Publikationen, Projekte, Persönliches

13.10.2023

Sherlock Holmes Chapter One. Oder auch: Sherlock, but make it gaming

Steam Sales sind ja so eine faszinierende Angelegenheit - ich kaufe fast immer irgendwelche Spiele im Sale, aber spiele dann doch irgendwie immer nur dieselben drei oder vier ... 50zigster Durchlauf von Mass Effect anyone...? ;-)

Manchmal bin ich aber auch nicht beratungsresitent und nachdem mir zufällig ein Gamesstop Artikel unterkam, der behauptete es gäbe eines der besten Open World Spiele der letzten Jahre für ein paar Euro im Sale, wollte ich mir das dann doch mal anschauen. Open World ist jetzt gar nicht mal so mein Verkaufsargument - Skyrim habe ich bis heute nicht zuende gespielt, vielleicht wenn ich es mal bis zur Unkenntlichkeit modde irgendwann, versuch ich's nochmal ;-) - aber an Sherlock Holmes Chapter One konnte ich dann doch nicht vorbei.

Hier mal der Trailer, damit wir auf demselben Stand sind!

Fangen wir mal mit den zwei Punkten an, die ich so ein wenig Meh fand und dann enden wir mit was Nettem, ok? ;-)

1. Ein Kampfsystem sie zu knechten...

In diesem Spiel gibt es die Möglichkeit Kämpfe an sich zu überspringen, um sich gar nicht erst mit dem Kampfsystem abgeben zu müssen und am Anfang habe ich davon auch Gebrauch gemacht. Es ist einfach eher kompliziert, wenn (im Sinne von falls) man tatsächlich auf die in-game Charakterlogik einsteigen will, dass Sherlock eigentlich niemanden töten will. Damit kann ich an sich auch leben, aber als jemand, der es mit der Hand-Auge-Koordination nicht so hat, war das Button-Karussel nicht so einfach und wenn einem dann auch noch die ganze Zeit jemand ins Ohr heult, dass man doch bitte die Leute nicht verletzen soll, die aktiv versuchen dich umzubringen (dazu gleich^^), macht es das nicht weniger stressig.

2. Wer braucht schon Tutorials?

Ich persönlich wäre vor allem am Anfang ohne online Walkthrough an vielen Stellen nicht weitergekommen, weil es fast kein in-game Tutorial gibt. Ist jetzt nicht game-breaking, aber man sollte sich vielleicht drauf einstellen, genauso wie auf Sherlocks ständiges Jammern über hysterische Weibsbilder - es ist ein Game, aber es ist immer noch Sherlock und das heißt nicht immer was Gutes. ;-)

3. Das beste Open World Game?

Abgesehen von diesen beiden technischen Apsketen, hatte ich durchaus Spaß an dem Spiel und es setzt die Science of Deduction spielerisch und viusell teilweise sehr kreativ um. Den Mindpalace auch, auch wenn ich da ohne Tutorial auch erstmal sehr verloren war. ;-)

Mir am besten gefallen hat aber die Charakterdynamik zwischen Sherlock und Jon, die ein paar sehr gut gemachte Momente enthält - mein persönlicher Favorit war, dass mir erst nach 45 Minuten Spielzeit bewusst wurde, dass Jon nicht wirklich ein NPC in dem Sinne ist, wie ich dachte. Spoilerfrei, vielleicht kommt ihr ja schneller dahinter, ich lasse mich von solchen Spielen gerne erstmal einfangen und achte nicht ganz so akribisch auf Details, was in einem Sherlock Spiel vielleicht ein Fehler war. ;-)

Die Open World Umgebung besteht hier aus einer relativ großen Karte einer Stadt/Insel, was für mich auch den Wandersimulator-Faktor in Grenzen hielt. Und die Stadt sieht sehr hübsch aus, das muss man schon sagen, ich stand zwischendurch einfach mal am Hafen rum und habe Schiffe angeschaut, ein bisschen wie bei Greedfall

Die Hauptstory und Nebenquesten greifen in dieser Umgebung einigermaßen gut ineinander und auch wenn mir Jons ständige Kommentare ab und zu ein wenig auf die Nerven gingen, weil sie nicht hilfreich waren im Sinne eines Tutorials, sondern immer nur aus denselben 3 Variationen von "Das funktioniert nicht" bestanden, kam ich mit Spielberater ganz gut klar. Hätte man trotzdem besser machen können, wenn man schon eine Figur hat, die ständig um uns herumschwirrt (sorry, bin Ocarina of Time geschädigt was das angeht ;-), könnte sie auch hilfreiche Hinweise geben was man tun könnte, statt nur alle 5 Sekunden darauf rumreiten was man falsch macht, oder noch tun muss.

In der technischen B-Note muss ich also ein paar Abzüge machen, aber wenn man Sherlock mag, sollte man das Spiel definitiv mal anspielen, die Story ist es wert!

Ein paar der anderen Sherlock Spiele von Frogware habe ich mir inzwischen auch gegönnt und der Sherlock meets Lovecraft Titel könnte durchaus auch genau mein Ding sein, aber das finden wir raus, wenn ich mal wieder keine Lust auf meine 5 Standardspiele habe. ;-)

09.10.2023

Listening to: The Daughter of Doctor Moreau

So, nachdem ich die Ball wieder mal fallen gelassen hatte, was den ganzen "Wir lesen nicht ausschließlich Sachbücher" Deal mit mir selbst anging, war es dringend Zeit mal meinen Audible Merkzettel durchzugehen und The Daughter of Doctor Moreau geschrieben von Silvia Moreno-Garcia, gesprochen von Gisela Chípe lag da tatsächlich noch nicht lange und ist - untypisch für mich, ich weiß ;-) - auch ein relativ neu erschienenes Buch.

Bevor war aber zu meinen Beobachtungen kommen, worum geht es?


Carlota Moreau: A young woman, growing up in a distant and luxuriant estate, safe from the conflict and strife of the Yucatán peninsula, the only daughter of a genius—or a madman.

Montgomery Laughton: A melancholic overseer with a tragic past and a propensity for alcohol, an outcast who assists Dr Moreau with his scientific experiments, which are financed by the Lizaldes, owners of magnificent haciendas with plentiful coffers.  

The hybrids: The fruits of the Doctor's labour, destined to blindly obey their creator while they remain in the shadows, are a motley group of part-human, part-animal monstrosities. 

All of them are living in a perfectly balanced and static world which is jolted by the abrupt arrival of Eduardo Lizalde, the charming and careless son of Doctor Moreau's patron—who will, unwittingly, begin a dangerous chain-reaction.

For Moreau keeps secrets, Carlota has questions, and in the sweltering heat of the jungle passions may ignite.

06.10.2023

The Good, The Bad & The Funny: Der Rosenfriedhof

Unser Thema heute: 

Wir versuchen mal etwas anderes, the good, the bad & the funny, eine bunte Mischung aus Geschichten über eine meiner Geschichten und schauen mal, ob dieses Format Spaß macht. Und aus vielen verschiedenen Gründen macht es sehr viel Sinn mit dem Rosenfriedhof anzufangen, denn da habe ich immerhin fast 25 Jahre Annekdoten zu bieten. ;-) 

Enjoy! 


 

TIMESTAMPS: 

00:00 Intro 
03:12 Worum geht es eigentlich? 
07:02 The Good. Oder auch: Die Gnade der frühen Geburt 
14:00 The Bad. Oder auch: Die Gnade der späten Geburt 
25:05 The Funny. Oder auch: The Taschentuch of Destiny 
31:03 Outro

29.09.2023

Killing Eve. Oder auch: Criminal Minds meets #chaosbisexuals

Kennt ihr das auch, dass man eine neue Serie anfängt, nicht wirklich irgendwas darüber weiß und den Piloten total super findet, nur um dann festzustellen, dass die Story eine komplett andere Richtung einschlägt, als man durch den Piloten dachte...?

Ich denke nicht, dass ich mit dieser Geschichte alleine bin, aber hier fand ich es besonders schade, denn der Pilot von Killing Eve hat mir wirklich, wirklich gut gefallen und die weitere 1. Staffel verlor mich dann in einem reinen Chaos aus "because Plot". Zumindest ist das meine Kurzanalyse, aber ich kann es gleich noch ein wenig besser zu erklären versuchen. ;-) Hier aber erstmal der Trailer zu Staffel 1, damit wir wissen worum es geht:


25.09.2023

Queens of the Conquest. Oder auch: Sachbuch-Pause nächster Teil

Ich bin ein wenig schwach geworden und habe noch mehr Sachbücher gekauft - einfach nur, weil wir im Urlaub für eine Woche eine Hütte im Wald gemietet hatten und ich befürchtete, dass ich nichts zu lesen haben könnte ... #whatelseisnew ... ;-)

Theoretisch ist es nur ein Thema und eine Autorin, aber es sind 3 Bücher, so ganz kommen wir also mit der "keine Sachbücher" Vorgabe nicht voran, aber bei "weniger Sachbücher" sind wir ganz gut dabei, ich habe ein sehr spannendes Hörbuch gehört, von dem ich euch demnächst berichte.

Bevor wir aber dazu kommen, worum geht es in Queens of the Conquest von Alison Weir?


Love, murder, war, betrayal

This is the story of the five extraordinary queens who helped the Norman kings of England rule their dominions. Recognised as equal sharers in the royal authority, their story is packed with tragedy, high drama, even comedy.

Heroines, villains, stateswomen, lovers

Beginning with Matilda of Flanders, who supported William the Conqueror in his invasion of England in 1066, and culminating in the turbulent life of the Empress Maud, whoc claimed to be queen of England in her own right and fought a bitter war to the end, the five Norman queens are revealed as hugely influential figures and fascinating characters.

In Alison Weir's hands, these pioneering women reclaim their rightful roles at the centre of English history.

22.09.2023

Suicide Sqad - der 2. Versuch. Oder auch: The bar was very low...

Ok, ich gebe es zu Suicide Squad war der 2. Film in kürzester Zeit, den wir nur ausgesucht haben, weil wir nicht denken wollten. Funktioniert meistens nicht ganz so gut wie gedacht, denn irgendwann ist selbst mein allergietablettenbetäubtes Hirn nicht mehr in der Lage genug suspension of disbelief aufzubringen, aber dazu gleich. ;-) Incidentally warum wir noch nie Fast & Furious gekukt haben, abgesehen von dem Fakt, dass mich Autos ungefähr genauso interessieren wie die Arschparasiten von Pottwalen...oder sogar noch weniger, jetzt wo ich so drüber nachdenke...Haben Pottwale Arschparasiten?...Anyway Suicide Squad!

Hier schonmal der Trailer, der einem schon verraten müsste, worauf gleich auch meine - damit mehr oder wenige unnötige, aber ich schreibe sie trotzdem ;-) - Rezi hinauslaufen wird: Es ist besser, als der erste Film, aber...


18.09.2023

Workshop Talk September 2023 - etc Folge 143

Unser Thema heute:

Wir haben eine gar-nicht-mal-so-kurze Lazarettfolge aufgenommen und uns darüber unterhalten wie wir schreiben, wenn wir gerade nicht schreiben, warum es sinnvoll sein kann Feedback erstmal liegen zu lassen, um das Problem hinter dem Problem zu erkennen, Überarbeiten als ewiges Problemlösen und noch ein wenig mehr. ;-)

Enjoy!



15.09.2023

Winter's Gift. Oder auch: Frostbeulen Lesen am Strand

Ich erwähnte ja schon, dass das Mittelmeerklima im Sommer nicht unbedingt zuträglich für meine Konstitution ist - ich sollte wohl lieber im Norden Urlaub machen, wenn ich es mir aussuchen kann ;-) - - da traf es sich ganz gut, dass gerade die neue Rivers of London Novelle Winter's Gifts von Ben Aaronovitch erschien, als ich am Strand lag. Über Schneestürme und Eismonster zu lesen, kühlt einen zumindest mental ab. ;-)

Bevor ich aber zu meinen überschaubaren Eindrücken komme, worum geht es?

THEY DO THINGS DIFFERENTLY ACROSS THE POND...

When retired FBI Agent Patrick Henderson calls in an 'X-Ray Sierra India' incident, the operator doesn't understand. He tells them to pass it up the chain till someone does.

That person is FBI Special Agent Kimberley Reynolds. Leaving Quantico for snowbound Northern Wisconsin, she finds that a tornado has flattened half the town - and there's no sign of Henderson.

Things soon go from weird to worse, as neighbours report unsettling sightings, key evidence goes missing, and the snow keeps rising - cutting off the town, with no way in or out...

Something terrible is awakening. As the clues lead to the coldest of cold cases - a cursed expedition into the frozen wilderness - Reynolds follows a trail from the start of the American nightmare, to the horror that still lives on today...

11.09.2023

Listening to: Elisabeth I. The Forgotten Years

Manche Menschen schaffen es ja 1 Buch zu kaufen und damit zufrieden zu sein, aber wenn man (wie) ich ist, dann sind Tudor-Biographien wie Kartoffelchips und wo eine ist, kommt sicher bald die nächste hinterher. ;-) Vor allem, wenn man mir nach ungefähr 15 Jahren Obsession verspricht nochmal was komplett Neues zu erzählen. 

Ob das so geklappt hat, besprechen wir dann gleich, erstmal worum geht es in: Elizabeth. The Forgotten Years geschrieben von John Guy, gesprochen von Alex Jennings 

History has pictured Elizabeth I as Gloriana, an icon of strength and power - and has focused on the early years of her reign. But in 1583, when Elizabeth is 50, there is relentless plotting among her courtiers - and still to come is the Spanish Armada and the execution of Mary, Queen of Scots.

We have not, until now, had the full picture. This gripping and vivid portrait of her life and times - often told in her own words (and including details such as her love of chess and marzipan) - reveals a woman who was insecure, human ('You know I am no morning woman'), and unpopular even with the men who fought for her. This is the real Elizabeth, for the first time.

08.09.2023

Der Happy Birthday Booktag. Oder auch: #verylatetotheparty

Unser Thema heute:

Endlich komme ich dazu mein Geburtstagsvideo nachzuholen und zwar mit dem #HappyBirthdayBooktag! 

(gefunden hier: https://www.thebibliophilegirluk.com/2018/11/the-birthday-book-tag/) 

Ich habe ein neues Krönchen, ich habe einen dicken Stapel Bücher und eine lange Frageliste, also kann die Party losgehen.;-)

Enjoy!



TIMESTAMPS
00:00 Intro
01:37 Birthday Cake - ein Buch, das dir gefällt, obwohl es voller Klischees ist? Pride & Prejudice & Zombies
02:29 Unopened Gifts - ein Buch auf das du dich in diesem Jahr freust? Winter's Gifts
03:32 Birthday Presents - ein Buch, das du mehr mochtest, als du gedacht hättest? Song of Achilles
04:38 The Happy Birthday Song - ein Buch, das seinen Hype verdient hat? Hunger Games
06:07 Birth Year - ein Buch aus deinem Geburtsjahr? The Colour of Magic
06:47 Getting Older - ein Buch, das du heute vielleicht mehr wertschätzen würdest? Krieg & Frieden
07:57 Sweet Birthday Memories - ein Buch, das dir durch schwere Zeiten geholfen hat? Der Rosenfriedhof
09:07 Party Guests - welche fiktionalen Charaktere würdest du zu deiner Party einladen? Elysion 1 & 2
09:54 Time of the Season - ein Buch, das in deiner Geburtstagsjahreszeit spielt? False Value
10:39 Color of Love - ein Cover in der Farbe deines Geburtssteins? Mythos
11:23 Party Anywhere - eine fiktive Welt, die du gerne besuchen würdest? Artemis
12:39 40+ Club - ein Buch mit einer Held:in, die genauso alt, oder älter ist als du? Maskerade
13:33 Birthday Memories - ein Buch, das dein jüngeres Ich repräsentiert? Der Virtuose
15:03 This Birthday - ein Buch, das dich heute repräsentiert? Circe
16:15 Every Birthday - ein Buch, das dich schon immer repräsentiert hat? The Oracle Glass
18:31 Happy Music - ein Buch voller denkwürdiger Zitate? Nightwatch 
19:52 Outro

25.08.2023

On Holiday!

Wie auch im letzten Jahr, nehme ich mir eine kleine Auszeit vom Online-Sein im Allgemeinen und Bloggen im Besonderen und verbringe die nächsten Tage in einer Waldhütte in der Eifel.

Macht nichts kaputt, bis ich wieder da bin und genießt den Sommer! ;-)



21.08.2023

Workshop Talk August 2023 - etc Folge 142

Unser Thema heute:

Wir sprechen über den Unterschied zwischen Überarbeitung und Erarbeitung, das Camp-NaNo-Loch im August und ich erzähle ein wenig von cozy Sci-Fi und wie aus dem Kontext gerissene Zitate immer mal wieder zu albernen Twitterdramas führen.

Enjoy! ;-)



18.08.2023

The Menu. Oder auch: Chef's Table für Lebensmüde

Ich kann mich im Flugzeug leider nicht auf Filme konzentrieren - ich bin meistens zu sehr damit zu beschäftigt die Augen zuzumachen und mir einzubilden, dass ich nicht in einem Flugzeug bin ;-) - aber den Trailer von The Menu fand ich trotzdem interessant genug, um Zuhause den Obulus für das Ausleih-Streaming zu zahlen. Ich bin nicht so sicher, ob ich der Einsortierung in "Horror-Comedy" immer so zustimme, aber dazu gleich, hier erstmal besagter Trailer:

14.08.2023

Netflix für Royalisten: Afrikan Queens - Njinga & Cleopatra

Netflix hat ja eine Vorliebe für Antike Drama-Dokus und gibt den Macher:innen immerhin auch ein Budget dafür an die Hand. Wie man sich erinnert, war mir der Blood&Sand-Faktor bei den Römern fast schon ein wenig zu drüber, aber die Trailer für African Queens sahen sehr gut aus, daher wollte ich dem einfach mal eine Chance geben. Und wenn man das Format von "eigentlich ist es ein Film, aber ab und zu reden ein paar Historiker:innen dazwischen" mag, dann sollte man an African Queens: Njinga durchaus Spaß haben. 

Die Dialoge sind großartig und die historische Einordnung nuanciert, was bei Themen wie Sklavenhandel und Kolonialismus ja nicht immer so vorausgesetzt werden kann.^^ Ich war jedenfalls sehr fasziniert und gut unterhalten.;-)

Die zweite Staffel über Cleopatra bot natürlich (für mich) weniger Überraschungen, weil die Geschichte bekannt war, aber die Umsetzung war trotzdem sehenswert. Meine einzige kleine Enttäuschung war die Tatsache, dass das Budget für die Opulenz der Ptolemäer nicht wirklich ausgereicht hat.

Das Gelange von Tarsos, begleitet von Verhandlungen zwischen Cleopatra und Mark Anton war immerhin einprägsam genug, dass Historiker noch hunderte von Jahren später von der Party geschwärmt haben und hier findet es in einem Holzschuppen statt, mit ein paar vergoldeten Requisiten im Bildausschnitt... Das war mir ein bisschen wenig. #justsaying  

Sehenswert sind aber auf jeden Fall beide Staffeln und ich bin sehr neugierig, ob es noch mehr geben wird!

 

11.08.2023

A Thousand Ships. Oder auch: Der Fluch der Vergleicheritis

Ich hatte ja schon angedeutet, dass es mich 2 Anläufe gebraucht hat, um mit A Thousand Ships von Natalie Haynes warm zu werden. Ehrlichgesagt, habe ich es auch nur noch ein zweites Mal versucht, weil mir so viele positive Rezis untergekommen sind, dass ich mich irgendwann schon ein bisschen von der Realität gegaslighted fühlte. ;-)

Dazu gleich mehr, aber erstmal, worum geht es eigentlich?


This is the women’s war, just as much as it is the men’s. They have waited long enough for their turn . . .

This was never the story of one woman, or two. It was the story of them all . . .

In the middle of the night, a woman wakes to find her beloved city engulfed in flames. Ten seemingly endless years of conflict between the Greeks and the Trojans are over. Troy has fallen.

From the Trojan women whose fates now lie in the hands of the Greeks, to the Amazon princess who fought Achilles on their behalf, to Penelope awaiting the return of Odysseus, to the three goddesses whose feud started it all, these are the stories of the women whose lives, loves, and rivalries were forever altered by this long and tragic war. 

A woman’s epic, powerfully imbued with new life, A Thousand Ships puts the women, girls and goddesses at the center of the Western world’s great tale ever told.

04.08.2023

CampNaNo Vlog Juli 2023 Teil 2

Unser Thema heute: 

Erstmal räumen wir eine Baustelle auf und dann räumen wir mit dem NaNo auf - langsam und mit mehr Anläufen und Mittagsschläfchen gespickt, als mir lieb gewesen wäre, aber was soll man tun... ;-) 

Viel Spaß bei der Aufholjadgt! 

Enjoy! 


 

TIMESTAMPS: 

00:00 Intro
00:42 19. Juli - Welcome Back (aber eigentlich nicht wirklich)
03:42 Home Deco Montage
06:22 23. Juli - Die Aufholjadt beginnt
09:52 24. Juli - Mit Mühe und Not
13:40 25. Juli - Ich hatte jede Intention...
17:20 26. Juli - Es wird langsam
20:40 27. Juli - Gute und schlechte Nachrichten
22:58 28. Juli - Schlechte Lebensentscheidungen
25:32 30. Juli - Endspurt!
28:28 02. August - Final Thoughts
37:22 Outro

31.07.2023

The Penelopeiad & Galathea. Oder auch: Mythologie mit Gänsehaut

Manchmal sieht man Bücher - oder in dem Fall eine Novelle und eine Kurzgeschichte - im Nachhinein nochmal sehr anders, wenn man andere "Takes" zum selben Thema liest/sieht/hört, oder? Geht das nur mir so? Ich glaube nicht, Tim. ;-)

Es begab sich jedenfalls, dass ich versuchte A Thousand Ships zu lesen und erstmal daran scheiterte (dazu dann demnächst), weil ich die ganze Zeit dachte: Das habe ich schon besser erzählt gesehen. Das wird so ein recurring theme sein, wenn wir über das Buch sprechen, aber in dem Zusammenhang fiel mir ein, dass ich ja mal offiziell für den Blog erzählen könnte, wo ich Griechische Mythologie zuletzt besser erzählt gesehen habe, denn irgendwie hatte ich das noch nicht getan.

Und wir machen das mal in umgekehrter Chronologie, weil die bessere und kürzere Geschichte den ersten Platz verdient hat: Unüberraschenderweise ist es Galathea von Madeleine Miller.

In Ancient Greece, a skilled marble sculptor has been blessed by a goddess who has given his masterpiece - the most beautiful woman the town has ever seen - the gift of life. Now his wife, he expects Galatea to please him, to be obedience and humility personified. But she has desires of her own, and yearns for independence. In a desperate bid by her obsessive husband to keep her under control, she is locked away under the constant supervision of doctors and nurses. But with a daughter to rescue, she is determined to break free, whatever the cost...

Erstmal, ich liebe diese Coverart! (Über das Placement der Titel kann man streiten, ich persönlich bin kein Fan von "vom Autor von" in fast genausogroßem Font wie der eigentliche Titel, aber das ist halt mein #deathbeforemarketing Take;-)

Die Geschichte ist wirklich kurz, aber eingängig und wie jedesmal finde ich in 5 Seiten von Madeline Miller mindestens 10 Sätze, die einfach so schön sind, dass ich sie unterstreichen und einrahmen möchte. Und Galatea als quasi domestic thriller mit Anklängen an The Yellow Wallpaper zu erzählen? *chefskiss* Einfach lesen, mehr kann ich dazu gar nicht sagen.;-)


Bei The Penelopiad von Margaret Atwood war ich nicht sofort so an Bord und habe mich tatsächlich erst ein wenig mit der Darstellung versöhnt, weil ich das Framing von Penelope in A Thousand Ships irgendwie noch schlimmer fand.

“Homer’s Odyssey is not the only version of the story. Mythic material was originally oral, and also local -- a myth would be told one way in one place and quite differently in another. I have drawn on material other than the Odyssey, especially for the details of Penelope’s parentage, her early life and marriage, and the scandalous rumors circulating about her. I’ve chosen to give the telling of the story to Penelope and to the twelve hanged maids. The maids form a chanting and singing Chorus, which focuses on two questions that must pose themselves after any close reading of the Odyssey: What led to the hanging of the maids, and what was Penelope really up to? The story as told in the Odyssey doesn’t hold water: there are too many inconsistencies. I’ve always been haunted by the hanged maids and, in The Penelopiad, so is Penelope herself.”

Beiden Büchern ist irgendwie gemein, dass sie wenig Symphatie für Helena haben. Madeleine Miller ist bisher die einzige Autorin, die es für mich geschafft hat diesen mythologischen Archetypen irgendwie dreidimensionale, nachvollziehbare Menschlichkeit (mit all ihren Fehlern) zu geben. Nathalie Haynes gönnt ihrer Helena wenigstens noch ein wenig Würde, auch wenn eigentlich alle anderen Frauen in ihrer Version von Trojas Fall ihr die Schuld an allem geben, aber Atwood erzählt sie als oberflächliches It-Girl und mich hat das ohen Ende gegen den Strich gebürstet. Man liebt ja seinen Feminismus mit einem guten Schuss von "aber Schlampen sind es selber Schuld", oder?^^

Ihre Penelope ist außerdem einfach unfassbar unsymphatisch, so als pseudo-moralische Sklavenhalterin, aber immerhin denke ich, dass das Absicht war. Ansonsten würde der Furienchor der gehängten Mägde keinen Sinn ergeben, die hier (anders als in anderen Büchern, über die war dann demnächst sprechen^^) wenigstens nicht nur als inconvenience für die arme Penelope abgetan werden, weil sie sich jetzt neue Dienstmädchen suchen muss. Insgesamt mag ich nicht wirklich lange im Kopf von Charakteren sein, die ich nicht mag, von daher war ich jetzt nicht so glücklich mit dieser Novelle, aber ich denke das Framing war beabsichtigt und sollte einfach darauf hinauslaufen, dass alle Beteiligten in dieser Geschichte schreckliche Menschen sind. Immerhin ein Take, den man vertreten könnte, auch wenn mir der emphatische Ansatz von Miller in jeder Hinsicht besser gefällt.

28.07.2023

The Lost City. Oder auch: Geriatrische Autoren und andere Absurditäten

Ich gebe zu, ich habe mich erst daran erinnert, dass ich irgendwann mal dachte "Hm, The Lost City sieht ganz witzig aus und die Hauptfigur ist Autorin, sollte man vielleicht mal kuken", als ich Sandra Bullock in Bullet Train gesehen habe und irgendwie fand, dass sie in dem Film komisch aussieht. Ich kann nicht mal sagen warum, vielleicht liegt es an der Frisur, oder sie haben ihr ein Manga-Augen-MakeUp verpasst, oder sonstwas, aber irgendwie war da so ein Disconnect in meinem Hinterkopf und ich wollte endlich mal rausfinden, ob sie einfach inzwischen anders aussieht, als ich das in Erinnerung habe (kommt ja bei Celebrities schonmal vor;-).

An einem der verschiedenen langen Brückentag-Wochenenden im Frühsommer, war also endlich mal Zeit das Streaming-Abo zu bemühen und "sieht ganz witzig aus", hat sich definitiv bestätigt.;-)

24.07.2023

Workshop Talk Juli 2023 - etc Folge 141

Unser Thema heute:

Ein neuer Workshop-Talk, oder auch wie wir mit unserer Muse an einem Strang ziehen, oder eben auch nicht - oder nicht so, wie wir das dachten.... Außerdem ein bisschen Konzeption, Plotting und Camp-NaNo, für diejenigen, denen es noch nicht zum Hals raushkommt. ;-)

Enjoy!



21.07.2023

Listening to: Young, Damned & Fair. Oder auch: Sachbuch-Pause Teil 2

Der Frühsommer war in diesem Jahr ein wenig stressig, es kamen mal wieder mehrere Job-, Gesundheits- und Haushaltsdinge zusammen und was tun wir in diesem Haushalt, um Stress abzubauen? Richtig, wir kaufen Tudor-Biographien.;-)

Heute habe ich aber zumindest mal ein Thema, über das wir noch nicht wirklich oft gesprochen haben und daher war ich sehr froh, dass ich über Young and Damned and Fair: The Life and Tragedy of Catherine Howard at the Court of Henry VIII geschrieben von Gareth Russell, gesprochen von Jenny Funnell gestolpert bin. Bevor ich jetzt aber kurz was dazu sage, erstmal worum geht es?


England, July 1540: it is one of the hottest summers on record, and the court of Henry VIII is embroiled once again in political scandal. Anne Cleves is out. Thomas Cromwell is to be executed and, in the countryside, an aristocratic teenager named Catherine Howard prepares to become fifth wife to the increasingly unpredictable monarch.

In the five centuries since her death, Catherine Howard has been dismissed as 'a wanton', 'inconsequential' and a naïve victim of her ambitious family, but the story of her rise and fall offers not only a terrifying and compelling story of an attractive, vivacious young woman thrown onto the shores of history thanks to a king's infatuation but an intense portrait of Tudor monarchy in microcosm: how royal favour was won, granted, exercised, displayed, celebrated and, at last, betrayed and lost.

The story of Catherine Howard is both a very dark fairy tale and a gripping political scandal. Born into the nobility and married into the royal family, during her short life Catherine was almost never alone. Attended every waking hour by servants or companions, secrets were impossible to keep. With his research focus on Catherine's household, Gareth Russell has written a narrative that unfurls as if in real time to explain how the queen's career ended with one of the great scandals of Henry VIII's reign. More than a traditional biography, this is a very human tale of some terrible decisions made by a young woman and of complex individuals attempting to survive in a dangerous hothouse where the odds were stacked against nearly all of them.

By illuminating Catherine's entwined upstairs/downstairs worlds and bringing the listener into her daily milieu, the author retells her story in an exciting and engaging way that has surprisingly modern resonances and offers a fresh perspective on Henry's fifth wife.

Young and Damned and Fair is a riveting account of Catherine Howard's tragic marriage to one of history's most powerful rulers. It is a grand tale of the Henrician court in its twilight, a glittering but pernicious sunset during which the king's unstable behaviour and his courtiers' labyrinthine deceptions proved fatal to many, not just to Catherine Howard.