Publikationen, Projekte, Persönliches

25.07.2013

- o + Teil 48

Ups, da ist der Juli auch schon fast wieder vorbei!
Naja aber was soll man sagen, es ist einfach viel zu heiß in Deutschland, um viel Notiz von irgendwas zu nehmen...Im April/Mai konnte ich mich ja noch damit herausreden, dass ich in der Sonne liegen musste und deshlab nicht bloggen konnte, aber bei über 30Grad werde ich dann wieder zum Stubenhocker. Zu heiß für meinen Kreislauf, dicke Füße, dicke Nase und mehr Spaß macht Schwitzen im Freien irgendwie auch nicht, zumal wenn es drinnen kühler ist.;-)

Also schnell mal einen kurzen Überblick verschaffen über die allgemeine Befindlichkeit, bevor sich wieder irgendwer beschwet ich würde ihm sein Sommerwetter madig machen!;-)

-
Dementsprechend fangen wir jetzt auch nicht wieder mit den geschwollenen Füßen an, sondern mit hilfreichen Servicehotlines...Kann es sein, dass es etwas unlogisch erscheint, dass wenn mein Festnetzt nicht funktionert, ich eine Hotline anrufen kann, um diese Störung zu melden, aber NUR von meiner Festnetznummer aus...?
Irgendwie kommt mir das merkwürdig vor, aber vielleicht habe ich als Geisteswissenschaftler auch wieder den inhärenten technischen Zusammenhang nicht verstanden, ich lasse mich da gerne weiterbilden!;-)

o
Es meckern ja alle immer über das Wetter (da sind wir schon wieder;-) und wenn es darum geht vor allem über Gewitter. Ich möchte mal eine Lanze für Wärmegewitter brechen - sie sind nervig, wenn man draußen unterwegs ist, das sehe ich ein, aber wenn man Besitzer eines noch so kleinen Gartens ist - und keine automatischen Bewässerungssyteme sein Eigen nennt;-) - lernt man diese gelegentlichen Schauer wirklich zu schätzen! Immerhin wollen wir doch alle grünes Gras und bunte Blumen für unser Sommerfeeling, oder? (s.o.)
Ohne Wasser von oben wird das aber sehr schnell anstrengend, spätestens wenn ihr irgendwann mal bei 36Grad Gießkannenweise Wasser geschleppt habt, werdet ihr wissen was ich meine!;-)

+
Ein Gutes hat es immerhin, dass der Juli schon fast wieder rum ist: Der Urlaub rückt näher!!:-)
Für den Trip nach Skandinavien hat es ja bekanntlich einfach nicht gereicht (die gute Zeit, das liebe Geld, immer zuwenig;-), aber für 5 Tage Hamburg immerhin, was schonmal in der richtigen Richtung liegt.
Also stehen jetzt die großen Fragen an: Was sehen? Was tun?
Meine bisherigen Favoriten sind natürlich der Hamburger Zoo (ein weiterer Zoo auf unserer Sammel-Liste;-), ein Thermal-Spa in dem Menschen unter 16 Jahren nicht zugelassen sind (als Kinderlose dürfen wir uns Kindergeschrei verweigern, oder?), natürlich die Kaffee-Kontors für den Junkie und das Emigartions-Museum für den kleinen Historiker.;-)

Für weitere lusitge, leckere oder spannende Ideen bin ich aber durchaus offen, nur bitte keine Wachsfiguren und keine Dungeon-Geisterbahn...was man in London auslässt, muss man auch in Hamburg nicht haben!;-)

Und apropos England jetzt noch aus aktuellen Anlass ein lustiges Video der Woche - zumindest bei uns im Büro wurde diese Woche mal wieder über Frauenrechte diskutiert.


10.07.2013

Beyond Black

So langsam muss mal wieder ein wenig Alltag her, oder?
Es kann ja nicht immer nur um Urlaub und Fotostories gehen...;-)

Also schiebe ich mal meine Bettlektüre aus den letzten 3Wochen hinterher: Beyond Black von Hilary Mantel


Instead of celebrating the mystical side of "sensitives," the people who travel England's contemporary psychic "fayre" circuit, Mantel (A Change of Climate, etc.) concentrates on the potential banality of spiritualism in her latest novel, a no-nonsense exploration of the world of public and private clairvoyance. Colette is a down-on-her-luck event planner fresh from a divorce when she attends a two-day Psychic Extravaganza, her "introduction to the metaphorical side of life." There, Alison, a true clairvoyant, "reads" Colette, sees her need for a new life—as well as her potential—and hires her as a Girl Friday. As Colette's responsibilities grow, and the line between the professional and the personal blurs, Colette takes over Alison's marketing, builds her Web site, plans for a book and buys a house with her. Colette also serves as a sort of buffer between Alison and the multitude of spirits who beleaguer her. (Alison's spirit guide, Morris, "a little bouncing circus clown," proves especially troublesome.)
Gerüchteweise ist die Autorin relativ "in" momentan, aber ich gebe offen zum ich habe weder vorher schonmal von ihr gehört, noch hätte ich dieses Buch überhaupt gelesen, wenn es mir nicht empfohlen worden wäre...Was soll ich sagen, ich bin eben nicht so up-to-date was so ziemlich alles angeht...;-)

Manchmal kann es ja aber auch interessant sein sich mit Geschichten zu konfrontieren, die man nie zur Kenntnis genommen hätte, hätte man sich nicht geschenkt oder ausgeliehen bekommen. Das kann natürlich auch "daneben gehen" - man erinnere sich an Ragnarok... - und gerade bei mir mag das sogar schomal öfter vorkommen, als bei anderen Literaturinteressierten.
Zum Beispiel kann man auf meine Nazi/Krieg/Aufarbeitungs/Betroffenheits-Blockade treffen, wie oben, oder man scheitert an meinem absoluten Unwillen bedrückende oder deprimierende Themen in fitkionalen Kontexten zur Kenntnis zu nehmen.

Zumindest das erlebe ich oft: Freunde, die mir erzählen Oh jeh das ist trauriges Buch, das hat mich tagelang beschäftigt! oder Oh je, wie habe ich geweint bei diesem Film, danach ging es mir richtig schlecht! und dann irritiert sind, dass solche Aussagen das Thema für mich ad acta legen.;-) Es ist (leider) einfach eine Tatsache: Ich habe keine Verwendung für traurige Musik und ich halte mich fern von fiktionalen, menschlichen Abgründen und Dramen. Warum? Weil es mich runterzieht! Und warum sollte ich zu meiner Unterhaltung etwas konsumieren, dass mich seelisch belastet?
Als gäbe es nicht genug reale Dinge, die einen runterziehen können, und selbst von denen halte ich mich fern wo immer es geht.
Ich möchte es gerne als epikurische Weltanschauuung verkaufen, aber vermutlich ist es einfach eine persönliche Macke...;-)

Was hat das jetzt aber alles mit dem Buch zu tun?
Ein wenig schon, denn Beyond Black balanciert haarscharf an meiner persönlichen "Runterzieh"-Grenze, was vielleicht auch erklärt warum ich für ein nicht besonders dickes Buch so lange gebraucht habe. Zwar versucht die Autorin die leichtere-lustige Seite des Berufsbildes "Medium" schon auch zu betonen und gerade am Anfang hat auch die ungleiche Partnerschaft der beiden Protagonistinnen einiges Schmunzelpotential.
Zur Mitte der Erzählung hin, zieht sich diese psychologische Spirale allerdings immer weiter nach unten - unausgesprochene Konflikte, verdrängte Missbrauchs-Erinnerungen, psychologische und körperliche Gewalt gegen Kinder, Mord und Totschlag, Missgunst und Unverstädnis nehmen solange zu, bis es für mich kaum noch zu lesen war - was nicht heißt, dass der Stil oder die Geschichte an sich nicht gut gemacht sind!

Zwar zieht sich die Handlung gegen Ende ein wenig sehr in Einzelheiten auseinander - ich erinnere mich, wie ich 5-Seiten Disskussion über den Kauf eines Gartenhauses übersprungen habe, weil ich nicht fand, dass ich dabei irgendwas verpasse;-) - aber das Schreiben von völliger Monotonie und Routine ist auch verdammt schwer und sollte nicht als Maßstab zum allgemeinen Können der Autorin aabgelegt werden!;-)

Das Ende überrascht dann aber doch und hat mich mit dem schwierigen Weg dahin auch etwas versöhnt - unvorhergesehen, aber nett würde ich es beschreiben, ohne gleich wieder als Spoiler verschrien werden zu wollen!;-)

Manchmal lohnt es sich also doch bis zum Ende durchzuhalten, auch bei Büchern, die man sonst niemals gelesen hätte. Ich bleibe allerdings bei meiner handwerklichen Kritik der fehlenden Spannungskurve zur Auflösung hin - da kann auch das ent-deprimierende Ende nichts dran ändern;-) - und vergebe 3 von 5 Tarotkarten.
Es kamen aber auch andererseits weder Krieg noch Nazis drin vor, das an sich sollte eigentlich schon ein Pluspunkt sein...;-)

07.07.2013

In Antwerpen

Ich glaube, ich hatte noch mehr Fotos versprochen, oder?
Nicht?
Doch, ich bin mir ziemlich sicher!;-)

Zuerst muss ich vielleicht mal beantworten: Warum eigentlich Antwerpen? Die Idee ist eigentlich nicht neu, denn nachdem wir schon in Brüssel und Brügge waren, haben uns viele Menschen gesagt: Warum denn Brüssel? Fahrt lieber nach Antwerpen, da ist es viiiel schöner und auch weniger voll!
Nachdem wir jetzt da waren, kann ich sagen.....hmmmjaaa stimmt schon irgendwie.
An Brügge kommt es freilich nicht heran was den "pitoresken Faktor" angeht, aber hey Brügge ist ja auch ein fucking Fairy-Tale.;-)
Aber im Punkt "weniger voll" muss ich voll und ganz zustimmen - dabei kann man hier genauso viele Gildenhäuser um den Marktplatz ansehen, der Hauptbahnhof (siehe links) ist mal ziemlich beeindruckend - und mehrstöckig, habe ich vorher noch nie gesehen! - und als besonderes Bonbon: Die Schelde!

Das hat ein wenig "am Meer" Feeling, dass man im furchtbar staubigen, wenn auch etwas nobleren Stadtzentrum von Brüssel vermisst. Dieses fehlende Barock-Feeling in der allgemeinen Straßenlandschaft liegt vielleicht daran, dass die Österreicher hier kein Little-Schönbrunn bauen "mussten".;-)
Barocke Kirchen gibt es aber trotzdem reichlich - wir haben uns nur eine von innen angesehen, um wenigstens ein paar Rubens-Bilder mitzunehmen, denn leider leide ich noch am Barock-Kirchen-Overkill aus unserer Woche in Wien und auch wenn ich Rubens prinzipiell mag (wie wohl viele Frauen mit meiner Kleidergröße;-), stehen Kunst-Museen ja auch bekanntermaßen nicht so weit oben auf meiner To-See Liste...

Also haben wir einen Nachmittag erstmal mit allgemeinem Sight-Seeing verbracht - das Wetter war nicht ganz so großartig, wie man auf den Fotos wohl sehen wird, aber man kann eben nicht alles haben - und sind dann erstmal zu unserem Hausboot gewandert (ja, wir hatten Übernachtung auf dem Hausboot gebucht;-), dass passenderweise im Bonaparte-Dock lag. ich fühlte mich sehr historisch!;-)
Schlafen auf dem Boot ist aber nichts für jedermann - ständig klopft und pocht und knackt und schwapt es irgendwo, das ist nachts nichts für abergläubische Menschen. Ich zumindest weiß jetzt gang genau, wie man auf die Idee mit dem Klabautermann gekommen ist!;-)

Am nächsten Tag war uns das Wetter dann aber mehr gewongen, daher ging es planmäßig in den Zoo, der laut Sightseeing-Info zu den ältesten in Europa gehört.
Nun ist ja "alt" bei Zoos nicht immer ein positives Attribut und leider gibt es tatsächlich auch noch ein paar Gehegekomplexe im alten "Käfiglook", der heutzutage nur noch deprmierend wirkt...ABER man bemüht sich nach und nach Abhilfe zu schaffen und die neuen Anlagen sind schon sehr schön. Nur geht eben nicht immer alles auf einmal, das sehe ich auch ein.

Wo sich das 19. Jahrhundert allerdings sehr positiv niederschlägt (nach meinem Geschmack), sind die großen Parkanlagen zwischen den Gehegen, voller Statuen, Springbrunnen und Blumenbeeten. Sowas sieht man sonst eher in Schlossparks, aber nicht in Zoos - was schade ist!
Und natürlich darf in keiner Anlage aus dem 19. Jahrhundert der "Ägyptische Tempel" fehlen - auch bekannt als Griaffen- und Elefanten-Stall, aber ich stehe auf diese Pseudo-Orientalistik, das hatte sowas Possierliches an sich!
Von diesen Pyramiden schauen 4000 Jahre Geschichte auf uns herab! Wer hat's gesagt? Richtig, Mirakulix!;-)



Bei dem schönsten Sonnenwetter hätten wir in diesem Park eigentlich noch viel länger rumlaufen können, aber (leider) wollten wir noch das Aquarium (Aquatopia) auf der anderen Straßenseite mitnehmen. Das hat sich aber leider nicht so richtig gelohnt - für 15€ Eintritt erwartet der geneigte Besucher über 13 Jahren etwas mehr als ein paar 0815-Aquarien und ganz viel "Kulisse"; durch die man in 45Minuten "durch" ist...ich denke wir waren wohl einfach nicht die passende Zielgruppe, zumindest legten das die Kinderspielplätze, Stofftierläden etc. alle 10 Schritte nahe...;-)
Kinder haben vielleicht auch an den Kulissen mehr Spaß, die zwar sehr aufwendig sind, aber von denen man jetzt als Erwachsener trotzdem nicht so geflasht ist, dass man vergisst, das man eigentlich Eintritt für Fische bezahlt hat...
Hätte man das früher gewußt, hätte man lieber noch eine weitere Runde durch den Zoo gedreht, aber so haben wir halt noch spontan den Botanischen Garten hinterhergeschoben - Eintritt frei, aber auch in 15Minuten gemütlich durchwandert. Mit vielen Bänken für müde Wanderer lässt es sich da aber trotzdem eine Weile ganz gemütlich aushalten!:-)
Alle Fotos von Menschen, Tieren, Sensationen findet ihr hier.

Soviel zu Kurzurlaub Nummero Uno für dieses Jahr - mal sehen ob da im Sommer noch was nachkommt, wir sind da noch nicht so entschieden...;-)

04.07.2013

Ladies and Gentlemen: Wir haben ein Cover!

Vermutlich sollte ich mich erstmal dafür entschuldigen, dass es jetzt gleich den zweiten Foto-intensiven Post innerhalb von zwei Tagen geben wird, aber andererseits...wer mag denn keine bunten Bilder?;-)

Der Grund für die geballte Information ist aber sowohl einfach, wie auch erfreulich: Nach wochenlangem (!!) Hin und Her, vielen Gesprächen, Überlegungen, innerer Einkehr und noch mehr frust-belasteten, einsamen Stunden mit meinem neuen-alten Photoshop, habe ich gestern Abend endlich etwas zustande gebracht, das in mir dieses "Oh mein Gott jetzt hat sie's!-Gefühl" erzeugt hat - und die Begeisterung hat sich bisher noch nicht gelegt, das nehme ich mal als positives Zeichen!;-)

Ganz nach dem Motto "Die schwersten Wege sind immer die Wertvollsten", habe ich noch an keinem Coverentwurf so sehr gezweifelt, gebastelt, gepuzzelt, geflucht und gearbeitet...aber vom Ergebnis war ich auch noch nie so begeistert UND ich habe noch nie soviel gelernt.
Hier also die Wege einer Idee:

Man wird sich bestimmt noch an das Arbeits-Cover erinnern - immerhin ziert es noch den Zwischenstand von letzter Woche, obwohl es da eigentlich schon zu 90% klar war, dass es das nicht ist...

Die Idee hinter diesem Motiv erschließt sich vermutlich relativ schnell - Bruchstück, Stein, alter Stein, Ruine - aber zum einen waren mir Graustufen eigentlich immer schon etwas zu fad, zum anderen ließ sich so ein großformatiges Hintergrundbild aber nicht in bunt machen, weil das den Text völlig überlagert hätte und außerdem den Eindruck von "Reiseführer" macht.

Nach dieser ersten Bestandsaufnahme waren 2 Dinge klar:
1. Wenn schwarz/weiß, dann mit stärkeren Kontrasten und (von mir) bevorzugt  mit weißem Hintergrund.
2. Eine andere Schriftart für den Titel!

Eine gute Schriftart zu finden, war zunächst mal nicht ganz einfach, denn es gibt zwar viele Menschen, die in ihrer Freizeit sowas programmieren und auch mehrere Seiten für Free Fonts, aber die allermeisten machen sich nicht die Mühe Sonderzeichen zu designen...und bei einem Titel mit Klammern und Umlaut sollte das schon drin sein...;-)
Meine finale Anlaufstelle war daher DaFont - aus dem einfachen Grund, das man hier in der Custom Preview all seine schönen Sonderzeichen, Umlaute, Satzzeichen etc. eingeben kann und dann gezielt nach Schriftarten suchen, die das auch "können".

In einem zweiten Schritt musste dann eine Photoshop-Version her - die Trial-Version, mit der ich dazumal endlich den Rosenfriedhof etc. auf den Weg gebracht hatte, war schon laaaange abgelaufen und da ich außer beim layouten für lulu.com nicht wirklich auf Photoshop angewiesen bin (und mit der Software auch bisweilen auf Kriegsfuß stehe...;-), hatte ich nie eine neue Version gekauft.
Das zumindest hat sich als glücklich erwiesen, denn seit diesem Jahr gibt es die CS2 Version tatsächlich als Freeware Download, weil dafür keine Updates mehr geschrieben werden. Für Profi-Bedürfnisse ist das vermutlich nicht ausreichend, aber für meine zum Glück schon!;-)

Aus einem frei verfügbaren Wikimedia Bild einer Ziegelsteinmauer und meinem neuen Schriftzug wurde so Cover Nummer 2: Stein-Ruine-Mauer-Ziegel....


Mit diesem Versuch war ich zuerst sogar halbwegs zufrieden, aber a) sah die Test-Druck-Version nicht so toll aus, wie gedacht (harte Kontraste und "Negativ"-Effekte sehen eben über kurz oder lang sehr künstlich, oder eben "gephotoshopt" aus...) und zum anderen ergab eine kurze Feedback-Anfrage an unseren büroeigenen Grafik-Designer leider die Assoziation "Kinderbuch" oder "Handbuch für Maurer", was jetzt nicht unbedingt meinen Zielvorstellungen entsprach...

Die Ruinen-Idee fand aber großen Anklang, also ging es zurück zu dieser Assoziationskette mit dem added-value Hinweis vielleicht einen Photoshop-Filter zu nutzen und das Bild an sich in "Bruchstücke" zu zerteilen.
Also war die nächste Idee einen Stapel Bücher zu einer "Mauer" zu stapeln, oder irgendwie in Einzelteilen über das Cover zu vertreuen.
Auch hierzu gibt es wirklich gute Anleitungen im Netz - mit dieser Idee der Puzzleteile habe ich sehr lange rumgespielt, aber es hat nie wirklich gepasst, die Sache mit dem Puzzle passte auch irgendwie nicht zum Titel und ich war nicht geduldig genug diese winzigen Puzzlepixel akkurat auszuschneiden!;-)

Thomas hatte noch eine andere Idee für das Ruinen-Bild (bis ich sowas in PS einfach mal so "hinwerfen" kann, wird es wohl noch was dauern...;-), die mir aber ein wenig zu düster erschien, aber lustigerweise zeitgleich mit meinem nächsten Ruinen-Cover "ankam" - diesmal eine weiß-bunte Variante gestrickt aus einem von meinen eigenen Urlaubsfotos:





Das brachte uns also auch nicht weiter und irgendwie wollte mir der Eindruck auch nicht aus dem Kopf, dass die Sache mit den Büchern besser zum Titel gepasst hatte, als die Ruine an sich...;-)
Am Ende war es eigentlich wieder mal ein einziger Aha-Moment, der schlussendlich ausgereicht hat - die Google Suche nach Mauern, Rissen, Sprüngen etc. und die Auto-Fill Option "cracked glass".
Das natürlich auch Glasscherben als "Bruchstücke" irgendwie passend sein könnten, mag jetzt nicht so erstaunlich erscheinen, aber manchmal ist man ja echt wie vernagelt...;-)

Von dieser Erkenntnis brauchte es dann aber doch noch so einige gescheiterte Versuche mit Bildern von gesprugenen Gläsern, Fensterscheiben etc., bis es mich endlich zu der Idee mit den Büchern und dem Photoshop-Glasbruch-Effekt verschlagen hat, der jetzt das hoffentlich finale Cover ziert!:-)

Außen:


Innen:


Nach vielen Rückmeldungen zum Thema "Seiten schinden ist keine Sünde", habe ich übrigens auch die Idee mit Cover-Seiten für die einzelnen Kapitel wieder aufgenommen. Ich denke die werden dann ähnlich dem Innen-Cover gestaltet werden.

Soviel zur Geschichte eines Covers, ich hoffe es war nicht zu langatmig!
Ich habe ein wenig meinen Frieden mit Photoshop gemacht in diesen ganzen Arbeitsstunden - wenn man einmal den Dreh raus hat, geht das sogar einigermaßen mit dem Autodidaktismus.;-)
Jetzt habe ich ein schwarzes, ein rotes, ein blaues und ein weißes Cover gemacht...da muss als nächstes wohl grün her, oder? Mal sehen in 3-5Jahren ist ja vielleicht das nächste Buch layout-fertig...;-)

03.07.2013

Nachtrag: How To: Pimp my Picture;-)

So. Da war sie also letzte Woche die "große 30"...war irgendwie nicht so das einschneidende Erlebnis, dass man erwarten würde, wenn man sich so die gesellschaftlichen Konventionen ins Gedächtnis ruft, oder?

Die Sinnkrise ist ausgeblieben, der plötzliche Wunsch nach Fortpflanzung hat sich ebenfalls nicht eingestellt, ich habe nicht plötzlich 10Kilo zugelegt (nur 5 seit dem Winter *sfz*;-) oder Tränensäcke bis zu den Knien etwickelt...warum regen sich Klischee-Frauen nochmal so auf über diesen Geburtstag?;-)

Anyway, runde Geburtstage kommen ja nun aber trotzdem nicht alle Tage vor und daher habe ich uns auch einen kleinen Kurzurlaub gegönnt, dessen Fotos ich aber noch durch die Bearbeitung jagen muss, bevor ich dazu mehr sagen kann. Daher hier erst einmal noch zum Thema der Nachtrag zu einem anderen 30. Geburtstag mit einem etwas ungewöhnlichen How To!;-)

Schritt 1: Man nehme eine Leinwand... 
Ich muss ganz zuvorerst gestehen, dass die Idee zu diesem Geschenk zu 100% bei P. liegt und ich eigentlich nur Anweisungen befolgt habe...trotzdem mache ich jetzt den Blogeintrag dazu, sonst macht's ja keiner!;-) Meine Anweisung war eine Leinwand zu bemalen und wir hatten uns schon für das Karten-Design (auch zu 100% nicht in meiner Hand, so langsam krieg ich ein schlechtes Gewissen...) auf Meer und Urlaub geeinigt.. Also dachte ich mal: Wasser, Blau, Grün, Welle und das kam dabei heraus:

Farben-Matsch-Stufe 1 - Blau und Grün.

Farben-Matsch-Stufe 2: Man addiere Schwarz, Weiß und Gelb.
Farben-Matsch-Stufe 3: Alles gut verquirlen und mit Borstenpinseln auf Leinwand einstechen!;-D 
  
Schritt 2: Man habe Freunde mit ganz viel Kram... 
Ab hier wird es etwas schwer nachzubasteln, denn um diesen exakten Effekt zu erzielen muss man schon Freunde haben, die in ihrem Arbeitszimmer 2 komplette Bastel-Läden verstecken!;-)
Tortzdem nur so als Idee: Es gibt in Bastel-Läden 100.000 verschiedene Papiere, Klebesteinchen, Metallschmuck (wird durch die Leinwand gesteckt) Papierblumen, Schmetterlinge, Bilderrahmen und und und und und und und...

Da eine Entscheidung zu treffen und die Elemente dann anzuordnen, ist fast noch am anstrengensten und ich bin ja froh wenigstens hier einen Teil der Arbeit beigesteuert zu haben!!;-) Auch ohne Profi-Equipment lassen sich aber mit einer Leinwand, ein paar Fotos, vielleicht einem Gel-Stift und ein bißchen buntem Hintergrundpapier bestimmt schon schöne Effekte erzielen!

26.06.2013

Gartenimpressionen

Ich habe es versprochen und gestern war mir dann das Wetter auch endlich mal gewogen! Hier also ein paar "Sommerimpressionen", bevor die ganze Blütenpracht schon wieder weg-geregnet ist...

Erstmal die Ausfälle...sieht ein wenig kümmerlich aus in meinen Lilien-Pötten, da war der Winter wohl zu lang und kalt. Aber für den Herbst sind schon neue Zwiebeln nachgeordert, dann wird das im nächsten Jahr bestimmt wieder!:-)

Und jetzt das Highlight: Unser großes (und vergrößertes - Handwerker-Zerstörung sei "Dank") Blumenbeet mit neuen Hortensien, explodierenden Bodendeckern und Margaritenbüschen und den schon erwähnten Baumlilien...ich habe mal die Schaukelstange nicht aus dem Bild geschnitten, damit man sich das einigermaßen vorstellen kann: Die Stange ist 2,5m hoch, die höchste Baumlilie ist jetzt so groß wie ich...mal sehen wie's nächstes Jahr aussieht!:-)

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass das Rosa/Pink/Lila Farbspektrum irgendwie vorwiegt - deswegen die Hortensien in blau, ich hoffe die bleiben auch blau, und der weiße&blaue Hibiskus, die aber beide noch nicht blühen...achso ja und die knall-orange Zwerglilie, die ich letztes Jahr für 4€ beim Kaisers gekauft habe und die sich in diesem Jahr schon verdoppelt hat (in die Breite;-)...Ein wenig krass so als Kontrast vielleicht, aber so mittendrin auch wieder irgendwie...interessant!;-)

Unser Gartenhaus ist derweil von Explosionen umgeben! Zum einen ist der Knöterich (ach Kaisers, 3€ diesmal) langsam aber sicher dabei alles zu schlucken, was ihm in den Weg kommt - das macht aber ja nichts, das Haus an sich ist nicht sonderlich hübsch...;-) - und zum anderen wachsen die aus P.'s Garten abgezweigten Taglilien wirklich ü-ber-all...den Pott haben sie schon fast gefüllt (man sieht es nicht, aber so 1/5 Platz ist unten noch, letztes Jahr war noch die Hälfte leer!) und im Beet am Gartenhaus wächst auch schon ein zaghafter "Bart"...gut, dass wir davon angesehen haben das Zeug auch in das "unbegrenzte" Beet zu setzen, das wären wir ja nie wieder losgeworden!!;-)

Und zum Schluss noch ein paar kleine Eindrücke!
Meine Lieblingsrose und ihre geerbte, inzwischen über 2m hohe Stiefschwester:
Und ein Beispiel für unsere neu-bepflanzten Terassenkübel (Bartnelken und weiße Glockenblumen). Die anderen blühen nach dem vielen Regen schon nicht mehr so schön, aber vielleicht kommt das ja wieder, wenn denn endlich mal "Sommer" wird!:-)




25.06.2013

Nachtrag: Napoleon und die Frauen

Ich hatt ja noch ein "Frauen-Buch" versprochen, also will ich das kurz noch nachliefern, bevor es wieder bunt und urlaubig wird!;-)

Frauen um Napoleon von Stefan Gläser ist so ein typisches "Hintergrund-Buch" - will sagen ein Faktenüberblick zu einem Thema, dass mir als Roman gefallen hat und zu den ich jetzt mal wissen will, wie es denn wirklich war - ähnlich der Giftaffäre.


In diesem Fall gab es sogar 4 Bücher, die ich mal auf Faktentreue abklopfen wollte - Désirée und die Josephine-Triologie, die ja bekanntlich beide gute Bewertungen bekommen haben, also abgesehen von Fakten wohl offensichtlich als Bücher an sich überzeugend waren.;-)

Die kurze Übersichtssammlung der verschiedenen Biopraphien bringt einen jetzt was Details angeht noch nicht wirklich weiter, aber ein paar nette Einblicke zu Nebenfiguren (zum Beispiel die "Schwestern-Riege" um Napoleon) gibt es dann doch. Außerdem umfängt die Aufzählung interessanterweise auch "Feindinnen"; von denen Königin Luise irgendwie künstlich aufgebauscht wirkt (die arme Frau war nun wirklich keine politische Vorkämpferin - siehe Biographie), aber Madame de Staël wiederum ein neues interessantes Thema darstellt (zum Land der Wahrheit geht es hier), zu dem ich evt. sogar mal eine eigene Biographie bemühen würde.
Über welche andere Frau zu dieser Zeit kann man schon sagen: "Es gibt drei Weltmächte: Frankreich, England und Madame de Staël."?;-)

Prinzipiell kann ich das Buch als nette Nebenbei-Lektüre schon empfehlen - wer ein paar mehr Details möchte, sollte dann aber zu Einzelbiographien greifen!
Unter dem Strich ergibt das 4 von 5 Satin-Handschuhen.

19.06.2013

Wieviel Seiten braucht ein Buch? (Zwischenstände)

IT IS DONE!

Hach, ist das ein erhebendes Gefühl das nochmal zusagen...Aber es ist tatsächlich wahr, nach ca. 3 Jahren Produktionszeit habe ich Anfang des Monats (endlich!) das letzte vorgesehene Kapitel für die B(r)uchstücke fertig geschrieben!
Ich hätte in den letzten Zwischenständen nicht so non-chalant-selbstsicher behaupten sollen vor Juni eine letzte Geschichte zustande zu bringen wäre ja wohl kein Problem...;-)

Was heißt jetzt das "letzte vorgesehene"? Das bedeutet, dass ich as yet keine weiteren Geschichten mehr auf der Warteliste habe, die noch aufgenommen werden wollen - was nicht zwingend heißt, dass ich Nachzügler-Ideen die Tür vor der Nase zuschlagen würde, aber was prinzipiell erstmal als Signal für das Background Processing gedacht ist, sich doch bitte langsam mit dem nächsten Projekt zu beschäftigen!;-)

Ganz so einfach ist das aber natürlich nicht, denn mit der reinen Produktion des "Roh-Textes" fängt ja eigentlich die arbeitsintensivste Phase der Produktion erst an...es sei denn man ist von den Musen mit einem Rundum-Sorglos-Mitarbeiterstab gesegnet, aber wer ist das schon?

Während ich jetzt also darauf warte, dass meine heldenhaften Beta-Leser mir ihre (verbliebenen) Vorschläge unterbreiten und ich mir dann ein paar Wochen lang darüber den Kopf zerbrechen kann - ich habe den kompletten August dafür eingeplant, ich hoffe das wird reichen... - sollten so langsam auch an Dinge wie Layout ein paar Gedanken verschwendet werden...

Da gibt es natürlich zunächst mal das Cover, das ja schon eine grobe Struktur hat, aber noch mitnichten arbeitsfähig ist (schon allein, weil mir mal wieder eine funktionierende Photoshop-Version fehlt...) - das Foto ist zwar Lizenzfrei zu haben, Wikimedia sei gepriesen, aber will man wirklich ein schwarz/graues Cover? Lässt sich das überhaupt gut drucken? Was ist mit Color-Splash? Und was würde man da "splashen? Und in welcher Farbe? Welchen Grauton will man überhaupt?
Von den 100 Entscheidung zum Back-Cover und Klappentext mal ganz abgesehen...;-)
Dann müssen Schriftarten ausgesucht werden. Momentan sieht man hier Andalus und die erste Version des Impressums ist in Arapita (ich hoffe das schreibt man so...), eine sehr kleine Serifen-Art. Zu klein vielleicht? Welche Schritgröße setzt man überhaupt, damit es angenehm zu lesen ist, aber auch nicht wie ein Kinderbuch in Arial 12p aussieht?


Und als wäre das nicht "schlimm" genug, kann man auch noch endlose Lebenszeit-Stunden in optionales Innen-Layout stecken!;-)
Meistens macht man es sich beim Lesen nicht wirklich bewußt, aber die wenigsten Bücher sind heute wirklich nur noch von Anfang bis Ende fließend durchgedruckt, wie man eine Facharbeit abgeben würde - und wenn es nur eine abgesetzte Schriftart für die Kapitelüberschriften ist, irgendwas an Layout ist da immer drin. Zudem muss so eine Druckfahne natürlich auch dahingehend gesetzt werden, dass man am Ende ein doppelseitig-bedrucktes Ergebnis vor sich hat. Die aller-allermeisten Bücher fangen neue Kapitel nur auf der "guten" Seite, sprich rechts an, weil sich das für von Links nach Rechts lesende Kulturen so richtig anfühlt.
 Dann gibt es noch Gimmicks zum Kapitelanfang, wie z.B. Großbuchstaben über mehrere Zeilen, kleine Grafikelemente oder auch einfch eine halbe Leerseite, habe ich in letzter Zeit häufiger gesehen - letztlich erst bei Fragile Things (siehe oben)!

Und wo wir gerade bei Gaiman sind, gibt es noch ganz andere Design-Ideen für den Innenraum - hier zum Beispiel eine s/w Version des Covers als "Kapiteldeckblatt":


Man bemerke außerdem dass hier eine relativ "Times New Romaneske"-Schrift für den eigentlichen Text gewählt worden ist, während die Schriftart für die Überschriften sehr kalligraphisch-ungewöhnlich ist...ich sage euch, wenn man einmal sowas gemacht hat, blättert man Bücher nie wieder einfach nur so durch, ohne darüber nachzudenken!!;-)

Die Idee mit den Kapitel-Deckblättern hat mich irgendwie fasziniert, also habe ich mit meinem begrenzten Bildbearbeiter (Irfan View) mal versucht aus meinem Ausgangsbild eine Art "Bleistiftzeichnung" zu fabrizieren - nach wildem übereinanderlegen mehrerer Filter und Effekte, hat das sogar funktioniert (ich hoffe man kann es einigermaßen erkennen, ich habe die Tranzparenz absichtlich ziemlich hoch gesetzt...

Kommentar meiner besseren Hälfte übrigens: Naja so schwer ist das ja auch nicht...
Kaum hat man mal eine einzige Photoshop-Schulung gemacht, schon wird man vorlaut! Frechheit!;-)

Im ersten Versuch sowas in der Art von Fragile Things zu setzen, hat mir das mit den Deckblättern allerdings nicht so richtig gut gefallen...denn was man vor allem produziert, wenn man neue Kapitel sowieso nur rechts und dann auch noch mit einer "Deckseite" setzt, sind viele leere und halb-leere Seiten...vielleicht ist es das latent schlechte Gewissen aus 8Jahren Studium, in dem "Seiten schinden" immer böse war, aber irgendwie sträubt sich in mir was dagegen!;-)
Der neue Arbeitsansatz ist daher meine gefakte Zeichnung statt dessen auf die "ungeliebten" linken Seiten zu setzen, was ja auch eine Art Deckelfunktion für jedes neue Kapitel hätte...

Vielleicht versuche ich es auch mal mit der halbleeren Anfangsseite, wobei ich befürchte, das wird mit auch nicht gefallen...aber vielleicht mit irgendeinem Grafik-Schnörkel? Oder wird das irgendwann zuviel...?
Immer diese Entscheidungen!!

Man sieht also: Bevor dieses Papier-Baby flügge ist, wird noch das eine oder andere graue Haar auf meinem Haupte dazukommen...aber sonst wäre das Leben ja auch langweilig!;-)

17.06.2013

- o + Teil 47

Hmpf, da wollte ich eigentlich ganz viele schöne - sonnenbeschienene!! - Fotos von meinen neugekauften, neugepflanzten Gartenblumen machen und was ist? Bis ich Feierabend habe, regnet's immer...;-)

Naja, dann eben das Bild aus der Konserve von Wikipedia - wir sind jetzt Besitzer von zwei kleinen Hortensienbüschen (ungefähr 1/6 von denen da oben;-) in blau. Ob die dann auch blau bleiben in unserer Erde, bleibt mal abzuwarten, aber sie blühen schön und erfreuen das Auge...:-)

Aber erstmal von vorne zum Wochenauftakt:

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Ich werde zwar nicht zu alt für diesen Scheiß (siehe unten;-), aber ich bin zu allergisch für Outdoorveranstaltungen! Obwohl ich schon in weiser Vorraussicht den kompletten Sonntag nur zur "Kreislaufwiederherstellung" eingeplant hatte, bleiben mir die Spätfolgen des 12-Stunden-im-Sommer-draußen-rumrennen vom Samstag noch bis heute: Meine armen Nebenhöhlen sind immer noch geschwollen, der Schmerztablettenkonsum reißt noch nicht ab und bis sich die Haut an  Nase und Oberlippe von der Dauerbelastung durch 1,5Pakete Taschentücher erholt hat, dauert es wohl auch noch was...und das obwohl ich mir jetzt schon morgens und abends so einen sexy Heilsalben-Schnurrbart aufmale...;-)
Fazit: Hypo macht es besser - von gut kann aber keine Rede sein...
Aber einmal in 10Jahren muss sowas für Die Ärzte einfach drin sein, was soll man machen!

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Und wo wir grade beim Wetter waren: Ich mag Gewitter, aber irgendwie lieber von Drinnen!;-)
Sommergewitter sind allerdings eigentlich nicht so mein Ding, da wird die Luft vorher immer so furchtbar unerträglich...aber man muss das Positive sehen: Wenigstens muss ich so heute Abend nicht bei 30° Außentemperatur bügeln - ich habe nämlich leider keine einzige Bürotaugliche Hose mehr im Schrank!;-)

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So und zum Abschluss noch die beiden besten Seiten des Sommers: Grillfleisch und bunte Blumen!
Den Grillgeruch haben wir heute ganztätgig im Büro von unseren Nachbarn gesponsort bekommen - und dabei hatte ich ein völlig fleischloses Abendessen geplant...mal sehen was daraus wird, vielleicht ist der Schmacht stärker!;-)
Und Bilder von unseren bunten Gartenbewohnern liefere ich dann mal nach, sobald es mal nicht regnet, wenn ich nach Hause komme: Bisher blüht unsere gelbe Rose schon wie ein Weltmeister, nur fast eingeholt von der signalroten Geranie. Unsere Baumlilien sind inzwischen fast so hoch wie ich und produizieren auch Blütenstände, wie am Fließband, ich denke in 1-2Wochen kann man auf unserer Terasse in Lilienduft baden!
Nur die asiatischen Lilien haben es den langen Winter über nicht wirklich geschafft - ein paar klägliche Stengelchen wachsen zwar, aber ich denke da müssen wir im Herbst nachlegen und hoffen, dass dann nächstes Jahr wieder die "volle Ladung" sprießt!
Nur unser Kirschbaum ist leider nicht mehr zu retten gewesen...dafür steht an dem sonnigen Plätzchen jetzt mein Fliederbusch, der aber noch 1-3Jahre brauchen wird, bis er blüht...Gärtnerei ist ein Gedultsspiel!:-)

Und nun noch ein lustiges Video, dann kann die neue Woche kommen!

16.06.2013

Ärztival 2013. Oder: Wie sind nicht zu alt für diesen Scheiß!;-)


Prinzipiell müsste man sich ja fragen lassen, ob Punkrock-Konzerte nicht irgendwann auf die "Ich bin zu alt für diesen Scheiß"-Liste verbannt werden müssten...aber ich denke, solange man noch wenigstens 20Jahre jünger ist, als die Menschen AUF der Bühne, muss man sich da noch keine Gedanken machen!

Allerdings muss man sich ja schon fragen: Ist das noch Punkrock, wenn man alle seine Vorbands höchstpersönlich ankündigt, auf die Minute pünktlich die Show beginnt, das ganze Konzert über publikumswirksam seinem Grünen Tee trinkt und dann nach 2,5Stunden wieder pünktlich Feierabend macht?
Anwort: Wenn es Die Ärzte machen, auf jeden Fall!;-)

Ein wenig gesetzter ging es zwar auf unserem Tribünenplatz bestimmt zu - ich sage nur rote Lederpolstersitze! - aber da ich mit schon 20 nicht so der Typ für die Moshpit war, muss ich mir das nicht mal als Alterserscheinung ankreiden, nur als persönliches Bedürfnis nach personal space!;-)
Ansonsten fand ich den Umszug auf die Tribüne aber nicht weiter störend - hüpfen, springen, tanzen, feiern kann man da auch, sitzen gelieben ist eigentlich niemand und man kann bei der "Song-Erkennungs-LaOla" ganz vorne mitspielen!

Und ansonsten?
Ist ein Ärztekonzert einfach immer noch ein großer Spaß!:-) Meinetwegen hätten ein paar weniger neue Songs dabeisein dürfen (die neue CD ist nicht so ganz mein Ding) und das Set war eher "ersthaft" - will meinen eher Songs wie Der Graf, Mach die Augen zu und Ignorama als Dreitagebart und Meine Freunde, aber wenn man so eine große Auswahl hat, muss man sich vermutlich für ein K-Wort entscheiden - und zum Glück sind ja auch die "ernsteren" Ärztesongs immer noch nicht so triefend weltveresserlich!;-)
Die komplette Set-List gibt es hier!


Höhepunkte?
Die Song-Erkennungs-LaOla erwähnte ich ja schon, aber auch den Klimax-Song (Westerland) einfach mal 2Minuten unterbrechen, um dem Crowdsurfenden Eisverkäufer zuzusehen, war schon großes Damentennis - danach gab's ein Eis für Bela und den Song nochmal von vorn, alle waren glücklich.;-) Ein wenig Publikumgschoreographie gab's auch - da war die Tribüne tatsächlich mal vorteilhaft, denn 2000Leuten im Innenraum zu sehen, die bei jedem "Unrockbar" vom Boden aufspringen sieht einfach sehr beeindruckend aus - wenn man mitten in der Menge steht, kriegt man das anders mit, aber aussehen tut es besser von oben!:-)
Achso ja und: "Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht" klingt super mit dem 20.000Mann-Backgroundchor.

Leider war das Stadion nicht ausverkauft, was ich mir wirklich nicht erklären kann, es sei denn hier sind wieder böse menschen am Start, die Karten horten und dann zu unmöglichen Preisen weiterverkaufen wollen...
Aber von diesem kleinen Wehrmutstropen abgesehen, kann ich Ärztivals als Wochenendplanung nur empfehlen - von den Vorbands haben wir zwar nur La Brassbanda wirklich von Anfang bis Ende gesehen, aber als "Einheizband" sind die Jungs wirklich super und das obwohl ich ja nach Farins Ankündigung von "Techno ohne Elektronik" noch sehr sekptisch war...
Aber das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und man kann sich irgendwie auch vorstellen, dass das Backstage am Buffet ganz lustig zugehen muss!;-)
Mein Lieblingszitat: "Wollt ihr als nächstes wieder was Bayrisches, oder mal was Gutes? - Na, wir können eh nur Bayrisch..." (den Bayernaktzent bitte dazudenken, den kann ich nicht mal schreiben...;-)

Und falls man sich jetzt fragen muss, woher man die kennt - ESC lässt grüßen!;-)

11.06.2013

How To: Origami für den Frühling Teil 2

Eigentlich ist es für Frühling schon ein wenig spät - andererseits hat sich das Wetter bisher auch nicht entschieden, ob es nun Sommer sein möchte, oder nicht, also was soll's?

Also gibt es heute ein paar Tulpen, nicht aus Amsterdam, sondern aus meiner Papierkiste als perfektes Geschenk für alle, die mit lebendigen Pflanzen überfordert sind (in diesem Fall mein Papa;-), oder einfach nur  pflegeleichte Deko bevorzugen!

Schritt 1: Die Farben der Natur 
Eigentlich wollte ich noch ein paar Fotos von meinen Garten-Tulpen machen, die ich als Vorbilder benutzen wollte, aber der Nachfrost hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht...*sfz* Also halten wir fest: In unserem Garten gab es rot-gelb-gefleckte Tulpen, weiße Tulpen mit lila Blütenrändern, orage und rote Tulpen mit schwarzen Einfärbungen und Telekom-Pinke Tulpen!:-)
Und weil es das mal wieder nicht als fertig-kaufbares Papier so gab, hier die Ausgangs-"Desings" in Wasserfarbe auf Origamipapier. Manchmal ist sogar das Abfallprodukt noch fast Kunst...;-)

Schritt 2: Das gelobte Land des How To
Ich habe die Blätter nach dem Bemalen erst mal trocknen lassen, aber dann so schnell wie möglich in ein dickes Buch gepackt und mit noch mehr Büchern beschwert - ein paar Tage flach drücken lassen und schon sind eventuelle Wasserwellen im Papier Geschichte.
Danach geht es mal wieder nach Anleitung - man bemerke, dass ich die Anleitung zum "Stengel-Basteln" geflissentlich igoriert habe, was aber nicht heißt, das sie nichts taugt.



Schritt 3: Fummeln wo Fummeln sein muss... 
Dieser Trick die Blüten unten flach aufzufalten ist gar nicht so einfach, auch mit Zahnstocher - das mit dem Reinpusten funktioniert aber erstaunlich gut, wenn man den "Dreh" einmal raus hat...;-)
Trotzdem hielt ich es für opportun die doch teilweise arg mitgenommenen Unterseiten mit ein oder zwei Stückchen Tesafilm zu fixieren - sieht man nacher in der Vase sowieso nicht mehr! Als "Stengel" kommen hier diesmal einfach nur Schaschlikspieße zum Einsatz, da Tulpen ja bekanntlich mehr oder minder gerade nach oben wachsen und keine Winkel brauchen.
Allerdings waren mir für die größeren Blüten die eigentlichen Spieße zu kurz, daher sind hier noch ein paar Versatzstücke angefügt - einfach ein beliebig langes Stück von einem anderen Spieß abbrechen, glatt feilen, Ende an Ende ansetzen und eng (!) mit Tesafilm umwickeln. Ist ein wenig fummelig, lohnt sich aber, vor allem weil man so für jede Blume eine eigene Höhe erreichen kann und sich die doch ziemlich ausladenden Blüten in der Vase nacher nicht "ins Gehege kommen".:-)
Dann mit einer spitzen Schere oder Nadel ein Loch in die Tesafilmverstärkung am Blütenboden bohren, Spieß mit dem spitzen Ende voran bis in die Blütenspitze durchschieben, schon fertig. Man kann vermutlich noch ein wenig Leim bemühen, um das Ganze noch stabiler zu machen, aber eigentlich hält das auch rein durch Schwerkraft, solange man die Tulpen nicht kopfunter irgendwo aufstellen will...;-)

Schritt 4: Es grünt so grün! 
Und jetzt brauchen wir noch ein paar Blätter - die schneiden wir uns am einfachsten aus grünem Post-It-Papier, wie schon für unsere Narzissen demonstriert.
Dann einfach nur noch um die Stengel kleben, mit noch mehr Tesafilm (ja, ich weiß, was soll man machen...;-) fixieren und schon fertig.

Und schon gibt es bunte Blumen das ganze Jahr über!:-)

09.06.2013

Kimono

Mir ist mal so aufgefallen, dass in meinen letzten Rezensionen ziemlich wenig völlig abwegiger Geek-Kram dabei war...
Zum Glück können wir das jetzt schnell beheben, denn meine Bettlektüre der letzten Wochen - Kimono von Liza Dalby - war sogar für meine Verhältnisse sehr speziell!;-)


 Meine letzte "Begegnung" mit Kimono ist ja nun schon etwas her und leider, leider habe ich seitdem auch keine Gelegenheit mehr gehabt meinen Tomesode zu tragen - was allerdings auch ein Hauptargument des Buches unterstützt: Kimono ist eben etwas "Besonderes" und im Gegensatz zu den meisten Folklore-Kostümen nicht mal eben so anzuziehen.

Wie sich diese - teilweise sehr komplizierte und steife - "Tracht" gegen die viel bequemeren Bauernkleider durchsetzen konnte, welche offiziellen und inoffiziellen Gesetzte "Frau" heutzutage befolgt und wie "man" in Japan inzwischen zu diesem Stück Tradition steht, ist das zentrale Thema dieser sehr speziellen anthropologischen Mode-Geschichte.

In diesem Sinne hat das Buch also eigentlich genau getan, was ich vom ihm erwartet hatte: Mir aufzuzeigen was beim Auswählen, Anziehen und Tragen von Kimono alles zu beachten ist...der Detailreichtum ist allerdings selbst für mich manchmal fast zuviel gewesen!;-)
Wenn man sich einmal durch 20Seiten Farb-Zusammenstellungsregeln gelesen hat, denkt man sich als Europäer irgendwann vermutlich nur noch: Dann besser Jeans & T-Shirt!
Trotzdem hat diese Mode-Symbol-Sprache viel Faszinierendes an sich, auch wenn man schon eine gute Portion Begeisterung mitbringen sollte, um nicht mitten im Buch auszusteigen...Mal abgesehen davon, dass man ein wenig geistige Flexibilität braucht, um sich in japanische Gesellschaftsvorstellungen einzudenken. Die Alice Schwarzers dieser Welt, sollten das wohl besser lassen...;-)

Prinzipiell habe ich also gelern: Ich mache vermutlich hunderte Fehler, wenn ich versuche Kimono zu tragen. Aber: Das ist überhaupt nicht schlimm! Da Japaner es sowieso für absurd halten, wenn nicht-Japaner Kimono tragen, macht es das dann auch nicht mehr schlimmer!;-)

Für diese seeehr spezielle, aber aufwendig recherchierte und bebilderte Abhandlung vergebe ich daher überzeugte 4 von 5 Seidenblumen. Demnächst gibt's dann wieder ein wenig Frauengeschichte "zur Abwechslung" *haha*.;-)

03.06.2013

- o + Teil 46

Ja, ich weiß, für Tulpen ist es eigentlich schon ein wenig spät - ich habe grade gestern erst die ganzen verblühten Frühlingsblumen zurückgestuzt, damit jetzt mal die Sommerblumen Luft und Sonne bekommen...;-) Trotzdem kann bei dem ständigen Regen ein wenig Farbe ja nicht schaden!

Wie immer habe ich über das lange Wochenende einiges angesammelt, das noch nachgereicht werden wird - so als Teaser, es wird Papierblumen und Layout geben!;-) - aber bis dahin können wir ja mal kurz die Woche ausklingen lassen, bevor es morgen wieder losgeht:

-
Gartenarbeit mitten in der Stadt ist mit einigen Tücken versehen, die man vielleicht nicht so direkt vorhersehen würde - zum Beispiel ist man ohne Auto ziemlich aufgeschmissen, wenn es um die Entsorgung von Grünabfällen geht. Unser neuer Handrasenmäher hat also gestern nach drei Wochen Dauerregen endlich mal seine Bestimmung erfüllt - Handantrieb kann man ja glücklicherweise auch an lästigen christlichen Ruhetagen anschmeißen;-) - und schon stellt sich das nächste Problem: Wohin mit dem ganzen Abfall?
Ich glaube wenn mal Zeit und Geld gekommen ist, wird unser häßliches Gartenhaus einer platzsparenderen Variante weichen müssen (schon aus ästhetischen Gründen;-), dann passt da vielleicht ja noch eine Kompostkiste daneben...ein bißchen Bio-Dünger kann ja nicht schaden und mein Keller steht nicht mehr voller Grünabfall-Tüten!!
Mal ganz davon abgesehen, dass man bei aller Mülltrennwut auf vielen Dingen einfach mal sitzen bleibt - wo gebe ich denn die Baustoffreste ab, die die netten Bauarbeiter und haben liegen lassen? Schmeiß ich die denen wieder über die Mauer? So gern ich das tun würde, ist vermutlich auch wieder verboten...Müll nervt!!

o
Ich will es mal nicht zu laut beschreien, für den Fall, dass nur der Regen daran Schuld ist, aber man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Hypo-Methoden für Heuschnupfen in den letzten 15Jahren (also seit meiner letzten, ziemlich unerfolgreichen Hypo gegen Gräserpollen) doch irgendwie einen Sprung nach vorne gemacht haben. Zwar habe ich mich - zurecht!;-) - im Winter noch sehr beschwert, weil diese kondensierte 4Wochen-pro-Jahr für 3 Jahre (statt Jede-Woche-1Mal für drei Jahre) Desensibilisierung schon an die Konstitution schlägt -  so ein halbes Schnapsglas fieses Allergiezeug im Arm tut echt weh.^^ Aber wenn das Ergebnis ist, dass ich statt eine 180mg Tablette Anti-Histamine (zum vergleich, die frei-verkäuflichen haben 10mg...) pro Tag zu nehmen,  momentan bei einer Tablette pro Woche stehe, ist das doch schonmal ein Fortschritt!
Und das außerdem, obwohl mir alle möglichen Mit-Allergiker schon erzählt haben, dass es sie in diesem Jahr trotz Regen ziemlich piesackt...
Da muss man wohl sagen: Es ist nicht schön, aber wenn es wenigstens hilft...;-)

+
Ich kann mit ein wenig Erleichterung vermelden, dass meine ewigen Unterhaltungen mit dem Computer-Service endlich (vorerst...nicht beschreien!) ein Ende gefunden haben!
Nach gefühlten 20 Fehlversuchen summt mein kleines Ultrabook also jetzt wieder brav - leider immer noch mit Windoofs 8, aber man kann nicht alles haben... - und hat schon einen gutes Stück zum Layout der B(r)uchstücke beigetragen. Dazu dann mehr in den Zwischenständen!;-)
Zudem haben meine Restbestände an Druckerpatronen tatsächlich ein neues Zuhause gefunden, also muss ich mich jetzt nicht mehr schlecht fühlen, wenn ich lieber einen neuen Drucker kaufe, als das dumme 80€ teure Ersatzteil...^^
(Ja, ich habe wegen sowas ein schlechtes Gewissen, weil es so nach Verschwendung aussieht ... gesellschaftliche Konditionierung ist zum Kotzen!;-)
An der Technikfront gibt es also eigentlich nur gute Neuigkeiten - wenn auch noch keinen neuen Drucker - was bedeutet man kann jetzt endlich wieder Dinge tun, die man auch tun will, statt sich immer mit Dingen rumzuschlagen, die nicht funktionieren und nur im Weg rumstehen!
Wenn das keine guten Neuigkeiten sind, weiß ich es auch nicht....;-)

Also jetzt schnell noch ein lustiges Video hinterher und alles ist gut!
(Ein Wort der Warnung: Ich kann den Originalsong nicht mehr hören, ohne an Große Alte Gallerte zu denken, wer sich dieser Gefahr also nicht aussetzen will, bitte nicht Play drücken...;-)



28.05.2013

Listening to: Portrait of a Woman

Ich hatte es angedroht und ich mache es wahr: Es gibt wieder neue Audible-Downloads!;-)
Bei diesem Titel habe ich mich zuerst einmal stark gefragt, ob die Anspielung an Portrait of a Lady beabsichtigt war...falls ja hat der Autor gut gewählt, die Parallelen der Geschichten sind erstaunlich!

Aber fangen wir mal vorne an - worum geht es eigentlich?
Ich denke der Titel des Buches von  Robert K. Massie Catherine the Great: Portrait of a Woman (gelesen von Mark Deakins) erklärt sich eigentlich von selbst - Biographien sind selten überraschend in ihrer Themenwahl!;-)


Meine Hauptmotivation zu diesem Buch war zu etwa 10%, dass es hervorragend in meine "historische Frauen" Biographien passt, aber zu 90% meine völlige Unwissenheit was russische/skandinavische Geschichte angeht...

Selbst wenn man den Kram studiert hat, bekommt man aus diesem (ja nicht unbedingt kleinen) Erdkreis kaum etwas geboten - Absolutismus, Grundherrschaft, Revolutionen, alles spielt sich immer eher im west-südlichen Spärenraum ab und das nicht nur in Antike und Mittelalter, sondern auch in früher bis späterer Neuzeit...
Da ist es doch ein gewinnbringender Freizeitvertreib diesen Wissenlücken mal auf die Sprünge zu helfen und Katharina die Große bietet sich da als "Einstiegsthema" einfach an!

Ich muss zugeben, ich hatte zwischendurch ein wenig Mitleid mit Mark Deakins, denn für einen englischen Sprechen sind solche schönen Titel und Orte wie Anhalt-Zerbst, Nassau-Weilburg oder auch Holstein-Gottorf eine echte Herausforderung...die russischen, österreichischen und französischen Titel und Namen noch gar nicht "eingerechnet"...
Trotzdem schlägt er sich tapfer, auch wenn es mir manchmal lieber gewesen wäre, er hätte nicht jeden Franzosen, Italiener etc. mit so einem seltsamen Akzent vorgelesen!;-)

Das Buch an sich kann ich aber uneingeschränkt empfehlen! Nicht über-trocken analytisch, aber doch differenziert und quellenkritisch und immer schön darauf hinweisend, dass Vorstellungen, Moral und soziale Akzeptanz fließend und veränderlich sind. So wie man sich ein gutes Freizeit-Sachbuch eben wünscht!

Zugegebenermaßen hat sichMr. Massie allerdings auch ein dankbares Thema ausgesucht - mehr Soap-Opera Drama, als in dieser Biographie gibt es höchstens noch im alten Rom!;-)

Ich vergebe mal uneingeschränkte 5 von 5 Pelzmützen für entspannsame Wissenvermittlung - vielleicht auch was für die Urlaubsbibliothek!

24.05.2013

Dragon Age 2 & DLCs. Oder: Kill the Set-Designer!

Irgendwie beschäftige ich mich in letzter Zeit sowieso ständig mit der Dynamik von Fortsetzungen, da passt es doch ganz gut, wenn wir den Sprung von Film zum Gaming noch mitnehmen, denn wie ich immer predige:
Gutes Story-Telling funktioniert nach denselben Grundprinzipien, egal in welchem Medium!:-)

Man erinnerst sich vielleicht noch an meinen Post zum ersten Teil: Abzüge in der Abwechslung und Tiefe der Haupthandlung, aber großartiges Characterplay.
Gemessen an der riesigen Fan-Base im Internet und den 95.000 Weiterführungen in Form von Fan-Fiction, Büchern, Comics, Fan-Filmen und und und, die aus Dragon Age Origins erwachsen sind, ist das vermutlich schon für Viele eine geradezu blasphemische Einschätzung, aber wer wäre ich, wenn ich ein wenig überzeugte Blasphemie nicht zu schätzen wüßte?;-)

Und wie es oft passiert, wenn der Hype um einen ersten Teil groß genug ist: Die Fortsetzung kann es eigentlich nur schlechter machen.
Nach diesem rezeptionistischen Grundgesetzt finden sich also allerlei mehr oder minder peinlich-unreflektierte Verisse zum zweiten Teil Dragon Age im Netz.
Und was tut mal als Blasphemiker aus Überzeugung, wenn man mit unreflektierten Kritiken konfrontiert wird? Richtig, man widerspricht. Aus Überzeugung, aber auch, weil es in diesem Fall noch viele andere gute Gründe gibt!;-)

Worum es geht:
Meinen Hauptkritikpunkt aus Teil 1 kann ich hier schonmal nicht übernehmen, denn die Handlung von Dragon Age 2 passt höchstens auf einen sehr großen Bierdeckel.;-) Das liegt schon daran, dass hier in drei großen Sprüngen insgesamt 7-8Jahre aus dem Leben des Haupthelden zur Debatte stehen - und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn hier erzählt sich die Geschichte in Retrospektive, was einige sehr nette Übergänge und Stilmittel verfügbar macht, die einfach in der Ich-Held-Da-Bösewicht Mechanik von Teil 1 völlig unnötig gewesen wären.
Im zweiten Teil beginnen wir aber nunmal nicht als der Ausnahme-Held, sondern als Flüchtling in einer fremden Stadt, die nicht gerade ein Paradies für Menschen ist, die sich gerne aus Problemen und Politik heraushalten.;-)
Viele Fans finden diese Unsicherheit der eigenen moralischen Persona scheinbar anstrengend, zumal auch jeder der Companions im zweitel Teil seinen eigenen Konflikt-Ballast mitbringt und nicht mehr nur als Deko im Lager herumsteht, wenn man ihn grade nicht braucht.
Ich kann nur sagen, an dieser Stelle scheidet sich der Power-Gamer vom Rollenspieler - wer eine gute, vielschichtige, moralisch ambivalente Geschichte nicht zu schätzen weiß, soll halt wieder Zombies erschießen von mir aus! Ich empfand es im Gegenteil als ein enormes Plus, dass meine NSC sich nicht mehr nur aus Ein-Adjektiv-Charakteren rekrutieren - so witzig das in Teil 1 auch war, aber "der besoffene Zwerg", "der notgeile Elf" und "die grantige Hexe" sind jetzt nicht unbedingt Labels für die interessantesten, hintergründigsten Charaktere. "Leider" bedeutet das aber auch, dass man Approval nicht mehr nur durch dumme Geschenke generieren kann, sondern sich irgendwie auf die Eigenheiten und Weltanschauungen seiner Leute ein wenig einlassen muss - oder eben auch nicht, immerhin ist es möglich völlige Loyalität auch mit 100% Rivalität zu erreichen.

Was mir nicht so gefiel:
Auf die NSC-Interaktion komme ich nacher nochmal zurück, aber vorher erstmal das riesige Minus zum Anfang: Das Spiel ist einfach halb-fertig auf den Mark geworfen worden!
Das ist mitnichten eine Einschätzung meinerseits, sondern von Bioware zugegebener Fakt: EA hatte irgendwann seine Deadline weglaufen sehen, also wurde der Abschluss der Entwicklung auf Gedeih und Verderb vorangepeitscht - und das merkt man!
Zunächst einmal sind einige der Nebenquesten leider ziemlich verbuggt - nicht an entscheidenden Stellen, aber es nervt trotzdem machmal - und auch hier hat man die Ressourcen lieber in das nächste Spiel gesteckt, als da noch den ein oder anderen Patch nachzuliefern...schlimmer als bei Awakening ist es allerdings nicht, da funktioniert ja an Companion-Interaktion nur die Hälfte, wenn man nicht vorher die Wiki auswendig gelernt hat...;-)
Lassen wir das also mal als Nachteil des Konsolenspielens an sich und nicht des Spiels im Speziellen so stehen, denn leider gibt es noch Wichtigeres zu besprechen:
Zum einen gibt es kaum noch gute Cut-Scenes, was ich extrem schade finde - es muss ja nicht immer die epischen Ausmaße von japanischen Spielen annehmen (ich sage nur 45Minuten...;-), aber gerade aus der Erzählsituation hätte sich noch mehr rausholen lassen...und ein Endgegnerkampf ohne Musik und fast ohne Cut-Scenes fühlt sich so...leer an...
Das mag eine persönliche Präferenz sein, aber es kommt noch schlimmer: Wenn man es nicht selber erlebt hat, kann man sich kaum vorstellen wie furchtbar nervig es ist 80Spielstunden lang durch immer die exakt gleichen Karten zu laufen, weil es nur eine generische Küste, eine generische Höhle, ein generisches Lagerhaus und ein generisches Anwesen gibt. Wie man auf die Idee kommen konnte, dieses Map-Recycling würde nicht so ins Gewicht fallen, ist mir un-ver-ständ-lich!!
Ich war sehr froh, dass die Signature Edition tatsächlich die drei Haupt-DLCs A Foreign Prince, Legacy & Mark of the Assassin verfügbar macht - hier passieren nämlich diese ganzen Dinge (mehr Cut-Scenes, mehr Party-Interaktion, mehr detailreiche Karten), für die im Originalspiel die Entwicklungszeit nicht mehr gereicht hat. Das hält zwar davon ab an den ewig gleichen Sets völlig zu deprimieren, aber den restlichen 60Spielstunden hilft es immer noch nicht...

Was mir gut gefiel:
Ich habe es grade schon angedeutet: Man sollte die DLCs hier unbedingt mitnehmen! Nicht nur macht Felicia Day als Elfen-Assassine einfach Spaß, auch die Einsichten und Charaktere aus den anderen Paketen sind es durchaus wert - und man bekommt wieder einen Hund!!;-)
Was Dragon Age 2 in meinen Augen rettet, ist die konsequente Ausmerzung jeglicher schwarz-weiß Entscheidungen! Egal ob es um deine eigene Geschichte geht - und auch hier geht es viel persönlicher zur Sache, als im ganzen Teil 1, festgelegter Hintergrund hin oder her! - oder um deine Beziehung mit deinen Companions oder auch um die Freundschaften&Feindschaften deiner Party untereinander, es gibt nur sehr(!) selten ein Richtig oder Falsch, nur deine Entscheidung und wie du damit umgehst.
Das führt dazu, dass sich der Hauptcharakter und auch die NSC sehr viel mehr wie eigenständige Personen anfühlen und nicht nur wie notwendige Kampftruppenverstärkung, die man im Schrank parkt, bis sie wieder benötigt wird.
Ich habe ein wenig die Gespräche am Lagerfeuer vermisst, aber dafür, dass man prinzipiell weniger Gespräche führen kann, macht der Faktor "Oh mein Gott meine Figur spricht" schon vieles besser und die Synchronsprecher (zumindest in der Englischen Fassung, die Deutsche habe ich nicht getestet) machen ihre Sache auch wirklich gut!! Von einigen würde ich mir durchaus auch ein Telefonbuch vorlesen lassen...;-)

Die "im Nachhinein"-Erzählsituation läd naürlich dazu ein viele kryptische Anspielungen zu machen, aber glücklicherweise wird das nicht überstrapaziert und die Stilmittel, die die Entwickler daraus gestrickt haben (sei es jetzt in Cut-Scenes oder "steuerbarer-erzählter-Geschichte") haben sehr viel Geniales an sich! Das liegt aber auch daran, dass der Erzähler-NSC einfach großartig ist...;-)
Und nur der Vollstädnigkeit halber. Cameo-Auftritte und Übertragung der Spielentscheidungen aus DAO & Awakening in Teil 2 funktionieren einwandfrei - ich liebe diese kleinen Details!:-)

Unterm Strich komme ich also zu der durch und durch blasphemischen Einschätzung, dass Dragon Age Origins lange nicht so fehlerlos gut war, wie alle behaupten und Dragon Age 2 lange nicht so anstrengend schlecht ist, wie alle schreien!
Ich hoffe, dass man sich für den dritten Teil nicht wieder dazu zwingen lassen wird ein unfertiges Spiel als verkaufsreif zu deklarieren - hier ist jede Kritik leider gerechtfertigt - ich hoffe aber auch, dass man sich von der kontrollbesessenen Power-Gamer-Fraktion nicht wieder in die Gradlinigkeit von DAO zurück-geifern lassen wird. Dann könnte Dragon Age Inquisition tatsächlich ein verdammt gutes Spiel werden!:-)

Für Teil 2 vergebe ich daher konsequenterweise dieselben 4,5 von 5 Hundekeksen - der Abzug im Set-Design ist zwar gravierend, aber die interessantere Handlung reißt es wieder raus - nach demselben Prinzip der anderen Fortsetzungen. Film, Spiel, Buch...eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte!;-)

22.05.2013

Fragile Things

Manchmal fühle ich mich sehr schlecht...
Zum Beispiel wenn ich immer erzähle wie viel Spaß ich daran habe meine kleine Kurzgeschichten-Sammlung voranzutreiben und gleichzeitig über ein Jahr brauche, um mich dazu "durchzuringen", mal eine Sammlung von jemand anderem zu lesen...und das wird nicht mal besser, wenn die Geschichen von Gaiman sind, ist das nicht erschreckend?!?;-)

Ich kann es nur immer wieder auf die Diskrepanz zwischen Produzieren und Konsumieren zurückführen - vielleicht gibt es ja da draußen bessere Menschen als mich, die an einem Thema oder einem Hobby sowohl als Ausführende, wie auch als Publikum Spaß haben, aber ich bin da leider ein unverbesserlicher Muffel...

In diesem Fall muss ich aber zumindest anmerken, dass ich 80% der Geschichten in Fragile Things sehr mochte, was mich vielleicht schon ein wenig zum Besseren bekehrt hat!;-)

Besonders interessant fand ich allerdings die Tatsache, dass viele - ich möchte fast behaupten die Meisten - der Geschichten in diesem Buch nach Selbstauskunft des Autors aus einer Art "Auftragslage" entstanden sind. Das finde ich persönlich dann wieder total faszinieren, denn das klappt bei mir meistens so gar nicht, wie die wenigen und unerfolgreichen Ausflüge in die Welt der Kurzgeschichtenwettbewerbe zeigt...

Wenn man also zu mir sagte: "Schreib uns mal eine Geschichte mit Großen Alten und Sherlock Holmes!", dann käme dabei bestimmt nicht sowas genialistisches heraus, wie A Study in Emerald - meine Lieblingsgeschichte aus der ganzen Zusammenstellung, sollte man unbedingt gelesen haben, egal ob man den Rest des Buches mag, oder nicht!:-)

Besonders im Gedächtnis gelieben ist mir auch The Day the Saucers Came, was fast noch ertaunlicher ist, denn was Lyrik angeht, bin ich der unverbesserlichste Nicht-Konsument überhaupt - aber auch hier: I stand corrected!;-)

Natürlich ist es bei einer ganzen Sammlung von Geschichten normal, dass sich manche besser lesen oder besser gefallen, als andere - vielleicht auch ein Grund, warum ich durchgehende Narrativen bevorzuge, da ist entweder alles toll oder eben nicht - aber ich finde es auch irgendwie tröstlich, dass man manchmal auch bei seinen Helden feststellt, dass nicht alles was sie schreiben glorios ist, oder?:-)

Ich vergebe daher überzeugte 4 von 5 Spiegelscherben für viele absolut lesenswerte Geschichten und ein paar, die auch gut waren!;-)

20.05.2013

Star Trek - Into Darkness (evenutelle Spoilergefahr)

Ich weiß, die eventuelle Spoilerwarnung ist vielleicht nich so sonderlich hilfreich, aber als ein völlig un-spoiler-barer Mensch fällt es mir manchmal schwer abzuschätzen welche Informationen andere Menschen als Spoiler empfinden könnten - mit fehlen da einfach die Enzyme, oder ich bin Spoiler-Autist oder so...

Und da ich normalerweise ja auch eher die Letzte bin, die neue Filme zu sehen bekommt, fehlt mir natürlich auch die Übung!;-)

Ich hatte mir zugegebenermaßen von dem neuen Star Trek eine ganze Menge versprochen - was an sich erwähnenswert ist, weil mir die alten Star Trek Filme nebst Serien eigentlich immer ziemlich egal waren. Unterhaltsam zuweilen und manchmal unfreiwillig komisch, aber nun nichts, was ich tatsächlich aufmerksam verfolgt hätte. Aber, trotzdem, seit J.J. Abrams dieses "Genre" übernommen hat, bin ich doch froh viele der "Insider" zumindest zuordnen zu können - der Mann kann einfach Filme machen, da führt kein Weg dran vorbei...;-)
Von einer Fortsetzung des, von mir sehr gelobten, ersten Teils erwartet man also eigentlich erstmal eine Weiterführung der Charaktere - die Demontage kann man ja immer noch im dritten Film anfügen, wie wir gelernt haben;-) - und ein gewisses Größer, Weiter, Schneller, das oft einfach für einen zweiten Teil die logische Folge ist. Und tatsächlich beschäftigen sich die ersten 1,5Stunden des Films vor allem mit den Leuten an Bord und deren Beziehungen - meine Favoriten: Beziehungsstress auf Vulkanisch (funktioniert sowohl mit Frauen, als auch als Bro-Mance;-), Pille & Scotty auf dem besten Weg ins Frustrationsbewältigungsseminar und Lektionen darüber, dass man Japaner nicht ärgern sollte...
Übrigens schafft es Chris Pine tatsächlich völlig peinliche Pick-Up-Lines gelassen auszusprechen und ohne Bauchansatz so auszusehen, als würde er den Bauch einziehen, was ihn für die Rolle quasi unersetzlich macht, aber das nur am Rande.;-)

Was die Effekte und das Explosionsfeuerwerk angeht, konnte ich jetzt nicht wirklich eine Höher, Weiter, Bunter Eskalation zum ersten Teil feststellen - da explodiert ja auch schon genug... - aber was die Bild-Dramaturgie angeht, hat man hier schon noch eine erkennbare Schippe draufgelegt. Ein gutes Argument den Film im Kino zu sehen, solange es noch geht!
Interessanterweise hat man sich ja aber auch mit Benedict "Sherlock" Cumberbatch einen etwas ungewöhnlichen Schauspieler dazugeholt, um (wie ich denke) auch Story-technisch ein wenig Höher, Weiter, Tiefer zu veranstalten - das an sich lassen die meisten "2. Teile" aus, Hut ab für die gute Absicht!;-)

Ich hatte persönlich dann auch sehr viel Spaß an Sherlock-Action-Hero, aber für die Erzählstruktur des Films wäre ein "unkomplizierterer" Bösewicht vermutlich einfacher zu verpacken gewesen...
So bekommt man das Gefühl, dass in den ersten 2/3 des Films sehr wenig passiert, das sehr genau erklärt wird, während im letzten Teil alles gleichzeitig passiert und man sich die Erklärungen einfach mal spart.
Auch wenn ich das natürlich irgendwo verstehen kann, führt es leider zu so einigen kleinen Logiklöchern, die vielleicht gar keine Logikprobleme sind, sondern nur "fehlende Informationen"-Löcher, aber am Ende läuft das ja leider für den geneigten Zuschauer irgendwie auf's selbe raus...

Und ich stehe überhaupt nicht auf die Argumentation "Da kann sich dann jeder selber denken, warum das jetzt funktioniert und vorher nicht" -  ich verabscheue ja auch Autoren, die irgendwelche Löcher in ihren Geschichten naträglich in irgendwelchen Interviews stopfen wollen *hushustharrypotterhust*!;-)

Insgesamt vergebe ich aber mal dieselben 4,75 von 5 Tasern, wie für den ersten Teil - da war die Story stringenter, aber der Bösewicht nicht so wunderbar böse, das gleicht sich also wieder aus.
Aber meine persönliche Anmerkung bleibt lustigerweise auch dieselbe: Ab und zu 5Minuten mehr Film riskieren, um Hintergründe zu erklären, schadet nicht, danach kann immer noch alles in die Luft fliegen!;-)