Publikationen, Projekte, Persönliches

10.01.2022

Filme, die besser als ihre Bücher sind - etc Folge 107

 Frohes Neues Podcast-Jahr!

Wie eigentlich immer in der 1. Folge des Jahres unterhalten wir uns über Filme - dieses Jahr darüber welche Ver-Filmungen (unserer Meinung nach) besser gelungen sind, als ihre jeweiligen Buchvorlagen, warum wir das denken und was man darauf vielleicht rückwärts engineeren könnte für das Schreiben an sich. 

Enjoy! ;-)



07.01.2022

Kong vs Godzilla. Oder auch: Hohlerde, but make it sciency

Ok, machen wir mal kurz Kong vs. Godzilla, einen Film, den ich nicht mehr letztes Jahr besprechen musste, weil er es eh nicht in die letzten Worte geschafft hätte (auch wenn er besser war, als King of Monsters, but this bar is very low...;-).

Aber Filme sind ja immer ein Thema für den Januar, auch im Podcast, weil es einfach nett ist sich bei kaltem Wetter an den Feiertagen einzuigeln und sich ein wenig berieseln zu lassen. Und mehr als berieseln lassen ist hier auch nicht drin, aber muss vielleicht auch nicht.

Bevor wir also zu meinen sehr überschaubaren Beobachtungen kommen, hier erstmal das obligatorische lustige Video.;-)


03.01.2022

Nachträgliche Weihnachtsgeschichten

Unser Thema heute: 

Ein wenig verspätet verbringen wir heute noch einen entspannte Zeit auf dem Sofa und verlängern so quasi unsere Cozy-Comfort-Zone mit weihnachtlichen Kurzgeschichten. :-) 

Enjoy! 

 


TIMESTAMPS 
00:00 Intro 
02:03 Wichteln Schwer Gemacht 
08:40 Das Potential Einer Völligen Katastrophe 
13:54 Das Aller-Aller-Schlimmste 
21:51 Outro 
22:25 Bonusmaterial

31.12.2021

Berühmte letzte Worte 2021

Und da sind wir schon wieder am Ende von 2021 angekommen - geht das nur mir so, oder hat es sich irgendwie nicht so angefühlt, als hätte 2021 wirklich 12 Monate gehabt? Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass 2021 ja mehr oder minder nur 2020 Reloaded war...

Aber wenn wir es sogar letztes Jahr geschafft haben noch irgendwas Nettes zum Jahresabschluss zu sagen, dann sollte uns das ja auch dieses Jahr gelingen, no?;-)

Vorherrschendes Gefühl für 2022?
Letztes Jahr hatte ich ja an dieser Stelle so ein "vorsichtig optimistisch" ausgegeben und an sich war das ja auch durchaus gerechtfertigt - auch wenn die Gesamtsituation jetzt zum Jahresende eher wieder bergab geht. Also könnten wir mal bei vorsichtig hoffnungsvoll für 2022 bleiben.

2021 zum ersten Mal getan? 
Da wird jetzt nicht soviel Spannendes passieren - 2020 Reloaded und so - aber man kann ja zum Glück auch in seinen 4-Wänden neue Dinge ausprobieren:

Zum Beispiel habe in 2021 zwei uralt Projekte - Elysion 01 & den Rosenfriedhof - überarbeitet und zum ersten Mal mit einer Coverdesignerin gearbeitet.

Außerdem habe ich zum ersten Mal etwas gevloggt, das nichts mit Schreiben zu tun hat - und arbeite grade an einer Fortsetzung... - aber das hat definitiv Ausbaupotential.;-)

 
2021 nach langer Zeit wieder getan?
Was hat man nach 2020 eigentlich nicht lange nicht mehr getan? Wir haben ein wenig Urlaub Zuhause hinbekommen dieses Jahr und waren im Kino, im Restaurant, im Museum. Heutzutage ist das ja irgendwie alles neu und aufregend...

2021 leider nicht getan?
Urlaub am Meer...ehrlich ich vermisse das Meer so sehr, es ist schon nicht mehr schön.

(Un)wort des Jahres?
Wie auch schon im letzten Jahr: Wo anfangen? Ehrlich, je länger diese Pandemie dauert, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass die Menschheit einfach nicht zur Kooperation geschaffen ist und es daher auch eigentlich nicht so schlimm ist, dass wir bald aussterben.

Und wo wir schon dabei sind, können wir aufhören davon zu reden, dass wir "den Planeten retten" müssen? Dem Planeten geht es auch noch gut, wenn wir hier 50Grad haben und alle eingehen. Dem Planten gehen wir mit Recht am Arsch vorbei. Unseren eigenen Speck könnten wir retten, aber auch das scheint ja irgendwie nicht zu passieren. So Rant off, geht wieder.

Allgemeinzustand?
Wie auch schon letztes Jahr, kann ich mich erstaunlich wenig beschweren, considering. Im Sommer bin ich mal eine Woche mit entzündeten Mandeln ausgefallen, aber ansonsten beschwere ich mich überhaupt nicht darüber, dass weniger Menschen rotzend und schniefend ins Büro kommen, oder in Busse steigen. Man muss nur das verdammte Positive sehen.;-)

Urlaub und Partys?
Urlaub schrob ich ja schon, aber in diesem Jahr konnten wir zumindest auch zum Geburtstag wieder mit der Familie grillen und haben sogar eine kleine RPG-Halloween-Party hinbekommen. Wir wollten RATTEN spielen und mein Charakter-Cosplay war sehr viel schlechter, als das meiner Mitspieler:innen, aber Spaß gemacht hat es trotzdem - auch wenn wir nicht wirklich weit gekommen sind mit dem Plot, weil wir zu sehr mit Quatschen beschäftigt waren... Aber das musste scheinbar mal sein und unser SL war uns (hoffentlich) auch nicht allzu böse...;-)

Haare länger oder kürzer?
Nachdem mein Kopfgemüse schon seit März keine Schere (außer der Küchenschere) mehr gesehen hat, sind tatsächlich ein paar Zentimeter dazugekommen - nicht, dass es irgendwie auffällt. Irgendwann werde ich mir vermutlich einen neuen Friseur suchen, aber offensichtlich ist das eine reine Luxusausgabe, die niemand bemerkt...;-)

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Ich werde es demnächst wohl herausfinden, denn meine Brillengläser sind mal wieder so verkratzt, dass ich da wohl eine neue brauche...keine Ahnung wie das immer passiert, eigentlich wandere ich nicht regalmäßig durch Sandstrahler.^^

Mehr Kohle oder weniger?
Gleichbleibend aus dem letzten Jahr - aber es nervt mich ungemein, dass wir durch diesen Kurzarbeitsmist dem Finanzamt Geld zurückzahlen mussten...es war nicht viel und andere haben es bestimmt viel schlimmer getroffen, aber schon aus Prinzip wurmt mich jeder € zusätzlich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Irgendwie hatte ich so kleine Shopping-Sprees zwischendurch - Klamotten und Make-Up vor allem, auch sowas, das auf die "lange nicht mehr gemacht" Liste kommen könnte. Aber nachdem ich die letzten 5 Jahre eigentlich immer nur dieselben 5 Basic Jeans und T-Shirts getragen/gekauft habe und das Make-Up aus dem Theaterfundus aufgebraucht, fühlte sich das schon irgendwie wie Lebensfreude und Self-Care an, ich kann also nicht wirklich ein schlechtes Gewissen entdecken. ;-)

Mehr bewegt oder weniger?
Also mein Schrittzähler ist durch die Bürotage wieder ein wenig glücklicher mit mir, als er das noch letztes Jahr war, aber ich müsste dringend auch mal wieder die Zeit und den Platz finden sowas wie Yoga zu machen, ansonsten erstarre ich irgendwann vollends zur Salzsäule... Vielleicht im nächsten Jahr!


Film des Jahres?

Da müssen wir in diesem Jahr auch wieder gaaaaanz weit zurück und uns für Knives Out entscheiden - Free Guy war ein knapper 2. Platz, aber das Krimi/Thriller Genre ist einfach schon so viel älter und ausgelutschter als But Make It Gaming, dass die Unterwanderung von Erwartungen da einfach noch viel erfrischender wirkt.;-)


Buch des Jahres?

Ich bin grade etwas erschrocken, dass Soulless mein Buch 2020 war...jaaa, die Fortsetzungen schaffen es nicht in diese Liste.;-) Ich entscheide mich dieses Jahr mal wieder für ein Sachbuch und zwar eines, das alles vereint, was ich von meiner Sachbuch-Bettlektüre möchte: Gut recherchierte Quellenkritik und im besten Fall eine These oder ein Thema, das mir etwas eröffnet, das ich vorher noch nicht kannte. Und Secrets of the Mongol Queens tut beides. Absolute Empfehlung!

Für das Hörbuch des Jahres habe ich auch so viele gute Kandidaten - ich liebe die Jubiläumseditionen von Solaris und Dracula - aber entscheide mich wohl für To be taught, if fortunate, einfach weil es alles hat, was ich von Science Fiction will.

Erkenntnis des Jahres?
Auch wenn ich ein großer Fan des Internets bin und das jetzt in keinem Fall als "früher war alles besser" Mimimi verstanden haben möchte, aber ich habe in diesem Jahr einfach festgestellt, dass es mir besser geht, je weniger ich auf social media rumhänge. Das kann sich in Zukunft natürlich auch wieder ändern (looking at you Corona...), aber momentan habe ich Facebook vom Handy geschmissen und Twitter Notifications ausgestellt (also ich bekomme sie noch, aber nur wenn ich aktiv in die App schaue) und das fühlt sich sehr gut an. We will see wie es 2022 aussieht.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich tue mich ja jedes Jahr schwer mit dieser Frage, weil meistens bin ich einfach nicht sooo inpiriert - oder zumindest fühlt es sich nicht so an.

Ich habe meinem Bruder dieses Jahr ein Badetuch mit einer großen 42 drauf geschenkt, was ich ganz witzig fand, aber an sich kann ich mir dafür kaum Lorbeeren anheften, denn der Geekshop hat es gedruckt und Amazon hat es mir vorgeschlagen - ich konnte es nur einfach nicht nicht kaufen.


Aber der Ehemann hat dieses Jahr einen Kaffee-Adventkalender von mir bekommen, auf diese Idee war ich schon ein klein wenig stolz - vor allem weil er universell Zuhause und im Büro einsetzbar ist und man jeden Tag 2 Tassen brühen kann, also auch noch was zum teilen und verschenken hat. Nächstes Jahr gibt es dann wieder was von der Amazon Wunschliste vermutlich, so einfallsreich kann ich nicht jedes Jahr sein... ;-)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 
An sich zählt es vielleicht nicht als Geschenk - obwohl mir ja Dinge geschenkt wurden, also... - aber ich finde es hervorrangend, und hervorragend lustig, dass sich unsere RPG Gruppe so langsam zu einem Kleiderkreisel entwickelt, aus dem ich das Jahr über schon ein paar sehr praktische Teile adoptiert habe - zum Beispiel die Strickjacke, die ich quasi den ganzen November getragen habe... ;-)
Außerdem habe ich sehr viel Haarpflegezeug geschenkt bekommen von Menschen, die im Lockdown auf Kurzhaar umgestiegen sind, alten Schmuck und Stoffreste, die niemand mehr brauchte und jedes Mal waren Dinge dabei, die mir einfach sehr viel Freude machen jedes Mal wenn ich sie ansehe.
Hat auch was damit zu tun, dass ich so langsam wieder sowas wie einen Kleidungsstil entwickle, aber nichts neues kaufen ist irgendwie sehr befriedigend... #justsaying ;-)
 

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Nicht so sehr ein Satz, den man zu mir gesagt hat, aber ein Zitat, das mir so gut gefiel, dass es in die Neuauflage vom Rosenfriedhof musste:

Sometimes courage ist just the quiet voice at the end of the day saying: I will try again tomorrow.

Ich mag alles an diesem Sentiment, aber vor allem die Tatsache, dass Mut nicht immer etwas mit wildem Kampfgebrüll zu tun haben muss. Manchmal ist einfach jeden Tag aufzustehen und sich die Welt anzutun schon mutig.

Die größte Enttäuschung?
Wir hatten tatsächlich Urlaub geplant diesen Spätsommer - nicht am Meer, aber eine Waldhütte für uns und die Hunde - aber leider ist wegen der Flutschäden nichts daraus geworden. Ich habe sehr viel Hoffnung für 2022...

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Mein Jahr des Überarbeitens war eine ziemlich gut Idee und ich habe sehr viel dabei gelernt. Manchmal ist learning by doing auch learning by re-doing - hey, das wäre auch eine nette Erkenntnis des Jahres...oh well too late.

Hier ist jedenfalls das Video dazu, falls es euch interessiert (man bemerke die Bluse, auch so ein 2nd Hand Instant Favourite;-):

 
Vorsatz fürs neue Jahr? 
Lasst uns erstmal festhalten, dass ich alles, was hier letztes Jahr stand, tatsächlich gemacht habe - das ist ja gar nicht mal schlecht no?!

Nachdem ich aber schon 2020 mit meinem "ich will mehr mit anderen Leuten machen" gejinxt habe, würde ich das 2022 gerne nochmal versuchen - inzwischen ist the bar so low, dass das eigentlich kaum noch schief gehen kann...^^

2021 war mit einem Wort?
Hmm...sagen wir: Ausbaufähig?

In diesem Sinne, rutscht gut rüber und wir sehen uns auf der anderen Seite! Prost!

27.12.2021

Vier gewinnt - etc Jubiläumsfolge!

Unser Thema heute:

Ein multipler Fanfarenstoß für 4 Jahre Pocast! Und außerdem ein Jahresrückblick mit vielen Erfolgen und ein lustiges Spielchen rund um Tropes, Retellings und Pitches. ;-)

Außerdem: Wie geht es weiter in Jahr 5?

Enjoy!



20.12.2021

Djatlow-Pass. Oder auch: Here be no monsters?

Und da sind wir schon wieder fast am Ende des Jahres angelangt - unsere Jubiläumsfolge für 4 Jahre Podcast kommt nach den Feiertagen (über die Feiertage nehme ich mir mal Post-Frei, merkt vermutlich eh niemand;-) und da stellte sich natürlich die Frage: was soll denn der letzte Post für 2021 sein? Also, abgesehen von unseren letzten Worten, die natürlich zum Jahresende noch folgen?

Ich hatte eine Menge Dinge zur Auswahl, zu denen ich noch nicht gekommen bin, aber für die dunkle Zeit "zwichen den Jahren" (wobei jedes Heidenkind natürlich weiß, dass "Neujahr" eigentlich am 1.11. ist, but whatever;-) passt vielleicht eine Serie mit Schnee ganz gut?

Lasst uns also mal über das merkwürdige Monster sprechen, das Djatlow-Pass war, ok? Und statt eines langweiligen Trailers, lasst uns doch erstmal was lernen - keine Sorge, nicht wirklich ein Spoiler, aber wie immer sehenswert!

 

So, nachdem wir jetzt ungefähr wissen worum es geht - richtig?!;-) -lasst uns mal über die Serie sprechen, denn die war....speziell.

17.12.2021

Netflix für Familiengeschichten: College Scandal & The Mitchells vs the Machines

Nachdem der letzte Netflix-Ausflug ja nun eher deprimierend war, kommen wir mal zu etwas weniger düsteren Themen, auch wenn es vielleicht zunächst nicht so aussieht - aber die Roboter-Apocalypse kann unterhaltsamer sein, als man so denkt. ;-)

Fangen wir aber mal wieder mit dem kürzeren und weniger schönen Thema an. College Scandal ist eine interessante Doku, vor allem was das Format angeht. Ich weiß nicht wie sehr dieser "reiche Leute bestechen Elite-Unis, um ihren super priviligierten Kindern noch mehr Privilegien zuzuschanzen" Skandal hierzulande eigentlich hochgeschwappt ist? In meiner US Twitter und YouTube Wolke war es jedenfalls ein Riesending, was natürlich auch damit zu tun hat, dass es in Amerika quasi als unabänderliche Tatsache des Lebens betrachtet wird, dass man sich als Normalsterbliche besser schon anfängt für die Uni der zukünftigen, potentiellen Kinder zu sparen, wenn man selber noch an der Uni ist.

Da ist es vielleicht verständlich, wenn die Wutwellen besonders hochschlagen, sobald sich herausstellt, dass reiche Menschen die begrenzten Plätze als reines Statussymbol für ihre Kinder einkaufen (teilweise ohne, dass besagte Kinder von diesem Betrug wussten und oft auch ohne, dass diese Kinder eine Uni-Ausbildung überhaupt wollten).

Woher man das weiß? Tja, weil sehr viele der Beschuldigten monatelang vom FBI abgehört wurden, ohne es zu bemerken und praktischerweise zu unbedarft waren, was kriminelle Machenschaften angeht, um nicht jedes Detail ihrer Betrugmasche am Telefon zu besprechen. Die ganzen 2-Stunden dieser Doku bestehen also aus von Schauspielern nachgestellten, real-existierenden Gesprächen, die aus diesen Abhörprotokollen entnommen sind. Näher dran an den "echten" Motivationen der Beteiligten kann man also kaum sein - ich empfehle mal reinzuschauen, man lernt eine Menge dabei. Zum Beispiel, dass Kapitalismus und Bildung auch keine gute Idee sind, but maybe that is just me.

Und dann machen wir noch was richtig Lustiges: The Mitchells vs The Machines

 

Diesen Film sollte man dringend gesehen haben, wenn man Into the Spiderverse mochte - und wer mochte den Film nicht?!;-) Der Stil ist ähnlich kreativ und mal was anderes, als die übliche Pixar-Kost. (Womit ich jetzt nicht sagen will, dass Pixar-Filme langweilig sind.;-) Aber auch ansonsten gibt es ein paar Parallelen zum Spiderverse - angefangen mit dem künstlerisch begabten Hauptcharakter und den Daddy-Issues - was sich durchaus auch im teilweise großartig absurden Humor niederschlägt.

Wenn man es kann, würde ch außerdem die englische Tonspur empfehlen, in der die böse AI von Olivia Coleman gesprochen wird. Es geht doch nichts über Todesdrohungen im Tonfall der Queen... ;-)

Sollte man also mal einen Abend einfach nur entspannen und dabei ein wenig wholesome disfunctionality mitnehmen wollen, dann ist man hier in jedem Fall richtig!

13.12.2021

Das große Finale: Akt 3/5 - etc Folge 105

Unser Thema heute:

Das Ende aller Dinge - also fiktional betrachtet. Aber auch das Ende des Jahres, das Ende unserer Mini-Serie zur Aktstruktur und das Ende unserer Betrachtungen zu Konzept und Sturkturmethoden, also thematisch alles sehr on point. ;-)

Denn es ist ja eine knifflige Frage: Wenn wir es geschafft haben eine spannende Prämisse aufzubauen und zu entwickeln, wie bringen wir den Murks jetzt für die allgemeine Leserschaft "zufriedenstellend" zu Ende? Geht das überhaupt? 

Wir haben ein paar Gedanken dazu. Enjoy! :-)



10.12.2021

Die Frau des Nobelpreisträgers. Oder auch: Wie wir kreative Arbeit darstellen

Wir haben ja in diesem Jahr unsere 100. Podcastfolge gefeiert - oder naja zumindest haben wir über seltsame Klischees gemotzt, die es über schreibende Menschen in Film und Fernsehen so gibt ;-) - und in dieser Folge habe ich schon einen sehr langen Sermon zu diesem Film erzählt.

Da es natürlich aber immer mal sein kann, dass jemand unseren Podcast nicht hört (unerhört! *haha*), wollte ich dazu nochmal eine kurze Zusammenfassung meiner überschaubaren Punkte nachliefern, denn es beschäftigt mich seitdem.

For context, es geht um The Wife - ein simplerer, aber auch irgendwie nichtssagenderer Titel, als der deutsche, aber naja - ein Film mit Glen Close über ein altes Ehepaar, ihre Kinder und *bambambaaam* die Lüge in ihrem Leben. Es wird keine Spoilerrücksicht genommen, ich sag's nur schonmal ab hier. ;-)


06.12.2021

Blackout. Oder auch: Mal was anderes lesen

Nachdem unser letzter Auflug in "Bücher kaufen, von denen wir eigentlich nichts wissen" ja nicht so erfolgreich war, wollte ich noch ein positiveres Erlebnis nachliefern, auch wenn es wieder ein wenig außerhalb meiner üblichen Genre-Zone lag - aber was soll ich sagen, das Taschenbuch hat schwarz gesprühte Kanten und ich liebe es!;-)

Auf meinem Nachttisch daher im Spätsommer:

Blackout eine Romance Short-Story Anthologie mit Geschichten von Dhonielle Clayton, Tiffany D. Jackson, Nic Stone, Angie Thomas, Ashley Woodfolk & Nicola Yoon.

'Blackout is our love letter to love, to New York City, and to Black teens. Our reminder to them that their stories, their joy, their love is valid and worthy of being spotlighted.' Dhonielle Clayton.

When a heatwave plunges New York City into darkness, sparks fly for thirteen teenagers caught up in the blackout.

A first meeting.
Long-time friends.
Bitter exes.
And maybe the beginning of something new…

When the lights go out, people reveal hidden truths, love blossoms, friendship transforms and new possibilities take flight.

Six of today’s biggest stars of the YA world, Dhonielle Clayton, Tiffany D. Jackson, Nic Stone, Angie Thomas, Ashley Woodfolk, and Nicola Yoon, bring all the electricity of love to a collection of charming, hilarious and heartbreaking tales that shine the brightest light through the dark.

03.12.2021

NaNoWriMo Vlog 2021 Teil 2

Unser Thema heute: 

Es ist ständig dunkel in unserer Wohnung, ich vergesse ständig mit der Kamera zu reden, aber es sind dann doch noch einige Szenen und Sinnabschnitte zusammengekommen - und das obwohl mein Hirn die neue Plotting-Methode konsequent sabotiert... ;-) 

Enjoy!


TIMESTAMPS:
00:00 Intro
00:31 16. November - Flashbacks, Beleuchtung & get cozy with me
11:16 17. November - Mistwetter & das Ende von Akt I
16:01 20. November - Motivationslöcher & Wohlfühl-Flausch
19:01 27. November - Monatsbonus & Adventsonnenschein
23:05 01. Dezember - Final Thoughts
33:20 Outro

29.11.2021

Die merkwürdige Mitte: Akt 2 (3&4) - etc Folge 104

 Unser Thema heute:

Es ist scheinbar a truth universally acknoledged, dass die Mitte einer Geschichte am schwierigsten zu konzipieren und schreiben ist. Wir reden heute mal darüber warum das vielleicht einfach nur an der Art und Weise liegt, wie die 3 Akt Struktur funktioniert, ob es 5 Akte besser machen könnten und was es sonst noch so für Tricks und Tipps gibt, damit sagging middle syndrome einfach gar nicht erst aufkommt.

Enjoy! :-)



26.11.2021

Stoffresteverwertung: Ein einfaches Top, aber es hat Puffärmel!

Es war mal wieder Zeit, sich dem Stoffstapel zu widmen, der sich in meinem Schrank angesammelt hat, aber diesmal war mir zum einen nicht nach einem Vlog und zum anderen muss ich gestehen, traue ich mich immer noch nicht an meine tollen, neuen Schnittmuster heran... 

Das hat vor allem damit zu tun, dass ich ein gebranntes Kind bin, was Schnittmuster angeht, die meistens genausowenig passen, wie Klamotten von der Stange und erstmal umständlich an meine krumme Gestalt abgepasst werden müssen. (also umständlich für jemanden, der weder rechnen kann, noch räumliches Vorstellungsvermögen hat^^).

Da ist es doch soviel einfacher und bequemer schon passende Sachen einfach abzupausen, oder? Genau das war also für dieses Top der Plan, allerdings gab es ein Problem: Es war nicht genug von einem Stoff da, um das zu tun. Hier also das Patchwork-Projekt, oder auch: 

Wie man aus 2 Stoffresten, 1 tragbares Ding herstellt.

 Schritt 1: "Schnittmuster"


Für dieses Oberteil hatte ich einen dicken, blickdichten Stoffrest in Türkis und eine Menge Stoffstreifen in beige-gemustert, die ich irgendwann mal für irgendwas gekauft und dann immer wieder mal zugeschnitten hatte, bis man gar nichts mehr damit tun konnte, auch weil der Stoff viel zu dünn und durchsichtig ist.

Für das Oberteil war also noch genug Stoff übrig für: 

  • 1 kurzes Vorder- & Rückenteil in Türkis
  • 4 kurze Stoffstreifen (türkis)
  • 4 lange Stoffstreifen (beige, zum doppelt legen = blickdicht)
  • 2 Ärmelstücke (beige, durchsichtig)
  • 2 Stoffstreifen für Haarbänder ;-)
Wie ich schon sagte, kurz ein paar Haarbänder basteln, ist eine hervorragende Idee, um Stichweite, Nadel usw. zu testen. Hier auch gut, weil der dünne Stoff schon wieder zickig war, wenn auch nicht ganz so desaströs, wie die Tellerrock-Odyssee...

Schritt 2: Ärmel


Das kurze Oberteil wird einfach nur zusammengesetzt und dann kommen die Puffärmel ins Spiel - ich gebe zu, auch die habe ich freihändig einfach aus soviel Stoff ausgeschnitten, wie eben da war in einer ungefähren Ärmelform ... von daher bin ich fast schon ekstatisch, wie gut das Ergebnis ausgefallen ist.;-)


Die Ärmel haben einen etwas breiteren Saum, weil noch ein Gummiband eingeschlagen ist. Man kann zwar auch ohne Gummizug den Saum einfach nur raffen, aber ich hatte es grad rumliegen. Resteverwertung, hurra!;-)

Schritt 3: Streifenröckchen

Zuletzt müssen dann nur noch die restlichen Stoffstreifen zusammenfügen, ein bisschen raffen wo es nötig ist, mit dem Top verbinden, et volia. Klingt natürlich wieder so, als könnte man das in ein paar Stunden schaffen (und für Menschen, die wirklich nähen können, ist das vielleicht auch so), aber ich habe trotzdem so ca. 1 reinen Arbeitstag gebraucht. Auch weil ich Halsausschnitt und Saum wieder per Hand genäht habe, aber das ist stark optional. Apropos...

Schritt 4: Optionales

Mir war das Türkis ein bisschen hell (ich habe schon ein Oberteil in fast demselben Farbton) und der Kontrast zwischen den Stoffen etwas groß. Also kam alles in eine Waschmaschine mit dunkelgrüner Stoffarbe und schon ist das beige ein ganz klein wenig grünlich angehaucht (mehr war bei dem Plastik nicht drin;-) und das Oberteil verschwindet auch nicht mehr vor der Wand.

Dann kann man noch Deko überlegen - die Knöpfchen hatte ich auch noch rumliegen, aber weiß noch nicht, ob sie dranbleiben.;-)

Prinzipiell bin ich aber sehr zufrieden - mein erster Versuch von Puffärmelchen war sehr erfolgreich, das machen wir bestimmt nochmal irgendwann. Mit mehr Stoff... ;-)

22.11.2021

Listening to: The Republic of Pirates

Ich hatte Piraten versprochen, also machen wir mal Piraten - und im ganzen Buch kommen keine Tudors vor, versprochen! ;-)

The Republic of Pirates: Being the True and Surprising Story of the Caribbean Pirates and the Man Who Brought Them Down geschrieben von Colin Woodard, gesprochen von Lewis Grenville, ist das Sachbuch zur Netflix Dokuserie, daher habe ich auch wenig Neues zu erzählen, aber erstmal kurz, worum geht es?

The untold story of a heroic band of Caribbean pirates whose defiance of imperial rule inspired revolt in colonial outposts across the world.

In the early 18th century, the Pirate Republic was home to some of the great pirate captains, including Blackbeard, "Black Sam" Bellamy, and Charles Vane. Along with their fellow pirates - former sailors, indentured servants, and runaway slaves - this "Flying Gang" established a crude but distinctive democracy in the Bahamas, carving out their own zone of freedom in which servants were free, Blacks could be equal citizens, and leaders were chosen or deposed by a vote. They cut off trade routes, sacked slave ships, and severed Europe from its New World empires. And for a brief, glorious period, the Republic was a success.

19.11.2021

Bullshit Jobs. Oder auch: Bettlektüre zum Mitmotzen

Ich habe ja letztlich schon Bücher nach Dokus ausgesucht und manchmal suche ich auch Bücher nach YouTube Videos aus - in diesem Fall aus diesem Video:



Den entsprechenden Channel würde ich ansonsten auch für die Videos zur Controlled Climate Panic empfehlen, aber dieses Format fand ich besonders reizvoll, weil ich natürlich auch zur Generation Friends gehöre und bei allen Problemen, die die Serie hat, immer noch der Meinung bin, dass die "Nachfolger" wie HIMYM in jeder Hinsicht schlimmer waren was toxischen Unsinn angeht...but I digress, worum geht es denn nun in unserem Buch für Chandler:

Bullshit Jobs: The Rise of Pointless Work, and What We Can Do About It von David Graeber?

Be honest: if your job didn't exist, would anybody miss it? Have you ever wondered why not? Up to 40% of us secretly believe our jobs probably aren't necessary. In other words: they are bullshit jobs. This book shows why, and what we can do about it.

In the early twentieth century, people prophesied that technology would see us all working fifteen-hour weeks and driving flying cars. Instead, something curious happened. Not only have the flying cars not materialised, but average working hours have increased rather than decreased. And now, across the developed world, three-quarters of all jobs are in services, finance or admin: jobs that don't seem to contribute anything to society. In Bullshit Jobs, David Graeber explores how this phenomenon - one more associated with the Soviet Union, but which capitalism was supposed to eliminate - has happened. In doing so, he looks at how, rather than producing anything, work has become an end in itself; the way such work maintains the current broken system of finance capital; and, finally, how we can get out of it.

This book is for anyone whose heart has sunk at the sight of a whiteboard, who believes 'workshops' should only be for making things, or who just suspects that there might be a better way to run our world.

15.11.2021

Am Anfang anfangen: Akt 1 - etc Folge 103

Unser Thema heute:

Wir gehen mal wieder ein wenig Back to Basics und unterhalten uns über die essentiellen Dinge, die jede Geschichte hat: Anfang, Mitte und Ende. ;-)

Und wir fangen natürlich auch am Anfang an und erzählen natürlich ein bisschen aus dem Nähkästchen wie immer, aber stellen auch ein paar Plottingsysteme vor mit denen wir Erfahrungen gemacht haben, um die universelle Frage anzugehen: Wie fängt man am Anfang an?

Enjoy! :-)



12.11.2021

NaNoWriMo Vlog 2021 Teil 1

 Unser Thema heute:

It's NaNoWriMo Time und das heißt in diesem Jahr wieder in ein neues Projekt einzusteigen und das gestaltet sich ... interessant. ;-) Aber was könnte schon schief gehen bei neuer Plotting Methode, neuem PoV, neuer Konzeption und lauter anderen Dingen, von denen man keine Ahnung hat...?

Enjoy!

 

TIMESTAMPS:

00:00 Intro
00:55 3. November - Haben wir einen Plan?
11:18 8. November - Einstiegsschmerzen
24:45 11. November - Plottingprobleme & Lösungen
30:28 Outro

08.11.2021

Netflix zum Aufregen: Athlete A & Turningpoint 9/11

Es ist eine merkwürdige psychologische Wahrheit, aber manchmal, wenn mich alles nervt, brauche ich keine Unterhaltung, die mich zum Lachen bringt, sondern irgendwas, über das ich mich noch mehr aufregen kann. Eine Katharsis vielleicht, oder eine willkommene Umlenkung meiner kleinen peeves auf ein großes Thema, über das es sich richtiger anfühlt sich aufzuregen?

Vielleicht ein bisschen was von Spalte A und ein bisschen was von Spalte B... ;-)

Anyway, sollte ich mit diesem merkwürdigen Quirk jedenfalls nicht allein sein - und ich gehe einfach mal nie davon aus, dass ich einzigartig bin - habe ich zwei Netflix Funde für euch, die so richtig zum Aufregen einladen.

Fangen wir mal mit dem kürzeren, aber unschöneren Thema an. Athlete A ist eine knapp 2 stündige Doku, die den Missbrauchsskandal im amerikanischen Turnerinnen-Team aufarbeitet und Namen nennt. Contentwarnungen offensichtlich für alle Arten von Kindesmissbrauch, aber wenn man hier nicht versucht ist den Fernseher anzuschreien, oder irgendwas zu zerdeppern, dann weiß ich auch nicht.

Abseits der offensichtlichen Wutauslöser fand ich allerdings in dieser Doku vor allem das Thema "was wir bereit sind für den Sieg zu tun" besonders gut aufgearbeitet. Während ich die Doku sah, lief grade noch Olympia im Fernsehen und das war auf der einen Seite sehr passend und auf der anderen Seite nochmal zusätzlich deprimierend.

Falls man sich also gefragt haben sollte, warum es irgendwie ein großes Ding ist, wenn minderjährige Turnerinnen nicht mehr in knappsten Badeanzügen ihren Sport ausüben wollen, dann sollte man diese Doku einfach mal mitnehmen. Man lernt eine Menge dabei.

Und dann gehen wir gleich zum nächsten doom & gloom Thema der momentanen Medienlandschaft über und schauen uns Turningpoint 9/11 an, eine mehrteilige Dokuserie, die uns in vielen unschönen Details den "Krieg gegen den Terror" in Afghanistan aufzeichnet. 

Für eine Netflix Produktion sehr USA kritisch, aber vermutlich nicht annährend so kritisch, wie es sein könnte, da man mit 9/11 anfängt - Contentwarnung: wer die drastischen Newsbilder aus der Zeit noch nicht kennt, sollte auch hier vorsichtig sein - und mit President Biden's Rede zum Ende des Afghanistaneinsatzes aufhört. Was seitdem passiert ist und immer noch passiert, konnte man sich also zeitgleich in den Nachrichten anschauen, was auch auf der einen Seite passend, auf der anderen nochmal zusätzlich deprimierend war.

Insgesamt ist die Doku aber gut gemacht, es kommen viele verschiedene Menschen aus vielen verschiedenen Bereichen zu Wort - auch (und das scheint ein Kritikpunkt zu sein, soweit ich gehört habe) erzkonservative Taliban. Ich verstehe, dass man diesen Menschen nicht zuhören will, aber den Vorurf jede Einbindung der O-Töne der Gegenseite sei gleich eine "Plattform für Propaganda" finde ich aus historischer Sicht fragwürdig. Ich muss jemandem nicht zustimmen, aber eine Seite in einem Konflikt deswegen zu ignorieren, kann nicht zu einem besseren Verständnis des Konfliktes führen, no?

Ich kann also absolut verstehen, wenn man diese Dokus auslassen will, aber das nimmt ihnen ja nicht die Daseinsberechtigung.

05.11.2021

Goodbye Jahr des Überarbeitens! Elysion 2, Neuauflagen und Lebensweisheiten

Unser Thema heute:

2021 neigt sich dem Ende zu und damit auch - so habe ich beschlossen ;-) - das Jahr des Überarbeitens! Höchste Zeit also für ein paar final thoughts:
Was haben uns 10 Monate Korrekturen gebracht? Und welche Lebensweisheiten nehmen wir mit ins nächste Jahr und (fast noch wichtiger) ins nächste Projekt?

Enjoy!
 

 

TIMESTAMPS:
00:00 Intro
00:40 Das Jahr des Überarbeitens, eine Einführung
04:34 Elysion 2 - von Charakterbildchen und Seelenkrisen
12:20 Neuauflage Elysion 1, oder auch: Kleinvieh macht viel Mist...
17:19 Neuauflage Rosenfriedhof - Verjüngungskur für den Methusalem
24:54 Fazit und Ausblick
28:45 Outro

01.11.2021

Re-Telling vs Re-Imagening - etc Folge 102

Unser Thema heute:

Wie wir wissen, wird Originalität stark überbewertet, daher sprechen wir heute über das nächste Level der Fanfiction: Das Retelling, bzw. Reimagening.

Wie kommt man auf Muppets im Weltraum, was sind die Vor- und Nachteile Dinge neu oder nachzuerzählen und wie sind unsere persönlichen Erfahrungen in dem Bereich bisher so ausgefallen?

Enjoy!:-)