-)
Da muss ich fast überlegen, ob zwischendurch noch ein kreativer Post dazwischen passt - momentan sind alle Geschenk-Gelegenheiten erstmal abgearbeitet, jetzt muss mir erstmal wieder was zu tun einfallen...;-)
Aber der Frühling kommt bestimmt und dann gibt es ja wieder Gartenarbeit, Sommerkleider zum Selbermachen und andere angedachte Dinge. Da kann man bis dahin ruhig noch ein wenig mit der medialen Weihnachtsausbeute auf der Couch verbringen!:-)

In diesem Sinne eine schöne Woche und auf ein entspanntes neues Jahr!


04.01.2014

Nachtrag: Hunger Games & Catching Fire

Ich weiß, ich weiß in den letzten Tagen von 2013 ging es hier plötzlich Schlag auf Schlag, aber es gibt einfach noch Vieles nachzuholen und wie immer muss man bei 2 Wochen Weihnachtsurlaub nicht davon ausgehen, dass man vor dem 28.12. zu irgendwas kommt...;-)

Der erste Eintrag in 2014 ist damit also ein Nachtrag aus 2013 zu den ersten 2 von 4 Hunger Games Filmen, die wir zufällig innerhalb von wenigen Wochen gesehen haben (der 1. lief zum Kinostart des 2. im Fernsehen;-).
Wie ich schon erwähnte, habe ich mir letztlich erst die Bücher zugelegt und ich muss gestehen, dass das zu 100% daran lag, dass ich den ersten Film sehr viel besser fand, als ich erwartet hätte.
Bestseller-Jungendbuch-Verfilmung ist ja heutzutage leider ein Label, dass mich vor allem an Twilight (Bücher und Filme zum Abgewöhnen!) oder Harry Potter (Bücher ganz nett, aber Filme kann man vergessen) erinnert und mich nicht wirklich ins Kino treibt.


Aber der erste Film war - wenn auch inhaltlich bestimmt kein Psychodram - stringend erzählt, hatte einige wirklich überraschend gute Darsteller und großartige Kulissen und Kostüme. Und vor allem: Hier hat sich jemand offensichtlich Mühe gegeben ein gutes Drehbuch zu schreiben, dass viel mit kurzen, prägnanten Szenen arbeitet, die entweder ganz ohne oder nur mit sehr wenig Dialog auskommen. Das an sich ist schon lobend erwähnenswert, denn man muss ja leider feststellen, dass Franchise-lastige Teenie-Filme nicht unbedingt gute Dialoge oder Darsteller brauchen, um erfolgreich zu sein. Jeder Aufwand in dieser Richtung kann also fast als "unwirtschaftlich" gelten.

Natürlich kann man einwenden (und viele Kritiker tun das auch), dass die Idee von Brot und Spielen, Diktatur durch Demütigung, Sklaven in der Arena und Unterdrückung durch Medienmanipulation nicht wirklich neu sind. Das ist sicher richtig. Andererseits habe ich weder von den Filmemachern, noch der Autorin bisher eine Aussage gelesen, in der sie behaupten völlig neue, noch nie dagewesene Dinge zu präsentieren - und unter dem "das gab's doch schonmal" Vorwand könnte man dann auch (gerne!) 99% der Boy-meets-Girl Filme und Bücher aussortieren!;-)

Und wer sich bei Hunger Games noch daran gestört hat, dass die Story noch ziemlich vorhersehbar und gradlinig war, dem empfehle ich dringend Catching Fire anzusehen.
Wie schon gesagt, Einleitungsfilme sind meine Sache nicht wirklich und das Diktum "Zweite Filme fangen in der Scheiße an und enden in der Scheiße" war, glaube ich, sogar für diesen Film gemünzt worden - und es stimmt!!;-)
Für einen "Jugendfilm" schon erstaunlich düster zu Anfang, wird das nicht besser - manche Szenen haben mich auf der großen Leinwand tatsächlich mitgenommen und das will schon etwas heißen, ich bin normalerweise nicht sehr leicht zu beeindrucken. Aber ich habe eine Schwäche für Filme, denen man ansieht, dass sich hier jemand (Drehbuchautor, Regisseur, werauchimmer) wirklich Mühe gibt eine gute, stringente Geschichte zu erzählen, auch wenn man damit vielleicht nicht den Melodram-des-Jahres-Preis gewinnt.

Und ich habe lange keinen Action-Film mehr gesehen, der sich zwischendurch so vergleichsweise viel Zeit für seine Figuren nimmt. Auch hier sind Darsteller und Drehbuch wieder sehr gut ausgewählt - zur Verfilmung vs. Vorlage werde ich dann später was schreiben, wenn ich die Bücher gelesen habe, aber gerade die Szenen, die aus der Ich-Erzähler-Perspektive der Bücher herausfallen, bereichern im ersten Film die Geschichte durch prägnante, nicht zu dominante, Einblicke in das "Hinter den Kulissen", also gehe ich mal davon aus, dass das im zweiten Film wohl auch so ist.
Das an sich ist schon eine kleine Kunstform, denn ein Ich-Erzähler Buch in ein Drehbuch umzusetzen, stelle ich mir schwieriger vor, als die "normale" personale Erzählperspektive...

Aber dazu dann irgendwann in den Buch-Posts mehr!
Bis dahin vergebe ich 4,5 von 5 Kohleschaufeln für beide Filme und ziehe in beiden Fällen dieses minimale Pünktchen auch nur deswegen ab, weil manchmal die "Konfliktbewältigung" der Figuren und Kitchigkeit des Soundtracks ein wenig weniger Teeniemäßig für mich hätte sein dürfen- aber die Hauptfiguren sind eben alle so um die 17, da kann man nichts dran machen.;-)

31.12.2013

Berühmte letzte Worte 2013


Letztlich erst habe ich in einem Artikel gelesen, dass Zeit nur dann einfach so verfliegt, wenn wir zu viel Routine in unserem Alltag zulassen - gemessen daran halte ich es mal für ein gutes Zeichen, dass mir der Dezember 2013 ziiiemlich lang vorkam diesmal...immer erstmal das Positive sehen!;-)
Bevor wir also das neue Jahr und den neuen Trott betrachten, schauen wir mal zurück.

Vorherrschendes Gefühl für 2014?
Erwartungsvoll. Jahr 1 nach dem uneingetretenen Weltuntergang war schonmal (von kleinen Ausreißern mal abgesehen) ein ruhigeres und zufriedeneres - ein paar Dinge sind aber dann doch noch unentschieden und vage angedacht, man braucht ja auch noch ein wenig Ungewissheit, damit es nicht langweilig wird.

2013 zum ersten Mal getan?
Hmmm...nicht so eindeutig, wie in den letzten Jahren, aber ich entscheide mich, glaube ich, für das Elefanten-Füttern! Nicht ganz so spektakulär, wie die erste Flugreise oder so, aber Elefanten sind super und die Rüssel kitzeln ganz lustig auf der Hand!:-)

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Sowas wie einen wirklich geregelten Tagesablauf entwickelt - man glaubt es kaum, aber Routine ist nicht nur schlecht. Regelmäßige Bewegung, regelmäßiges Essen, regelmäßige Arbeitszeiten haben viel Schönes an sich, wenn man gesundheitlich ein wenig Nachholbedarf hat. Ein wenig weniger Arbeiten wäre zwar jetzt noch das Nonplusultra an Zufriedenheit, aber man kann eben nicht alles haben.

2013 leider nicht getan?
Die Bruchstücke veröffentlicht. Das hatte ich eigentlich vor dem berühmten "Weihnachtsgeschäft" machen wollen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - schon der Beta-Lauf mit meinen tapferen Testlesern hat länger gedauert als geplant und die Grippewelle im November/Dezember hat dann endgültig alle Hoffnungen für 2013 weggeschleimt. Aber was dabei rauskommt, wenn man Veröffentlichungen übers Knie bricht, wissen wir ja alle und eigentlich hetzt uns ja auch niemand, also wozu der Stress?;-)


Die teuerste Anschaffung?
Irgendwie war das nicht das Jahr der spektakulären Anschaffungen, aber ich denke die neue Schrankwand für's Wohnzimmer wird wohl das Rennen machen - die neue XBox freut mich allerdings mehr.;-)

(Un)wort des Jahres?
Puh schwierig...letztes Jahr war hier noch vom Weltuntergang die Rede, aber in diesem Jahr gab es kein so dominantes Thema, das mich so genervt hätte. Ich entscheide mich daher mal für das tolle, neue Unwort Shitstorm - es gibt viele Menschen, die viele dumme Dinge in der Öffentlichkeit verbreiten, aber dieses Phänomen hat sich in meiner Wahrnehmung ausgeweitet zur künstlich aufheizten Aufregung über alles und jedes, dass irgendein theoretisch existierender Mensch in irgendeiner theoretisch existierenden Situation als beleidigend empfinden könnte. Manche Menschen empfinden Toleranz als beleidigend, man kann nicht auf jedes beleidigte gefühl Rücksicht nehmen.

Zugenommen oder abgenommen?
Hmmm minimal zugenommen, zumindest wenn ich meine Klamotten so befrage - ich weigere mich eine Waage zu besitzen - aber noch im Rahmen von Winterspeck und guten Vorsätzen!;-)

Alkoholexzesse?
Keinen einzigen. Ich musste mir zwar ein paar Mal vorbeten lassen, dass meine 3-4Gläser Wein/Bier pro Woche viiieel schlimmer sind, als sich alle paar Monate mal richtig abzuschießen, aber ich kann das nicht so richtig glauben - solange meine Leber und ich gut damit leben können, bleibe ich mal bei der Prämisse, das die Dosis das Gift macht.;-)

Haare länger oder kürzer?
Meine Frisur ist wie ein Gemälde - zeitlos und manchmal etwas restaurationsbedürftig. (unveränderte Übernahme aus den letzten 4 Jahren;-)

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Gleichbleibend kurzsichtig.

Mehr Kohle oder weniger?
Ein wenig mehr, aber ausbaufähig.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ein wenig mehr - aber auch ein wenig gespart immerhin!

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr oder weniger ist schwer zu sagen, aber auf jeden Fall regelmäßiger. Ca. 15Minuten Work-Out pro Tag (inklusive Dehnen allerdings) funktioniert momentan besser, als stundenlanges Rumhängen im Fitness-Studio. Sport ist eben einfach nicht mein Ding, also will ich nicht so viel Zeit daran verschwenden, aber als psychologisches Equivalent zu Dingen wie Putzen oder Kochen funktioniert es ganz gut - man muss es nicht mögen, aber man muss es machen!;-)

Film des Jahres?
Ein ganz klarer Gewinner dieses Jahr - Iron Man 3!

Buch des Jahres?
Das muss ich mal aufteilen, weil das Buch mit dem höchsten Score in 2013 ist The Swerve und das ist definitiv nicht was ich als Mainstream-Tauglich bezeichnen würde...;-) Als besten Roman dieses Jahr würde ich vielleicht den ersten Band Hunger Games durchgehen lassen, den ich gerade ausgelesen habe, aber weil ich mir da die finale Rezi aufheben will, bis ich die Triologie komplett habe, entscheide ich mich in der Zwischenzeit für Fragile Things - ein bißchen Gaiman ist nie verkehrt!:-)

Erkenntnis des Jahres?
Planbarkeit ist gut, solange sie mit neuen Erfahrungen durchsetzt ist.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das ist immer so schwierig zu entscheiden...ich gebe mir immer Mühe mit meinen Geschenken und, wie ich gerade erst schrieb, manchmal funktioniert so eine Geschenkidee sogar besser als erwartet, aber ich glaube in diesem Jahr entscheide ich mich mal für das Gemeinschafts-Kunstwerk zum 30. Geburtstag - irgendwas gemeinsam machen, ist schließlich immer ein added-bonus!

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Hmmm...ich habe dieses Jahr viele schöne Dinge geschenkt bekommen, aber wenn ich mich für ein(e Art) Geschenk entscheiden muss, dann würde ich sagen, die diversen Einladungen zum Essen! Essen ist immer gut, aber das eigentliche Geschenk ist ja die Zeit, die man mit netten Menschen verbringt.:-)

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Du bist immer schon so furchtbar organisiert" - Kommentar einer Kollegin zur Tatsache, dass ich dieses Jahr tatsächlich schon alle Weihnachtsgeschenke Anfang Dezember zusammen (oder zumindest geplant hatte...ich wahr selber stolz auf mich!;-)

Die größte Enttäuschung?
Den Spitzenplatz müssen sich leider nervige Nachbarn und nervige Ärzte teilen. Es kann ja nur besser werden.^^

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
An meinem 30. Geburtstag nicht Zuhause sein - wenn man schon älter werden muss, dann wenigstens irgendwo, wo's schön ist!:-)

Vorsatz fürs neue Jahr?
Die Winterpfunde wieder loswerden - sollte drin sein, sobald es wieder mehr frisches Gemüse gibt... - und ein wenig mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens haben.

2013 war mit einem Wort?
Routiniert - wo wir gerade dabei sind. Im letzten Jahr hatte ich gehofft, dass mal ein wenig "Ankommen" angesagt sein könnte und so gesehen, kann ich mich ja nicht beschweren.;-)

In diesem Sinne ein hoffentlich glückliches und erfolgreiches Jahr 2014 für uns alle!:-)

30.12.2013

Ein Raclette zum Dessert

Ja, ich weiß, die Feiertage sind fast schon wieder vorbei, aber was wäre denn ein Jahresende ohne dazu passenden Koch-Post?;-)

In diesem Jahr haben wir uns pünktlich zu Weihnachten ein neues Raclette geleistet, daher war die Frage "Was kochen wir nur an Heiligabend??" kein großes Problem - und wie immer hatte Raclette natürlich den Vorteil, dass jeder tun und essen konnte, was immer er/sie wollte.

Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass man zum Jahresende noch irgendwas Neues ausprobieren sollte - wo wäre denn sonst der "Essen bis man umfällt" Feiertags-Spaß??;-)

In diesem Jahr haben wir daher zwei Rezepte für süßes Raclette ausprobiert:

Calvados-Äpfel und Birne mit Vanillecreme

Für beide Rezpte brauchen wir nicht wirklich viel:
3-4 große Äpfel (nicht zu sauer!)
3-4 große Birnen
1 Becher Creme Fraiche
Zucker und Vanille-Zucker
Calvados (wir haben uns da beraten lassen;-)
Schokolade (optional)

Die Äpfel werden in schmale Stücke geschnitten und für 2-3Stunden vor dem Essen in Calvados eingelegt (alle 30Minuten sollte man mal umrühren, es sei denn man möchte die ganze Flasche drüberschütten;-).

Das war schon die komplette Vorarbeit - beim Raclette selbst kommen dann nur noch ein paar Schnitze in das Pfännchen und dann wahlweise mit einer Prise Zucker, 1-2Stückchen Schokolade, oder (laut Rezept) einer Scheibe Käse unter die Oberhitze.
Die Variante mit dem Käse ist bei uns geschmacklich druchgefallen, aber Zucker, Pur und Schokolade waren sehr lecker - man sollte allerdings dem Alkohol ein wenig Zeit geben zu verdampfen, bevor Schoki oder Zucker dazukommen, Calvados ist schon ein wenig dominant im Geschmack ansonsten. Sind die Äpfel dann allerdings gut durchgegart, schmeckt das sehr nach Bratapfel, vor allem mit dem leicht karamelisierten Zucker.:-)

Die Birnen in Creme lassen sich auch hervorragend schon Stunden vorher vorbereiten - einfach das Obst stückeln und mit der Creme Fraiche und Vanille-Zucker nach Geschmack verrühren, schon fertig!
In die Pfännchen kann das dann auch ohne weitere Vorbereitung und muss/soll unter der Oberhitze nur ein wenig anbräunen und karamelisieren.
Sehr lecker! Schmeckt allerdings auch kalt.;-)

Für beide Rezepte ist es natürlich vorteilhaft, wenn man einen zweiten Satz Pfännchen hat, oder sich mitbringend lässt - Vanillecreme mit resten von Käse oder Knoblauchöl ist nicht sooo lecker und wer will schon zwischendurch noch spülen?;-)

Aber ansonsten eine Idee, die ich für die weiteren Festivitäts-Planungen nur empfehlen kann - Silvester ist ja auch noch eine gute Zeit für Raclette!:-)

28.12.2013

How To: Winter-Mobile. Oder: Wenn schon kein Schnee, dann wenigstens Flocken!;-)

Soooo nachdem mein Smartphone in einem Anfall von weihnachtlichem Enthusiasmus diesen Post schon vor 3 Tagen ohne Inhalt veröffentlichen wollte, machen wir das jetzt nochmal richtig und mit Gefühl!;-)

In diesem Jahr - es wird vielleicht schon aufgefallen sein - ist die Weihnachts-Bastelstube nicht ganz so üppig ausgefallen, wie noch 2012. Zum einen liegt das daran, dass ich mir denke, dass niemand soviel Papier-Nippes haben will und zum anderen war in diesem Jahr das Budget für Saturnalien-Geschenke tatsächlich auch etwas größer.;-)
Ein bißchen Do-it-yourself muss aber dann doch sein und da durfte es auch wieder etwas aufwendiger werden - das Ergebnis hat sogar mich überrascht, so überzeugend hatte ich es mir gar nicht vorgestellt!;-)

Für dieses winterliche Mobile habe ich daher erstmal folgende Zutaten zusammengetragen:
 1 großer Ast
(hier eine Spende des Vogelschutzgebietes Langerwehe zu meinem Kirschblütenzweig, was sehr nett ist, da er jetzt quasi dahin zurückgekehrt ist - man soll im Leben eben nie was wegschmeißen!;-)
Transparentpapier in schwarz und weiß
Weißes Geschenkbank (hier aus Papier, weils mal was anderes ist)
Nadel und Faden (weiß)
Wollreste (optional)
Außerdem Teppichmesser, Schere, Tesafilm und eine Häkelnadel

Schritt 1: Folge den Anweisungen
Wie immer steht am Anfang jedes Projektes mindestens ein Anleitungsvideo und diesmal sind es sogar 3 - für die Vögel, für die Flocken und für die Blumen. Befor man mit den Transparentpapier allerdings vernünftig arbeiten kann, sollte man die Quadratischen Grundformen (hier in 20x20, 15x15, 12x12 und 10x10cm Varianten) erst einmal mindestens einen Tag unter ein paar dicken Büchern pressen - Transparentpapier kommt meist in Rollen und sich ständig aufwickelnde Papierstücke sind nervig zu falten.


Wie man sieht, ist der Rabe ein ziemlich einfaches Model, was für das Transparentpapier aber auch notwendig ist, weil es sich nicht gut präzise falten lässt - beim Abmessen und Ausschneiden der quadratischen Grundformen sollte man daher so präzise wie möglich sein (deswegen das Teppichmesser).


Wie man sieht, ist auch das Schnipseln der Schneeflocken nicht umbedingt Dragon-Magic, aber man sollte schon darauf achten (finde ich), dass jede ein individuelles Muster hat - wo wäre sonst der Sinn von Schneeflocken?;-) Die Strahlen die noch vor der Faltkante enden, stehen so nacher hübsch ab, wenn man die Faltkante intakt lässt, ergibt sich ein Kreismuster - damit kann man hervorragend experimentieren und viele verschiedene Abfolgen und Muster erzeugen.
Ich musste die fertigen Flocken danach allerdings nochmal 2 Tage pressen, damit sie wieder schön flach hingen - man sollte sowas also niemals als Last-Minute Idee verwenden wollen!;-) 


Schritt 2: Resteverwertung
Die Häkelblumen sollten von meinem ersten Schal-Experiment noch bekannt sein, aber ich gebe trotzdem nochmal das Video dazu - die rote Wolle vom Monsterschal passte einfach so schön zu den Schwarz-Weißen Grundtönen.:-)




Schritt 3: Improvisieren ist der halbe Spaß
Eigentlich hatte ich geplant noch echte Misteln an die Astzweige zu binden, um dem ganzen einen noch "Baumartigeren" Anstrich zu geben - aaaber es gab keine Misteln, die mir gefielen und außerdem sind die für Haustiere etc. ja auch nicht so gut, also musste als Füllmaterial ganz viel weißes Geschenkband herhalten - Schneeersatz quasi. ;-)
Teilweise habe ich das nur an die Zweige geknotet und zu beiden Seiten abstehen lassen, aber mit dem Rest der Restwollte ließen sich auch noch ein paar hübsche Schleifen legen - einfach Schlaufen von Band übereinander legen und irgendwann in der Mitte zusammenbinden. Es hilft wenn man dabei ein zweites paar Hände hat, aber zur Not geht es auch ohne.;-)


Schritt 4: Zusammenfügen und genießen
Die Aufhängung des Astes an sich war ziemlich einfach (weißes Band an beiden Enden verknotet und mit anderem Kram kaschiert), aber auch essentiell - so ein natürlich gewachsenes Ding hängt niemals gerade, also sollte man sich beim Anbringen der Vögel etc. darauf einstellen.

Die Vögel haben ziemlich große Füße, was beim Befestigen hilfreich ist - ich habe meist einen Streifen Tesafilm benutzt, um Füße und Ast zu umwickeln und danach nochmal mit Geschenkband nachgearbeitet - doppelt genäht hält bekanntlich besser und die ganze Konstruktion ist schon fragil genug.;-)

Apropos fragil, bevor die Schneeflocken mit Nadel und Faden eine Aufhängung erhalten, empfielt es sich sehr (!) die beabsichtigte Stelle mit Tesafilm zu verstärken - einfach von vorne und hinten an einer Ecke gegenkleben und überstehende Ränder mit einer kleinen Schere wieder wegschneiden.

Die Blumen und Schleifen lassen sich aber dann einfach anknoten, also kann man sich nach diesem letzten, etwas frikeligen, Schritt endlich am Endergebnis erfreuen!
Und auch wenn Eigenlob nicht mein Ding ist, ich persönlich finde die Arbeit hat sich gelohnt! :-)

22.12.2013

Frauen die Geschichte machten

Man wird es dem Thema vielleicht nicht anmerken, aber dieser Post ist sowas wie eine kleine Premiere und zwar mein erster Quid-pro-Quo Post, wenn man so will.

Wie man vielleicht weiß, treibt sich mein Mann im Buchhandel herum und wird in dieser Funktion auch schonmal zu Promotion-Events eingeladen, bei denen Verlage ihre neusten Bücher unter das "Fachpublikum" werfen - und alles was man als Gegenleistung zu erbringen hat, ist eine Rezension des Buches online zu stellen. Das war, wie man sich vielleicht schon denken kann, für mich jetzt kein so harter Deal, immerhin mache ich das auch für Bücher, für die ich tatsächlich bezahlen musste.;-)

Also war mein Schatzi so nett mir ein Buch auszusuchen, bei dem er sich ziemlich sicher sein konnte, das mich das interessiert:  Frauen die Geschichte machten ein Begleitbuch mit historischen Essays zur Gleichnamigen ZDF History Doku-Reihe, herausgegeben von Peter Arens und Stefan Brauburger


Wer sich das "line-up" der ausgewählten Frauen ansieht, wird schnell 2 Dinge feststellen:
1. Hier geht es um Basisfakten zu großen Namen der Geschichte, nicht wirklich um die "Heldinnen, von denen man noch nie gehört hat"
und
2. Mit den Ausnahmen Jeanne d'Arc und Sophie Scholl kann man zu jedem einzelnen Namen eine ganze Biographie in meinem Archiv finden.;-)

Auf der einen Seite ist das natürlich etwas schade, aber nun wirklich nichts, wofür die Herausgeber etwas können - mit den berühmtesten Namen beschäftigt man sich eben immer zuerst.
Zu der eigentlichen Dokureihe kann ich allerdings nicht viel sagen - die paar kurzen Ausschnitte aus den Folgen Cleopatra und Luise, die ich beim Zapping mitbekommen habe, sahen mir allerdings ein wenig zu sehr nach "over acted history" aus...

Das Buch ist allerdings sehr nett zusammengestellt - ein wenig wie die Seminarhandbücher, die ich früher zum Lernen gerne verwendet habe, mit kleinen Info-Kasten-Einschüben zu wichtigen Entwicklungen, die am Rande miterklärt werden müssen und vielen, vielen Abbildungen von Originalquellen und Bildmaterial.
Ein Historiker-Minuspunkt sind die fehlenden Endnoten - ich habe bekanntlich was dagegen, wenn man mir nicht sagt, wie man darauf kommt, was man schreibt. Ich schaue es nicht immer nach, aber ich hätte gerne die Möglichkeit!
Andererseits ist das vermutlich eine Historiker-Krankheit und wird niemandem sonst negativ auffallen - die Fakten und Zitate sind allerdings gut recherchiert, soviel weiß ich ja glücklicherweise durch die Bücher, die ich schon gelesen hatte.;-)

Alles in allem würde ich sagen ein nettes Buch für Zwischendurch für alle Fans von starken Frauen und sicherlich 4 von 5 Flugblättern wert!;-)

21.12.2013

Zwerge zum Hochzeitstag. Oder: Der Hobbit Teil 2

Manchmal glaube ich, mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das was es mal war - zumindest musste ich den Eintrag zum ersten Hobbit nochmal extra raussuchen, um mich zu erinnern, was ich damals so dachte...;-)
Aber zum Glück hat ja mein Blog ein besseres Erinnerungsvermögen als ich, also sprechen wir auch dieses Jahr kurz vor Weihnachten über Hobbits - oder zumindest über des Hobbit zweiter Teil !

Ich habe es damals schon gesagt und es hat sich bestätigt - für mich fängt in zweiten Filmen der Spaß erst an. Oder, um es wie Judith zu sagen: Zweite Filme fangen in der Scheiße an und enden in der Scheiße!;-)
Dieses Dogma wenn man so will, trifft auf den zweiten Hobbit sicherlich zu - hier gibt es nur noch wenig Elfen und Zauberer Blabla und dieses ewige "ein bißchen hiervon, ein bißchen davon" erzählen aus den Einleitungsfilmen - hier wollen wir von A nach B und viele Viecher, Elfen, Menschen haben was dagegen. Über zu wenig Stringenz in der Story kann man sich also schonmal nicht beschweren.


Da sich die "Prequel-Saga" zu wiederholen scheint, wird man sich aber vermutlich darüber beschweren, dass gerüchteweise (als Tolkien nicht-Leser, muss ich hier mal denen glauben, die sich auskennen;-) wieder mal viel zu viel an der Originalvorlage geändert wurde, um irgendeinen weiblichen Hauptcharakter und auch nur die Spur eines Love-Interests hinzukriegen.

Ich weiß zwar nicht wieviele Interviews Peter Jackson noch geben soll, um zu erklären, dass Filme leider ein paar interessante weibliche Charaktere brauchen, auch wenn Tolkien scheinbar keine schreiben konnte (oder wollte, wer weiß was sein Problem war), aber mir kann das ja eh egal sein - ich mag die Vorlage nicht, also kann jede Änderung theoretisch nur in meinem Sinne sein. Und ein wenig inter-racial harmony ist doch nie verkehrt.;-)

Mir persönlich wäre es zwar lieber gewesen, man hätte in Smaug ein wenig mehr Benedict Cumberbatch und ein wenig weniger "Monster Verzerrer" rausgehört, aber dafür hatte ich ja Stephen Fry als stimmliche Ausgleichsfreude.;-)
Einen kleinen, halben Punkt ziehe ich dann aber doch ab, da leider wieder mal eine Szene mit Elben einfach nicht funktioniert - Legolas Papa ist zwar nicht ganz so fremdschäm gefährded wie Strobo-Galadriel aus HdR I, aber die Mischung aus High&Mighty und dem verrückten Hutmacher, ist mir ein wenig zu gewollt. Vielleicht wenn man Johnny Depp für die Rolle gehabt hätte, dann wäre das wenigstens absichtlich lustig gewesen...;-)

Unter dem Strich bewahrheitet sich also meine Prophezeiung, dass Teil 2 mit 4,5 von 5 Dracheneiern schonmal eine Steigerung zu Teil 1 darstellt - mal sehen ob der dritte Teil mit HdR III mithalten kann. Der Cliffhanger war ja schonmal vielversprechend und bisher gefällt mir auch der Titelsong zu Teil 2 am besten - die Geschichte kann sich also wiederholen!;-)

20.12.2013

Listening to: Raising Steam

Ein kleiner Dämpfer für alle, die sich nach dem letzten Post gedacht haben "Heureka endlich die letzen Pratchetts durchgesprochen, nie wieder Discworld-Hörbücher!"  - es gibt sie noch, die Neuerscheinungen!!;-)

Und dank des treuen Audible-Abos kommen diese Neuerscheinungen auch pronto auf meine Liste und sind dann nach einer Woche Krankenschein auch schon wieder abgenudelt - da müsst ihr jetzt durch.

Wobei ich schon zugeben muss, dass mich Raising Steam (wie immer gelesen von Stephen Briggs) etwas traurig gestimmt hat. Nicht weil das Buch irgendwie melancholisch ist, aber weil hier so unfassbar viele Charaktere und Cameos zusammen kommen, dass man fast schon an eine Farewell-Revue glauben könnte.

Sollte dem denn aber so sein, bin ich zumindest zufrieden damit, dass meine Lieblingscharaktere Sam Vimes und Moist von Lipwick nochmal richtig gut Action abbekommen! Man hat sich ja fast schon resigniert damit abgefunden, dass es zu den "großen Highlights" wie Nightwatch, Thud oder Going Postal nicht mehr kommen wird, aber auch wenn die "Erzähldichte" von Raising Steam sich sicher nicht mit Nightwatch vergleichen wollen sollte, ist bei der Figurenparade doch ein sehr brauchbares Discworld-Buch herausgekommen.
Für Menschen wie mich, die gerne Szenen nach dem Abspann sehen, oder auch Deleted Scenes zu schätzen wissen, sind solche kleinen "Gastauftritte" - angefangen bei wichtigen Figuren wie Lu Tze, Ridcully oder Harry King, bis hin zu Randerscheinungen wie Mr. Simnel aus Reaper Man, Charlie aus The Thruth oder Mr. Goatberger aus Maskerade - natürlich vor allem Fan-Service. Aber auch den kann man gut - heißt logisch und "natürlich" - in eine Geschichte einbauen, oder eben auch schlecht-gezwungen und hier sprechen wir eindeutig vom best-case-scenario!;-)

Außerdem gibt es Verfolgungsjagdten, dunkle Intrigen, den ersten Troll-Anwalt der Geschichte und einen Kampf auf einem fahrenden Zug...was will man mehr??;-)

Mir persönlich hätte die Handlung an manchen Stellen ein wenig straffer und dynamischer in Fhart kommen dürfen, daher ziehe ich ein kleines Pünktchen ab und bleibe bei überzeugten 4 von 5 Kohleschaufeln.

18.12.2013

Pacific Rim

Tjaja Advent Adenvent, hat sich was mit jahresendlicher Gemütlichkeit - erst bricht überall Stress aus, weil alles und jedes noch vor "Jahresende", also vor dem 21.12. erledigt werden soll und dann wie jedes Jahr plötzlich aufzufallen scheint, dass damit der Dezember mal eben 1,5Wochen kürzer ist als jeder andere Monat - außer vielleicht Februar der alte Hybrid;-) - und dann bricht überall die Grippewelle aus und schon ist der Dezember 2,5 Wochen kürzer als jeder andere Monat.
So kann es gehen und geht es mit erstaunlicher bis deprimierender Regelmäßigkeit, trotz aller guten Vorsätze es dieses Jahr aber mal anders zu regeln.

Was also übrig bleibt ist ein ziemlicher Blog-Backlog, aber zum Glück ended das Blog-Jahr ja nicht schon am Freitag Nachmittag, also habe ich die besten Hoffnungen, dass das noch was wird "in diesem Jahr".;-)
Zwei Filme, ein Buch, ein Hörbuch und hoffentlich noch einen How To Post habe ich definitiv noch in petto, daher fange ich mal in der Reihenfolge der Veröffentlichung an mit: Pacific Rim


Dieser Film war für mich ein kleines Mysterium in dem Sinne, dass ich nach dem Trailer irgendwie gar keine Lust hatte dafür ins Kino zu gehen - und das ist mysteriös deswegen, weil eiiigentlich ja Filme mit Monstern und Explosionen schon so in mein Jagdtschema passen.;-)
Vielleicht waren es tatsächlich die Roboter, die mich abgeschreckt haben, denn von den unsäglich furchtbaren Transformers Fortsetzungen hat sich mein Hirn noch nicht wirklich erholt...

Im Nachhinein muss ich aber sagen: Es wäre besser gewesen, den Film im Kino zu sehen.
Handlung, Charaktere, Dialoge und Darsteller bringen es nämlich leider nur so lauwarm (nichtmal die  Science-Nerds fand ich wirklich witzig und das will ja wohl was heißen...;-) und wenn dann auch noch die Effekte nicht wirklich großartig rüberkommen, bleibt nicht wirklich viel, an dem man sich erfreuen kann.

Ich nenne das mal den "2012-Effekt" - den mochte ich auch im Kino, wenn man sich erinnert, aber nach dem Nochmal-Sehen im Fernsehen kann ich mir nicht wirklich erklären wieso eigentlich, also muss es wohl der Kino-Leinwand-Faktor gewesen sein.;-) - und vergebe rein subjektive 2 von 5 Rakentenwerfer für Popcorn Kino, dass man ohne Kino-Leinwand aber nicht wirklich gesehen haben muss.

03.12.2013

Advent-Basteln 2013

Advent Advent und so weiter...
Ja, ich gebe es zu, auch als anti-Christ darf man auf Adventkranz und Weihnachtsbeleuchtung stehen!;-) Ich möchte aber betonen, dass hier entgegen jeglicher Weihnachts-Propaganda eigentlich nur ein tief menschliches Bedüfniss befriedigt wird, in der dunkelsten Zeit des Jahres ein wenig Licht ins Grau zu tragen - und wann hätte ich mich solchen Bedürfnissen je entgegen gestellt??;-)

Also habe ich mir dieses Jahr den 1. Advent quasi rot im Kalender angestrichen, um nicht schon wieder am Samstag Nachmittag vorher eine Deko-Idee übers Knie brechen zu müssen. Und da an eben jenem Samstag vorher auch noch besuch angekündigt war, habe ich außerdem schonmal die winterlichen Origamipapiere (gesponsort by Aldi;-) rausgekramt - Schenken ist schließlich auch ein menschliches Grundbedürfnis (bei mir zumindest)!

 Für ein paar einfache Mitbringsel oder Gastgeschenke im weihnachtlichen Winterlook braucht man also eigentlich nicht viel mehr als schönes Papier, einen Locher, Geschenkband und ein paar schwere Bücher.

Dann halte man sich an dieses Video hier:


Nach dem zusammenstecken sollten die Sternchen ein paar Tage (ich würde schätzen wenigstens 2, besser mehr) in einem Buch oder Mappe gepresst werden, damit sie nicht wieder auseinander fallen.
Sobald der gewünschte Plättungsgrad dann erreicht ist, einfach mit dem Locher ein Loch in eine Ecke stanzen, Geschenkband durchziehen, schon hat man einfach und hübsch einen Stern fürs Fenster, Auto, Bücherregal oder whatever hergestellt! :-)


Und nun noch der Adventkranz....leider hinke ich wieder mal dem Trend hinterher: Letztes Jahr, als ich weder Geld noch Zeit hatte mich um neue Deko zu kümmern, wurde man mit schwarz-weißer Baum- und Krankdeko geradezu totgeschmissen, aber dieses Jahr? Fehlanzeige!
Ich wollte aber trotzdem meinen schwarz-weißen Kranz, also musste ich dann doch wieder etwas improvisieren (wäre ja auch langweilig sonst...;-):

Für dieses hübsche Dingsi habe ich eingekauft:
Einen Mix-Kranz aus Tannen, Misteln, Buchsbaum und anderem Immergrün
Ein Netz schwarze Kieselsteine als Mittelstück - normalerweise würde ich hier Kunstschnee, Blütenblätter, Glitzerkugeln oder sowas nehmen, aber das gab's alles nicht in schwarz. Steine und Tannengrün geben aber einen hübschen Natur-Look
Weihnachtskugeln - 6x klein schwarz, 4x mittel schwarz& 2x groß weiß
Ein Bund Steck-Kugeln in weißlich-silber (ganz weiß gab's nicht...)
Eine Spule schwarzen Basteldraht
Kerzenhalter in Silber
Weiße Stumpenkerzen

Mit dem Basteldraht lassen sich die Kugeln gut im Krankz feststecken - wie bei Haarnadeln, die kann man vermutlich auch nehmen!;-) - und wenn dann ersmal alles gesteckt ist und die Kiesel die Mitte ausfüllen, braucht es eigentlich gar nicht mehr viel mehr.
Ich hatte zwar noch weißes Dekoband gekauft, aber irgendwie gefiel mir die Zusammenstellung nur aus Natur und Kugeln schon so gut, dass ich das gar nicht mehr gebraucht habe.




Jetzt kann der Advent also fröhlich weitergehen!:-)



25.11.2013

Josephine - Schon wieder ;-)

Ja ich weiß, ich hatte gerade erst eine Biographie zu diesem Leben vorgestellt, aber manchmal lohnt es sich eben, sich einem historischen Thema von verschiedenen Seiten zu nähern - außerdem wollte ich eine "zweite Meinung" zu meiner Feststellung einholen, dass die Romanumsetzung wohl ziemlich sentimentalisiert ist...;-)

Also habe ich beschlossen noch einmal ein Buch zum Thema heranzuziehen und habe mir aus den verfügbaren außerdem eines ausgesucht, dass einen Autoren vorweisen kann - ich bin zwar kein großer Freund der Gender Studies, aber ich denke manchmal stimmt es eben doch, dass Perspektive und Interpretation (die bekanntermaßen 80% der Darstellungen historischer Fakten ausmachen) von der eignen Position abhängen. Und Männer wie Frauen können nun einmal manchmal sehr verschiedene Positionen einnehmen, egal ob das nun an Erziehung, Veranlagung oder sonstwas liegt.;-)

Im direkten Vergleich muss ich allerdings sagen, würde ich das Buch von Carolly Erickson diesem hier vorziehen: Josephine geschrieben von Franz Herre


Zwar vermittelt das Buch von Franz Herre einen wissenschaftlicheren Eindruck, weil es sich die "novellisitischen" Passagen verkneift, die Ms Erickson so mag - aber leider wird dieser Eindruck (zumindest in meinem persönlichen Verständnis) durch die völlige Abwesenheit jeglicher Quellenbelege wieder zunichte gemacht.
Wenn ich also schon ein Buch lesen will, dass sich nicht mit Nachweisbarkeit belastet, kann ich auch das amüsanter geschriebene nehmen!;-)

Am Ende gibt uns der Autor aber zumindest eine Bibliographie an die Hand, deren zumeist französische Titel ich aber mit meinem Feld, Wald und Urlaubsfranzösisch wohl kaum heranziehen werde - und Nachweisbarkeit sieht auch anders aus, dass man eine Bibliographie erstellen kann, heißt immerhin noch lange nicht, dass man den ganzen Kram auch gelesen hat, wie jeder Student wohl wissen dürfte!

Insgesamt muss ich also festhalten, dass mein Wunsch nach Fußnoten elementar enttäuscht wurde - andererseits sind sich beide Autoren in ihren Basisfakten ziemlich einig, also muss ich wohl oder übel festhalten, dass mir die Romanbiogrpahie zwar gut gefällt, aber reine historische Fiktion ist...wieder eine Illusion weniger!;-)

Für das Buch an sich vergebe ich mal 3 von 5 Zuckerrohre - wer eine nicht zu lange Biographie lesen will und sich nicht an den fehlenden Belegen stört, ist hier sicher richtig.

22.11.2013

- o + Teil 52


Braucht die Woche noch wer, oder kann die weg?
Gerade bei einem Facebook Kontakt gelesen und schon für den Blog geklaut, weil es manchmal einfach stimmt!;-) Thank God(s), it's Friday, würde auch gut gehen.

Befor aber nun das wohlverdiente Wochenend-Koma eintritt, noch eine kurze Befindlichkeitsstudie aus der Mittagspause! Aus Energie- und Zeitgründen mal wieder gesponsort vom Freitags-Füller!:-)

1.  Um sicherzugehen das ich auch sicher nicht vergesse dieses Jahr meinen Adventkranz-Plan umzusetzen, habe ich mir dieses Jahr eine Erinnerung ins Handy geschrieben - immerhin gab es die letzten 2 oder 3 Jahre immer nur Last-Minute-Improvisationen aus dem "Ups morgen schon Advent??" Wahn...das darf dieses Jahr gerne wieder kreativer werden!!! ;-)

2.  Zu Risiken und Nebenwirkungen, lesen Sie auf der Rückseite, oder fragen Sie Ihren Apotheker, aber besser vielleicht nicht Ihren Arzt, der hat eventuell keine Zeit, keine Ahnung oder keinen Plan! Die selbstverordnete Magnesium-Kur zeigt erste positive Effekte, demnächst muss die nächste Monatspackung her - hätte mir irgendein Arzt in 10 Jahren mal sagen können, dass man das als Schilddrüsenpatient besser vorsorglich mal nehmen sollte, wären mir vielleicht etliche muskuläre Entzündungen und Probleme erspart geblieben.

3.  Es ist nie zu spät... für so ziemlich alles, oder? Je mehr Neues wir immer wieder erleben, desto länger fühlt sich Zeit an, stand diese Woche noch bei spiegel.de - wenn wir also das Gefühl haben, dass uns Zeit einfach so durch die Finger rieselt, sollte man einfach mal die Routine durchbrechen! Eine Sprache lernen, ein Instrument kaufen, sich einen Hund anschaffen, einen Kochkurs belegen, ein Buch schreiben, in die Karibik segeln - die Welt ist groß und bunt und das Leben zu lang für Stillstand! :-)

4.  Unser Video der Woche ist heute ein winterliches Bild, geklaut vom Facebook-Channel von George Takei - ich bin ja überhaupt kein Star-Trek-Fan, aber der ist einfach witzig, der Mensch.

5. Adventskalender habe ich früher eigentlich jedes Jahr mindestens einen selber gebastelt - ein Weihnachtsgeschenk, das einen ganzen Monat hält, quasi. Inzwischen bin ich schon lange nicht mehr dazu gekommen, aber eigentlich ist die Idee zu gut, um sie nicht irgendwann mal wieder aufzugreifen...Wenn man dem "Ups schon wieder Dezember??" Momentum mal entgegen wirken will!;-)

6.  Ich weiß, dass viele Dinge gegen Weihnachten, gezwungene Fröhlickeit, Konsumstress und Menschenmassen sprechen, aber irgendwie freue ich mich trotzdem auf die Weihnachtsbeleuchtung... Ein wenig Licht im Dukel und Grau,  ist eine feine Sache.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine selbstgemachten Hamburger zum Abendessen (selbstgemacht ist immer besser!;-), morgen habe ich geplant mich mal wieder meinem Fächer-Tai-Chi zu widmen und Sonntag möchte ich vor allem ganz! viel! Schlafen!:-)

In diesem Sinne ein wunderschönes Wochenende!

19.11.2013

Listening to: A Short History of Nearly Everything

Es sind ja schon viele Artikel, Blogeinträge und vermutlich sogar Bücher darüber schrieben worden, wie man einen guten ersten Satz schreibt - ich meine mich zu erinnern, das hier auch schonmal angerissen zu haben.;-)

Was aber in vielen dieser Fälle außer Acht bleibt, ist: Heutzutage ist der erste Satz eines Buches nur in extrem seltenen Fällen der Einstieg ins Buch!
Gerade eben habe ich mir noch den Kopf zerbrochen über die Widmung der (B)ruchstücke - damit fängt es an, aber nichtmal das ist manchmal die erste Zeile, auf die das Auge fällt.
Innerer Klappentext, "Über das Buch" oder auch Einleitung, "Vorwort des Autors" oder was auch immer, steht manchmal zwischen uns und dem (eventuell) nach allen Regeln der Kunst und Wissenschaft gesetzen berühmten "ersten Satz".

Warum mir das jetzt einfällt? Weil ich finde, dass Einleitungen im Allgemeinen und Einstiegen in "halbwissenschaftliche" Bücher im Besonderen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird.:-)
Hier kann man schon ganz viel falsch machen, bevor der Leser überhaupt über unseren wohlausgefeilten Textbeginn stolpert.

Und um das zu demonstrieren, hier ein Buch, dass das hervorragend gut macht:
A Short History of Nearly Everything geschrieben von Bill Bryson und im Hörbuch gelesen von Richard Matthews
"Welcome! So glad you could make it."
Ein Einleitungssatz wie er schöner nicht sein kann - so einfach, dass er in Buchform schon wieder überraschend ist!;-)
Aus dieser "Hi, setz' dich doch!" Phrase heraus beschäftigt sich die Einleitung dann damit, wie unwahrscheinlich im universellen Zusammenhang es eigentlich ist, dass ich (der Leser) und dieses Buch an diesem Ort zusammen kommen - viele hundert Millionen Jahre Partikelwanderung mussten dazu genau so und nicht anders verlaufen.

Eigentlich beschäftigt sich dieses Buch also nicht mit "nearly everything", sondern eigentlich mit einem ganz speziellen Ding: Die Geschichte der Weltwarhnehmung und wie wir unsere Existenz verstehen lernen. Das an sich klingt weniger snappy und wenn man mit der Urknalltheorie anfängt und Partikelbewegungen im Weltraum und und und, dann kann man auch argumentieren, dass man dem "fast allem" sehr nahe kommt - immerhin bestehen wir alle aus Weltraumstaub, ob uns das nun gefällt oder nicht.

Ich bin keine große Leuchte was Naturwissenschaft angeht, aber zum Glück ist das der Autor auch nicht - also bewegen sich die Erklärungen auf einem Niveau, das auch ich entspannt verstehen kann und wer sich aus wissenschaftlichem Purismus über die eine oder andere Methapher oder Vereinfachung aufregen will, soll das gerne tun, aber nicht hier!;-)
Ansonsten liefert A Short History of Nearly Everything viele lusitge, bizarre, interessante, traurige wissenschaftshistorische Annekdoten - und einer guten Annekdotensammlung konnte ich ja noch nie widerstehen...

Die Leseleistung von Richard Mathews ist auch nicht zu bemängeln - die neuere Fassung liest tatsächlich der Autor, das wäre auch interessant gewesen, aber einen schönen britischen Aktzent kann man immer brauchen!;-)

Für Buch und Hörbuch ziehe ich also nur ein kleines, winziges Pünktchen ab, weil mir die späteren Kapitel etwas repetetiv Betonen wiiieeee glücklich wir doch über unsere Existenz sein können - prinzipiell sehe ich das wohl auch so, aber mir braucht man das deswegen auch nicht einbleuen.
Bleiben untem Strich 4,5 von 5 Saurierknochen für sehr erhellendes Sciencetainment!:-)

15.11.2013

The Swan Thieves

Ich bin sicherlich meist der Erste es zuzugeben: Ich und Kunst sind meistens nicht besonders lange zusammen glücklicht...
Sicherlich macht Farben manschen Spaß und mit der richtigen Begleitung kann ich mich auch zu einem Museumsbesuch hinreißen lassen, aber ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass mir künstlerisches Talent und Verständnis völlig abgeht - ich kann vieles Andere, aber das wird dieses Leben nix mehr!;-)

Als ich also den Klappentext von Elisabeth Kostovas The Swan Thieves zu lesen bekam, war ich zuerst mal skeptisch:
Psychiatrist Andrew Marlowe has a perfectly ordered life - solitary, perhaps, but full of devotion to his profession and the painting hobby he loves. This order is destroyed when renowned painter Robert Oliver attacks a canvas in the National Gallery of Art and becomes his patient. Desperate to understand the secret that torments this genius, Marlowe embarks on a journey that leads him into the lives of the women closest to Oliver and a tragedy at the heart of French Impressionism.
Ganz viel emotionale Studie von Kunst und Künstlern? Au weiah...

Aber ich mochte, wie man sich vielleicht erinnert, die Dracula Fan-Fiction aus derselben Feder doch sehr gerne, also wollte ich "dem Neuen" mal eine Chance geben.
Kurzfazit? Hat sich gelohnt, aber Darcula ist es nicht (da ging es ja auch um Bibliotheken und Historiker, der musste mir ja besser gefallen;-).



Trotzdem mochte ich das Buch im Großen und Ganzen, auch wenn man sich damit abfinden muss, dass hier außer ganz viel Einsicht in "kreatives Arbeiten" und die Psychologie der Protagnoisten nicht viel passiert. Ich glaube die aktive Handlung lässt sich mit dem Klappentext schon fast erschöpfend behandeln.
Aber auch ohne viel von Kunst zu verstehen, konnte ich viel Verständnis für die Figuren aufbringen, wenn sie damit kämpfen in ihrem "normalen" Leben noch Zeit und Energie für ihre kreativen Leben zu finden und dass man sich in sowas auch schonmal verrennen kann...:-)

Was mir nicht so gefiel:
Die Autorin kann scheinbar nur Ich-Erzähler - das ist an sich nicht grundsätzlich ablehnenswert, aber nimmt dem ganzen Plot doch ein wenig die Dynamik. Zwar vermeidet sie die etwas absurden Erzählsituationen aus dem Historian (Wie mir mein Vater erzählte, wie er in den Briefen seines Mentors las, wie dessen Onkel im erzählte, was er in einem Buch gelesen hatte...;-) aber die Erzählweisen der einzelnen Figuren unterscheiden sich zu wenig und die Situationen "Warum ich das jetzt so erzählen muss" wirken oft ein wenig konstruiert, dass es mich wirklich wundert, warum man daran festgehalten hat.
Außerdem war mir der Haupterzähler mitunter ein wenig zu notgeil - sorry für dieses unfeine Wort, aber für einen Psychologen beschäftigt er sich meiner Meinung nach ein wenig zu viel mit seiner eigenen alternden Einsamkeit, nur um dann in ziemlich halbherzige Gewissensbisse auszubrechen, weil er eine Beziehung mit der Ex seines Patienten anfängt... Es mag ja von mir aus die große Liebe sein, aber Proffesional sieht anders aus!;-)

Bleiben wir also bei "Gute Idee, hätte ein wenig spannender und die Charaktere etwas abwechslungsreicher sein dürfen" und vergeben gut gemeinte 3,5 von 5 Farbpaletten. Für das nächste Buch sollte die Autorin aber mal eine andere Erzählperspektive entdecken - es gibt ein Leben nach dem Ich-Erzähler!!;-)

11.11.2013

How To: Mission Monsterschal

Ich habe es angekündigt und ich habe es wahr gemacht: Es wird wieder wollig!;-)
Und das gleich in monströsen Ausmaßen, denn mein Plan war für diesen Winter nicht nur einen Schal zu haben, der lang oder warm oder fluffig ist (hab' ich alles schon), sondern nichts weniger als alles gleichzeitig!
Also musste ich erstmal massiv dicke Wolle einkaufen - in diesem Fall die weinrote (ja ist weinrot, auch wenns auf den Fotos eher pink aussieht...das Grauen!;-) "Boston" Wolle von Schachenmayer - Knäuelpreis um die 3€ beim Ebayhändler des Vertrauens. Ich habe mit 5 Knäueln angefangen, bin aber bei 9 (!!) gelandet  am Ende (vermutlich hättens aber 7 auch getan...;-), so ganz billig war das Spaß also nicht. Aber hey, wenn ich im Laden so ein Schalmonster kaufen wöllte, würde mich das auch locker 30€ kosten und wäre vermutlich auch noch von Kindern gemacht - ist also immer alles eine Frage der Perspektive!

Schritt 1: Das Muster
So ein 2,5m langes Schaldingsi einfach nur im Block runterzuhäkeln kam mir etwas massiv vor, also war mein eigentlicher Plan das folgende (recht simple) Muster alle 15 Reihen dazwischen zu schieben. Leiiider bin ich entweder noch zu sehr Anfänger oooder das Muster ist für Wiederholungen nicht gedacht, denn so nach 3Knäueln musste feststellen, dass das krumm und schief aussieht, was sich potentiell nur verschlimmert je länger das so weitergeht...
Also Kommando zurück (Aufriffeln macht irgendwie Spaß, aber die ganze Arbeit umsonst *sft*;-) und anderer Plan - statt die großen Kulleraugen in mehreren Reihen übereinander zu setzen, habe ich einfach alle 5 Reihe nur eine Lochreihe gesetzt - dazu einfach die Anleitung nur bis Reihe 2 verfolgen und danach wieder normal weitermachen.

Ein wenig Maschenzählerei tut allerdings Not, denn aus irgendeinem Grund bin ich nach den Löchern immer bei 21 statt meinen 20 Maschen rausgekommen...auf über 2 Metern konnte ich nicht rausfinden wieso!!;-)
Wenn man's aber früh genug merkt, ist das ja nicht weiter tragisch, einfach in der nächsten Reihe eine Masche überspringen, schon kommt's wieder hin und das Mini-Löchlein sieht man ancher nicht mehr.

Schritt 2: Gedult
Zweieinhalb Meter Schal brauchen Gedult, da kann man nichts dran ändern - wer nicht aus repetetive Abläufe steht (Häklen, Reihen zählen, Häkeln, Maschen zählen, Häkeln), sollte das vielleicht eher lassen...
Ich habe Anfang September angefangen und immerhin bis Ende Oktober gebraucht (wobei ich lange nicht jeden Tag irgendwas gemacht habe), das ist schon mit ein wenig Vorausplanung verbunden. Allerdings ist das Muster so simpel, dass man dabei gut auch Fernsehen oder Hörbuch hören kann, das macht es ein wenig besser.;-)

Schritt 3: Borte, Borte, Borte
Wer schonmal irgendwas gesehen hat, das ich genäht habe, sollte wissen: Mit Borte wird alles besser!;-)
Also waren die letzten 2,5 Knäuel Wolle (nach Augenmaß geschätzt) auch gedacht, um noch einen kleinen Luftmaschenkranz umzuhäkeln. Das sollte die Optik noch ein wenig auflockern und außerdem den "Fluffigkeitsfaktor" erhöhen - funktioniert!;-)
Allerdings ist mein Augenmaß etwas schlecht, also hat er statt zu einer Lochmusterreihe sogar zu 2 gereicht - was ja aber nicht schlimm ist, wir tun einfach so, als wäre das von Anfang an so geplant gewesen!!;-)



Tja und fertig ist das Schalmonster - und ich kann sagen: Ja es ist laaang und waaarm und auch ein wenig flauschig, obwohl das ausgesehnte Bad in Omas Perwoll-Weichspüler einiges zu beigetragen hat (kleiner Tipp am Rande!;-) dass die Wolle jetzt auch kein kleines bißchen mehr kratzt.
Waschen sollte man die Boston Wolle aber scheinbar zuerstmal nur mit schwarzer Wäsche - zumindest beim ersten Waschgang war das Wasser doch erstaunlich rot...Aber wie immer kann man wohl nicht alles haben!



Und nun? Ich denke Vorweihnachtszeit ist wohl eher Origamizeit, aber für das nächste Frühjahr habe ich schon ein paar nette Alltagstaugliche Ideen!:-)



07.11.2013

Listening to: Sourcery & Small Gods

Man mag es glauben, oder auch nicht, aber mit den über den Sommer angesammelten Guthaben aus meinem Audible Konto konnte ich tatsächlich nur noch 2 Pratchett Hörbücher kaufen - alle anderen besitze ich schon und die allermeisten dürfte ich hier auch schon besprochen haben.
In Zukunft muss ich mir also was anderes einfallen lassen, um meine Hörbuch Wunschliste aufzufüllen!;-) 
Bis dahin aber noch kurz Small Gods und Sourcery beide geschrieben von Terry Pratchett, beide gelesen von Nigel Planer.

Über die Vorzüge von Nigel Planer als Hörbuchsprecher brauchen wir nicht schon wieder sprechen, aber was beide Bücher außerdem noch gemeinsam haben: Ich habe beide noch nicht als Literatur konsumiert, also war das auch mal eine neue Erfahrung.;-)
Allerdings existiert zu Small Gods ein durchaus hörenswertes BBC Hörspiel, sollte das irgendwo im deutschen Internet mal zu bekommen sein...

Was die Bücher an sich angeht, ist Small Gods wohl außerdem das literarisch wertvollere - so sehr ich Rincewind und die UU mag, aber nach der "Umstrukturierung" der Fakultät durch diese kleine Zaubereirevolution werden die Bücher um die Magiergilde doch irgendwie stringenter und im Vergleich zu den Vorgängern der Reihe fehlen einfach Zweiblum und Cohen, um eine lustige Geschichte daraus zu machen.
An den kleinen Göttern der Scheibenwelt kann man aber durchaus seinen Spaß haben - egal welcher Konfession oder Überzeugung man im wahren Leben so angehört, solange man damit leben kann, dass institutionalisierte Religion an sich und Inqusition im speziellen hier (zu Recht ^^) nicht so gut wegkommen.

Für die vergleichendeTheologie mit Schildkröte vergebe ich daher überzeugte 3,5 von 5 Weihrauchfässchen, der Mage-War muss leider mit 2,5 zufrieden sein.

Als nächstes gibt's wohl wieder ein wenig Non-Fiction - es muss schließlich vorrübergehend ein Leben nach Pratchett geben (der neue Discworld Roman kommt aber schon nächste Woche...;-).

04.11.2013

Im diagonalen Raum. Oder: IKEA für Fortgeschrittene!;-)

Tja, ich habe es schon festgestellt: Es ist Herbst, die Winterzeit ist zurück und was bedeutet das unterm Strich? Dass ich leider zu keiner Tageszeit Zuhause bin, an der man noch Chancen auf Sonnenlicht im Wohnzimmer hat - also habe ich es jetzt offiziell aufgegeben auf Tageslicht zu warten, um unsere neue Wohnzimmeranordnung zu fotografieren!;-) Mit ein wenig Nachbearbeitung kann man hoffentlich auch so erkennen, dass sich die IKEA-Gutschein-Sammlung zum Geburtstag schonmal gelohnt hat - auch wenn man in unserem Wohnzimmer etwas unter erschwerten Bedingungen arbeiten muss. Nur um das nochmal kurz ins Gedächtnis zu rufen: Unser Wohnzimmer hat leider nicht nur eine runde Ecke (Eckhaus), sondern durch die lobenswerte Abschaffung des Durchgangszimmers und Ausbau des Flurs auch eine diagonale Wand...
Hier nochmal die Bilder vom Vorher-Zustand!
Diese Kombination macht das Positionieren von großen Möbeln etwas schwierig und leider hat man grade im Wohnzimmer traditionell recht viele große Möbel (wenigstens ist das Schlafzimmer rechteckig...;-).

Zum Glück ist Technik aber eben auch manchmal zu was nutze, also konnten wir ausdauernd erstmal am Sweet Home 3D Simulator puzzeln, bevor wir uns für eine Variante entscheiden mussten - die genauen Daten der Räume erstmal in so ein Tool einzugeben ist zwar etwas frickelig und runde Ecken lassen sich damit auch nur bedingt darstellen, aber wenn man seine Räume erstmal angelegt hat, kann man damit jahrelang Möbel in und her schieben.
Ziel der Umräumaktion war wir immer mehr Stauraum, bei gleichzeitig größeren Raumflächen - ein Konzept, dass jeden Raum eigentlich nur besser machen kann!;-)


Also mussten erstmal die halbhohen und nicht-ganz-hohen Schränke unserer Schrankwand entweder weichen oder aufgestockt werden - man bemerke die Mini-Tür für den Vitrinen-Aufsatz!;-)
Damit hat unsere Bücherwand jetzt die wunderschönen Maße von 2,4x4,2m und man könnte fast meinen, dass wir wenig Bücher besitzen, so leer wie das plötzlich aussieht, oder?




Noch wichtiger ist aber das neue TV-Möbel, dass gleich mehrere nette Vorteile hat:
Es hat mehr Stauraum als der alte Tisch
Es bricht nicht fast zusammen
Es ist leichter sauber zu halten (Elektrogeräten ziehen so! viel! Staub an...)
Unsere Stereoanlage hat jetzt neben dem Fernseher Platz, weswegen unser TV-Sound jetzt aus den Boxen kommt (eine wesentliche Verbesserung)
Die diagonale Wand ist jetzt auf voller Länge gut genutzt - die runde Ecke ist damit zwar jetzt etwas vollgestopft, aber was soll man mit runden Ecken sonst anfangen?;-)

Dazu noch kurz das Sofa an der Wand, statt in den Raum ausgerichtet und schon haben wir gefühlt viel mehr Platz im Zimmer und trotzdem unseren Stauraum für alles mögliche fast verdoppelt - es lebe die Einrichtungssoftware....und IKEA natürlich!;-)