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05.10.2018

Miss Fisher, Romance und die Verlockung von Fan-Fiction

Ich gebe es zu, ich bin was Finktionalen Input angeht nicht einfach zufriedenzustellen und die meisten Geschichten (egal ob in Buch, Film, Serien, Spiel oder sonstiger Form) fallen in 3 Kategorien:
1. Irgendwas an Charakterisierung oder Plot ärgert mich so sehr, dass ich schon wieder mental oder körperlich ausgestiegen bin, bevor die Geschichte überhaupt zu Ende oder sogar losgegangen ist.
2. Ich finds lustig/interessant/spannend, aber nicht so richtig berührend oder tiefsinnig. Unterhaltsam mit Einschlägen von "hmm das hätte ich aber anders gelöst/gemacht".
3. Oder irgendwas an Geschichte oder Charakteren greift so tiefgründig in mein Hirn ein, dass ich leicht obsessiv werde, auch wenn ich etwas finde, das ich anders gemacht hätte.
Diese letzte Phase erreichen nur sehr wenige Erzeugnisse, aber z.B. most things Bioware haben diesen Effekt des Komplettinvestments in Figuren und/oder Geschichten, die meistens mentale Kapazitäten auf Tage und Wochen hinaus binden und zu stundenlangen Mono- und Dialogen führen - ich habe das Glück, dass der Ehemann da ein guter "Sparringspartner" ist, wenn ich mal wieder unbedingt meinen Fan-Girl-Gush irgendwo loswerden muss.;-)

Und ich stelle fest, dass diese Obsessionsgeschichten meistens eines besonders auszeichnet: Sie haben wirklich! gute! Romance-Subplots.
Das kann daran liegen, dass Romance, wie schon mehrfach besprochen, ein dorniges Feld ist, in dem eine schöne Blüte besonders positiv auffällt, aber vielleicht bin ich auch einfach nur hopelessly sentimental und möchte die Charaktere, die mir so ans Herz gewachsen sind gerne glücklich sehen - also nachdem sie ein bißchen gelitten haben natürlich, Sadistic Authors Club und so...;-)

Ein neures Obsessionsobjekt in meinem Repertoire ist Miss Fisher's Murder Mysteries und oh boy werden wir heute Fan-Girly! You have been warned.






1. Das Titanic Follow-Up, das wir (aka me) sehen wollten!
Ich denke, wir allen haben bei dieser Anfangsszene am Hafen, so ein Titanic-Deja-Vu gehabt oder? Selbst wenn man nicht zur passenden Demographie gehört, die damals im Kino saß, dieser Department-Shot von Rose mit dem Hut ist so ikonisch, dass man relativ leicht daran anknüpfen kann. Und ich glaube auch nicht, dass das ein Versehen ist.;-)
Vielleicht bin ich ja "die Einzige, die", aber ich fand ja persönlich immer, dass Titanic da aufhört, wo es eigentlich spannend wird - jaja, es geht um ein Schiffswrack und so, ABER so wie die Geschichte geframed ist, geht es eiiigentlich darum wie Rose ihre wahre Liebe findet & verliert und was das dann mit ihr macht. Mich persönlich hätte deswegen auch interessiert zu sehen wie das mit ihrem "nach dieser Tragödie lebe ich das Leben to the full" so weitergegangen wäre, statt nur so eine lahme Montage von Fotos auf dem Dresser zu sehen zu bekommen.
Fear not, denn Miss Fisher tut eigentlich genau das.;-) Die Tragödie der Vergangenheit ist hier der Mord an ihrer kleinen Schwester und der Erste Weltkrieg, aber Lazarettarbeit im Trench-War qualifiziert mindestens genausogut wie Schiffswrack, trust me.
Alles an dem Set-Up verspricht also schon meine Knöpfe zu drücken, von dem "Hmm eine interessante Prämisse" über den "Juchu eine Frauenhauptrolle, die nicht aussehen muss wie 25*" bis zu "20er Jahre Klamotte *schmacht*".  Natürlich alles ein wenig over-the-top und bunt und witzig, in einer australischen Version von Great Gatsby meets Miss Marple, aber wir sind ja hier, um über Romance zu sprechen und da haben wir viel zu tun!;-)

2. Romance und wie man sie richtig macht
Romance Subplots in der Serie fallen in 3 Muster und alle(!) gewinnen Bonuspunkte für die gut ausgeführte B-Note. Wenn das mal kein Ausnahmefall ist, weiß ich es auch nicht...
2.1. Casual Sex
Miss Fisher, in ihrer "live life to the full" Mentalität hat keinerlei historisch "adäquate" Skrupel wenn es darum geht das Rollenbild der Zeit auszuhebeln. Da die Serie es aber schafft das mit den historisch zutreffenden Frauenthemen der Zeit (Suffragetten, Autofahren für Frauen, Recht auf Scheidung etc etc) zu verbinden habe ich da als Historiker überhaupt keine Einwände.
Dass sie auf ihrem "ich kann mich nicht auf irgendwas festlegen oder sesshaft werden, egal was passiert" Lebensstil besteht wird schon als einer ihrer schwierigeren Charakterzüge geframed (und in ihrer Backstory aus Verlust, Krieg und Armut verankert), aber in der Serie** zieht sie die Grenze z.B. in dem Moment in dem einer ihrer Lover heiratet (wenn auch eher aus Convenience) und die Gefahr bestünde jemandes Gefühle zu verletzen. Miss Fisher hat also Lover wenn und wann sie das möchte, solange dabei niemand "zu Schaden kommt", ohne das irgendwer dabei eifersüchtig wird, Szenen macht, unnötig konstruiertes Drama verbreitet oder die Frau dabei unterschwellig als Schlampe dargestellt wird.
Bonuspunkt 1!

2.2. Serious Commitment
Den Gegenpol zu dieser Art von Beziehungen bildet im Cast der Nebencharaktere die fortlaufende Beziehung von Dottie und Constable Collins. Diese Beiden folgen dem typischen Viktorianischen Trope von tapsig-unbeholfener Beziehungsanbahnung behindert von sehr viel Modesty - historisch adäquat und manchmal Karieserzeugend niedlich, aber da die beiden Figuren eine entsprechende Backstory und Charakterentwicklung bekommen, macht das gar nichts. Manchmal will man liebgewonnene Figuren eben einfach glücklich sehen und diese Beziehung ist geprägt von gemeinsamen Moralvorstellungen, Zielen und Charakterzügen, gelebt mit gegenseitigem Respekt und auf Augenhöhe.
Bonuspunkt 2!

2.3. Wheelspinning und wann ich es verzeihe
Die Romance Story der Serie für mich (und ich denke nicht nur für mich;-) ist pikanterweise die, die es nicht gibt, außerhalb der gegenseitigen Anziehung, die Miss Fisher und Inspector Jack verbreiten.
Nun ist Wheelspinning einer der "Tricks" von Serien&Filmemachern, die ich sehr selten verzeihe, und vor allem nicht im puncto Romance. "Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht" ist so ausgelutscht und die "Hindernisse", die den Protagonisten dabei in den Weg gelegt werden, meistens so hahnebüchen konstruiert, bis beleidigend trivial, dass 99% aller RomComs bei mir in oben genannter Kategorie 1 landen.^^
Miss Fisher, die Serie, macht dabei aber 2 fundamentale Dinge richtig:
1. Diese Menschen haben Chemie!
Es ist für Filme und Serienmacher natürlich schwieriger als für Autoren, die einfach dafür sorgen können (so sie denn das Talent haben es darzustellen^^), dass ihre Figuren eine interpersonelle Anziehung haben, die für den Konsumenten compelling ist. Auf der Besetzungscouch bleibt das oft auf der Strecke, aber hier funktioniert es hervorragend, was vielleicht für das Talent der Darsteller spricht und/oder eine glückliche Fügung ist.
2. Das Wheelspinning ist Charaktergetrieben!
Die Gründe dafür, dass diese beiden Figuren ihre offensichtliche Anziehung nicht ausleben, liegen in ihren Charakteren begründet, ohne dass es dumme, dämliche, unnötige Plotdevices braucht, um sie "auseinanderzuhalten". Am Anfang ihrer "Beziehung" ist Jack zwar schon von seiner Frau getrennt, aber "trotzdem verheiratet" wie er sagt, etwas dass Serien-Phryne akzeptiert. Dieses Hinderniss wird dann aus dem Weg geräumt, als sich seine Frau scheiden lässt und neu heiraten will (ihre Initiative), aber in der Zwischenzeit kennt Jack seine Phryne halt sehr gut, weiß von ihren Lovern und dass sie fundamental andere Einstellungen zu Liebe und Beziehungen hat als er. Diese Konstellation von "Verliebt zu sein reicht nicht für eine gute Beziehung, wenn man den anderen nicht glücklich machen kann, ohne sich zu verbiegen" ist einer der besten Romance-Subplots, die ich seit langem gesehen habe. Ich war versucht Fan-Fiction darüber zu schreiben, aber das erspare ich euch jetzt, wenns euch nicht interessiert.;-)***
Bonuspunkt 3!

Kurzum, es gibt noch gute Romance, man muss sie nur suchen. Es gibt ein paar kleine Abzüge für unnötig Ereignisloses Wheelspinning - meine Version der Ereignisse (s.u.) gefällt mir natürlich viel besser;-) - und ein paar sehr dünne Ausreden für leider in der Zwischenzeit berühmt gewordene Charaktere (Contable Collins musste mit The Rock San Andreas drehen. Make no mistake, für The Rock wäre ich auch von jedem anderen Set durchgebrannt, aber man hätte seine Abwesenheit besser erklären können).
Aber diese Dinge haben mich erst ab Staffel 3 beeinträchtig, die leider sowieso ein wenig unvollended scheint nach den mageren 8 Folgen, die sie noch drehen konnten, bevor die Hauptdarstellerin bei Game of Thrones gebraucht wurde....
Aber manche Dinge sind nicht zu ändern und für das Komplettpaket gibt es deswegen trotzdem 5 von 5 Federboas, ich bin schon auf der Suche nach dem Cosplay für Halloween, so stay tuned!;-)

*Heutzutage sind ja sogar Frauen, die angeblich "Prof. Dr." in irgendwas sind trotzdem scheinbar 25, zumindest in Hollywood.^^
**In den Büchern ist Inspector Jack scheinbar ein glücklich verheirateter Mann und Phrynes einzige längerfristige Beziehung besteht mit dem Menschen, der nacher heiratet - und auch über dessen Hochzeit hinaus, was 2 für mich sehr compelling traits aus dem Mix herausnimmt. Könnte tatsächlich ein Fall sein, in dem die Serie/der Film Dinge besser macht als die Vorlage.
__________________________________
***Tangent about Fan-Fiction (und Spoilerwarnung!):
Noch ein Punkt, der oben keinen Platz hatte - in den Moment, in denen Geschichten völlig absorbierend werden, treffen die "oh Mann das hätte ich aber anders gemacht" Momente noch viel härter.^^
In Staffel 2 (Folge 7, glaube ich) gab es einen Moment, in dem wir ganz knapp an einer Liebeserklärung des Inspectors vorbeischrappen, nachdem er fürchtet Miss Fisher könnte mit ihrem Rennwagen tödlich verunglückt sein. Ich habe diese Folge geliebt, weil sein distress so schön indirekt dargestellt war und er sich erst zum Schluss dazu durchringen kann zu gestehen, dass er die Vorstellung ihres Todes unerträglich fand.
Sie ist verständnisvoll, aber sagt sie kann sich nicht ändern nur wegen seiner Befürchtungen. Er sagt, er würde nie von ihr verlangen aufzugeben wer sie ist (Bonuspunkt für Romance right there!;-), aber für seinen Seelenfrieden wäre es besser wenn sie nicht mehr zusammenarbeiten. Sie ist daraufhin verständlicherweise recht getroffen, weil er es leichter findet sie aus seinem Leben zu streichen, als mit ihren "Quirks" zu leben.
Der Aufbau dieses Konflikts war für eine leichtherzige, witzige, over-the-top Crime Serie recht profund, die Auflösung allerdings nicht...
In der nächsten Folge zwingt Miss Fisher's beste Freundin sie zusammenzuarbeiten, um den Konflikt beizulegen (soweit dem üblichen Klischee folgend). Phrynes Trauer ist in der Zwischenzeit (off-screen) scheinbar in Ärger umgeschlagen und als sie gefragt wird was das Problem ist, sagt sie sowas wie:
"Er hat befürchtet ich könnte tot sein und jetzt hält er mich für zu Nervenaufreibend."
"Feigling."
"Genau."
Dieses Abtun von tatsächlich als tiefgreifend dargestellten Gefühlen hat mich ein wenig enttäuscht, aber naja sie ist halt sauer und hat keine Geduld mit Beschützerinstinkten, ok. Über den Verlauf der Folge raufen sie sich dann wieder zusammen und am Ende ist der Status Quo wieder hergestellt, ungeklärte sexuelle Spannung inklusive.
Ich fand das ein wenig enttäuschend, weil es sein "Status Quo Wheelspinning" wichtiger nimmt, als einen unwiederrufbaren  Moment für die Figuren zu schaffen und sie danach damit umgehen zu lassen.
Wie hätte man es denn besser machen können? I'm glad you ask me that!;-)
In meinem Kopf lief nach dieser enttäuschenden Endszene ein ParallelFilm mit dem Titel "Wenn es meine Geschichte wäre...". Sowas nennt man bekanntlich Fan-Fiction und es ist überhaupt nicht meine Kunstform, aber wenn ich irgendwann mal verlockt gewesen wäre welche zu schreiben, dann hier.;-) Wenn es euch also interessiert: Wie hätte es ausgesehen, wenn es meine Geschichte gewesen wäre?

Zunächst mal wäre das Happy Ending der Folge-Folge *haha* zum Konflikt ein wenig abgeschwächt gewesen. Zusammenraufen ja, aber bitte mit einem Gespräch zum Schluss, das vielleicht so hätte aussehen können:
Phryne: So what is our partnership from here on in, Jack? Two steps in front, two steps behind, what is our safe distance?
Jack: That will depend on the road we tread, Miss Fisher.
Ende der Szene ohne die offensichtlichen und üblichen sexual inuendos, damit man wenigstens ein bißchen Spannung beibehält.
Merke, dass ich mir leisten würde den Konflikt etwas länger in der Luft zu halten, um die Beziehung sehr viel spekatkulärer zu eskalieren (im eigentlichen Wortsinn von vorantreiben, nicht Gewalt;-). But maybe that's just my preference.

In der nächsten Folge werden Miss Fisher und Dot zu einem Fall auf dem Land gerufen, was perfekt da reingepasst hätte (räumliche Trennung von Figuren, damit sie ihre Einstellung zu einem Konflikt ändern können, ist quasi Textbuch;-). Phryne flirtet mit einem der Gutsbesitzer, sie & Dot geraten in Gefahr, Jack und Collins eilen zur Rettung.
Collins ist offensichtlich dabei einen Heiratsantrag für Dottie vorzubereiten und lässt sich von Jack Shakespeare Zitate empfehlen. Jack wird von einem der Dorfbewohner beinahe erschossen, als er Phryne aus der Schussbahn schubst. Am Abend macht Collins seinen Antrag, Miss Fisher schenkt Jack einen neuen Hut für den, der zerschossen wurde und die Folge endet mit dem üblichen Schau-mir-in-die-Augen-Kleines.
Nun, wenn es meine Geschichte gewesen wäre, hätten wir mit der großen Versöhnung bis hierher gewartet und der Romance einen kleinen Schubs gegeben (weil ich sentimental bin, aber auch weil es gut gepasst hätte;-):
Phryne: You made a millinery sacrifice for my sake. [setzt ihm den neuen Hut auf] For the next woman, who wants to use you as target practice.
[Schau-mir-in-die-Augen-Kleines Moment, er nimmt ihr das Glas aus der Hand und sie küssen sich. Lange. Weil wir schon seit 1,5 Staffeln darauf warten.^^]
Phryne: Jack? What are you doing?
Jack: Making sure I have no regrets. Just in case the next bullet does no miss.
[Sie küssen sich noch mal (weil ich das so will;-)]
Phryne: Well, I have always found that the wisdom of spur of the moment decisions is an excellent remedy for regrets.
Jack: Maybe I'll borrow your philosophy, just for tonight.
An diesem Punkt könnte man mit dem Kuss ausblenden, aber wenn es meine Geschichte wäre, hätten sie Sex. Einfach weil es eine neue Entwicklungstriebquelle sein könnte - und Sex in dem Universum dieser Serie kein unbedingter "Deal Sealer" für Happily Ever After ist, weswegen man ihn auch nicht so behandeln muss. Und ich habe auch ein Follow-Up für das Bettgeflüster, oh ja.;-)
[Nach einer wie auch immer tastefully ausgeblendeten Sexszene, beim Kuscheln]
Phryne: So...when do we start to talk about tomorrow?
Jack: It was the nightingale, and not the lark. (Weil das mit den Shakespeare Zitaten in der Folge vorher, ne?)
Phryne: I hope you don't suggest we kill ourselves before breakfast? Mr. Butler would be most ungracious, if we miss his omlette.
Jack: I suggest we conquer the morning, when it is upon us.
Phryne: Jack...
Jack: Look, I told you I don't want you to change. I wanted us to have this moment and if that is all it is going to be, then I have only myself to blame.
Phryne: Well, at this moment at least I feel disinclined to share you with anyone.
Jack: Then maybe that is the silver lining I have been looking for.
Und DA würde meine Szene enden, mit ein bißchen halb-ernst, halb-bantering Tonfall am Ende.  Warum?
Weil die Charaktere zu diesem Zeitpunkt gut genug eingeführt sind, dass man weiß was der fundamentale Konflikt in dieser Romace ist - er will eine traditionelle Beziehung, sie will sich nicht binden, puff, so schwierig ist das nun wirklich nicht, dass man das Ewigkeiten in der Schwebe halten muss. Und weil es eine weite Range of Options für die weitere Beziehungsgestaltung eröffnet, den Fans ein bißchen von dem "ich will meine Figuren glücklich sehen" gibt, das sie haben wollen (oder diesem Fan zumindest;-) und das Wheelspinning als solches(!) nicht wirklich beeinträchtigt.
Vielleicht kehr man danach zum Status-Quo zurück für ein paar Folgen, vielleicht hält sich Miss Fisher mit ihren One-Night-Stands auch zurück, oder stellt fest, dass das ständige Geflirte mit random men ein wenig an Reiz verloren hat, wenn man auf eine Happily Ever After Lösung hinaus möchte und sie eher in Jacks Richtung schubsen.
Vielleicht stellt sie aber auch fest, dass sie sich wirklich nicht binden kann, nicht mal an Jack und wir können dabei zusehen, wie er sein Bestes tut zu seinem Wort zu stehen und ihr das nicht übel zu nehmen, weil er ja offenen Auges in diese Situation gelaufen ist.
Dann wäre das Feel-Good Ende vielleicht eines in dem sie zu einer neuen Ebene von Freundschaft finden, oder zu einer Freundschaft mit Vorzügen, wenn sie ihn mehr in ihre Richtung schubsen wollen.;-)

Beides hätte für mich mehr Charme als das "Die Fans mögen den Status Quo, also behalten wir den mal bei, bevor wir noch was kaputt machen." das ensued und bis zur 3. Staffel unbeeinträchtigt fortgesetzt wird - auch unter völliger Ignoranz der Tatsache, dass Jack zwischendurch mal den "das fällt ihm aber früh auf" Punkt vorbringt, dass "one among many" zu sein nicht so sein Ding ist, worüber wir aber nie wieder sprechen, während Phryne trotzdem weiter fröhlich in der Gegend rumvögelt, was mit dieser Hintergrundkonstellation ein wenig den "vielleicht solltest du dich ein wenig berherrschen können, nicht jeden Typen, den man haben kann, muss man auch haben, oder...?" Punkt aufwirft, der bei mir ein paar Symphatieabzüge hervorgerufen hat.
Man kann auch in leichtherzigen Crime Serien ein wenig Mut zur Charakterentwicklung haben und in dem Fall würde man sogar noch nackte Haut dabei einbauen können. Ich versuche mal nicht zu zynische Vorahnungen zu haben was den Film angeht - ich will das mögen, also versaut es nicht, ok?!;-)

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