Publikationen, Projekte, Persönliches

20.02.2026

Witcher 3 - Wild Hunt. Oder auch: Oh yeii ein Segelsimulator ...

So, jetzt habe ich lange genug gebraucht dieses Spiel durchzuspielen und mich noch länger vor der Rezi gefrückt, also ziehen wir das mal durch. Das klingt jetzt vermutlich kryptisch negativ, was eigentlich übertrieben ist, es war halt nur ... lang ... ;-) Aber dazu dann gleich mehr, hier erstmal der Trailer zu Witcher 3 Wild Hunt (wobei der eigentliche Wild Hunt mehr so Beiwerk ist leider, aber dazu kommen wir genauso gleich ;-):


16.02.2026

Listening to: Queen Victoria. Oder auch: Eine Biographie in 24 Tagen

Es ist ja ein beliebtes Format Geschichte aufzuarbeiten: London in hundert Objekten oder das Römische Imperium in 100 Tagen oder sowas. Wir machen demnächst noch was zu Vikinger-Ausgrabungen, das ungefähr so funktioniert, aber bis dahin lasst uns mal über diese Biographie in 24 Tagen sprechen - und sehen, ob sie mir Queen Victoria irgendwie sympathischer macht. ;-)

Bevor wir aber zum Ergebnis dieses Praxistests kommen, worum geht es erstmal allgemein in Queen Victoria: Daughter, Wife, Mother, Widow geschrieben von Lucy Worsley, gesprochen von Lucy Paterson?

 

Who was Queen Victoria?

A little old lady, potato-like in appearance, dressed in everlasting black? She was also a passionate young princess who loved dancing. And there is also a third Victoria, the brilliant queen, one who invented a new role for the monarchy.

Victoria found a way of ruling when people were deeply uncomfortable with having a woman on the throne.

Her image as a conventional daughter, wife and widow concealed the reality of a talented, instinctive politician. Her actions, if not her words, reveal that she was tearing up the rules on how to be female. But the price of this was deep personal pain.

By looking in detail at twenty-four days of her life, through diaries, letters and more, we meet Queen Victoria up-close and personal. Living with her from hour to hour, we can see and celebrate the contradictions that make up British history's most recognisable woman. 

13.02.2026

Hostage. Oder auch: Endlich mal kompetente Bösewichte?

Die Kategorie "in einem Wochenende anschauen" bei Netflix entwickelt sich zu meinem liebsten Entscheidungsmerkmal, wenn es darum geht in dem ewig expandierenden Universum von Medien, die ich wahrnehmen könnte, irgendwas zu finden, auf das ich mich zumindest für ein paar überschaubare Stunden festlegen kann.

Das sollte niemanden überraschen, ich habe ja schon öfter darüber gesprochen, dass die Limited Series mein liebstes Format des modernen Streamings ist. Serielles Erzählen eignet sich einfach gut für ein visuelles Medium - wobei ich nicht sagen will, dass es nicht auch Geschichten gibt, die sich in 2 Stunden Film erzählen lassen - aber es erspart mir die emotionale Erpressung von "klick das 5000x in den ersten 12 Stunden und nimm unsere 50 Sequel Baits in der letzten Folge wahr, sonst gibt es keine 2. Staffel!!", die meistens ja trotzdem damit endet, dass es keine 2. Staffel gibt.

Und seien wir ehrlich, manche Geschichten sind einfach in einer Staffel auserzählt und brauchen keine Fortsetzung. So wie Hostage, diese Geschichte endet an einer nachvollziehbaren Stelle und ich denkt jede Minute Runtime hätte es eigentlich schlimmer gemacht. Und das ist nicht kryptisch negativ gemeint, ich hatte Spaß an dieser Serie und das war nicht unbedingt vorherzusehen. ;-)

Bevor ich jetzt aber noch weiter endlos vorplänkle, lasst uns mal den Trailer anschauen, damit wir wissen worum es geht:


 

06.02.2026

Ändern oder Aussortieren? Ein chaotischer Nähvlog ...

Unser Thema heute: 

Es war Zeit irgendwo mit dem Dinge abschließen anzufangen, also habe ich mir meinen "Änderungsstapel" vorgenommen und viele Pläne gemacht - von denen dann nicht alle umgesetzt wurden, wie man sieht ... 

Trotzdem nehme ich es als 1. Erfolg im neuen Jahr, das kann mir ja niemand verbieten. ;-) 

Enjoy! 

 


TIMESTAMPS
00:00 Intro
08:51 Mission Applikation
23:29 Ein nicht ganz passender Spontankauf
31:35 Wir brauchen weniger Batman ...
39:48 Final Thoughts

30.01.2026

Embers of the Hands. Oder auch: Vikingergeschichte in 20 Artefakten

Fangen wir das neue non-fiction Lesejahr mal mit einem Eintrag aus der women's price Longlist von letztem Jahr an, mit dem ich endlich meine Leseunlust beenden konnte. Alltägliche Geschichte ist ein ganz eigenes Feld, Geschichte wird nicht nur von Siegern geschrieben, sie ist auch meistens chronisch desinteressiert an den praktischen Seiten des Lebens und den Menschen, die sie möglich machen.

Wer also mal was über Vikinger lernen will, das nichts mit Raids und Rites zu tun hat, sollte dieses Buch mal in die Hand nehmen: Embers of the Hands: Hidden Histories of the Viking Age geschrieben von Eleanor Barraclough.

It's time to meet the real Vikings. A comb, preserved in a bog, engraved with the earliest traces of a new writing system. A pagan shrine deep beneath a lava field. A note from an angry wife to a husband too long at the tavern. Doodles on birch-bark, made by an imaginative child.

From these tiny embers, Eleanor Barraclough blows back to life the vast, rich and complex world of the Vikings. These are not just the stories of kings, raiders and saga heroes. Here are the lives of ordinary people: the merchants, children, artisans, enslaved people, seers, travellers and storytellers who shaped the medieval Nordic world.

Immerse yourself in the day-to-day lives of an extraordinary culture that spanned centuries and spread from its Scandinavian heartlands to the remote fjords of Greenland, the Arctic wastelands, the waterways and steppes of Eurasia, all the way to the Byzantine Empire and Islamic Caliphate.

26.01.2026

Workshop Talk Januar 2026 - etc Folge 178

Unser Thema heute:

Wir haben ein bisschen gemütlichen Kaffeeklatsch über einen theoretisch sehr ereignislosen Jahresanfang - dafür motzen wir ein wenig über einen Film und ein Buch, die ich nicht mochte ... ;-P - und spielen noch das "Jahresvorhersagen mit Sätzen aus unseren Büchern" Spiel, das in der Jubiläumsfolge keinen Platz mehr hatte. Und es funktioniert sogar! :-)

Enjoy!



23.01.2026

Netflix Sport (oder auch mein special brand of Brain Rot): Tour de France & F1 Academy

Ok, wir müssen jetzt ein bisschen stark sein und über meine ganze eigene Spielart von brain rot sprechen - ich habe mir sagen lassen, dass Sport Dokus diese Nische in meinem Gehirn füllen, bei denen andere Love Island, oder den Bachelor oder andere Reality Formate einfügen, nachdem ich irgendwann mal eine ehemalige Kollegin fragte was sie an Datingshows findet und sie meinte "Es ist unterhaltsam genug, um es weiterzukuken, aber eigentlich sind mir die Leute egal" und das sehr entspannt fand. Und ich so ... das macht absolut Sinn! Aber ich bin zu demi für Datingsshows, also ist meine Unterhaltung eben Sport - ich sehe was das Storytelling mir sagen will, aber die Ziele der Leute sind mir dermaßen egal, also stresst es mich nicht, ob sie gewinnen oder nicht ... Klar soweit? ;-)

Und weil es gerade keine neue Staffel Drive to Survive gab, die ich als Hintergrundbeschallung nutzen konnte, hat mir Netflix netterweise eine andere Sportart aufgearbeitet, bei denen sich Leute mit großen Egos sinnlos in Lebensgefahr bringen. Tour de France: Unchained 


Wir sind vermutlich psychologisch nicht allzuweit von Brot und Spielen entfernt, auch wenn wir uns die "moderne Zivilisation" gerne schönreden, von daher wundert es mich überhaupt nicht, dass Formate um F1 und die Tour de France besser laufen, als Tennis oder Leichtathletik. Dabei stirbt einfach niemand und deswegen ist es weniger spannend. Von Unchained (ich möchte jemanden für dieses Wortspiel hauen, bitte^^) gibt es trotzdem nur 3 Staffeln und ich frage mich ein wenig, ob das daran liegt, dass viele der Interviews und Narrativen innerhalb der Serie ziemlich kritisch sind was die Organisation der Tour und das Höher, Schneller, Gefährlicher Mindset angeht, das mehr Zuschauer anziehen soll. 

Ist vielleicht nur meine böse Verschwörungstheorie, denn die F1 Variante hält sich immer auffallend zurück mit allen denkbaren kritischen Bemerkungen - und das ist kein Kompliment by the way.

Und apropos wir halten uns zurück mit jeder Art von Kritik, es gibt F1 jetzt auch für Mädchen - sogar mit pinkem Logo^^ - oder auch F1: The Academy .

Ich wollte mal reinschauen, um zu sehen, ob mich irgendwer davon überzeugen kann, dass Girlbossing irgendwas an F1 besser macht, aber kann bestätigen, dass es das nicht tut. Und das liegt nichtmal daran, dass ich die übergroßen Egos vermisse, sondern eher daran, dass wir auch hier in keinster ernstzunehmender Weise damit umgehen, dass dieses ganze Programm nach Tokenism schmeckt, weil niemand wirklich davon ausgeht, dass dieser Sport in irgendeiner nahen Zukunft mixed races haben wird? Müssen wir schon wieder die historischen Quellen auspacken, die belegen, dass Frauensport in den allermeisten Fällen nicht "erfunden" wurde, um fairer zu Frauen zu sein, weil sie "sonst biologisch nie gewinnen können", sondern weil es die meisten Jungs nicht ertragen konnten hinter einer Frau ins Ziel zu kommen, selbst wenn es um den dritten, vierten, fernerliefen Platz ging? 

Dieser ganze Zirkus ist so teuer und verschwendet soviele Ressourcen, dass niemand ernsthaft 2 verschiedene Durchläufe desselben Rennens braucht, eine mixed gender meritocracy in den Rennställen halte ich aus vielen verschiedenen Gründen für unwahrscheinlich, was soll das also alles? Vielleicht könnte man mir das beantworten, wenn man Interesse daran hätte sich kritisch mit seinem Sport auseinanderzusetzen, aber da das nicht das Fall ist, würde ich sagen, kann man sich die Doku an sich sparen. Ich habe vor allem gelernt, dass der "Race Dad" defintiv jeder "Dance Mom" den Pokal für das peinlichste Auftreten abjagen kann, aber ob sich das gelohnt hat, lasse ich jetzt mal dahingestellt.

16.01.2026

Listening to: We are Legion. Oder auch: Cozy Sci-Fi, oder auch nicht?

Es war mal wieder Zeit für Dinge mit Weltraum, aber ich war irgendwie nicht in der Stimmung für die Fortsetzungen von Children of Time - nicht, weil ich nicht denke, dass diese Bücher gut sein werden, sondern weil ich befürchtete, dass sie eher zu gut sein könnten, wenn man weiß was ich meine...? Also, gut in dem Sinne, dass ich wieder gezwungen werde mir komplexe Gedanken zu machen und manchmal ist das eben nicht was ich grade brauchen kann, bzw. die Energie zu habe? Und daher brauchte ich was lustiger/leichtes und bin beim Bobiverse gelandet, weil Tine mir irgendwann mal erzählt hatte, dass sie das erste Buch nicht so überzeugend fand, weil ihr der Konflikt fehlte. ;-)

Das klang perfekt, also bevor wir zu meinen überschaubaren Beobachtungen kommen, worum geht es in: We Are Legion (We Are Bob) geschrieben von Dennis E. Taylor, gesprochen von Ray Porter?

Bob Johansson has just sold his software company for a small fortune and is looking forward to a life of leisure. The first item on his to-do list: Spending his newfound windfall. On an urge to splurge, he signs up to have his head cryogenically preserved in case of death. Then he gets himself killed crossing the street. Waking up 117 years later, Bob discovers his mind has been uploaded into a sentient space probe with the ability to replicate itself. Bob and his clones are on a mission to find new homes for humanity and boldly go where no Bob has gone before.

Dennis E. Taylor’s hilarious novel sets the stage for the magnificent performance of Ray Porter, who revels in the brave new world of corpsicles, artificial intelligence, interstellar space probes, and space colonization in tantalizing detail.

12.01.2026

Netflix True Crime Missing Persons Edition: Amy Bradley & Birgit Meier

Machen wir zwischendurch mal wieder ein bisschen True Crime - ich habe mich inzwischen mit mir selbst darauf geeinigt, dass ich nicht mehr jeden Furz, den Netflix mit vorschlägt und den ich zwischendurch mal laufen lassen, auch für den Blog aufarbeite. Es ist einfach zuviel ab und zu und meine Hintergrundbeschallung nimmt dann die Zeit und Postingslots in Anspruch, die ich lieber mit Dingen füllen möchte, über die ich auch was mehrwertbringendes zu sagen habe. ;-)

Vermisstenfälle sind allerdings neben Heist Stories so ein special interest innerhalb der True Crime Bubble muss ich gestehen, weil sie (meistens) zum einen weniger Blut- und Eingeweidelastig sind und zum anderen eine sehr spezielle Problemstellung beleuchten was die Ermittlungen angeht, bzw. wann eine Ermittlung "kalt" ist und was das für die Hinterbliebenen bedeutet.

Amy Bradley Is Missing dürfte ein ziemlich bekannter Fall sein, zumindest kam mir das Fahndungsfoto bekannt vor, was ja an sich schon eine "Leistung" ist für einen Fall aus den 90ern, den ich als Kind sicher nicht live verfolgt habe. Und die Serie macht schon auch einen guten Job darin zu erklären warum dieser Fall seitdem immer mal wieder hochkocht - auch wenn man natürlich auch hier das bekannte Thema von "hübsches weißes Mädchen verschwindet vs. alle anderen" disskutieren kann. Aber am Ende ist es vermutlich einfach die Tatsache, dass die verschiedenen Theorien wie/was/wann mit Amy Bradley passiert sein könnte, ob sie noch lebt, ob sie ermordet wurde, oder oder oder sich einfach alle eher wie ein Thriller lesen, als etwas, das in der Realität passiert sein könnte.

Und man kann nochmal drüber nachdenken, ob es nicht mehr Menschen mehr beunruhigen sollte was für ein quasi gesetzloser Raum internationale Gewässer sind? Also ich persönlich finde das immer interessant bis beängstigend, aber ich konsumiere auch zuviel True Crime... ;-) 

 

Und wenn einem die 90er noch nicht lange genug her sind, könnte man sich auch noch einen deutschen Fall aus den 80ern geben:  Dig Deeper - Das Verschwinden von Birgit Meier

Dieser cold case ist inzwischen aufgeklärt, was aber auch mal eben 20 Jahre gedauert hat und hier geht es weniger um die unklaren Zuständigkeiten der Ermittlungsbehörden, sondern das teilweise fragwürdige Vorgehen derselben. Ich fand es interessant, dass Netflix (oder wer auch immer die Doku originär produziert und dafür gezahlt hat) genug Geld hat springen lassen, um einige der ursprünglichen Ermittler, deren Nachfolger und den Leiter der Sonderkomission vor die Kamera zu bringen. Es erzählt also der Bruder des Opfers (seines Zeichens damaliger Polizeichef in Hamburg) was alles in den Ermittlungen schief gelaufen ist und gleichzeitig erklären alle Ermittler warum sie so vorgegangen sind und man darf sich dann überlegen wer Recht hat.

Auch hier darf man natürlich festhalten, dass der Fall vor allem Interesse erzeugt hat, weil es um "die Schwester des Polizeichefs" ging, die meisten Headlines erwähnen nichtmal ihren Namen. Und dass besagter Polizeichef natürlich ein wenig ungewöhnliche Vorteile genießt, wenn es darum geht in seinem Ruhestand ein eigenes Ermittlungsteam auf die Beine zu stellen und den Fall auf eigene Faust neu aufzurollen. Aber am Ende muss man wohl festhalten, dass Erfolg demjenigen Recht gibt, der ihn hat? 

09.01.2026

Spaß mit Statistik. Das war 2025!

Unser Thema heute: 

Für das 1. Video im neuen Jahr verfolgen wir einfach mal die solide Tradition des Jahresrückblicks und -Ausblicks. Wie war 2025 und was machen wir als nächstes? Reden wir darüber! ;-) 

Enjoy! 


 

05.01.2026

Stone & Sky (Rivers of London). Oder auch: Doppelte Ich Erzähler & ihre Nicklichkeiten

Herzlich Willkommen in 2026!

Wir fangen das Jahr mit einem Bonus-Montag-Post an, also ziemlich genau da, wo wir letztes Jahr aufgehört haben, weil ich sonst nicht nachkomme mit allen Medien, die ich so die Gelegenheit hatte wahrzunehmen ... ich halte das mal für ein gutes Zeichen, ok? ;-) 

Es gibt nur wenige Bücher, die ich kurz nach der Veröffentlichung kaufe, weil ich eigentlich nie weiß was wann erscheint - weswegen die meisten Bücher auf diesem Blog auch vergleichsweise uralt sind, aber wen das stört, der ist vermutlich schon vor vielen Jahren abgesprungen?

Aber, in diesem Fall hat mich das große A rechtzeitig sogar so rechtzeitig erinnert, dass der neue Rivers of London erscheint, dass ich das Buch woanders vorbestellen konnte, wenn das kein Service ist? Bevor wir aber jetzt gleich über meine Eigenheiten sprechen was Ich-Erzähler angeht, worum geht es in Stone & Sky, das 10. Buch in der Rivers of London Reihe von Ben Aaronovitch?


'This isn't London. The rules are different up here, and so are the allegiances.'

Detective Sergeant Peter Grant takes a much-needed holiday up in Scotland. And he'll need one when this is over...

If more's the merrier, then it's ecstatic as his partner Beverley, their young twins, his mum, dad, his dad's band and their dodgy manager all tag along. Even his boss, DCI Thomas Nightingale, takes in the coastal airs as he trains Peter's cousin Abigail in the arcane arts.

And they'll need them too, because Scotland's Granite City has more than its fair share of history and mystery, myth ... and murder.