Publikationen, Projekte, Persönliches

02.09.2012

- o + Teil 30

Ich werde wirklich zu alt für diesen Sch*****! Gestern schien ein Burger-BBQ mit Freunden und Bier noch eine total gute Idee zu sein und was Stimmung und Spaßfaktor angeht war es das bestimmt auch. Aber mein Magen findet das heute Morgen überhaupt nicht mehr so lustig...;-)

Well, we live and learn, heute also Zeit für ein kleines Fasten-Intermezzo und einen ruhigen Tag auf dem Sofa mit dem Wochenend-Füller:

-
1. Heute könnte der Dalai Lama persönlich vorbeikommen und ich würde mich nicht vom Sofa erheben - mein kleiner Zensor findet das zwar nicht so toll, immerhin wartet schon seit einer Woche ein Text für die Bruchstücke auf seine Wiederbelebung, Überarbeitung und Fertigstellung. Da kann man nur sagen: To hell with it!;-)

2. Es heißt, dass der Herbst in diesem Jahr recht schön werden könnte - ich setzte da mal mein Vertrauen in Sonne bei angenehmen Temperaturen, die handvoll heißer Tage dieses Jahr hat mir schon völlig ausgereicht...

o
3. Bald können wir damit anfangen unseren Garten winterfest zu machen - ich bin mal gespannt wie sich unsere Beete etc. über den Winter retten. Vorher kommt aber im Oktober nochmal eine Ladung Blumenzwiebeln (Tulpen, Narzissen, etc.), damit wir möglichst früh im nächsten Jahr wieder hübsche Blümchen haben!:-)

4. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt? Da ich kein Gold besitze, kann ich nur sagen: Stimmt!:-)

+
5. Berlin zeigt momentan eine Ausstellung über antike Kartographie, die ich total gerne sehen würde...Ich fürchte aber bis Ende September wird das die Reisekasse nicht mehr hergeben. Trotzdem ein guter Tipp, für alle, die in dieser Richtung unterwegs sein sollten!:-)

6. Vor langer Zeit habe ich (angeblich;) mal zu meiner Mama gesagt, ich würde entweder einen Engländer, oder einen Schauspieler heiraten...ist vielleicht auch ein Grund, warum wir gerade überlegen, was wir zum 10. Jahrestag anfangen könnten!;-) Ich finde es zwar immer noch schwer vorstellbar, dass mein 1. Semester schon 10Jahre her ist, aber ich fürchte daran muss man sich mit fortschreitendem Alter gewöhnen *haha* - immerhin man muss die Feste feiern, wie sie fallen, mal sehen was sich da als Plan entwickelt!:-)

In diesem Sinne noch ein schönes Restwochenende und viel Spaß mit dem Video der Woche!:-)


The Guard

Wie bekämpft man die Einsamkeit, wenn man Single, Polizist und in Galway ist?
Man bestellt sich Crystal Meth und Nutten, erleichtert Unfallopfer um ihr Bargeld und zweigt Waffen von der IRA ab...zumindest ist das der Ansatz von Sergeant Boyle in The Guard.

Dumm nur, wenn plötzlich ein riesiger Drogendeal in der irischen Provinz abgewickelt werden soll, FBI Agenten dir auf die Nerven gehen und sich deine komplette Einheit von den bösen Buben bezahlen lässt...

Ich stehe ja auf Filme mit Anti-Helden und Brenden Gleeson ist ein perfekter Kandidat für "völlige Arschlöcher, die man aber irgendwie trotzdem mag" - siehe Brügge sehen und sterben, der incidentally vom Bruder des Regisseurs von The Guard gedreh wurde. Eine gute Idee bleibt also in der Familie.;-)

Mir persönlich war der Film in den ersten 4/5 ein wenig zu behäbig - die Charaktere sind großartig, auch wenn man den Eindruck gewinnen könnte, dass Irland nur von Psychos und Idioten bevölerkt ist... - und wenn man eine Vorliebe für schwarzen Humor hat, kommt man auch auf seine Kosten. Trotzdem hätte es für meinen Geschmack ein wenig schneller irgendwie zur Sache kommen können.

Mit diesem "Ich glaube euch auch so, dass die irische Provinz nicht besonders spannend ist, stoppt die Demonstration"-Abzug bleiben aber immerhin noch 3von5 Derringer für einen netten Abendunterhaltungs-Film!:-)

27.08.2012

Final Fantasy XIII. Oder: Mein Leben mit Spielberater...

Wie sagt man so schön: Zeige einem klugen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken!
Ich beweise also mal kurz meine gehrintechnische Fitness und bedanke mich für den sachdienlichen Hinweis, dass es mitnichten stimmt, dass die neuen Final Fantasy Teile nur für Playstation 3 herausgegeben werden, wie ich letztlich noch aus Unwissenheit behauptete!;-)

Also ja, man kann auch als XBox Besitzer weiterhin FF spielen und das konnte mich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen! Eiiiigentlich wollte ich mir zwar gestern einen Text zur Brust nehmen, den ich letztlich ein wenig unmotiviert als nächstes B(r)uchstücke-Kapitel angerotzt hatte, aaaaber das miese Wetter hat mir meinen kreativen Gartenaufenthalt sowieso verregnet, da habe ich lieber ein wenig auf Endgegner eingeprügelt - was den schönen Nebeneffekt hat, dass ich nach 4Monaten dieses Spiel dann auch mal fertig gekriegt habe!;-)

Wie war's denn nun?
Positiv (sehr!) muss ich zuerst mal bemerken: Es ist zum Glück wieder ein wenig ernster und un-bunter - keine komischen Frauen mit Hasenohren mehr und auch keine seltsamen sprechenden Viecher, die in Kisten wohnen.^^  Vom Ambiete und Flair hat Teil 13 wieder sehr nah an Teil 8 - meinem Liebling - heißt hier wird ein wenig mehr Steam-&Cyberpunk verbreitet, als lustig bunte Fantasy.
Das schlägt sich natürlich auch in der Story wieder, wo es gleich zu Anfang mal Kollateralschaden und blutige Aufstände gibt, was jetzt Fans von etwas Liebe-Licht-Japano-Fantasy vielleicht etwas abschreckt - ich fand die Rückkehr zu ernstzunehmenden Charakteren und Storyelementen aber eigentlich sehr angenehm.

Storytelling technisch hat mich ein wenig gestört, dass die "Gruppenzusammenführung" ziemlich lange dauert - jeder Spielleiter beim RPG oder LARP wird das kennen, man nehme eine Gruppe von verschiedenen Menschen, die keinerlei Veranlassung haben sich zu vertrauen und dann warte man ab wie lange es dauert, bis sie sich mal dazu aufraffen an einem Strang zu ziehen. Hier dauert die Phase von "ich mag dich nicht, aber ich mus ja" mir persönlich zu lange, was zu vielen einzelnen Handlungssträngen führt, zwischen denen immer wieder hin. und hergesprungen werden muss.
Als Nebeneffekt dieser multilinearen Handlung läuft man daher oft mit nur 1-3 Charakteren durch ziemlich lineare Karten, ohne Chance rechts oder links von der Story abzuweichen...das ist ein wenig zu gradlinig für meinen Geschmack, führt aber auch dazum dass man für 90% des Spiels den Spielberater nicht wirklich braucht - eine erstaunliche Neuerung!;-)

Sowohl Story als auch Charaktere sind aber ansonsten gut angelegt (für ein Spiel, bitte keinen Tiefsinn a la Inception erwarten;) und machen Spaß, weswegen es auch freut, dass die Reihe in Verlängerung gegangen ist und wohl auch noch weiter geht (Infos zu Teil 13-3/14 gibt es wohl nächste Woche).







Ich bin gespannt ob Teil 13-2 an einigen kleinen Schwächen im Kapfsystem noch feilt (es nevt zum Beispiel, dass ein Kampf automatisch als verloren gillt, wenn der Party-Leader KO ist - immerhin steht ja der Rest noch;), war aber von der Charakterentwicklung und Handlungsführung insofern angetan, dass das stundenlange Aufleveln entfällt (Teil 13-2 hat sogar einen "Easy" Modus, der vielleicht für Story-Spieler wie mich gedacht ist;).
Aufleveln muss man zwar immer noch wie nichts Gutes, denn die Endgegner der letzten zwei Kapitel sind nicht gerade von Pappe, aber zumindest davor kommt man eigentlich ohne leveln aus - und selbst dann hat man sich mit den "Nebenmissionen" eine Art Handlungsrahmen ausgesacht, um die Monsterjadgd ein wenig (wenn ich nicht wirklich viel) weniger mind-numbing zu gestalten.;-)
Trotzdem stehen bei mir jetzt über 90Spielstunden auf dem Tacho, was vielleicht erklärt warum das Durchspielen 4Monate gedauert hat - 24/7 Zocker schaffen das sicher schneller...

Vom rundenbasierten Kampfsystem und Zufallsgegnern ist man ja bei FF schon lange abgekommen, das Paradigmen-System ist aber kaum weniger Strategie-lastig, was mir als "Regelbuch-Verweigerer" manchmal ein bißchen das Leben schwer gemacht hat.;-) Einfach mal draufhauen ist eigentlich meine bevorzugte Strategie, die bei Spielen wie Fable auch hervorragend zieht - hier nicht so...
Für so manchen Gegner habe ich deswegen auch mehrere Anläufe gebraucht, bis ich die richtige Gruppenzusammenstellung und die richtige Kampfstrategie beisammen hatte.
Wie heißt es so schön bei Pratchett: Most magic consists of knowing one extra fact!
Für jeden Gegner gibt es also eine Schwachstelle, oder eine Strategie, die ihn schaffbar (wenn auch nicht immer einfach) macht - man muss sie nur finden, oder (wie ich) dann irgendwann doch den Spielberater bemühen!;-)

Insgesamt einer der wirklich besseren Teile, ich würde sagen fast gleichwertig mit Teil 10 auf Platz 2 meiner persönlichen Favoritenliste - nun bin ich mal gespannt was Teil 13-2 kann UND was Square nächste Woche zum Start von 13-3 zu sagen hat - und bekommt daher 4 von 5 Chocobos!


24.08.2012

Konsumieren vs. Produzieren. Ein unbeachtetes Dilemma?

Letztlich wurde mir wieder einmal gesagt, ich sei "schwierig" was Belletristik betrifft - eine Feststellung (ein Vorwurf wäre es ja nur, wenn man von mir verlangte das zu ändern;), die ich inzwischen so oft gehört habe, dass ich inzwischen einfach nur noch antworte: Berufskrankheit.
Aber ist das wirklich der Kern des Pudels?

Sicherlich ist es richtig, dass man....ungeduldiger wird was fiktionale Texte angeht, wenn man selber schreibt - es ärgert mich einfach furchtbar, wenn ich feststellen muss, dass Autoren schlampig arbeiten, oder einfach nach dem Motto schreiben/recherchieren "das merkt ja eh keiner". Sicherlich kommt man selber auch schonmal an die Stelle an der man denkt (Zitat Thomas) "das ist so nicht 100% korrekt, aber die 3Menschen auf dieser Welt, die sich gut genug auskennen das zu merken, werden das Buch eh nicht lesen" und lässt es mal gut sein, aber viele Bücher - auch die, die sich furchtbar gut verkaufen - sind einfach objektiv betrachtet nicht besonders gut geschrieben. Das kann man ignorieren, muss man aber nicht und meistens will ich das halt nicht!;-)
Andererseits gibt es aber auch einfach Genres, Stile oder Geschichten, die mich einfach nicht interessieren, ob sie nun gut geschrieben sind oder nicht. Soweit finde ich nicht, dass man sich dafür entschuldigen muss - man könnte eventuell ab und zu mal was Neues probieren, aber eine moralische oder kulturelle Verpflichtung leitet sich für mich daraus nicht ab - never change a winning book, oder so ähnlich.;-)

Ein moralisches Dilemma ergibt sich aus dieser Argumentation aber doch irgendwie und zwar dieses: Wenn ich es für mich selbst als völlig gerechtfertigt empfinde mich für viele Dinge einfach nicht zu interessieren, ist es dann nicht ein bißchen unfair zu erwarten, dass meine neuen Gehirnauswüchse aber bitte Beachtung finden sollten?

Theater spielen z.B. finde ich super - Theater sehen interessiert mich aber weniger...kann ich also guten Gewissens von meinen Freunden verlangen, dass sie sich "mein" Theaterstück ansehen und gleichzeitig ein nur semi-begeisterter Theater-Gänger sein?
Momentan schreibe ich gerne Kurzgeschichten und ab uns zu sogar mal Lyrik - in meinem Schrank stehen aber nur genau 2 Kurgeschichten Bände (beide von Neil Gaiman) und 0 Lyrikbände, weil ich nicht wirklich ein Lyrik-Fan bin. Kann ich trotzdem erwarten, dass man meine Kurzgeschichten lesen sollte?;-)

Um dieses interne Dilemma aufzulösen, habe ich mal versucht in mich zu gehen und herauszufinden, warum selber-machen und zusehen einen so großen Unterschied macht?
Ein gutes Beispiel: Ich habe als Kind mal mit Tennis spielen angefangen und fand das ganz lustig, bis man mich quasi gezwungen hat Tennis im Fernsehen zu verfolgen - das wiederum fand (und finde) ich so unfassbar langweilig, dass mir die Lust auf den ganzen Sport vergangen ist...

Ich glaube - man möge mir da widersprechen - dass die Faszination von produzieren einen positiven Objektivitätsverlust beeinhaltet, den konsumieren einfach nicht erzeugt. Gemeinhin nimmt man den Verlust von Objektivität ja als negativ an, aber in diesem Kontext ist damit die Identifikation meines Selbst mit einem Projekt gemeint, die ich nur duch do-it-yourself erreichen kann.

Vielleicht sollte man also lieber nicht von Objektivitätsverlust, sondern von Identifikationsgewinn sprechen, das klingt positiver, auch wenn es eigentlich fast dasselbe tut.;-)

Ein Projekt vom Start bis zum Ende kontinuiertlich zu begleiten, aufzubauen, Energie und Zeit zu investieren, zu hinterfragen, umzudenken, wieder zu hinterfragen und jeden einzelnen Schritt quasi als Sieg zu feiern, nimmt uns einen gewissen Teil unserer Distanzierungsfähigkeit - im besten Fall nicht 100% davon, denn das würde wiederum dem Kritischen Hinterfragen im Weg stehen - und lässt so eine Identifikation mit dem Projekt entstehen, der keine Begeisterung für ein "Fremdwerk" vollkommen gleichkommen kann, weil ihm die zentrale Komponente der "erbrachten eigenen Leistung" und der entsprechenden Befriedigung fehlt. Oder im Alltagsdeutsch: Ich kann nicht stolz auf etwas sein, das jemand anderes produziert hat und wenn es noch so gut ist!;-)
Man kann allerdings stolz auf eine Person sein, die etwas Tolles produziert hat, das setzt aber eine emotionale Bindung zur Person voraus!

Und mit dieser emotionalen Bindung löst sich vielleicht auch mein Dilemma: Ich lese Arbeiten & Geschichten, oder sehe mir Theaterstücke von meinen Freunden an, weil ich weiß, das ihnen das viel bedeutet und ich stolz auf sie bin, für die Leistung, die sie erbracht haben. Das ich mich für dasselbe Stück oder dieselbe Geschichte nicht interessieren würde, wenn sie jemand fremdes geschrieben hätte, mindert meine emotionale Verbundenheit an dieser Stelle überhaupt nicht!
Und daraus resultiert, dass wenn ich stolz auf eine Leistung bin, kann ich (hoffentlich) von meinen Freunden etc. erwarten, das sie das zur Kenntnis nehmen, auch wenn das "Produkt" an sich nicht ihr Ding ist!:-)

Isn' this nice?;-)

Problematisches Wunderland...

Vermutlich bin ich mal wieder der letzte Mensch auf diesem Planeten, der den Film sieht, aber dank des "Tim Burton" Regals unserer Videothek ist uns letztlich mal aufgefallen, dass wir Alice in Wonderland immer noch nicht gesehen hatten und haben das dann mal postwendend nachgeholt.

Bei dieser Gelegenheit ist mir mal wieder ein Problem aufgefallen, das ich mit bisher jeder Adaption, wie auch dem Original habe: Mir ist diese Geschichte einfach zu voll!
Natürlich bin ich mir bewußt, dass die Buchvorlage inzwischen Klassiker-Niveau hat und ich mir vermutlich jetzt ziemlich viele Feinde mache, aber mal ganz ehrlich - vom Erzähltechnischen Standpunkt aus betrachtet, ist dieses Buch einfach furchtbar konfus und viel zu vollgepackt mit Figuren und Konflikten für seine recht überschaubare Länge.
Natürlich sind die einzelnen Figuren und auch Dialoge oft bis meistens großartig gestaltet, aber trotzdem kommt es bei mir irgendwann zu einem gewissen "Absurdity Overload", an dem mein Hirn einfach nicht mehr will.;-)

Besonders stark ist mir das anhand des Hörbuches aufgefallen - irgendwann hatte ich mal Geld zuviel und die englische Version gesprochen von B.J. Harrison gibt es bei Audible schon seit Ewigkeiten für knapp 2€.
Diese Hörbuchfassung illustriert ganz gut, was ich meine, denn selbst ungekürzt liest sich der Text in nicht mal 3Stunden (zum Verleich, mein Anna Karenina Hörbuch läuft fast 42Stunden;) und ist zumindest als Hintergrundbeschallung total ungeeignet. Nun will ich damit nicht sagen, dass gute Bücher so vor sich hinplätschern sollten, aber wenn die Story so konfus wird, dass man mit 20Sekunden Aufmerksamkeitsdefizit schon keine Chance mehr hat noch zu wissen worum es geht, dann ist das schon ein wenig hart!;-)

Der Film leidet daher wie eigentlich alle Adaptionen (von dem süßlich-belanglosen Disney vielleicht mal abgesehen;) an diesem "Zuviel" an Ideen, Figuren und "Dingen, die man unbedingt drin haben will, weil der Effekt super ist". Natürlich sind die Effekte des Films super, das will man gar nicht in Frage stellen (auch wenn ein paar weniger computeranimierte Pferde geholfen hätten;), aber gerade aus den Königinnen und dem Hutmacher hätte man noch viel mehr an tatsächlichem Tiefsinn rausholen können, wenn man sich denn schon auf die Fahne schreibt eine "erwachsene" Version zu machen.
So bleibt halt vieles immer noch im Abziehbildchen-Bereich hängen (grade bei Helena Bonham Carter und Anne Hathaway fand ich das verschenkt, die können nun wirklich mehr als Rümbrüllen oder Liebe-Licht-Weichgespült...), was leider meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Das beste Charakterkonzept hatte tatsächlich Alice, was aber auch zu 90% an der Rahmenhandlung liegt, die so ein bißchen Jane Austen Flair verbreitet.

Trotz genialen Sprechern (Stephen Fry als Cheshire Cat, Alan Rickman als Caterpillar und Christopher Lee als Jabberwocky waren so meine Highlights!:) und teilweise wirklich guten Effekten vergebe ich daher leider nur 3 von 5 Hutnadeln für eine erwachsenere, aber leider immer noch zu vollgestopfte Alice Version, die mich mit der Vorlage immer noch nicht versöhnt hat!;-)

- o + Teil 29


Man glaube es oder nicht, aber nach ganz genau 6Monaten seit meinem Offline-Post hatten wir gestern wieder Internet Empfang Zuhause! Nicht an der Stelle, wo wir dachten und nicht mit den Geräten, die wir extra gekauft hatten, alles etwas improvisiert und vorläufig, aber immerhin!
Mal sehen, ob damit die "tote-Surf-Zeit" am Rechner wieder zunimmt...nach 6Monaten müsste man sich das ja eiiigentlich abgewöhnt haben...;-)

Das nur vorweg als erste gute Nachricht des Tages, nun zum allgemeinen Befindungs-Check!

- Manchmal kann Gartenarbeit auch ganz schön frustig sein...Prinzipiell finde ich es immer ganz angenehm an meinen Blumen rumzudoktern, wenn mich grade irgendwas nervt, das wirkt meistens schnell und effektiv, aber bei Schädlingen hört der Spaß echt auf! Heute Nachmittag oder spätestens morgen früh wird daher die große Sprühflasche ausgepackt werden müssen, denn leider werden meine Rosen gerade von Spinmilben gefressen (eine hat es leider für dieses Jahr schon dahingerafft, ich hoffe sie erholt sich nach dem Winter wieder...) und da verstehe ich mal gar! keinen! Spaß!

o Beim Grillfest letzte Woche kam es wieder zur Sprache und wo wir gerade bei Garten sind: Man kann alle Tiere mögen und trotzdem Spinnen fies finden! Bei mir hört die Tierlibe ja eigentlich schon auf, wo mehr als 4 Beine zusammen kommen (mit den offensichtlichen Ausnahmen: Marienkäfer, Schmetterlinge & Libellen;), aber von Spinnen kriege ich echt Alpträume...Da passt es leider überhaupt nicht, dass ein Spätsommer-Garten (also zumindest unserer und alle anderen, die ich kenne^^) quasi nur den Hintergrund für gefühlte 50.000 Netze bildet. Unkraut jäten und durchs Beet stapfen geht also nur noch in Stiefeln und Handschuhen - mir ist zwar bewußt, dass jede Spinne vor mir weglaufen wird, aber die Vorstellung, dass sie dabei über irgendwelche ungeschützen Körperteile von mir laufen könnte, ist schon schlimm genug!;-)

+ Ich weiß, ich hatte eigentlich Meer versprochen *pun intended* und tatsächlich habe ich einige wenige Fotos bei unseren Strandausflügen gemacht, die ich noch nachliefern könnte - aber leider findet sich momentan kein Datenkabel für mein altes Handy und das neue ist immer noch nicht wieder einsatzfähig...wir arbeiten an einer Lösung, aber es wird wohl ein Nachtrag werden müssen...c'est la vie!;-)
Aber schön war's, soviel kann ich schon mal verraten!

Und weil's so schön ist dazu ein Video der Woche: WTF? ;-)



18.08.2012

Stardust: Die Vorlage

Ein interessantes Phänomen: Bei eigentlich allen (wenn auch seltenen) Gelegenheiten, an denen ich mal mit einem mit-Autor über Schreiben und alle damit verbundenen Grenzphänomene spreche - irgendwann kommt immer ein Auspruch, eine Idee, ein Zitat oder ein Blogeintrag von Neil Gaiman auf.
Das muss wohl bedeuten, dass man in dieser Quelle Vieles findet, mit dem sich der alltägliche Schreiberling wiederfindet bzw. wovon er/sie sich eine Scheibe abschneiden möchte.

Meine Urlaubslektüre in diesem Jahr - Stardust - steht dem in nichts nach, die beim Lesen generierte inspirative Idee hat schon ihren Eingang in die B(r)uchstücke gefunden! Näheres dann eventuell wenn ich's irgendwann mal zu Zwischenständen bringe...;-)


Wie war aber nun das Buch?
Wer sich vielleicht noch erinnert, wird noch wissen, dass ich den Film schon gesehen habe und auch sehr mochte. Das Buch ist....anders.

Zunächst mal war ich überhaupt nicht überrascht, dass das Märchen in der Ur-Gaiman-Form sehr viel düsterer und (wenn man das bei einem Märchen so sagen kann) "realistischer" ist, was die "Happily Ever After" Momente angeht. Das stört mich prinzipiell nicht. Das Buch ist allerdings sehr schmal und da liegt für mich ein Problem: Bei allem "Realismus" bleiben viele Entwicklungen nur angedeutet.  Dinge passieren unglaublich schnell, in drei oder vier Sätzen drehen sich ganze Dispos  und der Leser bleibt da ziemlich außer vor und fragt sich irgendwann "Ähhh...what?".

Was das Buch dem Film sicherlich voraus hat, sind viele kleine, aber schöne Ideen, für die in einem Film einfach kein Platz ist (Fleischfessende Wälder und zickige Baumgeister zum Beispiel) und natürlich werden auch manche Dinge näher erklärt, die im Film einfach mal so passieren (wobei sich das zum Glück für den Film in Grenzen hält:).

Aber ich muss leider sagen, mir gefällt der Film besser, aus genau 2 Gründen:
1. Dem Buch fehlt die gesamte Geschichte um Captain Shakespeare. Das ist ein groooßes Minus!;-) Und das nicht nur, weil ich den Charakter liebe, sondern weil die Episode im Film auch viele erzähltechnische Elemente enthält, die so einfach mal ersatzlos fehlen und vom Buch auch nicht an anderer Stelle "nachgeholt" werden.

2. Mir fehlt die Liebesgeschichte. Die kommt zwar irgendwie auch vor, aber ist leider einer dieser "in drei Sätzen ist alles passiert" Geschichten, was ein wenig...unbefriedigend ist. Und das Ende im Buch ist einfach sehr traurig (wie ich finde)...und wenn ich schon ein Märchen lese, dann will ich auch mein schluchziges, schniefiges Happy End!!;-)

Insgesamt erschreckenderweise das bisher einzige Buch von Gaiman, das ich irgendwie nicht ganz so toll fand...3 von 5 Glasblumen kriegt es, aber für einen Gaiman ist das schon eher eine schlechte Bewertung...Zum Glück liegt noch ein Anderer auf dem To Read Stapel, das wird meinen Glauben an die Realität bestimmt wieder herstellen!;-)

Listening to: The Last Continent

Discworld is a world and mirror of worlds...

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass Pratchett nur aus reiner "Freude am Klischee" Bücher schreibt - Jingo ist so ein Fall, oder auch The Fith Elephant und sicherlich auch The Last Continent. Man könnte quasi eine Unterreihe erfinden, unter dem Motto "Was wie immer schon über 'Hier bitte beliebige Ethnität einfügen' dachten, niemals sagen würden, aber deswegen trotzdem lustig finden"...oder sowas in der Art!;-)


Was allerdings die ethnischen Klischees angeht, hat Australien bestimmt einige der Schönsten (auch ohne sprechende Krokodile;), von den einzigen harmlosen Tieren ("some sheep"), bis zur Königin der Wüste ("Petunia";).
Ein klein wenig Rahmenhandlung gibt es wohl auch, aber man wird den Eindruck nicht los, dass die nur Mittel zum Zweck für die Kulisse ist - einerseits verständlich, andererseits ein wenig schade und definitiv in den späteren Wachen-Geschichten besser gelöst!

Die Hörbuchausgabe mit Stephen Briggs macht allerdings schon Spaß - der australische Akzent gelingt sehr gut;) - vielleicht auch deswegen, weil es wieder einmal nur sehr wenige (tatsächliche;) Frauen zu interpretieren gibt...

Alles in Allem gibt es daher für Buch und Hörbuch 3 von 5 Bierdosen!

09.08.2012

In Luxemburg

Manchmal fragt man sich ja, ob man einfach das Pech gepachtet hat - da wollte ich gestern einfach nur meine Luxemburg Fotos vom Dienstag auf den Rechner ziehen und was passiert? Recher abgestürzt, Telefonsoftware beschädigt, Telefon nicht mehr gebrauchbar...superklasse!
Nach diesem Totalschaden war ich dann gestern Abend irgendwie nicht mehr aufgelegt den Blog-Post noch nachzuliefern und hab' mich statt dessen für Schokolade, Wein und Frust-Fernsehen entschieden!;-)
Heute ist das dumme Telefon dann mal an die familieninterne Wartungsabteilung gewandert - zum Glück tut's mein altes Handy noch, heißt angerufen werden kann ich wenigstens noch (anrufen wird schwierig, weil natürlich alle Telefonnummern im kaputten Handy stecken, man gönnt sich ja sonst nichts;)!

Aaanyway, Luxemburg!
Prinzipiell ein Reiseziel, das wir uns nur ausgekukt haben, weil es grade günstig war und in meinen Urlaub fiel, frei nach dem Motto "Hauptsache mal raus".;-) Diese Einstellung tut der Mini-Haupstadt allerdings Unrecht, wie wir schnell feststellen mussten, denn im Gegensatz zu manch anderer Benelux-Stadt ist es hier nicht nur hübsch, sondern auch vergleichsweise ruhig, was den Touristenandrang angeht (hoffentlich ändert sich das jetzt nicht schlagartig, wenn alle auf den Trichter kommen;). Außerhalb der Einkaufsstraßen konnte man tatsächlich ganz verschlafene Dorfatmosphäre antreffen, wenn man sich ein wenig durch die Seitengassen getraut hat - wir waren ja mal wieder ohne Stadtplan und Besichtigungsprogramm (abgesehen vom Infogehalt im Land der Wahrheit) unterwegs, daher konnten wir uns das gut leisten!:-)

Ein kleiner Minuspunkt aus meiner Sicht allerdings...zuviel Bergauf-Bergab, was sich mit einem 50m Höhenunterschied mitten in der Stadt nicht wirklich verhindern lässt, aber bei unserem durchschnittlichen Laufpensum für Städtereisen schon an die Kondition schlägt (meine Waden sind seitdem ca. 5cm zu kurz..gefühlt zumindest;)!

Und dann die  Kasematten...Deutsch ist ja nun eine der offiziellen Amtssprachen, was natürlich schonmal hilfreich ist, aber dieses Wort kannte ich noch nicht und die ständigen Hinweisschilder gaben auch keinerlei Auskunft. Als wird dann endlich an einem Eingang vorbeiliefen, an dem es hieß "Archeologische Ausgrabungen und Kasematten; Eintritt 3€" konnten wir uns das wohl kaum entgehen lassen - zum Museumsbesuch war uns das Wetter schon zu gut, da muß man wenigstens woanders ein bißchen Wissen abgreifen!;-)
Tja...die offizielle Definition mag anders sein, aber für mich sind Kasematten seither in Stein gehauene Nischen und Gänge, durchsetzt mit engen Durchgängen, Sackgassen und mittelalterlichen Wendeltreppen, in denen man sich hervorragend verlaufen kann!
Ich habe prinzipiell keine Platzangst, aber wenn man sich die dritte enge, schmale, buckelige Mittelalter-Wendeltreppe heruntergequält hat (meine neuen Schuhe haben da gleich mal ihre Kappen eingebüßt, scheinbar hatte man um 1200 durchschnittlich Schuhgröße 32^^), nur um schon wieder in einer Sackgasse zu landen, wird man schon irgendwie leicht nervös..."Haha, wir kommen hier nie wieder raus!" war ein oft benutzter und oft gehörter Satz, aber zum Glück haben wir es dann doch irgendwann wieder ins Sonnenlicht geschafft!;-)
Ich jedenfalls war danach total erledigt, schweißgebaded und kurzatmig, muß aber gestehen, dass es vielleicht geholfen hätte nicht erst im Nachhinein festzustellen, dass in dem Info-Prospekt auch eine Karte war...aaanyway!;-D



Trotzdem ein lohnender Tagesausflug, wie man den Fotos hoffentlich entnehmen kann - nächste Woche geht es aber endlich ans Meeeeer!!!:-)

06.08.2012

Out of Office

Wer es noch nicht gemerkt hat, erfährt es jetzt: Ich bin jetzt im Uuurrlaub!:-) Für den Blog muss das leider bedeuten, dass es wohl erstmal wieder etwas ruhiger werden wird, die letzte Reihe von Nachhol-Posts habe ich ja die letzten 10 Tage über noch rausgehauen. Jetzt ist aber erstmal Entspannung und damit Netzfreie Zeit angesagt, auch wenn keine größere Reise geplant ist. Aber ein paar schöne Fotos von diversen Ausflugszielen kann ich bestimmt zwischenschieben, keine Sorge!;-)

Bis dahin aber nur zum reinen Vergnügen den "Urlaubs-Füller":

1. Die olympischen Spiele sind nicht nur im Fernsehen ein entspanntes Ganztagsprogramm, die London 2012 Version für die XBox hat uns zuletzt am Samstag auch einen recht vergnüglichen Abend beschert. Ich wäre jetzt nicht der Spieler-Typ, der an sowas Stunden verbringt, bis er alle Highscores geschlagen hat, aber als Party-Spiel durchaus brauchbar...da wird es ja eigentlich nur lustiger je schlechter man ist!;-D

2. Unsere Urlaubsplanung dieses Jahr nehmen wir eher leicht und locker. Es gibt ja so seltsame Leute, die sich für "Urlaub Zuhause" immer alle möglichen Dinge in den Kalender packen - Renovieren, Garten umgraben, Keller aufräumen oder oder oder...Ich weiß nicht warum, vielleicht fühlt man sich Zuhause schneller unnütz, wenn man einfach nur in der Sonne liegt? Kann mir jedenfalls nicht passieren, wir sind auf 100% "Wollen nicht Müssen" eingestellt!:-)

3. Es wäre ein Alptraum, wenn morgen die Welt unterginge? Sorry ich bin schon im Urlaubsmodus, zu so einer negativen Eingabe fällt mir gerade nichts ein...;-)

4.  Es mag inkonsequent klingen, aber der Schweinehund hat bei aller Urlaubsentspannung bisher den Kürzeren gezogen - heute Morgen ging es schon um 11Uhr zum Training, Mittwoch wollen wir Schwimmen und wenn das Weter mitspielt, dann gibt's vielleicht auch wieder TaiChi im Garten...könnte fast Aktiv-Urlaub sein, wenn das Schlafpensum geringer wäre!

5.  Der Gedanke an unseren Ausflug ans Meer nächste Woche freut mich jetzt schon...ich bin wirklich kreuzunglücklich, wenn nicht mindestens 1x im Jahr Wellen in Sicht kommen. Vielleicht muss ich doch ans Meer ziehen, wenn ich groß bin?

6.  Aufgewachsen bin ich mit Asterix&Obelix, wie glaube ich viele Andere auch und ich fand es daher sehr erfreulich, dass auch die "neuen" Asterix Filme immer noch denselben Humor haben (wenn auch sehr seltsame neue Synchronstimmen) - gestern z.B. Asterix und die Wikinger, viel dazuerfunden zum eigentlichen Komik, aber trotzdem unterhaltsam. Sowieso einer meiner Lieblingskomiks, aber grade deswegen hätte ich es übel genommen, wenn der Film versagt hätte!;-)

 Das Video der Woche muss dann aber doch eher dem Sportlichen Wochenende Rechnung tragen...ich liebe Eurosport WATTS!;-)

30.07.2012

Nachtrag: Bildbeweis!

Jaja ich weiß, manche Leute malen Bilder schneller, als ich es mal schaffe sie aufzuhängen, aber ich wollte den Fotobeweis dann doch noch nachliefern!:-)

Mit diesen wunderhübschen Rosenblüten schmücken insgesamt nun schon 4 gemalte/gezeichnete Unikate unsere Wohnung, ist uns dabei mal aufgefallen, mal ganz abgesehen von selbstgestalteten kleineren Blumen-/Kerzen- und/oder Deko-Dingsis...
Was für ein Glück, das wir so kreative Freunde wir haben!! :-)


P.S. Ich bin immer wieder auf's Neue sehr zufrieden mit der angenehmen Wirkung und ultimativen Kombinierbarkeit unserer Latte Macchiato Wandfarbe...hat ja auch lange genug gedauert die Nuance auszusuchen!;-)

Listening to: Montmorency

Ich bekam letztlich eine Email von Audible, um mich daran zu erinnern, dass sich auf meinem Abo-Konto inzwischen 4Hörbuchgutscheine angesammelt haben...
Das konnte ich natürlich so nicht stehen lassen und war gleich mal einkaufen und bin auf das Ergebnis sehr gespannt (2 "lange nicht gelesene" Pratchetts und zwei unbekannte Romane warten auf der Downloadliste:) - bis das aber nun wieder alles runtergeladen ist, dauert es ja wieder 2 Wochen, also liefere ich vorher mal kurz das Hörbuch aus dem April nach: Montmorency geschrieben von Eleanor Updale, gelesen von Stephen Fry

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich dieses Hörbuch nur nach dem Sprecher ausgesucht habe - Stephen Fry ist einer der besten Vorleser, die ich kenne, was vordergründig der Grund ist, warum ich mit den Jahren ein Experte für Harry Potter fragen geworden bin (an der objektiven literarischen Qualität der Bücher liegt das kaum!;)...

Mit der Zeit habe ich noch ein paar andere Bücher aus dem "Fry-Fundus" angeschafft, aber bisher konnte mich davon leider keines soch richtig fesseln. Das war bei Montmorency zum Glück weniger das Problem!:-)

Die vikrotianische Abenteurer-Vita lässt sich gemütlich an einem oder zwei trägen Nachmittagen konsumieren und langweilig wird es dabei sicher nicht - besonders die verschiedenen Facetten der Hauptfigur werden recht nett in Szene gesetzt, frei nach dem Motto "Wie man das perfekte Verbrechen begeht".

Einzig die Kürze der Geschichte kam für mich dann doch etwas überraschend - die Geschichte setzt ihren Endpunkt, wo ich mit dem Hauptteil der Handlung eigentlich erst angefangen hätte!
Ich will nicht zuviel vorweg nehmen, jeder möge das für sich rausfinden, ob es ihm ähnlich geht...;-)

Für ein absolut Sommer-Urlaub geeignetes Buch und die natürlich hervorragende Hörbuch-Ausführung durch Mr. Fry, kann ich daher gute 4 von 5 Zylindern vergeben!

27.07.2012

How To: Origami meets Wasserfarbe

Manchmal hat man kleine Geistesblitze, die sich zu einem riesigen Unterfangen ausweiten - prinzipiell ist das eigentlich immer positiv, nur muss ich mich manchmal wirklich zusammen reißen, um nicht gleich aufzuspringen und zu Laptop/Nähmaschine/Basteltisch zu sprinten, wenn mir dummerweise so eine Idee kommt, wenn ich gerade im Büro bin oder versuche zu schlafen...Vielleicht ist ja wirklich was dran, dass kreatives Arbeiten einen irgendwie wunderlich werden lässt...;-)

Noch fühle ich mich allerdings sehr funktional, daher lasse ich euch mal an einem (für mich) total interessanten Projekt teilhaben, das sich letzte Woche mehr so zufällig ergab: Bemaltes Origami
Klingt an sich jetzt nicht wie die Mega-Volt-Erleuchtung, aber eröffnet erstaunliche Möglichkeiten!;-)

Gekommen war mir die Idee, weil ich zusätzlich zu den schon erwähnten Anhängern für eine Freundin noch eine Origami Katze zur Geschenk- Verschönerung basteln wollte:
 

Weil aber mein Ergebnis auch beim 2. Versuch irgendwie nicht so richtig aussah, wie das Endresultat im Video (ich nehme an, weil mein Papier weniger "biegsam" ist, als das im Video, die metallische Oberfläche lässt zumindest darauf schließen), wollte ich irgendwas tun, das ganz klar mach "Katze"...
Irgendwann kam mir dann die rettende Idee: Eine schwarze Nase und ein paar Schnurrhaare würden es schon richten!
Gesagt, gepinselt, aber seeeehr vorsichtig, mit winzigem Haarpinsel und einer fast nicht messbaren Menge Wasser, denn schließlich sollte ja nichts aufweichen!
Eine schmale Gradwanderung, aber wie man sieht hat es funktioniert. :-)


Und dann kam mir die unheimliche Erleuchtung, dass man sich mit Wasserfarbe ja auch quasi jedes Papiermotiv gestalten kann und DANN kam mir die Idee, dass ich schon seit ewigen Zeiten ein bestimmtes Modell ausprobieren wollte, aber nicht das richtige Papier dafür hatte: Den Phönix!


Natürlich gubt es auch beim Origami nichts, das es nicht gibt und meine Langzeitziele sind Drache und Phönix in dieser Form, aber bis dahin muss ich noch ein wenig (viel) üben!:-)
Um mir mein einfaches Modell aber ein wenig interessanter zu gestalten, habe ich zuerst mal meine Papierreste durchkämmt und dabei das Glanz-Papier gefunden, das ich mir kurz vor Weihnachten mal gekauft hatte, um daraus Sterne zu basteln - bevor ich feststellen musste, dass diese Art von Papier für Origami nicht wirklich geeignet ist, weil an den Faltkanten die Glanzfolie bricht und so unschöne, weiß-ausgefranste Kanten entstehen...
Als Rückseite ist das ja aber quasi egal, also bekam das Glanzpapier eine zweite Chance! :-)

Schritt 1: Farben Matsch!
Ich liebe es mit Farben auf irgendwas rumzumatschen, hatte ich das schonmal erwähnt? Vielleicht habe ich eine große Karriere als expressionistischer Künstler versäumt...oh well!;-)
Auf diesem Papier finden sich also in unorganisierter einigkeit Einigkeit alle Rot- und Gelbtöne meines Wasserfarbkastens. So wenig Wasser wie möglich war auch hier die Devise, aber durch den Einsatz eines etwas größeren Borstenpinsels war das Papier dann am Ende doch etwas gewellt - was aber nicht weiter stört, wenn man nicht gerade das billigste 80g Druckerpapier als Untergrund nimmt und alles gut durchtrocknen lässt!

Schritt 2: Muster egal!
Das schöne an der "künstlerischen" Gestaltung der Farbmuster ist, dass man eigentlich keine braucht - durch die Falterei entstehen interessante Effekte ganz voll allein! :-)

Schritt 3: Aber Vorsicht!
Trotz aller Papierqualität und Trocknungsgrad der Wüste Gobi sollte man trotzdem vorsichtiger zu Werke gehen, als bei "normalen" Faltpapieren. Zu scharfe Kanten sollte man soweit wie möglich ganz vermeiden, damit die Wasserfarbe nicht "bröckelt", was das gestalten der Endform natürlich ein wenig schwieriger macht. Ich weiß nicht, ob ich sagen möchte, dass man damit deswegen keine komplexeren Modelle falten kann...das kommt vermutlich immer darauf an. Für den Phönix war es ok und ich bein sehr(!:) zufriden mit dem Ergebnis:



Im Vergleich zu den Kusudama, an denen ich teilweise wochenlang saß, macht ein Modell dieser Art eigentlich überhaupt keine Mühe und kann innerhalb von einer Stunde fertig sein (und die meiste Zeit davon wartet man darauf, dass die Farbe trocknet;). Trotzdem würde ich sagen, eines der schönsten Modelle, die ich bisher gemacht habe - vielleicht behalte ich das sogar mal selber, bisher hab ich ja immer alles nur zum Verschenken gebastelt...mal sehen!;-)


- o + Teil 27

Ich möchte diesen Freitag in einem Zitat zusammenfassen: Zuuuuuuuuuu Waaaaaarrrrrmmmm!
Wer jetzt nicht weiß, aus welchem Film das ist...ich sage nur Nashorn-Hintern, mehr Hinweise gibt es nicht!;-)

Aber mal ehrlich, diese Temperaturschwankungen machen mich ziemlich dröge im Kopf, daher erwartet heute im Wochenrückblick mit Füller-Hilfe bitte keine großen Geistesleistungen.

-
1. Mir gefällt es ungemein auf unserer Terasse zu sitzen und die frische Luft zu genießen. Trotzdem werde ich nicht raurig sein, wenn es nächste Woche wieder Sonne mit 20-25Grad gibt. Gewitter und Tropenfeeling sehe ich mir lieber von Innen an!;-)

2. Trotz unserer neuen Gartenmöbel, gab es aber dieses Jahr erst 2x Essen vom Grill. Wir müssen uns vermutlich wieder angewöhnen häufiger Gäste zu haben, zum für uns alleine Grillen sind wir irgendwie zu faul...

o
3. Die Auswahl  zu haben, macht manchmal alles besser! Da musste ich mit Entsetzen feststellen, dass die Olympia-Eröffnungsfeier heute Abend (auf die ich mich schon die ganze Woche freue, wohlgemerkt) im ZDF übertragen wird! (Zur Erklärung, unser ZDF funktioniert ungefähr so wie die Deutsche Bahn, nicht bei Regen, nicht bei Sonne und nicht, wenn mehr als 3 andere Leute im Haus auch ZDF kuken...) 50% weniger Fußball EM war ja noch super, aber nun bin ich doch ganz froh, dass ich auf die Live-Übertragung bei Eurosport ausweichen kann!;-)

4. Mein Zahnarzt schickt mir inzwischen regelmäßig SMS...vermutlich sollte ich wohl mal wieder vorbeigehen, bevor sie auch noch anfangen mir Facebook-Nachrichten zu schicken.;-)

+
5. Die Sommerferien verbringen wir wohl in diesem Jahr mit kleinen Ausnahmen typisch deutsch auf Balkonien bzw. Terassien...nach dem Umzug und dem mega-Urlaub letztes Jahr sind die Kassen leer und immerhin hat der Garten noch Neuheitswert! Immerhin waren wir noch in London bevor plötzlich überall der große Jubilee/Olympia Hype angesagt war...wir kannten es quasi schon bevor es berühmt wurde
;-D

6. Der Gedanke an die letzte Arbeitswoche nach dem Wochenende dräut allerdings sehr, ich bin ziemlich urlaubsreif....am besten also die Woche mit schönen Dingen vollpacken, dann geht sie vielleicht schneller rum!:-)

In diesem Sinne viel Spaß mit dem passenden Video der Woche und ein schönes, gewitterfreies Wochenende!

25.07.2012

Ragnarok. Oder: The Gods Deserve to Die? Really???

Ich finde es immer wieder schwierig, wenn mich Leute fragen: Was liest du grade?
Prinzipiell ja eine ziemlich gradlinige Frage, auf die ich leider meistens keine gradlinige Antwort habe...
Fakt ist, meistens "lese" ich mindestens 3 Bücher gleichzeitig - ein Hörbuch ist eigentlich immer auf dem MP3 Player, meistens haben wir ein "Vorlese-Buch", falls das Fernsehprogramm grade mal wieder nix hergibt und dann habe ich für mich noch immer mindestens 2 Bücher auf dem Nachttisch.
Momentan liegt da beispielsweise ein Band "Petit Nicolas", damit das Französisch üder die Ferien nicht wieder einschläft, ein Sachbuch, das ich schonmal gelesen hatte (zum Hirn entspannen, traurig aber wahr, mein Hirn entspannt bei sowas;) und ein neues Buch (mich auf neue Bücher einstellen, finde ich manchmal ein wenig schwierig, je nach Müdigkeitslevel)...

Nach diesem etwas nerdigen Interlude, also jetzt zu eigentlichen Thema: Was war denn nun das neue Buch?

Das neue Buch für diesen Monat war Ragnarok von A.S. Byatt - ein Geburtstagsgeschenk vom Göttergatten (pun intendet!)


Wenn ich es schon über mich gebracht hätte die neuen Zwischenstände für die Bruchstücke zusammenzustellen, dann wüßte man vielleicht, dass sich bei den "Geschichten im Beta-Stadium" auch eine mit dem Titel Götterdämmerung findet. Mein armer Mann muss ja meistens als erste Beta-Instanz herhalten und fühlte sich wohl durch diese Erfahrung befleißigt mir dieses Buch zu kaufen - ob nun aus Begeisterung für meine Geschichte, oder um mir zu beweisen, dass das Thema schon ziemlich abgenudelt ist, lasse ich mal dahingestellt!;-)

Als kleiner Layout Freak muss ich erstmal darauf hinweisen, dass ich das Cover einerseits super, andererseits furchtbar finde. Bildgestalterisch gefällt mir das ton-in-ton Konzept sehr gut, der Untertitel "The End of the Gods" ist vielleicht ein künstlerisches Element, vielleicht auch nur die Übersetzung für Menschen, denen Ragnarök nichts sagt. ;-)

Aber was mich wirklich, wirklich, WIRKLICH stört, ist dieser komische Satz über dem Titel: Greedy, Cruel, Foolish, the gods deserve to die...

Was soll das da? Und was noch schlimmer ist: Was hat das mit dem Buch zu tun???
Sieht man sich ein Cover an, entwickelt man eine Erwartungshaltung über den Inhalt - ist leider so - und dieser Satz weckte in mir die Assoziation ein witziges, dramatisches Buch über Asgard und seine Bewohner zu lesen. Leider hat das mit dem Buch überhaupts nichts zu tun, daher muss man sich bei meiner Bewertung leider immer bewußt machen, dass ich erstmal über diese völlig falsche Erwartungshaltung hinwegkommen musste...

Was Ms Byatt in diesem Buch nämlich abliefert, ist ihre Aufarbeitung ihrer 2.Weltkriegskindheit, während der sie fasziniert von einem Sachbuch über die Nordischen Götter war und sich anhand dessen ihre Kriegsgegewart zu erklären versuchte. So. Und nun bewerte man diesen Satz auf dem Cover bitte nochmal. Geht gar nicht, oder?
Der Klappentext ist allerdings ausnahmsweise ein wenig besser - zumindest wird da mal erwähnt, dass es eigentlich nicht wirklich um Götter geht!;-)

Ich muss leider sagen, dass ich mich von diesem Realitäts-Erwartungs-Schock nicht wirklich erholt habe, auch wenn das Buch in großen Teilen wirklich sehr malerisch geschrieben ist und ich diesen Stil eigentlich mag. Aber Kindheitstrauma- und Kriegs-Aufarbeitungsbücher und/oder irgendwas in dem Nazis vorkommen, sind leider ü-ber-haupt-nicht mein Ding!
Ich will nicht die Augen davor verschließen, dass Krieg furchtbar ist, ich glaube das sogar mit jeder Faser meines innersten Ichs - aber gerade deswegen möchte ich lieber den ungemeinen Luxus genießen mich nicht damit beschäftigen zu müssen...

Ein Gutes hatte diese Erfarhung aber immerhin - meine Befürchtung es habe schon jemand meine Idee vor mir gehabt, hat sich zu 1000% als falsch herausgestellt!;-)

Trotzdem ist das Buch trotz aller "handwerklichen" Qualität einfach so überhaupt nicht my cup of tea und daher kann ich leider auch mit schriftstellerischer Solidarität nicht mehr als 2 von 5 Flügelhelme dafür vergeben.

24.07.2012

How To: Origami Geschenk-Anhänger

Ich habe es lange versprochen, aber halten konnte ich es dann doch erst jetzt und auch nur teilweise - der wichtigere How-To-Eintrag kommt hoffentlich im Laufe der Woche, sobald ich die Fotos von meinem Handy wieder auf meinen Rechner übertragen kann (heute gibt es leider nur un-nachbearbeitete Fotos, ich hoffe man erkennt trotzdem genug)...

Eigentlich hatte ich am Anfang des Jahres den Entschluss gefasst, dass dieses Jahr alle Geschenke zu allen erdenklichen Anlässen selbst-gemacht sein würden - das hatte zum einen finanzielle Gründe, aber ich wollte auch die Idee einfach mal ausprobieren. Leider hat sich dieser Grundsatz nicht umsetzen lassen, da auch Kleinigkeiten einfach mehr Zeit erfordern, als ich momentan erübrigen kann - ich hoffe alle bisher von mir Beschenkten haben sich trotzdem gefreut!;-)

Um aber den Gedanken nicht völlig aufgeben zu müssen, kam mir letztlich die Idee, dass man ja nicht-selbstgemachte Geschenke durchaus auch mit kleinen Gimmicks aufwerten kann. Hier also zwei kleine Ideen für Geschenk-Anhänger, die mir besonders gut gelungen sind!:-)

1. Sag' es mit Blumen 
Für diese Idee brauchen wir 2 Origami Jasminblüten:



Wie man im Video schon sehen kann, erleichtert es das Arbeiten sowieso wenn man immer gleich 2 Blüten auf einmal faltet. Diese Blüten eigenen sich nicht wirklich zum Kusudama oder Strauß basteln, da die "Stiele" so komisch zur Seite wegstehen, aber für einen Anhänger ist gerade das ideal!

Zusätzliches Material: Tesafilm und ein Geschenkbank - man kann bestimmt auch das übliche Plastikband nehmen, aber ich fand Stoff schöner.
Hat man alles beisammen, umwickle man einfach die beiden Stiele mit einem kleinen Stück Klebeband (nicht zuviel, sonst wird es zu auffällig) und danach mit dem Geschenkband. Eine hübsche Schleife später sieht das Ganze schon fertig aus - nun muss man sich nur noch entscheiden ob man die Schleife einfach so auf ein Geschenk klebt, oder die langen enden der Schleife als "normales" Geschenkbank um das Geschenk wickelt! :-)


2. Sag' es mit Worten
Für diese Anhänger braucht man ein wenig mehr Material und Zeit, aber das Ergebnis sieht am Ende nicht nur auf dem Geschenk hübsch aus, man kann es sogar noch mit einer kurzen Nachricht beschriften! :-)

Zunächst mal brauchen wir eine Seerose plus Blatt (ja ich weiß, das Video sagt Stern, aber da muss man eben ein wenig Fantasie haben!;):







Zusätzliches Material: Tesafilm, Stift + eventuell Locher & Geschenkband

Die Rückseite des "Sterns" lässt sich gut beschriften, das sollte man aber vor jedem weiteren Arbeitsschritt tun! :-)

Im Anschluss befestigen wir einfach die Rose mit einer kleinen Tesafilm-Rolle (wer doppelseitiges Klebeband nehmen will, auch gut;) in der Mitte vom Blatt und schon haben wir eine kleine Origami Karte gebastelt, die so bestimmt nicht jeder bekommt.
Wer möchte kann natürlich auch mit einem Locher in eine Spitze ein Loch stanzen und die Karte so mit Geschenkband an das Geschenk binden - ich kann mir vorstellen, dass das z.B. bei Flaschen ziemlich nett aussieht. :-)

Soviel zu Runde 1 aus der Reihe "Wir basteln ein halbes Geschenk." Die etwas "spektakuläreren" Modelle kommen dann, wenn es vernünftige Fotos davon gibt!;-)

20.07.2012

- o + Teil 26

Man glaubt es kaum, aber in dieser Woche habe ich tatsächlich mal wieder ein Paar "How To" würdige Dinge zustande gebracht, aber bis mein 3G dazu die Fotos hochgeladen hat, dauert es wohl noch ein paar Jahre...;-)

Während wir warten, also hier kurz das - o + für diese Woche:

- Mein Schlafpensum ist immer noch ungebrochen hoch, irgendwie habe ich es zwar geschafft in dieser Woche mal ein paar Tage lang mehr als 8Stunden am Stück wach zu sein, aber so wirklich gut ging das nicht...Ich hoffe ja wirklich mal, dass die Hypo im Herbst anschlägt, damit sich das mal wieder gibt!
Angeblich soll mit 4 Spritzen pro Jahr für 3 Jahre am Stück der Gräserallergie der Gar ausgemacht werden. Ich bin gespannt, aber zumindest klingt das besser als wieder 3Jahre lang jede Woche einmal zum Arzt zu laufen...

o Ich wage es kaum zu erzählen, aber wir sind nun endgültig im Spießertum angekommen!;-) Diese Woche waren wir beim Finanz- und Versicherungs-Check und demnächst werden wir wohl mit Wohn-Riestern anfangen (ja wir haben schon ein Heim, aber Geld vom Staat nehm ich auch für Modernisierung!;) und eine betriebliche Altersvorsorge abschließen...jetzt fehlt nur noch Kind, Hund und weißer Gartenzaun, was aber alles wohl in der nächsten Zeit nicht passieren wird... Es gibt also noch Hoffnung für uns!;-)
+  Nochmal als Nachtrag zu "Geschenke aus dem eigenen Garten" - sehen unsere ersten Lilien nicht super aus??? :-) Ich bin sehr angetan von dem Ergebnis unserer ersten Beetgestaltung, die Rosenblüten sind uns zwar ein wenig "verregnet", aber da kommt evt. im Spätsommer noch ein wenig was nach und sowohl gekaufte, wie geerbte Pflanzen wachsen sensationell (mit kleinen Ausnahmen, ich sage nur Azaleen...Tussi-Pflanzen!;). Und wiedermal kann das Foto nicht den besten Nebeneffekt einfangen: Auf unserer Terasse riecht es wunderbar!:-)
Nun muss nur noch das Wetter stimmen, aber ich habe schon bei allen Wettergöttern Sonne für Anfang August bestellt - vorher habe ich nämlich keinen Urlaub - also dauerts ja nicht mehr lange! ;-)

In diesem Sinne ein schönes, sonniges Wochenende und viel Spaß mit dem zu Woche und Blogthema passenden Video der Woche:

13.07.2012

- o + Teil 25


Wie man weiß, kommt vor dem Wochenende immer noch das Ende der Woche - durch den ständigen Regen und mein unfassbares Schlafpensum momentan, gibt es aber leider us der letzten Woche nicht viel zu erzählen, daher heute nochmal kurz aus der Mittagspause, der -o+ Füller!;-)

-
1. Thema Nr. 1  momentan ist ja wieder mal das schlechte Wetter - wer sich allerdings mal die Statistiken ansieht, wird schnell feststellen, dass weder 2Wochen Regen, noch Temperaturen um die 20Grad für unsere Breitengrade im Juli ungewöhnlich sind...natürlich nervt es ein wenig, dass man so gar nichts draußen unternehmen kann, aber hey, wenn man Allergiker ist, kann man auch bei Sonnenschein und 30Grad nichts draußen unternehmen und bei diesem Wetter hat man zumindest eine perfekte Ausrede einfach mal auf dem Sofa zu bleiben - man muss nur positiv denken!;-)

2. Ich war schon kurz davor mich beim Arzt mal auf die Schlafkrankheit untersuchen zu lassen, aber laut familien- und freundeinternen Umfragen, ist mein 18Stunden/Tag Schlafbedürfnis momentan wohl unbedenklich. Wetter macht einen echt kaputt manchmal...

o
3. Gestern hätte ich fast meine neu gefundene Motivation endlich wieder regelmäßig zu trainieren einfach verschlafen - siehe oben^^ - aber glücklicherweise konnte ich mich dann doch noch aufraffen. Nun tut mir alles weh, aber zumindest konnte ich ein paar goldene Gummipunkte für mein persönliches Wohlbefinden ernten!;-)

4. Die persönliche Fitness, ist aber mal wieder bei 0, ich hoffe das ändert sich nächste Woche wieder allmählich...Aber immerhin konnte ich mich mit dem Trainer meines Vertrauens beim EasyFit auf einen neuen Trainingsplan einigen, der hoffentlich wieder ein paar Ergebnisse erzielt. Statt 2x die Woche immer dieselben Geräte im Studie abzulaufen, habe ich jetzt 2x10 verschiedene Trainingsstationen, jeweils 10 für Tag1 und 10 für Tag2 - immer 3x Oberkörper, 3x Beine, 4x Bauch/Rücken. Das Ganze soll dem Gewöhnungseffekt entgegenwirken...ich werde berichten, ob es funzt!

+
5. Es würde helfen, wenn mein Tag 36Stunden hätte...momentan schwirren mir mal wieder so viele "Projekte" im Kopf herum, dass ich gar nicht weiß, wo anfangen...Irgendwer meinte letztlich zu mir, ich würde mich ja immer nur so "periodenweise" mit irgendwas beschäftigen (Schreiben, Malen, Origami, Nähen...), aber das stimmt absolut nicht! Ich finde einfach nur nicht die Zeit immer alle meine Ideen gleichzeitig in meinem Leben unterzubringen.;-) Mein Background Processing läuft ständig auf Hochtouren, für jedes genannte Hobby (mal ganz abgesehen von Garten, Küche, Bücherregal...) könnte ich mein nächstes angepeiltes Projekt schon genau benennen...nur muss sich die "das will ich jetzt dringend machen" Leiste bei den meisten noch ein wenig aufladen...vielleicht schreibe ich über dieses Phänomen mal einen eigenen Beitrag...:-)

6.  Man glaube es kaum, aber seit unserem Umzug, war ich nicht einmal auf meiner Wunschliste bei Amazon....das muss sich dringend ändern, aber kommt Geld, kommen auch bestimmt neue Bücher!

Dazu dann doch gleich mal das Video der Woche;)


In diesem Sinne wünsche ich euch ein entspanntes - wenn schon nicht sonniges;) - Wochenende!

12.07.2012

Mrs. Beeton's Cottage Pie

Mein genereller Unwillen nach Kochbuch zu kochen, hat sich scheinbar doch durchgesetzt, immerhin hat Mrs. Beeton jetzt über ein Jahr auf ihren nächsten Auftritt in unserer Küche warten müssen...;-)
Eine Inspector Barnaby Wiederholung, die uns unser Ausfall-anfälliges ZDF letztlich servierte *haha*, hat mich aber daran erinnert, dass ich immer schonmal rausfinden wollte, was eigentlich genau ein Sheperd's Pie ist - wie man sich vielleicht erinnert, haben wir aus finanziellen Gründen während unserer England Reise letztes Jahr eher amerikanisch gegessen - Burger King & KFC lassen grüßen!;-)

Ein Sheperd's Pie Testkochen ist es dann aber doch nicht geworden, einfach weil pures Lamm-Hackfleisch nicht so einfach beim Supermarkt um die Ecke zu bekommen ist - statt dessen gibt es die etwas Gemüselastigere Rindfleischvariante: Cottage Pie

Zutaten: 
Für 2 Personen & 2 Tage (wie viele Fleischgerichte schmeckt das gut durchgezogen am zweiten Tag noch besser!:)

800g Rinderhackfleisch
5-6 große Karotten
1 große Zwiebel
200g Champignongs (oder andere Pilze, das Rezept sagt "Mushrooms"...;)
ca. 500g Kartoffeln
2 Tassen Milch

Worcester Sauce (sollte in keinem Haushalt fehlen!!;), Salz & Pfeffer zum würzen
Margarine zum Braten

Zubereitung: 
Zeit ca. 1,5 Std. (ich hab ziemlich lange gebraucht wegen der ganzen Schälerei, wenn man TK Gemüse nimmt, gehts bestimmt bedeutend schneller!)

Also erstmal Gemüse schälen und würfeln - Karotten, Pilze & Zwiebel beiseite stellen, Kartoffeln gar kochen.
Das Rindfleisch kross anbraten, Gemüse dazu und nochmal ca. 2-3Min. mitrösten. Danach mit 1Tasse Milch ablöschen und Salz/Pfeffer & Worcester Sauce nach Geschmack dazugeben. Nochmal ca. 10Min bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Das Originalrezept sieht vor die Soße mit Mehl abzubinden, aber weil ich das selten klumpfrei hinkriege, hab ich einfach mal darauf verzichtet - so ist der "Kuchen" weniger kompakt, aber natürlich saftiger.
Zeitgleich mit der 2. Tasse Milch aus den Kartoffeln einen cremigen Brei stampfen.

Die Fleisch/Gemüsemasse in eine flache Ofenform geben, den Kartoffelbrei darüber vertreichen - hier kann man ein bißchen kreativ werden und eine interessante Oberfläche gestalten (Wellen, Furchen, Muster...), kann man aber auch lassen.;)
Das Ganze kommt dann nochmal für 30Min (ohne Vorheizen) in den Backofen, bis die Oberfläche leicht gebräumt ist.
Wir hatten noch eine handvoll Raspelkäse vom Vortag übrig, damit wird es noch krosser!:-)

Fazit: Die Vorbereitung dauert ziemlich lange, aber das Ergebnis ist echt lecker - und von der Portion hat man mindestens zwei Tage was!;-)

Vielleicht dauerts ja nach der Erfahrung nicht wieder ein Jahr bis zum nächsten Rezept!

01.07.2012

Und alles blüht!


Ich habe leider mein wöchentliches Update ein wenig vernachlässigt, aber zumindest für die letzte Woche hätte ich auch einfach kein -/o gefunden.:) Für eine große Party hat es zwar dieses Jahr Zeit- und Geldmäßig nicht gereicht, aber ich hatte an meinem Geburtstag sehr viel leckeren Kuchen & Wein mit meinen Kollegen und einen sonnigen Relax-Nachmittag mit Freunden, am Tag danach Thermen, Abendessen & Massage als courtesy of the husband und Samstag nochmal Abendessen & Billard mit lieben, lustigen Menschen...Nach dem All-Time-Low im letzten Jahr also endlich wieder mal eine Geburtstagswoche, in der es nur +++ zu berichten gibt!:-)

+ Wieder einen Schritt näher an die sogenannte "große 30"...ich muss sagen, irgendwie juckt mich das überhaupt nicht. Zum einen kann man in der Gesellschaft beobachten, dass 40 oder sogar 50 heute die neue 30 sind - auch und vor allem bei Menschen, die bis 25, 28 oder 30 erstmal an der Uni rumhängen;) - und zum anderen weil 29 ja mal so nichts halbes und nichts ganzes sind...für die "große" 30 muss ich mir dann mal as einfallen lassen, mein letzter Nuller kommt mir ein Leben entfernt vor.;)

+ Blumen, Blumen wohin man schaut - ich glaube ich habe noch nie soviele Blumen geschenkt bekommen!:) Ein Buch über Balkongestaltung (Terasse geht ja auch:), 3 wunderschöne Unikate in Acryl, eine bepflanzte Dekoschale für die Küche, ein medizinballgroßer Strauß von meinem Chef und eine anonym gestiftete Sonnenblume (scheibar habe ich einen sehr heimlichen Verehrer, der mir Blumen ins Büro bringt...wobei ich immer noch meine Kollegen verdächtige;) - ich glaube, ich kann ein Thema erkennen!

+ Und um gleich beim Thema zu bleiben: Mein Garten macht mir auch Geschenke - die zweite Erb-Rose blüht (in Telekom-Pink...;), die erste selbst-gepflanzte Rose blüht überraschend dezent in creme-rosé (ich hatte mit hell-orange gerechnet) und passt damit hervorragend zum dunkelblau-lila Hibiskus daneben.
Und natürlich unsere Lilien-Explosion...was soll man sagen, wächst wie Unkraut und sieht super aus!:)

 







Und sogar ein paar "Altlasten" aus der Luisenstrasse haben den Winter-Umzug überlebt:




Ein paar Bücher habe ich aber auch bekommen, das gibt neues Blog-Futter und natürlich werde ich auch die Fotobeweise antreten, sobald die Bilder und Blumen-Tipps ihre Anwendung gefunden haben!

Und alles blüht...was für ein schöner Leitspruch für's neue Jahr! Ich hoffe es bewahrheitet sich...:)