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15.03.2019

Die 13 Gezeichneten Oder: #latetotheparty

Ich weiß, ich weiß, demnächst kommt schon Band 2 raus und ich bin eeeeecht spät dran, also höchste Zeit endlich die Review zu Die 13 Gezeichneten nachzuliefern!
Wie man eventuell bemerkt hat, lag dieses hübsche Büchlein (700Seiten Klotz anyone?!;-) seit Ewigkeiten in meiner Seitenleiste und also auf meinem Nachttisch, was aber nicht daran liegt, dass ich sooooo langsam lese und oder es irgendwie die Schuld des Buches ist. Outlaw King hat mich nur auf einen extended Binge zu schottisher Geschichte geschickt, sonst hätte ich nur halb so lange gebraucht...Hätte-Hätte-Meisterkette, wie es so schön heißt, also blame the movie!;-)

Der übliche Disclaimer zu "Bücher von Freunden" findet Anwendung, aber ich glaube für 100% objektive, harte Fakten seid ihr auch nicht hier, oder...?!;-)

Sygna, die Stadt des Handwerks. Die Stadt der magischen Zeichen. Seit die Armee von Kaiser Yulian die Stadt erobert hat, ist den Einheimischen die Ausübung ihrer jahrhundertealten Magie jedoch verboten. Eine Widerstandsgruppe will dies nicht hinnehmen.
Auch Dawyd, Mitglied der Fechtgilde, wird für die Ziele der Rebellen eingespannt. Denn die kaiserliche Geheimpolizei strebt danach, die mächtigen Wort-Zeichen unter ihre Kontrolle zu bringen. Mit ihnen wären die Besatzer in der Lage, Gefühle und Gedanken zu manipulieren, und das muss um jeden Preis verhindert werden ...

Ich möchte die typische "ich habe keine Ahnung was andere Menschen als Spoiler betrachten" Warnung voranschicken, aber eiiigentlich ist der letzte Satz Klappentext schon ziemlich tiefes Spoiler Territorium, von daher fühle ich mich weniger eingeengt!;-)

Ich habe letztlich beim #unpopularopinions Book-Tag schon darauf hingewiesen, dass ich meine Fantasy mit ein bisschen mehr Varianz bevorzuge - andere Zeitepochen, andere Magiesysteme, andere Grundannahmen, andere Kulturen und Völker. GdZ-1 (wie ich jetzt mal beschließe das total hip und jugendlich abzukürzen;-) kommt mir da in einigen Bereichen also sehr entgegen - es braucht mehr Schießpulver-Fantasy und ein kleiner Hauch Napoleon vs Revolution schadet auch nicht!

Das Magiesystem ist quasi der "Star" der Geschichte - was auch mal erfrischend anders ist - auch wenn ich Dawyd als Revoluzzer-Deadpool und seine aufrechten Kämpfer gegen die Unterdrückung natürlich nicht kleinreden will.;-) Bei Twitter hatte ich zwischendurch gelesen, dass Manche Probleme mit den vielen Charakteren hatten, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich das Buch nach den ersten 150Seiten für fast 6 Wochen zur Seite gelegt habe - Danke Robert The Bruce...;-) - und danach gar keine Probleme hatte wieder reinzukommen.
Charaktersuppe findet hier also in meiner bescheidenen Weltsicht offensichtlich nicht statt - es ist halt nur immer noch Fantasy, ich wollte Eylsion mit einem Cast unter 10 schreiben und habe selbst erlebt, wie sich das zu einem 25 Personen-Ding entwickelt hat, das eine Dramatis Personae Übersicht am Ende brauchte...Fantasy - auch gunpowder und urban Fantasy - ist vielleicht einfach nicht das richtige Genre für Kammerspiele.

Ich habe nur 2 kleine Abzugspunkte und beide liegen offensichtlich an mir, was sich schon an den Vergleichen erkennen lässt, die ich gleich ziehen werde:

1. Es ist ein Anfang
Die ersten Teile von Serien gefallen mir fast immer am wenigsten und mein Beispiel dazu ist der Fellowship of the Ring (der Film offensichtlich;-)und über diesen Vergleich braucht man sich nun wirklich nicht zu grämen, no? Ich bin halt nicht so der Typ für Exposition, Rivendell ist so das Ding, das man hinter sich bringt, damit irgendwann endlich die Orcs angreifen können und die Dramatik steigt. Ich habe also die feste Erwartungshaltung, dass Teil 2 und 3 dieses "Problem" nicht mehr haben werden.

2. Frauen sind halt schwierig... #thatwassarcasm
Auch so ein ganz persönliches Problem, das sich bei mir oft einstellt - ich kriege oft einfach keinen Draht zu den "weiblichen Hauptrollen" und wer sich an meine Darker Shades of Magic Krise erinnert, weiß, dass ich auch schonmal 5000Wort Blogposts brauche, um das auszudrücken. Kilianna ist nicht auf demselben Niveau von Entfremdung zu mir wie Lila, aber irgendwie wurden wir nicht warm. Zum Glück ist GdZ-1 aber ja nicht Tolkien, also gibt es noch genug andere Frauen, die man gut finden kann!;-)

Um mir also noch Luft nach oben zu lassen, vergebe ich mal überzeugte 4 von 5 Spitzentaschentücher (ja, letztes Mal waren es Flammenwerfer, aber es geht halt nicht immer nur um chaos & mayhem, ok?!;-).
Die Premierenlesung zu Teil 2 ist Ende des Monats und wenn mich nicht wieder irgendein Film aus der Bahn wirft, hoffe ich die Rezi dazu braucht dann nicht wieder 1 Jahr...

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