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15.10.2010

The power of names...

 Manchmal fragen wir uns wirklich wie wir uns jemals ohne unsere Katzen amüsieren konnten - wie langweilig wäre das Leben zum Beispiel, wenn wir uns nicht jede Woche neue bescheuerte Namen für unsere Viecher überlegen könnten?
Gut, zugegeben, die meisten Spitznamen haben sich unsere Fellknoten selber zuzuschreiben, aber ein bißchen Vorsicht ist vielleicht doch geboten, denn wie jeder halbwegs spirituell versierte Mensch (auch die geistig zurechnungsfähigen;) bestätigen wird: Names have power...

Was wäre z.B., wenn wir es uns selber zuzuschreiben hätten, dass unser dicker Kater so ein Arschloch sein kann, das dazu auch noch Geräusche macht, die man ohne Probleme als Untermalung für Brehm's Tierleben benutzen könnte? Schließlich haben wir ihn wissentlich nach dem größten Arschloch der hiesigen Mythologie benannt...
Oder wie ist das mit Ursache und Wirkung? War unser Kätzchen immer schon so wahnsinnig und wir haben sie deswegen Cassandra genannt, oder kam der Wahnsinn mit dem Namen? Schwierige philosophische Fragen, die wohl auf Huhn und Eiersalat hinauslaufen...


Da ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass wir unsere felligen Mitbewohner sowieso nie mit den Namen ansprechen, die in den Impfausweisen stehen. "Kater" und "Katze" war zuerst völlig ausreichend, als dann die zweite Katze dazukam, war das auch noch kein Problem, "Kater", "Katze", "Kätzchen" (oder alternativ auch "Große" und "Kleine" - zum Glück hat sich das Größenverhältnis nie geändert;), nur jetzt mit dem 2. Kater könnte es etwas schwieriger werden. Zum Glück haben aber unsere Katzen allesamt inzwischen soviele Alternativnamen angessammelt, dass da kaum Gefahr zur Verwechslung besteht. Unser dicker Kater ist momentan bekannt als "Kobra" oder "Kokosnuss", weil er immer dicker wird und komische Hissgeräusche macht, wenn er den anderen Kater sieht, aber war schon immer Kater, Dicker (Dickerchen, wenn er mal nett ist;), Affenbaby oder Fellklops (von Cyclops, schon klar oder?;). Unsere Katze ist wechselweise Katze, (Stinke)-Fluff, Prinzessin, Flausch, Schlampe oder Zicke und das Kätzchen wahlweise Kätzchen, Brötchenkatze, Satanskatze, Terrortier, Motzekatze, Nervensäge, Spatzi-Katzi und HeyRunterDa.

Sogar der "Neue" hat schon ein paar Spitznamen eigesammelt (was aber auch daran liegt, dass sein richtiger Name einfach furchtbar ist), wie z.B. Russe, Spatzi-Kater (ja, nicht so originell, aber was solls;), Russen-Paule, Klöten-August, Stinkibert, Ivan der Stinkige, Ninjakater und Hui-Buh (wer das Tier einmal motzen gehört hat, wird sich an das Kindergespenst erinnert fühlen - oder an asiatische Ninjafilme!;)...

Der einzige Nachteil an dieser Art kreativer Namensgebung ist der Gewöhnungseffekt. Katzen ist es in erster Linie mal sch****egal wie man sie nennt - gehorchen tun sie ja eh nicht;) - aber ich habe ein wenig Sorgen, dass unsere Kinder mal "Sohn" und "Tochter" werden könnten, oder Elternabende in der Schule dann so ablaufen:
"Ihre Tochter sagt, sie wird Zuhause nur Klaus Kackebart gerufen!" - "Ach was, das stimmt doch gar nicht!...Klaus Kackebart ist unser Sohn, unsere Tochter nennen wir nur Horst oder Chantaqueline..."

Seht ihr was ich meine?!?

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