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06.11.2020

Listening to: Death by Shakespeare

So, kommen wir mal zu dem Sach-Hörbuch, das sich einfach in meine TBR Liste geschlichen hat, weil...ich meine...Wenn ihr (wie) ich seid, dann könntet ihr das auch nicht einfach finden und dann nicht sofort hören, oder?! ;-)

Schon alleine das Cover macht mich glücklich jedes Mal, wenn ich es ansehe, aber lasst uns trotzdem kurz darüber sprechen: Worum geht es in Death by Shakespeare von Kathryn Harkup, gelesen von Nicky Diss.

William Shakespeare found dozens of different ways to kill off his characters, and audiences today still enjoy the same reactions - shock, sadness, fear - that they did more than 400 years ago when these plays were first performed. But how realistic are these deaths, and did Shakespeare have the knowledge to back them up?

In the Bard’s day, death was a part of everyday life. Plague, pestilence and public executions were a common occurrence, and the chances of seeing a dead or dying body on the way home from the theatre were high. It was also a time of important scientific progress. Shakespeare kept pace with anatomical and medical advances, and he included the latest scientific discoveries in his work, from blood circulation to treatments for syphilis. He certainly didn’t shy away from portraying the reality of death onstage, from the brutal to the mundane and the spectacular to the silly.  

Elizabethan London provides the backdrop for Death by Shakespeare, as Kathryn Harkup turns her discerning scientific eye to the Bard and the varied and creative ways his characters die. Was death by snakebite as serene as Shakespeare makes out? Could lack of sleep have killed Lady Macbeth? Can you really murder someone by pouring poison in their ear? Kathryn investigates what actual events may have inspired Shakespeare, what the accepted scientific knowledge of the time was and how Elizabethan audiences would have responded to these death scenes. Death by Shakespeare will tell you all this and more in a roller coaster of Elizabethan carnage, poison, swordplay and bloodshed, with an occasional death by bear-mauling for good measure.

Wer sich jetzt denkt, Habe ich dieses Cover nicht schonmal gesehen?, der wird vielleicht an ein anderes Buch der Autorin denken, in dem es um die Wissenschaft hinter Frankenstein ging.

Es scheint also, dass Ms Harkups Brääänd in dieser Sachbuchnische liegt - sie hat noch ein Buch über die Verweundung von Gift in den Werken von Agatha Christie, das ich definitiv noch lesen will - und ich hoffe auf noch ein paar von diesen....Fringe-Literaturwissenschaft/Geschichte-Mix Büchern, weil es ist genau mein Ding, Baby!;-)

Nun kenne ich mich in Tudor England und in Shakespeare etwas besser aus, als in der Entstehung & Mythologie von Frankenstein, was bedeutet, dass die Biographie-Elemente nicht ganz so spannend waren, wie die Geschichte von Mary Shelley und dass ich manchmal solche Momente hatte, in denen die Autorin sowas sagte wie "wir wissen nicht genau warum dasunddas soundso war" und ich dachte...Hmmmm doch ich glaube das tun wir, oder zumindest haben wir eine Theorie.

Mein bestes Beispiel ist, dass sie erwähnt, dass die Verstorbenen-Statistiken der Tudor/Stuart Zeit überraschend oft "teeth" als Todesursache angeben und sie nur so "Your guess is as good as mine" und ich so "Oder du fragst einen Zahnarzt und der kann dir sagen, dass Zahn- und Zahnfleischentzündungen ziemlich übel enden können, wenn man nichts dagegen unternimmt". Ich habe diese Info aus At Home, maybe you should read that!;-)

Abgesehen von diesen kleinen Nitpicks habe ich aber wenig zu meckern, das Buch ist unterhaltsam und vermittelt interessante Einsichten zu den Konzepten in Shakespeare's Werken. Wie wir Konzepte wie Tod, Sterben, Mord etc. beschreiben, sagt immerhin viel über uns als Person aus, oder über die Zeit, in der wir leben.

4,5 von 5 Halskrausen sind also durchaus gerechtfertigt!

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