Publikationen, Projekte, Persönliches

30.04.2016

Listening to: Love and Louis XIV

Ich habe momentan ein wenig Probleme Bettlektüre und Hörbücher zu finden, die mich nicht nerven - was nicht an den Büchern an sich liegt, sondern daran, dass ich an den letzten (hoffentlich) kleinen Problemchen von Elysion knabbere und währenddessen irgendwie mega ungeduldig und unleidlich bin was meinen Wort-Input angeht. Klingt komisch, ist aber so, vielleicht auch wieder eine von diesen kleinen Verhaltensauffälligkeiten, die man einfach aushalten muss.;-)

Aber zum Glück gibt es ja mein Hörbuch-Abo, mit dem ich mir wenigstens 1 Buch im Monat aussuchen kann, auf das ich wirklich Lust habe -  in diesem Fall Love and Louis XIV geschrieben von Antonia Fraser, gelesen von Rosalyn Landor.


Ich habe mit einiger Verzweiflung festgestellt, dass die vielen interessanten Themen, über die Antonia Fraser so geschrieben haben, in Hörbuch-Form fast alle nur gekürzt existieren - ich verabscheue gekürzte Hörbücher wirklich aus dem kernigsten Kern meines innersten Ichs, aber jetzt bin ich doch hin und her gerissen...
Ich denke ich werde diese Entscheidung noch etwas aufschieben, glücklicherweise gibt es auch mindestens ein ungekürztes Hörbuch, nämlich dieses.;-)

Prinzipiell ist es für mich immer ein wenig komisch, wenn man Frauengeschichte anhand des Mannes nachvollzieht, aber in den starren Patriachalisch-Monarchischen Systemen macht es halt doch irgendwo Sinn, denn wenn sich alles an einem zentralen Punkt ausrichtet, würde es irgendwie die Geschichte verzerren, würde man das ignorieren. Und was die "Frauengeschichten" angeht, ist ja Ludwig 14 beinahe genauso spannende Vorlage, wie Heinrich 8.

Ich hatte das Gefühl, dass die französische Harems-Geschichten-Variante ein wenig blumiger erzählt ist, als die 6 Frauen von Heinrich 8, vielleicht auch weil es hier nicht so sehr um die großen politischen Dramen, abgeschlagenen Köpfe und so geht, sondern eher um die kleinen und großen Leidenschaften und Eifersüchteleien einer Rokkoko Soap.;-)

Trotzdem habe ich wieder Vieles gelernt und mich außerdem auch wieder an der ausgewogenen Quellenkritik erfreut - als Übersichtswerk sind einige Hintergründe und Details natürlich etwas vage (ich glaube die ganze Giftaffäre passt in einen Absatz oder so), aber das ist vermutlich wiedermal ein Feature und kein Bug.
Ein bisschen mehr Original-Quellen hätten mir gut gefallen (ich weiß dass es da Material gibt, ist also kein unfairer Vorwurf;-) und daher ziehe ich mal einen Punkt ab, aber mir 4 von 5 Spitzenfächern liegt das Buch immer noch weit vorne im Rennen 2016.
Als entspannte, gut recherchierte Lektüre absolut zu empfehlen!

23.04.2016

Frühlingsgefühle 2016

Letztlich musste ich mir eine Antwort auf die Frage ausdenken, warum man denn neben Job und Haushalt und Hobbies noch einen Hund braucht. Mal abgesehen, dass man Haustiere in meiner Lebenswelt nicht "braucht", sondern gern hat - ich frage ja auch niemanden, warum er dringend ein Kind oder ein neues Auto "gebraucht hat", oder?^^ - fand ich das folgende Argument sehr einleuchtend:
Weil Personal Trainer weniger flauschig sind.

So. Da soll mir mal jemand ein Gegenargument bringen, ich warte dann hier.;-)
Allerdings muss ich sagen, dass Bewegung an der Frischen Luft tatsächlich nicht nur dafür sorgt, dass man alles essen kann, wonach einem so ist - natürlich kann man das auch ohne, aber ich muss dann so oft neue Hosen kaufen;-) - man bekommt auch irgendwie ein besseres Gefühl für solche Dinge wie Wetter und Jahreszeiten, Dinge, die man in einem Indoor-Zentrierten-Lebenstil irgendwie bisher relativ gut ignorieren konnte.

In Ersatz zu meinem eigentlichen Blog-Projekt für dieses Jahr, für das ich einfach nicht genug kluge Dinge zu erzählen hatte, habe ich mir überlegt einfach ein Fotoprojekt zu machen. Aachen in den Jahreszeiten oder so.
Was man nämlich auch verstärkt feststellt, wenn man Spazierstrecken nicht für sich, sondern fürs Hundi aussucht, ist wie grün es zwischen den Wohngebieten von Aachen tatsächlich sein kann - man findet plötzlich Natur wohin man schaut und da schwafel mir bitte noch mal einer von "brauchen", das finde ich echt unhöflich.;-)

Teil 1 heute ist daher übertitelt mit "Früh-Frühling am Bahnweg", Kirschblüten inklusive, das Vogelgezwitscher muss man sich noch dazudenken:
Ich muss aber sagen, dass mein Hund meine Fotografischen Ambitionen leider nicht teilt, ich wollte ein Foto von ihr mit ihrem weißen Herzchen auf der Brust neben dem Baum mit dem Herzchen am Stamm, aber neeeiiiiin. Stillsitzen ist was für Spießer...
Beim nächsten Mal vielleicht!;-)

16.04.2016

The Abominable Bride. Oder: Some observations on Time, Space & Plot.

Sicherlich erinnert man sich noch, dass ich eigentlich mal sagte, über noch laufende Serien spricht man nicht - das ist soweit richtig, aber Special Episodes sind ja glücklicherweise was Anderes.;-)

Also kann ich tatsächlich was zu der Sherlock Christmas-Special-Folge The Abominable Bride erzählen, ohne mit abschließenden Urteilen zur Serie an sich in Schwierigkeiten zu geraten und außerdem ein paar Worte zum Thema Ort und Zeit im Erzählen verlieren - letzteres muss nicht zwingend interessieren, kann aber.;-)
Auch hier ist ein "Worum geht es?" in offiziell und "was ich glaube" aufzuteilen: Offiziell geht es um eine Zwischenepisode, die den Beginn der nächsten Staffel vorbereiten und ein bisschen was über Sherlocks Innenleben und Problemlösungsstrategien anhand eines historischen Falls erzählen soll.
Inoffiziell ging es glaube ich vor allem darum back to the roots zu kommen, Benedict Cumberbatch in die offizielle Sherlock-Mütze zu stecken und ein bisschen Victorian-Fanservice zu betreiben.
Gegen nichts davon ist natürlich irgendwas einzuwenden, aber es war zwischendurch schon ein wenig obvious wo die "eeeeeeks" der Fangirls ausgelöst werden sollten.;-)

Ich will mich gar nicht so lange mit der eigentlichen "Fall-Geschichte" aufhalten - auch weil ich das Ende ein wenig naja fand. Ja, Suffragetten sind ein historisch passendes Thema für die Zeit, aber der "Krieg, den wir verlieren müssen" Pathos ging mir ein wenig auf den Zeiger - sondern eigentlich nur was zur Erzählstrategie sagen.

Es wäre im Rahmen eines "ausser der Reihe" Specials bestimmt ok gewesen - oder zumindest mir nicht großartig negativ aufgefallen - einfach eine Viktorianische Episode in eine Neuzeit Serie einzufügen. Wenn man denn unbedingt will, kann man das am Ende immer auf "der Hund hat alles geträumt" (ach nee, das war ja Lost;-D) hinauslaufen lassen.
Was mich hier aber viel mehr geflasht hat, als die etwas lahme Story mit geilen Kostümen, war die Lagenförmige Erzählstruktur, die immer wieder zwischen verschiedenen Zeit-, Orts- und Bewußtseinsebenen springt.
Es mag spätestens seit Inception auch in Film und Fernsehen nicht mehr unbedingt so neu sein, aber ich bin ein großer Fan von Geschichten, die mich immer mal wieder irgendwo hinwerfen, wo ich mich erstmal orientieren muss.

Ich weiß, dass das vielen Menschen anders geht, auch und gerade weil ich mich in der Beta von Elysion immer und immer und immer und immer wieder damit beschäftigt habe, wie meine Zeit und Ortsebenen ineinander greifen.;-)
Gerade zuletzt habe ich noch 3 Stunden meiner Lebenszeit damit verbracht 2 ganze Kapitel immer wieder umzuarrangieren, um das "Gehopse" auszudünnen. Für mich hat es absolut nicht funktioniert. Klar, man kann einfach eine klare Linie zwischen "damals" und "heute", "Traum" oder "Realität" ziehen - das wäre dann das Equivalent zu der Voktorianischen Episode, die am Schluss als Traum aufgelöst wird.
Aber es ist doch einfach viel spannender, wenn man immer mal wieder umdenken muss, sich neu umsehen, rausfinden wo man jetzt schon wieder gelandet ist und warum - und genau deswegen hat mir The Abominable Bride soviel Spaß gemacht und genau deswegen ist die Chronologie von Elysion nach den 3 Stunden wieder genau so wie zu Anfang. Weil mir das einfach Spaß macht, der Leser hat dann halt im Zweifel Pech gehabt.;-)

Übersetzt in Punkte würde ich für eine nette Abendunterhaltung für die Zombie-Braut mal 4 von 5 Meerschaumpfeifen vergeben - wie gesagt der Fall-Plot war mir zu mäh und der Moriaty funktioniert für mich einfach nicht. Auch da, viele Menschen sind anderer Meinung und finden diese Art von Milchbubi-Joker-Bösewicht super. Ich nicht so, also Punktabzug, bumms. Über Geschmack lässt sich ja glücklicherweise nicht streiten, man muss halt nur immer hoffen, dass man vielleicht irgendwen findet, der die eigenen Vorlieben und Abneigungen teilt - Lästern allein ist so langweilig.;-D

09.04.2016

Listening to: Einstein. His Life and Universe

Man mag mir jetzt wieder Spoilertum vorwerfen, aber ich muss eine Biographie doch irgendwie toll finden, deren Epilog sich komplett der Reise widmet, die Einsteins Gehirn nach seinem Tod noch genommen hat...großes Kino und genau so eine Annekdote (wenn auch von der etwas bizarreren Sorte...;-), die mir bei Niels Bohr so sehr gefehlt hat.

Die merkwürdige Reise von Einsteins Hirn, Einstein und die Frauen, Einstein und seine zeitweilig entfremdeten Söhne, Einstein und die Atombombe, Einstein und die Politik - alles Dinge, die ich in Einstein, geschrieben von Walter Isaacson, gelesen von Edward Herrman, gelernt habe, Mediumsbedingt ohne Fußnoten zwar, aber immerhin. ;-)


Ich bin nicht mal so überzeugt davon, dass der nette, wuschelige Typ auf dem Foto als Mensch einfach so viel interessanter war, als der arme Herr Bohr, aber man hat mir sein Leben in jedem Fall spannender dargelegt - wobei spannend für mich in dem Fall vor allem auch heißt:
Es war nicht soooo furchtbar schlimm, dass ich das mit der Relativitätstheorie immer noch nicht verstanden habe und vermutlich auch nie verstehen werde...

Trotzdem habe ich mich hier ab und zu doch sehr amüsiert, denn zumindest den Humor und die Selbstironie scheint Mr. Einstein seinen Physiker Kollegen Bohr und Tesla voraus gehabt zu haben - und ein sehr nettes Authoritäten-Problem, mit dem ich mich natürlich in keinster Weise identifizieren kann....;-)

Mit der Bohr Biographie noch frisch im Gedächtnis fand ich es etwas schade, dass die größeren Zusammenhänge der Forschungsgebiete mir manchmal etwas unübersichtlich geblieben sind - mag ja sein, dass Einstein die großen Zusammenhänge nicht interessiert haben, aber das muss man als Autor ja nciht nachahmen...;-) - aber mehr als einen halben Punkt würde ich dafür nicht mal abziehen wollen.
Also bleiben 4,5 von 5 Sweatshirts übrig, was ja schonmal nicht verkehrt ist.

02.04.2016

Vorsicht Pet-Content!

Ich weiß, es war meine lang gehegte Ambition als Crazy Cat Lady alt zu werden - dummerweise wird das ab jetzt schwierig, denn seit letztem Monat sind wir offiziell eine "Gemischt-Haustierige-Familie" dank des Neuzugangs mit der Knautschnase..

Demnächst wird es also keinen reinen Cat-Content mehr geben, weswegen auch das entsprechende Label schonmal angepasst ist. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten, angefangen mit den netten Schnappschüssen,

über die leicht grenzdebilen Gesichtsausdrücke,

bis zum enthemmten Schlafspagat.;-)

Vielleicht gibt es irgendwann auch mal Fotos von Hund und Katz, daran arbeiten wir aber vermutlich noch ein wenig länger als nur 4 Wochen...;-D

In diesem Sinne ein sonniges Wochenende, wir müssen jetzt mal Gassi gehen.

26.03.2016

The Wives of Henry VIII

Ich hatte ja behauptet, dass mir eine ausgewogene, irgendwie Quellenkritische Biographie im Tudor-Frauen Bereich noch fehlt, aber dann ist mir aufgefallen, dass das eigentlich so nicht richtig ist, also möchte ich (bevor das Thema dann wirklich - versprochen;-) - erstmal wieder verschwindet, kurz auf Antonia Fraser hinweisen, die es wahrhaftig ein Buch zu dem Thema geschrieben hat, dass ich für wirklich empfehlenswert halte.
Der einzige Nachteil an der Sache ist hier ein Feature und kein Bug im eigentlichen Sinne, denn wie uns der Titel - The Wives of... - schon verrät geht es hier um alle Frauen von Henry VIII und sonst niemanden. Das ist also weit entfernt von einer "Tudor Frauen" Analyse, dazu fehlen dann doch die beiden Töchter, noch so richtig eine "Biographie", die den einzelnen Personen in dem Maße Zeit widmen kann, wie das so üblich wäre.
Tortzdem kann man nicht behaupten, dass es ein dünnes Büchlein wäre, also kriegt man schon recht viel Info für sein Geld und endlich, endlich, endlich auch mal Zitate von Zeitgenossen mit Wahrscheinlichkeits- und Vorurteilshinweisen, so wie das sein muss.;-)

Hauptfokus ist dann auch ein wenig "Entzerrung" der Tarot-Karten-Archetypen, die man bei den behandelten Damen so gerne unterstellt - die betrogene Ehefrau, das böse Mädchen etc - und auch das ist nicht nur löblich, sondern auch gut gemacht.

Wenn man also erstmal irgendwas in dem Bereich lesen will, das nicht fordert jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, weil die Autorin das glücklicherweise tut, dann sollte man das lesen!;-)
4,5 French Hoods mit Minimalabzug für ein paar fehlende Hintergründe kann man da durchaus guten Gewissens ansetzen.
Und jetzt habe ich gleich mal rausgefunden, dass die Autorin auch französische Geschichte kann...mal sehen!;-)

19.03.2016

Silver Linings. Oder: Wie man seine eigene Message sabotiert.

Ich gestehe es gerne ein: Ich bin nicht so der Psycho-Drama Typ.
Die meisten "Oscar" Filme habe ich schon alleine deswegen nicht gesehen, weil sie mit Gewalt, oder Tod und Schmerz und Menschlichen Abgründen zu tun haben und ich mir das in meiner Freizeit eigentlich ungern gebe. Es gibt bestimmt einige "ernste" Filme, bei denen das mein Verlust ist, aber eigentlich neige ich dazu mich eher an Explosionen und so zu halten (was Hollywood heutzutage als Comedy oder RomCom raushaut ist mir dann auch wieder zu blöd, ich weiß, ich bin schwierig;-).

Tatsächlich lief aber Silver Linings im Fernsehen am Wochenende und irgendwie hatte ich im Kopf, dass ich den Trailer damals irgendwie schon interessant fand - nicht so interessant, als das ich dafür Kino-Geld verpulvert hätte, da bin ich auch schon wieder schwierig, aber irgendwie so "hm könnte man mal anschauen".
Also jetzt im Fernsehen, umsonst, wenn auch in deutscher Synchro, warum also nicht?

Ich spare mir mal den Spoiler Disclaimer, bei so uralt Filmen, die schon auf Pro7 laufen, seit ihrs echt selbst Schuld.;-) Also worum geht's?


Erstmal muss ich an der Stelle vermutlich unterscheiden, um was es geht, wenn man der "offiziellen" Beschreibung glauben wöllte, die (ich habe sie nicht gegoogelt) vermutlich sowas wäre, wie "Zwei Menschen, die ihre Probleme überwinden und zusammenfinden blabla". Und dann gibt es noch meine Theorie was der Film uns eigentlich sagen wollte, was in den ersten 3/4 eigentlich mehr oder minder zusammengefasst werden kann mit "Alle sind bekloppt, aber wenn du mal in der Klapse warst, meinen alle du hättest einen größeren Schaden als sie".

Dieses "Alle Bekloppt, aber die "offiziell bekloppten" haben wenigstens ne Diagnose" gefiel mir eigentlich ganz gut, auch wenn der Film mir ein wenig zu dick aufträgt, was die "psychisch labile Menschen haben wenig Impulskontrolle" Masche angeht. Es mag ja sein, dass Amerikaner Psychische Erkrankungen so sehen und vielleicht hat das Klischee auch vereinzelte Berechtigung, aber im Film läuft es doch sehr oft auf Gezeter und Geschrei hinaus, das nervt meine armen Ohren, auch weil ich nicht glaube, dass diese Art von Charakterzeichnung alternativlos ist.^^
Achso und für die Message "Alle bekloppt" hätte man auch ein wenig nuancierter vorgehen können, als einfach eine Figur mit 95 Zwangsneurosen und Co-Abhängigem Partner und einen 100% Depressiven Familienvater zu lauter Wettsüchtigen zu schmeißen, aber die leisen Töne sind in diesem Film nicht so vertreten, was schade ist, denn die vereinzelten Szenen, in denen er es versucht, sind dann wieder gut.

Das waren die ersten 3/4 des Films. Danach ging es doch dramatisch bergab, denn - und hier kommt leider der Schreiberling in mir durch und möchte irgendwas hauen - ich hasse es, wenn eine Geschichte ihre eigene Message sabotiert, ohne dafür einen wirklich guten Grund aufzuführen!
Was passiert?
Die weibliche Hauptrolle (sehr nett rotzig ansonsten), die die ersten 3/4 des Films mit einiger Berechtigung darauf herumgeritten ist, dass die offiziell diagnostiziert bekloppten wenigstens so ehrlich sind sich nicht zu verstellen und hinter irgendwelchen makellosen Fassaden zu verstecken, lügt sich die Hucke voll, um den Typen, den sie mag dazu zu bringen, zu tun was sie will.
Bäm. Muss man erstmal so verdauen, finde ich.
Nun kann man - und wird man vielleicht auch zu Recht - anführen, dass das ja eine prinzipielle Verletzlichkeit darstellt, so auf seine Prinzipien zu verzichten, weil man verzweifelt diese Beziehung irgendwie erhalten/kitten/wasauchimmer will. Hätte ich akzeptiert, wenn man es mir GEZEIGT hätte.
Aber - und Jennifer Lawrence kann sowas spielen! - das Drehbuch macht sich nicht die Mühe. In einem Moment ist Ehrlichkeit noch das höchste Gut, im nächsten haben wir kein Problem mehr damit das unseren Bedürfnissen unterzuordnen und "das Beste für ihn" zu wollen.
Ohne Reflektion darüber, dass "das Beste für andere zu wollen" der Stolperstein auf dem Weg zu Hölle ist oder so...

Ich mag gerne Happy Ends und dass die männliche Hauptrolle am Ende einsieht, dass er mit seiner Ex-Frau wohl nicht so gut bedient war wie gedacht und sich dann doch für die andere Bekloppte entscheidet, hätte mir gut gefallen, wenn dieses große ABER nicht gewesen wäre.
Unterm Strich muss ich also mal wieder festhalten: Gut, dass ich nicht im Kino war, das Geld hätte mich geärgert!;-)
2,5 von 5 Müllsäcken vergebe ich für vereinzelte nette Ideen und die Tanzszene - ich mag Tanzfilme.;-)

12.03.2016

Blog-Stöckchen Tag

Ich habe ein Blog-Stöckchen von Judith vor die Füße geworfen bekommen und wer wäre ich, es nicht zumindest brav aufzuheben und in den Blog zu stellen - mal sehen, ob ich dann noch Leute finde, denen ich was weiterwerfen kann.;-)

   
1. Wenn du ein Fate-Charakter wärst, was wäre dein Konzept?
- Hmmm das ist natürlich eine schwierige Frage, ich denke ich wäre vermutlich am besten in einem Mystery-Horror-Szenario aufgehoben, da könnte ich die historischen Recherchen zu den grausamen Morden im Dorf XY anstellen und nacher ein Buch drüber schreiben...oder ich mache sowas wie Castle, das wäre auch lustig!;-)

2. Wenn du ein Fate-Charakter wärst, was wäre dein Dilemma?
- Haha das ist einfach, ich kann nicht mit Geld. Irgendwie will ich immer lieber hübsche Dinge, oder schöne Erinnerungen sammeln, statt auf die schwarze Null zu achten...

3. Wenn du ein Fate-Charakter wärst, welchen Stunt hättest du?
- Ich kann dich mit Katzen bewerfen, wenn du mich nervst, das gibt einen Angriffsbonus von mindestens +5 je nachdem welche ich nehme!;-)

4. Welcher ist der beste Indiana Jones-Film, und warum?
- Indi 2, auf jeden Fall! Aus genau zwei Gründen: 1. Keine Nazis. Ja, Nazis machen nichts besser und außer Indi-Jones und Hellboy tolleriere ich auch keine fiktionalen Nazis.;-) 2. Die Lagerfeuer-Szene? Die Fahrt in der Mine? Die Dinner-Szene? Affenhirn auf Eis? Man muss die rassistischen Klischees kurz ausblenden, dann ist das einfach unfassbar lustig!;-)

5. In welchem Film-/Serien-/Buch-/Computerspiel-Universum würdest du am liebsten ein paar Monate Urlaub machen.
- Tatsächlich würde ich da spontan Skyrim sagen, auch wenn ich das gar nicht durchspielen konnte, weil ich es soooooo langweilig fand. Aber da war mir ja auch daran gelegen ein Held zu sein und die Welt zu retten, wenn ich einfach nur Urlaub machen soll, ist Wandersimulator mit Drachen eigentlich ganz cool!;-)

6. Deine Rollenspielcharaktere. Hand aufs Herz. Spielst du häufig eine bestimmte „Sorte“ Charakter (nicht von der Profession her, sondern insofern, dass sie sich charakterlich ähneln)?
- Meine Charaktere sind immer irgendwie ich, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich mir nie wirklich die Mühe mache Figuren anzulegen, die so gar nichts mit mir zu tun haben, einfach damit ich gleich drauflosspielen  kann. Wenn ich keinen Type-Cast will, bevorzuge ich Text zum Auswendig lernen, Impro-Theater hab ich immer schon gehasst wie die Pest!;-)


7. Welche Sportart wolltest du immer schon mal betreiben, kannst dich aber nie dazu durchringen?

- Öhhhh ich bin nicht so der sportliche Typ, meine Gewichte und ein bißchen Yoga/Pilates reichen mir.;-) Vielleicht zählt Brustschwimmen - ich kann schwimmen, auch lange wenn es sein muss, aber die Technik ist eigentlich grauenvoll, ich konnte mich nur tatsächlich nie dazu durchringen daran etwas zu tun....

8. Weil es mich gerade interessiert: Schießpulver in Fantasy – was sagen Sie dazu?
- Ich habe mich für Elysion tatsächlich dafür entschieden, zusammen mit so ein paar anderen netten Renaissance Erfindungen - wer sagt denn, dass Fantasy immer im Frühmittelalter spielen muss? Auch Leute mit Elfenohren können vermutlich Dinge erfinden!;-)

9. Welchen griechischen Gott hättest du gern als Vater oder Mutter?
- Hmm solange niemand von mir verlangt, dass ich meinen Bruder heirate, würde ich Apollo nehmen, wegen der Muse und so...;-)

10. Heute ist Weltfrauentag. Sind in deinem Alltag Frauen gleichberechtigt?
- Also ich fühle mich in meinem Haushalt höchstens mal von den Katzen mißhandelt oder zu wenig gewertschätzt, die sind großteilig männlich, aber das würde ich jetzt nicht überbewerten wollen.
Im allgemeinen Alltag muss sich glaube ich jede Frau weiterhin auch dumme Sprüche anhören, aber solange man solche Menschen zumindest aus der direkten Umgebung aussortieren kann, macht es das irgendwie besser - change your world and the world will change und so.

11. Von welchem Nicht-Rollenspiel-Charakter warst du schon mal regelrecht besessen – oder passiert dir so was nicht?
- Hmmm Besessen ist ein starkes Wort, aber als ich damals Die Herrin vom Nil gelesen habe, hat das immerhin dafür gesorgt, dass ich a) mir dachte ich will auch sowas schreiben, b) Ägypten ist total faszinierend, lass uns doch mal über Götter und Mythen nachdenken und c) Geschichte ist total spannend, lass das doch vielleicht mal studieren. Man könnte also argumentieren, dass es einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf meine Lebensplanung hatte, Besessenheit oder nicht.;-)

So damit habe ich das Stöckchen erstmal aufgeräumt, eigene Fragen denke ich mir dann aus, wenn sich noch jemand findet, der Bock hat sie zu beantworten - Stöckchen zurückwerfen ist so unfein und irgendwie redundant.;-)

05.03.2016

Plot-Driven Stories, LARP Fragebögen und Karten Zeichnen - Das "Ende" von Elysion

Wie man sieht, bin ich trotz der "Roh-Text-Beendung" noch zu keinem neuen Cover und auch zu keinem zufriedenstellenden (so es das denn gibt;-) Klappentext gekommen.

Ich habe jetzt beschlossen, dass diese Layout Fancies alle noch ein bißchen warten müssen, denn momentan bin ich noch dabei mir den Kopf über den Text-Feinschliff zu zerbrechen und dabei vor allem darüber wieviel Charakter-Dispo wohl eine Plot-Driven Story braucht.

Diese Frage kommt nicht von ungefähr, tatsächlich ist mir schon im letzten viertel von Elysion aufgegangen, dass zwar ziemlich viel passiert und die betroffenen Figuren so einiges mitmachen müssen, aber was so die Backstories, intrinsischen Motivationen und individuellen Reaktionsmuster anging, da haperte es doch noch etwas.
Also bin ich gerade dabei die Story nochmal von vorne aufzurollen und die ganzen Pappaufsteller, die momentan die Platzhalter für Charaktere sind mal mit echten Figuren zu ersetzen. Ja, manchmal war es wirklich so schlimm, auch wenn ich vielleicht ein bißchen übertreibe, weil mir die 7 Stunden Telefon Session noch in den Knochen steckt, in der der Sadistic Authors Club zumindest schonmal fast das erste Viertel des Textes durchgekaut hat...;-)

Anyway dafür heißt es ja Rohtext, aber vielleicht kann ich ja noch eine kurze (wie ich fand gute) Idee teilen - ich habe mich auch deshalb so ein wenig mit dem Backstory/Motivations-Ding schwer getan, weil ich bei Plot-Driven Stories die Frage essenziell finde wann das passt und ab wann das wirklich keine Sau mehr interessiert. Ich will nicht wieder in den Schätzing-Rant abdriften, aber Daddy-Issues-Aufarbeitung kurz vor dem Spannungsklimax ist halt leider eine Realität in manchen Geschichten und neeeeervt mich unfassbar.
Als positives Beispiel möchte ich dazu mal(wieder) Hunger Games heranziehen - wenn man mal drauf achtet, wird man feststellen, dass hier relativ früh 2-3 Backstory-Elemente eingebaut werden, auf die man sich dann dies gaaaanze Zeit berufen kann und das wird nicht langweilig, sondern funktioniert hervorragend. Sowas wollen wir!;-)

Ich habe daher ein bißchen verspätet meine Hausaufgaben gemacht und für jeden meiner "Erzähler" - es sind über 10! verschiedene! Figuren! und das sind nur die, die tatsächlich mal die Narrative in die Hand bekommen, hatte ich nicht mal gesagt, dass Fantasy mit 50.000 Charakteren nervt?! Argh!;-) - ein Charakterprofil erstellt.
Witzigerweise bin ich dabei in der LARP-Wiki gelandet, denn ich fühlte mich für die Art von Backstory, die ich wollte/brauchte bei den Rollenspielern besser aufgehoben, als bei den "literarischen" Fragebögen, die bestimmt auch nützlich sind, aber mir zu ausufernd waren für die Art von Geschichte, die ich erzählen will.

Das hat soweit hervorragend funktioniert, zumindest was das "Unterscheidungspotential" angeht, nun muss ich das nur noch im Text angemessen einbauen - mein erster Versuch dazu war bisher semi-erfolgreich, aber deswegen ja die 7 Stunden Telefon-Dauersitzung (es lebe die Flatrate...) zum ersten Teil des ersten Teils.;-)

Ganz am Ende, wenn das Papier-Baby gewindelt und zum Lektorat gebracht ist, muss ich dann außerdem noch die die Frage kontemplieren wieviel Karte so eine Geschichte wohl braucht - ich habe eine Karte, sie ist bunt und häßlich und völlig nützlich und absolut nicht druckfähig, was mich also so überhaupt nicht weiterbringt.;-)
Nun kann man das wie bei Queen of the Tearling halten und eine "Bleistift" Skizze vorne reinpappen, mit einem quadratischen Kontinent und ein paar Kreuzen wo Städte sind, oder man kann full-Tolkien-mode versuchen, wenn man denn zeichnen könnte, oder irgendwas dazwischen. Ich habe mich inzwischen von der Fantasie verabschiedet, dass es eine sinnvolle (und bezahlbare) Software gibt, die mir in 10Minuten erstellt, was ich will, also muss was auch immer ich zeichnen kann wohl ausreichen. Man kann sowas allerdings auch üben, mal sehen wieviel Zeit mir nach Cover und Klappentext Erzeugung noch bleibt, dann kann man bei Youtube zumindest schonmal echt gute Tipps finden!;-)

In diesem Sinne bis zum nächsten Zwischenstands-Post ein kleines Video-Tutorial für langweilige Sonntag-Nachmittage. Und wieder landen wir bei den Rollenspielern...Enjoy!;-)



27.02.2016

Listening to: Anne Boleyn. The young queen to be

Ich verspreche, dass die neu ausgebrochene Welle von Tudor Biograohien demnächst auch wieder abebben wird! ;-)
Aber das Schöne -  und vielleicht gleichzeit nervige für Andere - an so einem Hörbuch Abo, ist ja die Tatsache, dass wenn man sich schon mal an einem Thema festgebissen hat, man sich dort einen ganzen Merkzettel mit einschlägigen Versuchen vollladen kann, der dann nach und nach abgearbeitet werden will. Außerdem habe ich momentan wenig Gedult mit neuer Fiktion, also muss das geneigte Sachbuch meine Hörwolke füllen...

Aber zur Sache, nämlich The Young Queen To Be (Autor: Josephine Wilkinson Gesprochen von: Debra Burton) ein Buch, das zunächst mal den Preis für den Most Misleading Title verdient hat (dazu gleich).

Zunächst einmal sei erwähnt, dass es auch unhilfreiche "Klappentexte" gibt, denn der bei audible findbare, bringt uns jetzt kaum weiter, oder geht das nur mir so?
Anne Boleyn is perhaps the most engaging of Henry VIII's Queens. For her he would divorce his wife of some 20 years standing, he would take on the might of the Roman Church and the Holy Roman Empire; he would even alienate his own people in order to win her favour and, eventually, her hand.
Was uns dann aber wieder erfreuen kann: Es gibt ein Vorwort der Autorin, in der sie uns ihre Herangehensweise erklärt (wohoo!), nämlich die Geschichte von Anne Boleyn anhand der Männer zu erzählen, mit denen sie angeblich/tatsächlich eine Beziehung hatte (ähh huh?).
Das an sich mag ja ein valider Ansatz sein - Frauengeschichte grade im Mittelalter & frühen Frühen Neuzeit ist oft darauf zurückgeworfen, weil es einfach keine authentischen Quellen gibt, die sich mit dem "weiblichen Standtpunkt" beschäftigen - aber in Kombination mit der Überschrift muss man da doch erstmal inne halten, oder?

Ich kann mich von nicht-erfüllten Erwartungen ganz gut frei machen und was das Buch erzählen will, erzählt es gut und meiner Meinung nach auch bemüht ausgewogen - aber für dieses "Huh?" muss ich dann doch mal einen Punkt abziehen - zu gutem Schreiben gehört ja wohl irgendwie auch, dass man seinen Titel irgendwie seinem Inhalt entsprechend wählt, no?
Ich kann jetzt natürlich nicht abschätzen, ob das wirklich ein Fehler der Autorin ist, oder ob da mal wieder irgendwer anderes dran rumgepfuscht hat, aber es geht ja auch darum das Endergebnis zu bewerten.

Und das muss nun mal leider sein: Ein nicht uninteressantes Buch mit einem konsequent verfolgten Ansatz (ob man den jetzt gut finden muss, steht ja auf einem anderen Blatt;-), das mir aber noch mehr Spaß gemacht hätte, hätte ich nicht soviel Zeit verwenden müssen meine falsch-geweckten Vorerwartungen wieder abzustellen...
4 von 5 Perlenketten sind da denke ich angemessen!;-)

20.02.2016

Duell im Ewigen Eis

Ich habe irgendwie eine Faszination für Eis- und Gletscherlandschaften entdeckt, seit wir in Norwegen waren - auch wenn es da kaum heißer gewesen sein könnte, wenn wir statt dessen nach Thailand gefahren wären...;-)
Trotzdem steht auf der Lebensliste noch das mit den Polarlichtern und solange ich da nicht körperlich anwesend sein kann, müssen es ein paar Bücher tun. Zum Anfang erstmal: Duell im ewigen Eis: Scott und Amundsen oder Die Eroberung des Südpols geschrieben von Rainer-K. Langner


Abgesehen davon, dass ich das Cover sehr gelungen finde, muss ich leider mit dem Autor ein wenig meckern, weil er mir seine Methode und Zielsetzung vorenthält. Es mag eine Marotte von mir sein, aber ich lese gerne Einleitungen, die mich auf solche Dinge vorbereiten wie:
- Hier keine Fußnoten und keine Quellenangaben
- Originalzitate sind kursiv, aber ansonsten ohne weitere Kennzeichnung zu Sprecher und Quelle in den Text eingebettet, Kontext ist zu erraten (war glücklicherweise gut gemacht;-)
- Motivation und Interesse des Autors am Thema interessieren nicht (scheinbar)
- "Nachgeschichte" und wissenschaftliches Erbe hier ausgeklammert (interessiert scheinbar auch nicht)

Wenn ich vorher gewußt hätte, dass das alles auf mich zukommt, wäre es mir nicht negativ aufgefallen und hätte dem Buch einen Punkt Abzug erspart, so einfach ist das mit den subjektiven Bewertungen.;-)

Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich den Titel "Sachbuch" etwas zögerlich vergebe, denn ohne Fußnoten, Quellenkritik und/oder Hinweisen auf die Auswirkungen auf die Forschung ist der Stil des Autors dann doch sehr das, was man mir früher in Hausarbeiten immer als "essayistisch" angekreidet hat. Heißt er benutzt Adjektive und der klare - wenn auch unausgesprochene - Fokus liegt hier darauf eine Geschichte um 2 Figuren zu erzählen, die zufällig tatsächlich mal gelebt haben.
Trotz (oder gerade wegen?) diesem Fokus auf 2 Hauptfiguren ist das Buch allerdings spannend geschrieben, auch wenn ich den "Dramatisiert, muss nicht stimmen" Disclaimer vorausschicken würde.;-)
Ob die Sichtweise des Autors nun der historischen Wahrheit nahe kommt oder nicht, kann man inheränt aber sowieso nicht entscheiden, daher kann man einfach mal festhalten, dass seine Porträts der Hauptfiguren einfach attraktiv sind:
Auf der einen Seite den barschen Naturburschen, der sich ein Jahr bei Eskimos ausbilden lässt, Eis und Kälte genauso "trainiert" wie Hunde führen und Seehundfellklamotten nähen und in seinem Garten die perfekte Winterlagerhütte testet. Der andererseits kein Interesse daran hat seinen Erfolg mit anderen zu teilen, kühl kalkuliert wieviele Hunde man erschießen muss, damit die restlichen was zu Fressen haben und Menschen einfach aussortiert, die es wagen Kritik zu äußern.
Auf der anderen Seite den schneidigen Marieadmiral, dessen einzige Befähigung für die Polarforschung ist, dass er sich freiwillig gemeldet hat, der davon ausgeht, dass Natur nicht berechenbar oder vorrausplanbar ist und einfach mit moderner Technik bezwungen werden muss und Hundeschlitten und Eskimos für barbarischen Humbug hält, mit dem sich das Empire nicht abgeben sollte. Der andererseits die Gesundheit seiner Mannschaft riskiert, weil es unmoralisch ist ein krankes Pony zu erschießen, mit seiner Mannschaft im Winterlager Fußball spielt, statt Ausrüstung vorzubereiten und bis zum bitteren Ende daran glaubt, dass ein "christlicher Tod" dem "ungentlemanlike behaviour" vorzuziehen ist.

Am Ende gönnt man eigentlich beiden den Erfolg nicht, dem einen weil er ein Arsch ist und dem anderen weil er ein Snob ist, aber man hat ein wenig mehr Mitleid mit den Briten, die 11km vor ihrem Vorratsdepot eingehen, weil ihr Chef das Pony nicht erschießen wollte...
Unterm Strich braucht man also vermutlich einfach keine strahlenden Helden, um sich unterhalten zu lassen, aber den anfangs erwähnten Punkt ziehe ich trotzdem ab. 4 von 5 Hundeschlitten würden ja für die Reise zum Südpol auch völlig ausreichen.;-)

13.02.2016

Finger-Zen Reloaded

Ich fühle mich irgendwie angetrieben bei so ewig langsam vorankommenden Dingen, wie Häkeln, immer schonmal was dazu zu sagen, obwohl es eigentlich noch gar nichts wirklich zu erzählen gibt, ausser "Das mache ich übrigens momentan manchmal beim Fernsehen."

Vielleicht ist mein kleiner Zensor sonst motzig, weil es so aussehen könnte, als würde ich irgendwie gar nichts produktives machen, er ist manchmal wirklich nicht besonders logisch.;-)

Hier also - damit der kleine Motzkopf glücklich ist - ein kurzes Zwischen-Foto-Fazit vom momentanen Handarbeitsprojekt. Am Ende sollen dabei 2 große Rechtecke rauskommen, die dann L-förmig vermbunden werden und einen Poncho ergeben.
Klingt nicht so spannend und ist dank Musterloser Doppelstäbchen Technik auch Finger-Zen im schönsten Wortsinn, weil man ganz ohne Hirn einschalten auskommt.;-)

Mal sehen wie lange ich brauche, wie man sieht bin ich momentan bei Knäuel 3 von 6...
 

06.02.2016

Niels Bohr. Oder: Wie es manchmal fehlende Fußnoten nicht besser machen.

Ich habe ja oft und ständig darauf hingewiesen, dass es "populäriwssenschaftliche" Biographien gibt, die ihre Quellenkritik ernst nehmen, dann die, die das angekündigt nicht tun (offiziell oder inoffiziell weil es das Zielpublikum nicht interessiert, ob das nun stimmt oder nicht) und dann gibt es die "verdienstvollen" Zusammenschreib-Biographien, die sich einfach auf eine lange Liste von Vorgängern berufen, um eine bestimmte Sichtweise oder Bewertung zu befördern.

Es hilft mir immer ein wenig, wenn Autoren ein Vorwort verfassen, in dem sie schonmal ihre Methode definieren, dann weiß man auf was man sich einlässt und kann sich entscheiden, ob man das lesen will.;-) Die Biographie von Niels Bohr geschrieben von Ernst Peter Fischer tut das leider nicht, aber ich muss sie vermutlich in der Kategorie "verdienstvoll" einsortieren, auch wenn ich nicht weiß (weil der Autor es mir nicht gesagt hat) wieviel tatsächliche Quellenrecherche tatsächlich darin steckt.
Man kann aber mit Sicherheit voraussetzen, das hier eine Sichtweise - die Philosophische, falls es der Untertitel nicht klar genug verrät;-) - in den Vordergrund gestellt werden soll.


Prinzipiell habe ich kein Problem damit, wenn eine Biographie das "Wirken" eher in den Vordergrund stellt, als das "Leben" an sich, aber in diesem speziellen Fall muss ich leider sagen, bin ich mit dem "Gegenstand" der Darstellung nicht warm geworden.
Man kann dem Autor wirklich nicht vorwerfen, dass er zuwenig Begeisterung für die Person seiner Erzählung mitbringt, aber irgendwie wusste ich am Ende immer noch nicht was für eine Persönlichkeit denn nun Niels Bohr war. Dafür hatte ich viel über Physik-Geschichte und Wissenschafts-Geschichte und "Werk-Geschichte" gelesen, dem ich leider meistens nicht folgen konnte (wenn ich nicht abends vor dem Schlafen lesen würde, wäre ich vielleicht mehr erleuchtet worden, aber Physik ist schon wach für mich ein Buch mit Sieben Siegeln;-) und irgendwie fehlte mir auch die Motiviation, das muss ich dann leider doch dem Autor und seinem Stil anlasten, denn von Teslas Forschung hatte ich auch keine Ahnung und fand die Biographie trotzdem spannend...

Ironischerweise gibt es in dem Buch dazu ein Kapitel, dass sich mit dem Lament befasst, dass wir unter "Bildung" heute immer noch ausschließlich Geisteswissenschaften verstehen - im Beispiel des Autors: Die Sonette von Shakespeare nicht zu kennen, gilt als ungebildet, den 2. Satz der Thermodynamik nicht zu kennen, ist für manche Menschen etwas zum "drauf stolz sein". Als Geisteswissenschaftler mit lauter Geisteswissenschaftler-Freunden kann ich zum Wahrheitsgehalt dieser Unterstellung jetzt wenig beitragen - ich kenne den 2. Satz der Thermodynamik nicht, es beeinträchtigt mein Leben offensichtlich nicht negativ und zufällig mag ich die Sonette von Shakespeare. Die nicht zu kennen hat aber vermutlich auch keine negativen Auswirkungen auf irgendwen.;-)
Trotzdem muss ich auf die inhärente Ironie hinweisen, dass in einer Biographie, die sich kaum mehr als in Nebensätzen mit solchen Dingen wie Persönlichkeit, Familie, persönlichen Beziehungen/Meinungen/Marotten beschäftigt (ich weiß z.B. durch einen Nebensatz, dass einer von 4 Söhnen vor den Augen des Vaters ertrunken ist^^) die Beschwerde geführt wird, dass man Künstler namentlich kennt, Wissenschaftler aber ständig auf ihre Theorien "reduziert" werden. Nach dem Motto: Mozart oder Picasso kennt jeder, aber wer weiß denn wer die Quantenmechanik erfunden hat?

Hm. Könnte das daran liegen, dass die persönlichen Passionen die in so eine Kunst fließen, einfach interessant sind?? Ich muss kein Musikgenie sein, um es faszinierend zu finden, dass Mozart auf dem Totenbett nichts besseres zu tun hatte, als sein Requiem zu schreiben. Wenn ich außerdem kein Talent für Physik oder Mathematik habe, müsste man mir also außer Theorien und Werksgeschichte irgendwas anbieten, was mich dazu bringen könnte, mich an die Namen der Wissenschaftler zu erinnern. Sorry aber so ist das leider.;-)

Ich muss also leider sagen: Hat mir nicht das erzählt, was ich wissen wollte und Streckenweise echt gelangweilt und das ohne jede angeblich so "ermüdende" Fußnote. Mehr als 1,5 von 5 Reagenzgläser kann ich da leider nicht rausrücken.
Jetzt lese ich das Duell im Ewigen Eis und auch wenn ich da auch manches an Methode zu bekritteln habe - fehlende Autoreneinleitung schon wieder - erwarte ich weniger langatmige Vor-Einschlafphasen.;-)

30.01.2016

Kreative Achterbahn. Oder: Normalität zu der Tips wirklich mal nützlich wären.

Eigentlich (muss ich immer noch die Studie vorantreiben wieviele meiner Einträge mit "eigentlich" anfangen....;-) müsste ich mir dringend mal ein paar Worte zum Ende von Elysion abringen, aber momentan versuche ich mein Hirn aktiv davon fernzuhalten, und warum?
Weil - man höre und staune - ich tatsächlich einen Handlungshinweis ausprobiere aus den von mir vielbescholtenen Schreibtipps aus On Writing.
Man könnte jetzt meinen, es geschähen noch Zeichen und Wunder, aber ich kann alle vom Glauben Abfallenden gleich wieder beruhigen - der ursprüngliche Tipp war:
Beende den ersten Draft, schreibe dann solange an irgendeinem anderen Projekt, bis du beinahe vergessen hast, worum es eigentlich ging und überarbeite dann Draft 2 unter der Vorgabe mindestens 10.000 Worte einzusparen.

Außer dem vagen Hinweis mal ein paar Wochen ins Land ziehen zu lassen, bevor man sich der ersten "globalen" Überarbeitung widmet, halte ich jeden einzelnen Ansatz in dieser Handlungsanweisung für mich persönlich für undurchführbar und die meisten für ziemlich verallgemeinernden Bullshit, also sei hiermit die Realität wieder hergestellt, in der mir Schreibratgeber immer noch nicht viel bringen, von minimalen Ausnahmen mal abgesehen.;-)
Tatsächlich habe ich sogar vor um die 10.000 Zeichen hinzuzufügen und noch so ein paar andere vage Ideen, die sich mit Plot-Driven Stories beschäftigen, aber dazu dann mehr wenn es das Hirn wieder hergibt.;-)

Zwischendurch ist mir aber als Plauderthema im Kontext von "Wie man zu Schreiben anfängt" und "Was man tut wenn es hakt" noch ein dritter Teil des kreativen Triptychons eingefallen: Wie man den Kreativen Prozess verkraftet.
Bevor wir jetzt in zu allgemeinen Bullshit abgleiten, sei erwähnt, dass ich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen kann - erschließt sich eigentlich von selbst, ich war noch nie in einem anderen Kopf als meinem und ich denke diese Tatsache zumindest lässt sich gut verallgemeinern.;-)

Meine Kreative Achterbahn bewegt sich ungefähr so:
Allein die Tatsache, dass es dazu ein Meme gibt, lässt glauben, dass ich nicht die Einzige bin, die an dieser Art von Krise schonmal verzweifelt - die vielen Widmungen, die ich so über die Jahre gelesen habe und in denen erstaunlich oft irgendwelchen Familien, Assistenten, Lektoren und Verlegern für Gedult mit Kreativen Krisen gedankt wird, sind ein weiterer Hinweis, der mich hoffen lässt.;-)

Fakt ist, manchmal läuft es einfach nicht. Das kann sich lange im Voraus ankündigen, wie meine "Ich habe keine Ahnung wie man Endschlachten schreibt" Krise, es kann sich Lawinenmäßig ausbreiten, wenn irgendeine kleine Änderung A zwangläufig eine Änderung B erwzingt, aus der sich eine weitere ergibt, bis im schlimmsten Fall ganze Fundamente einer Handlung ins Rutschen geraten, oder es kann unverhofft und unvermittelt hereinbrechen, wenn sich z. B. ohne Vorwarnung ein Logikloch auftut oder ein bis dahin übersehenes Paradox plötzlich seine fiese Grimasse hebt.
Und dann ist es (bei mir) oft so, dass sich Punkt 1-3 mit Option auf 4 ganz schnell ausbreiten.;-)

Was macht man aber nun dagegen? Ich habe kein Patentrezept und hätte wirklich gerne einen Hinweis dazu aus On Writing mitgenommen, aber leider hat Mr. King dazu wenig zu sagen, außer "Schreib schnell genug, dann holt dich der Zweifel nicht ein." Hilfreich? Nicht wirklich...

Was allerdings hilft, ist schon mal die Tatsache, dass es ein Meme gibt, sprich: Du bist nicht allein.;-)
Jahrelange Erfahrung hilft außerdem bei Punkt 4 - "alles was ich je geschrieben habe ist Mist!", mag man sich immer noch manchmal denken, wenns ganz krumm läuft, aber je öfter man die Achterbahn auch wieder raufklettert, desto mehr gelassenen Fatalismus kann man (aka ich;-) aufbringen, wenns wieder bergab geht.
Ansonsten bleibt nur sich immer wieder daran zu erinnern, warum man irgendwann mal beschlossen hat mit genau dieser Geschichte, diesen Charakteren und dieser Idee seine Lebenszeit zu verbringen.

Es gibt bestimmt immer eine Idee, eine Szene, eine Beschreibung, eine Metapher, eine Figur, einen Plotpoint, von dem man immer überzeugt ist. Tine nennt das, glaube ich, Zucker-Szenen zum immer wieder lesen und sich daran erfreuen. Und daran muss man sich dann eben mühsam wieder hochziehen - Punkt 5 und 6 kommen auch wieder in Sichtweite normalerweise. Man wird vielleicht ein wenig verhaltensauffällig zwischendurch, aber irgendwo muss man ja sein künstlerisches Ich ausleben!;-D

Und ansonsten hilft natürlich was immer hilft: Sich selbst ab und zu mal ein bißchen unauffällig abfeiern, wenns gut läuft (und man z.B. endlich eine Lösung für die blöde Endschlacht gefunden hat;-). Das ist ja nun nicht selbstverständlich!

23.01.2016

Listening to: Mozart

Ich räumte vor den Weihnachtsferien noch mein Bücherregal aus und verteilte ein paar Schätzchen unter Freunden, da fiel mir eine Mozart-Biographie in die Hände, die ich mir irgendwann mal in einem Anfall von Urlaubs-Serendipity gekauft hatte, aber dann so unfassbar nervig fand, dass ich sie nie wirklich gelesen habe.
Wen es interessiert, es war die Bio von Hildesheimer, die irgendwie als "Standartwerk" zu gelten scheint, aber meiner Meinung nach nur ein furchtbar verschwurbeltes Akademiker Geschreibsel ist, das man unmöglich entspannt lesen kann. Es gibt ja Menschen (auch wenn ich nicht weiß, ob Herr Hildesheimer einer davon ist, es mag ein böses Vorurteil meinerseits sein), die sich absichtlich diese verkopfte Schreibweise aneignen, damit auch ja kein zu dummer Mensch ihren Ausführungen folgen kann, aber diese Ausprägung von widerlichem Elitarismus geht mir furchtbar auf den Keks - ich bin vollkommen in der Lage diese ganzen pompös-lächerlich geschraubten Formulierungen und Fremdworte zu verstehen, aber ich definiere damit nicht mein Selbswertgefühl und empfinde es statt dessen einfach nur als schrecklich unnötig komplizierten Stil, der mein Bedürfnis für Information beleidigt. So Rant over.;-)

Also habe ich meine Englische Hörwolke befragt und bin dabei auf die Biograpie von Marica Davenport gestolpert, die mich irgendwie ins gegenteilige Extrem geworfen hat.


Hier ist man ziemlich weit entfernt von jedem Elitarismus, denn die Autorin erklärt erstmal, dass sie auf Fußnoten verzichtet, weil das ihr Nicht-Wissenschaftliches Zielpublikum nur stört. Hm.
Ich empfand diese Einleitung einerseits als ok - immerhin weiß man worauf man sich einlässt, wenn gleich zu Anfang erklärt wird, dass man keine Quellenangaben bekommt und wie "fiktive Dialoge" als solche kenntlich gemacht werden.
Andererseits kann man sich fragen, warum ein Sachbuch fiktive Dialoge braucht? Ich habe das mal gelten lassen in dem Bezug zu TV Dokus, in denen ja auch immer nachgespielte Szenen vorkommen - solange es kenntlich gemacht ist und einigermaßen gut gemacht, sollte das als Nicht-Wissenschafltiche Arbeit ok sein.;-)
Die Sache mit den Quellenangaben lasse ich allerdings nicht gelten, denn das Argument, dass ein kleines Endnoten-Zählchen am Ende eines Zitates den Text "nur wieder in eine Quelle zurückwirft" und damit verhindert, dass "die Figuren ihre eigene Geschichte erzählen", kommt mir reichlich unlogisch vor - ich war lange genug Doktorant, um der Autorin zu unterstellen, dass sie auf dezidierte Endnotenvermerke einfach keine Lust hatte, weil die viel Arbeit machen und sie - vermutlich zu Recht - davon ausging, dass ihr Zielpublikum das eh nicht interessiert. Aber man könnte auch einfach mal so ehrlich sein, dass so zu sagen und sich keine komische pseudo-künstlerische Ausrede ausdenken, no?

Und was den Anspruch der Autorin angeht keine Quellenkritik, sondern "die Wahrheit" erzählen zu wollen - das ist so unfassbar vermessen, dass ich's eigentlich nur lustig fand.;-)

Trotzdem habe ich mich mal auf das Ergebnis eingelassen und wenn man immer den Disclaimer "Dramatisiert, muss nicht stimmen!" im Kopf behält, dann kann man sich hier auch bequem zurücklehnen und sich eine Geschichte erzählen lassen. Ob die dann mit der "historischen Wahrheit" mehr oder weniger zu tun hat, kann man ohne andere Sichtweisen nicht entscheiden, aber wer einfach nur ein paar Basisfakten möchte und sich nicht daran stört, dass die manchmal in nicht schlecht geschriebene Fiktion eingebettet werden, dann kann man hier auf jedenfall entspannter zum Ziel kommen, als in der verschwurbelten Grützenvariante.;-)

Ich vergebe mal subjektive (hat seinen Zweck für mich erfüllt, trotz amüsant unwissenschaftlicher Methode) 3,5 von 5 Partituren. Das Sachbuch 2016 haben wir hier wohl auch noch nicht gefunden, aber das Jahr ist ja noch lang.;-)

16.01.2016

Hollow City

Eigentlich habe ich ja sogar 3 Bücher Serien in 2015 für mich entdeckt, wenn man die Peculiar Children noch dazu zählt - da ich das zweite Buch aber erst in 2016 gelesen habe, nehme ich das mal als Auftakt fürs neue Jahr, man muss ja auch Ende 2016 noch ein paar Bücher zur Auswahl für das Buch des Jahres haben.;-)


Der zweite Band, Hollow City, hat mich zwar weiterhin ganz gut unterhalten, ich denke aber nicht, dass er wirklich Chancen auf die Krone 2016 hat. Dafür lässt sich die Story dann doch etwas ruckelig an, in der ersten Häflte des Buches habe ich mich gefragt, ob dem Autoren zwischendurch die Idee ausgegangen ist, wo seine Handlung hinlaufen soll - nicht weil ich immer ein total furioses Erzähltempo brauche, aber weil der erste Band das vorgab und daher die Flaute etwas überraschend kommt.

Ansonsten kann an diesem Buch durchaus gefallen, dass man keine wirklichen "Helden" Figuren hat, die auf Krieg, Tod und Gewalt total badassig reagieren, sondern tatsächlich völlig überfordert und shell-shocked durch die Gegend laufen. Ist mal erfrischend!

Ein bißchen strapaziert wurde allerdings zwischendurch meine Gedult mit endlos unbeweglichen Figuren (es ist ja ok, wenn einer der Optimist und einer der Pessimist und einer der Beschützer und einer der Clown ist, aber man sollte das nicht in jeder Diskussion überstrapazieren;-) und mit "irgendwie überleben wir immer alle" Siutationen.
Ich bin ja eher ein Fan der Herangehensweise von The Magicians oder Hunger Games - auch Hauptiguren müssen und können nicht immer alles überleben, aber hier ist das halt so. Oh well.

Als Fortsetzung im Sinne von "fängt in der Scheiße an und endet in der Scheiße" ist das schon machbar, aber ich hoffe doch, dass mich der nächste Band wieder so fesselt, wie das erste Buch...
Bis dahin vergebe ich mal 3,5 von 5 Eiszapfen. Ich denke 2016 wird noch besser werden!;-)

09.01.2016

Star Wars Reborn (keine Spoiler-Rücksicht, wie immer)

Jaja, Star Wars hier, Star Wars dort, ich kann es total verstehen, wenn es Manchen schon total auf die Nerven geht - aber man muss einfach mal fairerweise sagen, dass ein Film (und da geht es James Bond, oder den Minions oder allen anderen Mega-Franchises auch nicht besser) auch nichts dafür kann, dass einen die Dauerbeschallung aus Werbung, Licensing und Product Placement schon überfordert, bevor besagter Film überhaupt in die Kinos gekommen ist.
Versuchen wir also fair zu bleiben, ok?;-)

Apropos Fairness, das ist ein gutes Thema für Star Wars Episode 7, denn irgendwie geht es ja immer wenn irgendwas "Nostalgisches" mit riesiger Fanbase wieder ausgegraben wird auch darum, dass wieder alle was zu meckern haben und/oder völlig überzogene Erwartungen kundtun, nur um dann in selbst-erfüllender Prophezeiung total enttäuscht zu sein.
Es ist scheinbar ein Zeitgeist Phänomen, dass es heutzutage vor allem Leute ins WWW treibt, die aus ihrer Unbegeisterungsfähigkeit für alles einen Lebenstil machen wollen, der sich darin erschöpft, dass sie an alles mit einem "ich suche nach jedem kleinen Fehler und dann motze ich darauf herum" herangeht.
Ich finde das ein wenig deprimierend - ja, es gibt schlechte Filme, schlechte Bücher blablabla, aber als Kreativ-Schaffender finde ich es sehr beleidigend, dass man an ein Werk mit dieser Einstellung herangeht - als wäre jeder Hinz im Publikum entiteled dazu, dass man seine Geschichte an diese eng gestecken Erwartungen anpasst (mal ganz davon abgesehen, dass das nicht geht, weil man sich ja in seiner Unbegeisterungsfähigkeit eh mit niemandem einig sein will).

Aber das Entitlement-Denken von Fans und Fantum ist vielleicht ein Thema für einen anderen Post, bei Star Wars kann ich da wenig zu sagen, da ich mich zwar mit freudiger Nostalgie an die 3 Original Filme erinnere, aber mich nie als Fan bezeichnen würde - was mich allerdings auch vor überzogenen Erwartungen geschützt hat, wie schon bei Star Trek übrigens, denn in beiden Fällen waren meine letzten Begegnungen (RotS und Nemesis) so unfassbar übelst schlecht (meine persönliche Meinung), dass ich eigentlich nur noch bergauf sehen konnte.;-)


Und was das angeht, muss ich sagen: Ja, tut's.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, meine Nostalgie Gefühle wurden an einigen Stellen gefüttert (ich sage nur Vorgeschichte zum Nachlesen - großartig, vermutlich wird heute überall gelehrt, dass man einen Film nie nie nie nie so anfangen sollte;-), aber der Fan-Service kam mir nicht übertrieben vor. Und ich liiiiebe kleine, fiepende Roboter, ganz ehrlich!!;-)

Ich habe mir die Mühe gemacht mal nach Logik-Löchern oder schmerzhaft schlechten Dialogen Ausschau gehalten, weil ich das nach Episode 1-3 erwartet habe, aber auch da, habe ich nicht wirklich etwas gefunden, was die übliche Suspension of Disbelief nicht abdecken könnte - ich musste mich ein wenig daran gewöhnen, dass das Nazi-Imperium in dieser Ausführung (warum sind eigentlich alle bösen Imperien an denen ausgerichtet, es gab auch noch andere?;-) von General Weasly und Imperator Gollum angeführt wird, aber naja, Bösewichte sind halt schwierig. Und es ist immerhin konsequent, dass der kleine Teenie-Vader genauso Impulsgestört und Emo-mäßig drauf ist, wie Anakin seinerzeit - das soll wohl eine Familienähnlihckeit darstellen und ich bin zu begeistert davon, dass der neue jugendliche Held ein Mädchen ist, da lasse ich das einfach mal so stehen.;-)

Alles was "man" als Kritik vorzubringen hat - Chrakterentwicklung im Zeitraffer Tempo, wenig tiefsinnige Dialoge, unrealistische Heldin, die sich alles selbst beibringt blablabla - ist dem Genre geschuldet und meiner Meinung nach unzulässig, denn wenn man sich erinnern will (und seine verklärende Nostalgie bitte mal beiseite lassen kann), war Star Wars im Original vor allem Eines: Ein Märchenplot mit Aliens. Es gab den Bösen Zauberer, die Prinzessin in Not, den Jugendlichen Helden in Ausbildung, den Weisen Lehrmeister und den Schneidigen Rouge mit Witzigem Sidekick.
Das ist weder tiefsinnig noch "realistisch", noch muss es das sein, weil es funktioniert, wenn man es einfach mal lässt.

Generation Unbegeisterungsfähig behauptet vielleicht was anderes, aber ich stehe dazu, dass ich lieber einen gut gemachten Film voller Archetypen sehe, als eine auf Teufel komm Raus auf "realistisch" oder "dramatisch wertvoll" getrimmte Grütze. Love your Fairy Tales, dann kann man sich hier gut unterhalten lassen.;-)

Ich ziehe also nur für die leider immer wieder mal Super-Schwelligen Bösewichte einen halben Punkt ab und habe mit 4,5 von 5 Lederjacken einen guten Kandidaten für den Film 2016 - mal sehen was noch kommt, ich habe noch Hunger Games ausstehen und Ant-Man.;-)

03.01.2016

Mass Effect 3. The End of all Things.

Man muss ja den machern von Mass Effect zugestehen, dass sie das Wort Katastrophenkurve gut verstanden haben.
Das geht in Teil 1 noch relativ harmlos los - da wird nur in der ersten Mission das halbe Ground Team erschossen - zieht dann in Teil 2 mächtig an, wenn es schon damit anfängt, dass Schiff und Hauptcharakter drauf gehen. Was macht man dann aber als Auftakt zu Teil 3?
Ach ja, man jagt einfach den halben Planeten in die Luft und tötet gefühlte 10.000 NSC mal in den ersten 10 Minuten. Richtig.

Ich muss sagen Mass Effect 3 hatte was das Spielerlebnis angeht einen gewissen Katharsis-Effekt. Man ist es aus Dragon Age Zeiten so gewöhnt der Held zu sein, der alles bewältigen kann und zu dem alle immer aufblicken, da ist es mal eine wirklich interessante Erfahrung in ein Szenario geworfen zu werden, in dem zwar immer noch alle irgendwie erwarten, dass man den Tag rettet, aber gleichzeitig jedem bewußt ist, dass das eigentlich unmöglich ist. Da kommt einem die besagte Suicide Mission total harmlos vor, denn hier geht es tatsächlich merklich bergab, rechts und links sterben die Companions und NSC wie die Fliegen und es gibt einfach Situationen, in denen die Bösen gewinnen, Punkt. Achso, und die ganze Zeit geht eigentlich niemand davon aus, dass man den unvermeidlichen Showdown überleben kann - es ist beinahe befreiend.;-)

Das Ganze könnte einen ziemlich runterziehen, daher empfielt es sich die diversen DLCs mitzunehmen - nicht nur, um wichtige War Assets zu sammeln und eine Fighting Chance für das eigene Überleben zu haben, sondern vor allem, um im Citadel Landurlaub noch ein wenig Quality Time mit dem Team zu verbringen. Ich hoffe ja persönlich, dass Trespasser sowas für DAI sein wird, aber dazu dann irgendwann mehr, wenn unsere XBox One installiert ist.;-)

Bis dahin muss ich ein klitzeklitzekleines halbes Pünktchen abziehen, weil es mich aus Prinzip ein wenig nervt, dass das einigermaßen überlebbare (also für die Menschheit, nicht unbedingt für den Commander) Ende eigentlich fast nur mit DLCs machbar ist - das riecht mir ein wenig nach Geldmacherei und dafür gibt es Abzüge in der B-Note, auch wenn das 0 mit dem Spiel zu tun hat; denn das ist einfach großartig, von den Companions, über den echt beeindruckenden Score (habe ich mir für das letzte Kapitel von Elysion reingezogen, ich denke man merkt es;-) und London als wirklich gruseligen Last Stand Schauplatz.
4,5 von 5 Omni-Blades mit ausschließlichen Abzügen in der B-Note. Sehr zu empfehlen!

Und jetzt, wo die Shepard-Saga auf jeden Fall vorbei ist, freuen wir uns schonmal auf ME Andromeda - Neue Galaxie, neues Glück, oder so.;-)

31.12.2015

Berühmte letzte Worte 2015

Uuund da ist das Jahr auch schon wieder vorbei - furchtbar, dass man im Winterurlaub eigentlich immer nur von Feiertag zu Feiertag schlittert und alles so an einem vorbeischwimmt...oder auch nicht, man kann sich schlimmer beschäftigen, als mit Essen, Trinken, Schlafen, Wiederholen.;-)
Bevor aber 2015 einfach mal so in der Versenkung verschwindet, haben wir noch eine kleine Bestandsaufnahme hinter uns zu bringen!
Bring it on.;-)

Vorherrschendes Gefühl für 2016?
Undefiniert. Ich bin ausnahmsweise mal ziemlich Ereignislos durch ein Jahr gekommen - keine großen Veränderungen, Aufträge, Katastrophen, einfach mal business as usual für 12 ganze Monate. Kann wieder anders werden, vielleicht auch nicht, wir werden es erleben!

2015 zum ersten Mal getan?
Hmmmmm.... ist jetzt mit dieser Vorrade natürlich eine schwierige Frage!
Ich entscheide mich für: Dschungel-Klima ausprobiert und festgestellt, dass ich nie nie nie nie nie nie in ein Land reisen möchte, wo es dieses Klima gibt. Ist ja auch schonmal eine wichtige Erkenntnis für den weiteren Lebensweg.;-)

2015 nach langer Zeit wieder getan?
Mich mit meinen Beta-Lesers ausgetauscht - es ist wieder Überarbeitungszeit! Außerdem haben wir die Ankündigung aus 2014 endlich aufgegriffen und einen Großangriff auf IKEA gestartet. Also gibt es jetzt endlich wieder ein kleines Bastel/Näh/Schreib-Nest nur für mich. Yeiii!:-)

2015 leider nicht getan?
Viele lang anstehende Baustellen beiseitigt: Kaputte Heizung, unzuverlässiges Internet und eventueller Providerwechsel für Kabel und Telefon stehen leider immer noch auf meiner To Do Liste und weigern sich von alleine zu verschwinden...Neues Jahr neues Glück!

(Un)wort des Jahres?
Alles was mit Heizungssystemen und KfW Förderungen zu tun hat! 6 Wochen meiner Lebenszeit verschwendet, um mich durch diese !$@& Webseiten durchzuwühlen, nur um festzustellen, dass das in unserem Haus alles nicht verbaut werden kann. Groß-ar-tig. Nicht!

Allgemeinzustand?
Überraschend gut. Vor den Feiertagen musste ich Migränebedingt mal das Kino sausen lassen und den Heiligen Abend habe ich mit einer Wärmflasche auf dem ausgerenkten Steißbeinwirbel verbracht, aber an sich würde ich das unter "Zipperlein" verbuchen. Nerven einen manchmal, gehen auch nicht weg, aber könnten wirklich wirklich schlimmer sein. Nur der Magen hat mir im Winter keinen Spaß gemacht, aber die Weihnachtsfresserei hat er brav gemeistert, ich denke also wir haben diese schwierige Zeit in unserer Beziehung gut überstanden - und ein bißchen (unfreiwilliges) Fasten direkt vor Feiertagen ist ja nun auch nicht sooo verkehrt.;-)
 
Partys?
Unser Yul-Dinner muss dieses Mal nachgeliefert werden, die Geschenkezusteller haben es nicht rechtzeitig geschafft, aber Zombies, Sushi, Sensationen gab es dafür ja an Halloween!:-)

Haare länger oder kürzer?
Hmm ich würde sagen ein paar Zentimeter kürzer, aber wer kann da schon sicher sein...

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Ach ja, noch ein To Do Punkt, der sich hartnäckig geweigert hat in 2015 erledigt zu werden - mal nachsehen lassen, warum ich so schlecht auf dem Fernseher lesen kann. Kann am Fernseher liegen, aber vielleicht bin ich auch einfach Maulwurfiger geworden...;-)

Mehr Kohle oder weniger?
Glücklicherweise mehr, ansonsten wäre die kaputte Heizung nicht unter "hmpf muss ich noch machen", sondern unter Katastrophe verbucht worden.;-) Nächstes Jahr habe ich sogar die Schulden aus meinem Studium abgetragen - faszinierend, dass man noch für Sachen zahlt, die sich 20 Jahre entfernt anfühlen.^^

Mehr ausgegeben oder weniger?
Neues Schlafzimmer, IKEA, ich glaube ich brauche dazu nichts sagen.;-)

Mehr bewegt oder weniger?
Gleichbleibend 2-4 Stunden in der Woche, aber mit mehr Yoga und weniger HIIT - mein Asthma will das nicht und mein Rücken ist der Meinung, dass Beweglichkeit im Alltag eine total tolle Sache ist, während man vermutlich nie in die Verlegenheit kommt 50 Burpees für sein Überleben zu brauchen.;-)

Film des Jahres?
Ich hatte mir diese Kategorie mal offen gelassen und auf Star Wars gehofft, aber Migräne sei Dank (s.o.) muss dieser Kinobesuch jetzt vermutlich der erste in 2016 werden und wir sprechen nächstes Jahr darüber. Ansonsten bleibt mal festzuhalten, dass ich tatsächlich in 2015 nur 3 aktuelle Filme gesehen habe, von denen sich der 3. Hobbit mit Sicherheit nicht als Film des Jahres anbietet (sogar innerhalb der Hobbit Filme, war der so naja) und Jurassic World zwar nette Saurier hat, aber ein so unfassbar stumpfsinniges Drehbuch, dass es eigentlich ein "wie man es nicht macht" Beispiel sein könnte.;-) Also muss ich mich für 2015 auf die 2 Days of Ultron festlegen - da war wenigstens nur der Titel irreführend, aber die Charaktere ok.;-)

Buch des Jahres?
Im Gegensatz zu Filmen immerhin war 2015 ein gutes Jahr für Bücher. Mit den Rivers of London und dem Tearling habe ich gleich 2 Serien angefangen, die mich lange beschäftigt und gut unterhalten haben und auch im Sachbuch Bereich gab es wirklich viele Zufallsfunde, die mich sehr gefesselt haben. Ich hebe daher mal die Unterscheidung zwischen Buch und Hörbuch auf - da ich nur ungekürzte Hörbücher kaufe, ist der Inhalt ja derselbe - und vergebe mein Buch des Jahres an The Serpent Garden (suprise;-) und das Sachbuch an The Creation of Anne Boleyn (more suprise;-).

Erkenntnis des Jahres?
Manchmal kann man es nicht erzwingen. Habe ich in vielen Konfigurationen in diesem Jahr durchexerziert, sei es mental, körperlich, kreativ, motivational. Wenn man grade keine Ressourcen hat, muss man manchmal einfach damit leben, sich selbst in den Hintern treten bringt einen einfach nicht immer weiter, so gerne man das hätte.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ach, immer diese furchtbare Frage, die ich immer so schwer beantwortbar finde...Ich entscheide mich einfach mal für ein Geschenk, das ein paar Stunden Lebenszeit gekostet hat - Zeit zu verschenken, ist ja immer gut. :-)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Krone muss leider dieses Jahr an den Ehemann gehen, der mir zu Weihnachten das unfassbar großartige Mystery Science Theater 3000 auf DVD geschenkt hat, obwohl er den Film abgrundtief hasst und meistens in ein seltsames Lalalalalala verfällt, wenn die Filmzitate anfangen zu fliegen. Etwas zu verschenken, das anderen Freude macht, obwohl man es selbst furchtbar findet - da muss einfach der goldene Gummipunkt hingehen, oder?;-)

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich muss niemandem etwas beweisen, außer mir selbst.
Ging nicht um mich, aber ist einfach eine ewige Weisheit für alle Lebenslagen.

Die größte Enttäuschung?
Hmmm...ich stelle fest, dass 2015 ein Höhen- und Tiefenarmes Jahr war. Das an sich ist ja nich schlecht, aber ich denke ich entscheide mich für das Bedauern, dass unserer alten Puschelkatze nicht mehr Zeit mit uns vergönnt war (Darmkrebs) - aber ich denke mit 10 schönen Jahren und einem schnellen, aber dafür großteilig Leidensfreien Abgang muss man sich zufrieden geben.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Brügge zum Hochzeitstag. Reisen ist immer gut und wir hatten ein bisschen Zeit und Ruhe wirklich nötig - und außerdem können die Belgier wirklich gutes Bier und leckere Schokolade, was will man mehr?!;-)

Vorsatz fürs neue Jahr?
Ich halte ja bekanntlich nicht viel von guten Vorsätzen, außerdem habe ich irgendwie jeden Dezember dieselben (weniger Essen, Trinken, Schlafen nach dem Wintergelage z.B.;-), aber ich hoffe sehr, dass 2016 ein gutes Jahr wird, um Projekte abzuschließen, die noch so halbfertig herumliegen.:-)

2015 war mit einem Wort?
Angenehm. Kann so bleiben, muss aber nicht.;-)

In diesem Sinne ein hoffentlich glückliches und erfolgreiches Jahr 2016 für uns alle!:-)

28.12.2015

Schoko-Käsekuchen Dessert mit Wintergrütze (ohne Backen)

Man erinnert sich vielleicht noch, dass ich Backen hasse - trotzdem esse ich gerne Dessert, was manchmal ein kleines Dilemma sein könnte, wenn es nicht so viele wunderbar leckere Dinge gäbe, die man ganz ohne backen zusammenrühren kann.;-)

Dieses Jahr zu den Feiertagen haben wir uns also mal an ein Schicht-Dessert gewagt, dass man wunderbar vorbereiten, in ganz normalen Saftgläsern sehr hübsch anrichten und ganz ohne backen zusammenstellen kann.

Man braucht (für 8 normal große Saftgläser):
- 2 Packungen Schoko-Kekse (hier American Cookies)
- 400g Mascarpone
- 200g Frischkäse
Vanillezucker
Milch
- 300g Grütze (hier gab es grade Wintergrütze zu kaufen, aber Kirschgrütze oder ganz normale Rote Beeren Grütze geht bestimmt genau so gut)

Als unterste Schicht haben wir je 2EL zerbröselte Kekse in die Gläser gegeben (so ca. 3/4 der ersten Packung). Dann wird die Mascarpone mit dem Firschkäse, dem Zucker (nach Geschmack) und ein Paar EL Milch zu einer glatten Masse verührt und schon kann das Schichten beginnen:
Keksbrösel
Frischkäsemasse
Grütze
Keks
usw...

In unsere Gläser haben nur 5 Schichten gepasst, aber man hätte natürlich ein bißchen dünner schichten, oder mehr Kekse zwischenschichten können.
Das Schöne ist, dass das immer lecker ist und immer gut aussieht, egal wie mans macht.;-)

Damit die Kekse nicht so hart sind, haben wir das Dessert morgens vorbereitet und danach so 5-6Stunden in den Kühlschrank gestellt, das ergab eine gute Konsistenz. Kann man aber auch natürlich halten, wie man will.;-)

Guten Appetit!