Ok, an sich wäre es vielleicht passender über Geister- und Vampirgeschichten um Halloween zu sprechen, aber dann müsste ich noch über ein halbes Jahr auf diesem Post rumsitzen und bis dahin interessiert es ja endgültig niemanden mehr, also machen wir das einfach jetzt - Halloween ist ja auch irgendwie ein Lebensgefühl und nicht nur ein Feiertag, no...? ;-)
Fangen wir mal an mit The Haunting of Hill House, die sehr (!) gehypte Adaption des Grusel-Klassikers. Ich meine, das Buch war ziemlich ikonisch und der letzte Versuch einen Film daraus zu machen ... not so much? Es ist eben nicht leicht dieses Level von gruselig zu erreichen:
“No live organism can continue for long to exist sanely under conditions of absolute reality; even larks and katydids are supposed, by some, to dream. Hill House, not sane, stood by itself against its hills, holding darkness within; it had stood for eighty years and might stand for eighty more. Within, walls continued upright, bricks met neatly, floors were firm, and doors were sensibly shut; silence lay steadily against the wood and stone of Hill House, and whatever walked there, walked alone.”
Ich war also ziemlich gespannt auf diese Adaption und die Miniserie ist auch ziemlich genial - ich liebe kaputte Familien, die Atmosphäre ist gruselig, aber nicht abhängig von billigen Effekten, die Schauspieler machen einen großartigen Job und das Pacing ist genial. Zum Ende hin (Mini-Spoiler) fand ich die Idee, dass der Red Room eine Art Magen ist, der die Familie langsam verdaut, so gut umgesetzt - auch wenn ich dachte, dass der älteste Bruder am Ende sehr einfach davonkommt, dafür dass er seine Frau wirklich mies angelogen hat, but maybe that is just me ...
Aber hier ist der Punkt: Diese Serie ist großartig, aber sie hat außer ein paar Namen nichts, absolut gar nichts mit dem Buch zu tun? Ich meine ... vielleicht könnte man es als re-imagening Fanfiction verkaufen, weil jemand den ersten Paragraph toll fand (zu Recht!) und dann eine Serie machen wollte, die mit einem Spin dieses ersten Paragraphen aufhört? Ich sage nicht, dass es nicht funktioniert, aber ich habe keine Ahnung warum wir da das Label "Hill House" draufklatschen mussten, um es zu vermakrten? Again, maybe that is just me, aber ich warte immer noch auf eine gute Adaption von Hill House, denn das war es nicht.
Und apropos, einfach mal neue Gruselgeschichten machen, statt immer so zu tun, als müsste man den Namen eines Klassikers draufklatschen: Wenn ihr Dracula mochtet, seht euch Midnight Mass an!;-)
Diese Miniserie hat alles, was man möchte: Eine abgelegene Insel, erzkatholische Fundamentalisten, Blutrituale, gruseliges Kleindorfgeklüngel - und natürlich Vampire.
Ehrlich, ich kann nicht glauben, dass es solange gedauert hat, bis ein Mainstream Ding mal auf die Idee gekommen ist, dass alles an diesem "Dies ist mein Fleisch und mein Blut", auf das die Kirche so steht, nach Vampir schreit ... oder Blutmagie, dahingehend war diese Serie auch ein wenig Recherche für die Bösewichte in meiner neuen Geschichte. ;-)
Die Schauspielleistung ist auch hier wieder sehr beeindruckend - teilweise recyclen wir Gesichter aus Hill House, daran musste ich mich erst gewöhnen ;-) - vor allem der gute Priester und seine "put the fun back in fundamentalism" Handlangerin waren buchstäblich gruselig überzeugend.
Wer zum Club der Unspoilerbaren gehört, kann ja hier mal reinschauen, um zu sehen was ich meine. ;-)
In jedem Fall eine gute Wahl, wenn man grade Lust auf Grusel/Horror hat, aber nicht so sehr auf Splatter und billige Jump-Scares steht.
Wir lieben unsere Bösewichte, oder nicht? Zumindest sind sie oft die spannenderen Figuren, wenn sie nicht gerade einfach nur Schnurrbartzwirbler mit langweiligem Weltherrschaftsplan sind. ;-)
Aber was macht einen guten Antagonisten aus? Und warum braucht man überhaupt einen "villain"? Tut's nicht ein böses System, oder eine formlose Bedrohung genauso?
Wir unterhalten uns mal über all das und viele Beispiele für alle möglichen und unmöglichen Konfliktgeber, die man so finden kann!
Ich habe eine Tüte mit Reststoffstücken und ich werde sie benutzen! Oder
zumindest werde ich Teile davon verwenden und wilde Pläne für den Rest
schmieden. Anbei also ein Vlog der Spaß mit Resten enthält, außerdem
Abenteuer im Stofffärben und Drachen-Patches.
Enjoy! ;-)
TIMESTAMPS:
00:00 Intro
02:28 Wundertüteninhalt und wilde Pläne
10:46 Ein asymetrisches Longshirt
17:00 1. Färbeversuche & der Weg des geringsten Wiederstandes
Lasst uns zur Abwechslung mal über nicht besonders tiefgründige Actionfilme sprechen - das tun wir ja sonst nie, wie man weiß konsumiere ich ansonsten nur die creme de le creme des Anspruchskinos ... *hust*
Nein, im Ernst, ich habe mich etwas gewundert über die Reaktionen zu Red Notice, ein Film, der bei uns zwischen den Feiertagen durchgelaufen ist und von dem ich eigentlich nicht annahm, dass Menschen eine starke Meinung dazu haben könnten, so a la "Anatomy of a Failure", weil ... naja, das erzähle ich gleich, aber erstmal zur Bebilderung meines Argumentes der Honest Trailer, den ich dieses Mal nur sehr bemüht witzig fand (was auch meinem Argument zugute kommt, man könnte meinen, ich hätte hier einen Punkt zu machen...;-):
Der erste Monat 2022 ist auch schon wieder fast rum, da machen wir mal einfach was zum auf dem Sofa rumlungern zwischendurch - Dokuserien mit Themen, von denen man vielleicht sogar schon mal gehört hat.
Fangen wir dabei mal mit dem Thema an, das potentiell (zumindest in einigen Folgen) schwerer im Magen liegt: Bad Sport
Ich bin kein großer Sport-Fan in jeglicher Hinsicht, aber von dem "Skandal" beim Eiskunstlaufen hatte sogar ich gehört. ;-) Die anderen Folgen rangieren zwischen "huh, interesting" (Fußball-Mafia anyone?), über leicht deprimierend (Spielemanipulation und Kapitalismuskritk), bis hin zu "WTF??!" (der Pferde-Auftragkiller, Content Warnung für Tierquälerei!).
Prinzipiell habe ich also in der Serie nicht wirklich was über Sport gelernt, aber darüber, dass man sich vielleicht nicht wundern muss, dass Menschen korrupt werden, wenn man ihnen einen Hungerlohn bezahlt in einer Branche, die Milliarden umsetzt - oder was eklig reiche Leute bereit sind zu tun, um noch reicher zu werden. Über manches kann man sich dabei trefflich aufregen, manch anderes ist mehr traurig, als alles andere, aber ich kann die Serie trotzdem empfehlen. Man lernt was dabei!
Und dann kommen wir noch zum nächsten "Wovon Sie vielleicht schonmal gehört haben" Thema: 7 Days Out, eine Serie, die sich Großereignisse aussucht und die Vorbereitungen in der letzten Woche davor, bis zur großen Show nachzeichnet.
Hier fand ich vor allem die Auswahl sehr spannend, wir hatten eine Restauranteröffnung, ein Pferderennen, eine Modenschau mit Lagerfeld (offensichtlich keine neue Serie), eine Hundeshow, oder auch ein großes League of Legends Turnier. Einmal Queerbeet quasi.
Für mich waren vor allem die Modenschauen und Restaurantdinge ein wenig nostalgisch, weil die Hektik um Kulissen und Kostüme mich sehr an die "Hell-Week" beim Theater erinnert hat, die ja auch nicht umsonst so hieß... ;-)
Die E-Sports Folge fand ich allerdings fast noch am herzerwärmensten, man hört ja viel toxischen Unsinn aus der Gamerszene (generisches Maskulinum beabsichtigt), aber hier konnte man mal erleben wie ein gemeinsamens Fandom auch zusammenschweißt. Ein wenig mehr feel-good content, als Bad Sport, aber man lernt auch hier eine Menge über die Hinter den Kulissen Aspekte von Branchen, von denen man keine Ahnung hat. Also vielleicht auch interessant? :-)
In Jahr 5 unseres Podcasts probieren wir mal ein neues Format aus und erzählen tatsächlich mal Schwänke aus unseren aktuellen Projekten. An was arbeiten wir gerade tatsächlich, welche Probleme haben wir letztlich gelöst oder zumindest versucht zu lösen und was geht grade so ab in der Schreibwerkstatt?
Manchmal müssen solche ansonsten essentielle Dinge wie meine Bequemlichkeit einfach mal zurückstehen - zum Beispiel, wenn es einen so schönen Leinenmischstoff in der Grabbelkiste gibt...
Ja, Leinen franst aus wie nichts Gutes und wenn man irgendwann mal alle Nähte versäumt hat, muss man den Scheiß auch noch bügeln, ich weiß...ich habe alles versucht es zu verdrängen, aber es ließ sich nicht ignorieren... ;-)
Trotzdem wollte ich dringend wieder einen langen Rock in A-Linie und ich wollte einen leicht fallenden, aber robusten Stoff und da ist Leinen - oder hier ein Leinen/Viskose Mix, der wenigstens nicht schon knittert, wenn man ihn nur böse ankukt... - einfach unschlagbar.
Vermutlich wiederhole ich diesen Vorgang noch mit ein paar anderen Stoffen, wenn sie mir unterkommen, denn eigentlich finde ich lange Röcke sehr cool und man muss eigentlich auch nichts dafür können, außer soviele Keile ausschneiden, wie aus dem Stoff rauszuholen sind und sie in einem Taillenband zusammenzufassen - mein "Schnittmuster" dazu ist daher auch unverändert seit Miss Tudor, und kann auf jede beliebige Länge gebracht werden. Bodenlang ist ja im Alltag eher hinderlich... ;-)
Und eines muss man Leinen ja lassen - man muss es ständig bügeln, aber es lässt sich auch einfach sehr gut bügeln. Daher war das mit dem Taillenband ausnahmsweise auch gar nicht so schwierig - vorgebügelt hat sich der Stoff sehr gut benommen, aber ich habe diesmal dran gedacht erst die Innenseite mit dem gerafften Rocksaum zu verbinden (eine gnadenlos krumme Naht, wie das immer so ist, wenn ich über Raffungen nähen muss...) und dann erst die Vorderseite umzuklappen und mit einer erstaunlich geraden Naht zu fixieren. Also hat die Rückseite jetzt 2 Nähte, eine krumme und eine grade, aber da sieht es ja keiner, also was solls? ;-)
Ansonsten bin ich quasi schon ekstatisch wie grade die meisten Nähte geworden sind - die Innenkanten musste ich ja auch alle nochmal versäubern, weil Leinen franst...das war frickelig und nervig, aber das Ergebnis kann sic ganz gut sehen lassen, no?
Am Ende diesen sehr, sehr, sehr langen Arbeitstages, an dem ich nur immer wieder ewig lange grade Nähte zustande bringen musste (vielleicht sind lange Röcke doch nicht soooo toll, der Tellerrockbrauchte nur 3 Nähte... ;-), stellte sich dann nur das eine, kleine Problem, dass so ein langer, grauer Sack nicht ganz so elegant aussah, wie ich das gerne wollte...
Und weil ich ja immer gut darin bin mir die schlimmsten Dinge selber aufzulegen, habe dann also beschlossen noch per Hand gefühlte 20m schwarze Borte aufzutragen. Aber da Ergebnis ist schon cool, also will ich mich mal nicht zu laut beschweren..
Halten wir also fest: Manchmal lohnt es sich sogar mit Leinen zu arbeiten - auch wenn ich mich bisher standhaft weigere das ganze Ding nochmal zu bügeln. Wir tun einfach so, als wäre der leichte, luftgetrocknete Crinkle-Look gewollt, ok?!;-)
So, lasst uns mal die kleine Serie von Büchern und Hörbüchern beginnen, die ich in den letzten Monaten hintereinander weggelesen habe - wenn ich eine neue Autor:in finde, die für mich angenehm zu konsumierende Sachbücher schreibt, dann muss ich da schonmal zugreifen
Nachdem wir also die Tudors/Stuarts schon abgehandelt haben, lasst uns mal die zweitbekanntesten Royals betrachten.;-) Aber erstmal, worum geht es inIn the Shadow of the Empress:The Defiant Lives of Maria Theresa, Mother of Marie Antoinette, and Her Daughters geschrieben von Nancy Goldstone, gesprochen von Emma Newman?
The vibrant, sprawling saga of Empress
Maria Theresa - one of the most renowned women rulers in history - and
three of her extraordinary daughters, including Marie Antoinette, the
doomed queen of France.
Out of the thrilling and tempestuous
18th century comes the sweeping family saga of beautiful Maria Theresa, a
sovereign of uncommon strength and vision, the only woman ever to
inherit and rule the vast Habsburg Empire in her own name, and three of
her remarkable daughters: lovely, talented Maria Christina,
governor-general of the Austrian Netherlands; spirited Maria Carolina,
the resolute queen of Naples; and the youngest, Marie Antoinette, the
glamorous, tragic queen of France, and perhaps the most famous princess
in history.
Unfolding against an irresistible backdrop of
brilliant courts from Vienna to Versailles, embracing the exotic lure of
Naples and Sicily, this epic history of Maria Theresa and her daughters
is a tour de force of desire, adventure, ambition, treachery, sorrow,
and glory.
Each of these women’s lives was packed with passion
and heart-stopping suspense. Maria Theresa inherited her father’s
thrones at the age of 23 and was immediately attacked on all sides by
foreign powers confident that a woman would to be too weak to defend
herself. Maria Christina, a gifted artist who alone among her sisters
succeeded in marrying for love, would face the same dangers that
destroyed the monarchy in France. Resourceful Maria Carolina would usher
in the golden age of Naples only to face the deadly whirlwind of
Napoleon. And, finally, Marie Antoinette, the doomed queen whose stylish
excesses and captivating notoriety have masked the truth about her
husband and herself for 250 years.
Vividly written and deeply researched, In the Shadow of the Empress is the riveting story of four exceptional women who changed the course of history.
Beginnen wir das Jahr mal mit mehr Piraten, weil warum nicht? Ich war, wie man sich vielleicht erinnert, noch auf der Suche nach einem Buch, das mir nicht nur Fakten, sondern auch ein wenig Kulturgeschichte - vor allem die Betrachtung von Parallelgesellschaften - bieten kann. Von daher fand ich den Titel sehr vielversprechend und habe auch ein wenig Pop-Kulturgeschichte bekommen.
Aber erst einmal, worum geht es eigentlich in: Why We Love Pirates: The Hunt for Captain Kidd and How He Changed Piracy Forever geschrieben von Rebecca Simon?
Crime and punishment. During his life and after his death,
Captain William Kidd’s name was well known in England and the American
colonies. He was infamous for the crime for which he was hanged, piracy.
Rebecca Simon dives into the details of the two-year manhunt for
Captain Kidd. Captain Kidd was hanged in 1701, followed by a massive
British-led hunt for all pirates during a period known as the Golden Age
of Piracy. Ironically, public executions only increased the popularity
of pirates. And, because the American colonies relied on pirates for
smuggled goods such as spices, wines, and silks; pirates tended to be
protected from capture.
All things pirates. The more
pirates were hunted and executed, the more people became supportive of
the “Robin Hoods of the Sea”―both because they saw the British’s
treatment of them as an injustice and because they treasured the goods
pirates brought to them. These historical events were pivotal in
creating the portrayal of pirates as we know them today. They grew into
romantic antiheroes―which ultimately led to characters like the
mischievous but lovable Captain Jack Sparrow.
Wie eigentlich immer in der 1. Folge des Jahres unterhalten wir uns über Filme - dieses Jahr darüber welche Ver-Filmungen (unserer Meinung nach) besser gelungen sind, als ihre jeweiligen Buchvorlagen, warum wir das denken und was man darauf vielleicht rückwärts engineeren könnte für das Schreiben an sich.
Ok, machen wir mal kurz Kong vs. Godzilla, einen Film, den ich nicht mehr letztes Jahr besprechen musste, weil er es eh nicht in die letzten Worte geschafft hätte (auch wenn er besser war, als King of Monsters, but this bar is very low...;-).
Aber Filme sind ja immer ein Thema für den Januar, auch im Podcast, weil es einfach nett ist sich bei kaltem Wetter an den Feiertagen einzuigeln und sich ein wenig berieseln zu lassen. Und mehr als berieseln lassen ist hier auch nicht drin, aber muss vielleicht auch nicht.
Bevor wir also zu meinen sehr überschaubaren Beobachtungen kommen, hier erstmal das obligatorische lustige Video.;-)
Ein wenig verspätet verbringen wir heute noch einen entspannte Zeit auf
dem Sofa und verlängern so quasi unsere Cozy-Comfort-Zone mit
weihnachtlichen Kurzgeschichten. :-)
Und da sind wir schon wieder am Ende von 2021 angekommen - geht das nur mir so, oder hat es sich irgendwie nicht so angefühlt, als hätte 2021 wirklich 12 Monate gehabt? Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass 2021 ja mehr oder minder nur 2020 Reloaded war...
Aber wenn wir es sogar letztes Jahr geschafft haben noch irgendwas Nettes zum Jahresabschluss zu sagen, dann sollte uns das ja auch dieses Jahr gelingen, no?;-)
Vorherrschendes Gefühl für 2022? Letztes Jahr hatte ich ja an dieser Stelle so ein "vorsichtig optimistisch" ausgegeben und an sich war das ja auch durchaus gerechtfertigt - auch wenn die Gesamtsituation jetzt zum Jahresende eher wieder bergab geht. Also könnten wir mal bei vorsichtig hoffnungsvoll für 2022 bleiben.
2021 zum ersten Mal getan?
Da wird jetzt nicht soviel Spannendes passieren - 2020 Reloaded und so - aber man kann ja zum Glück auch in seinen 4-Wänden neue Dinge ausprobieren:
Zum Beispiel habe in 2021 zwei uralt Projekte - Elysion01 & den Rosenfriedhof- überarbeitet und zum ersten Mal mit einer Coverdesignerin gearbeitet.
Außerdem habe ich zum ersten Mal etwas gevloggt, das nichts mit Schreiben zu tun hat - und arbeite grade an einer Fortsetzung... - aber das hat definitiv Ausbaupotential.;-)
2021 nach langer Zeit wieder getan?
Was hat man nach 2020 eigentlich nicht lange nicht mehr getan? Wir haben ein wenig Urlaub Zuhause hinbekommen dieses Jahr und waren im Kino, im Restaurant, im Museum. Heutzutage ist das ja irgendwie alles neu und aufregend...
2021 leider nicht getan? Urlaub am Meer...ehrlich ich vermisse das Meer so sehr, es ist schon nicht mehr schön.
(Un)wort des Jahres? Wie auch schon im letzten Jahr: Wo anfangen? Ehrlich, je länger diese Pandemie dauert, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass die Menschheit einfach nicht zur Kooperation geschaffen ist und es daher auch eigentlich nicht so schlimm ist, dass wir bald aussterben.
Und wo wir schon dabei sind, können wir aufhören davon zu reden, dass wir "den Planeten retten" müssen? Dem Planeten geht es auch noch gut, wenn wir hier 50Grad haben und alle eingehen. Dem Planten gehen wir mit Recht am Arsch vorbei. Unseren eigenen Speck könnten wir retten, aber auch das scheint ja irgendwie nicht zu passieren. So Rant off, geht wieder.
Allgemeinzustand? Wie auch schon letztes Jahr, kann ich mich erstaunlich wenig beschweren, considering. Im Sommer bin ich mal eine Woche mit entzündeten Mandeln ausgefallen, aber ansonsten beschwere ich mich überhaupt nicht darüber, dass weniger Menschen rotzend und schniefend ins Büro kommen, oder in Busse steigen. Man muss nur das verdammte Positive sehen.;-)
Urlaub und Partys? Urlaub schrob ich ja schon, aber in diesem Jahr konnten wir zumindest auch zum Geburtstag wieder mit der Familie grillen und haben sogar eine kleine RPG-Halloween-Party hinbekommen. Wir wollten RATTEN spielen und mein Charakter-Cosplay war sehr viel schlechter, als das meiner Mitspieler:innen, aber Spaß gemacht hat es trotzdem - auch wenn wir nicht wirklich weit gekommen sind mit dem Plot, weil wir zu sehr mit Quatschen beschäftigt waren... Aber das musste scheinbar mal sein und unser SL war uns (hoffentlich) auch nicht allzu böse...;-)
Haare länger oder kürzer? Nachdem mein Kopfgemüse schon seit März keine Schere (außer der Küchenschere) mehr gesehen hat, sind tatsächlich ein paar Zentimeter dazugekommen - nicht, dass es irgendwie auffällt. Irgendwann werde ich mir vermutlich einen neuen Friseur suchen, aber offensichtlich ist das eine reine Luxusausgabe, die niemand bemerkt...;-)
Kurzsichtiger oder Weitsichtiger? Ich werde es demnächst wohl herausfinden, denn meine Brillengläser sind mal wieder so verkratzt, dass ich da wohl eine neue brauche...keine Ahnung wie das immer passiert, eigentlich wandere ich nicht regalmäßig durch Sandstrahler.^^
Mehr Kohle oder weniger? Gleichbleibend aus dem letzten Jahr - aber es nervt mich ungemein, dass wir durch diesen Kurzarbeitsmist dem Finanzamt Geld zurückzahlen mussten...es war nicht viel und andere haben es bestimmt viel schlimmer getroffen, aber schon aus Prinzip wurmt mich jeder € zusätzlich.
Mehr ausgegeben oder weniger? Irgendwie hatte ich so kleine Shopping-Sprees zwischendurch - Klamotten und Make-Up vor allem, auch sowas, das auf die "lange nicht mehr gemacht" Liste kommen könnte. Aber nachdem ich die letzten 5 Jahre eigentlich immer nur dieselben 5 Basic Jeans und T-Shirts getragen/gekauft habe und das Make-Up aus dem Theaterfundus aufgebraucht, fühlte sich das schon irgendwie wie Lebensfreude und Self-Care an, ich kann also nicht wirklich ein schlechtes Gewissen entdecken. ;-)
Mehr bewegt oder weniger? Also mein Schrittzähler ist durch die Bürotage wieder ein wenig glücklicher mit mir, als er das noch letztes Jahr war, aber ich müsste dringend auch mal wieder die Zeit und den Platz finden sowas wie Yoga zu machen, ansonsten erstarre ich irgendwann vollends zur Salzsäule... Vielleicht im nächsten Jahr!
Film des Jahres?
Da müssen wir in diesem Jahr auch wieder gaaaaanz weit zurück und uns für Knives Out entscheiden - Free Guy war ein knapper 2. Platz, aber das Krimi/Thriller Genre ist einfach schon so viel älter und ausgelutschter als But Make It Gaming, dass die Unterwanderung von Erwartungen da einfach noch viel erfrischender wirkt.;-)
Buch des Jahres? Ich bin grade etwas erschrocken, dass Soullessmein Buch 2020 war...jaaa, die Fortsetzungen schaffen es nicht in diese Liste.;-) Ich entscheide mich dieses Jahr mal wieder für ein Sachbuch und zwar eines, das alles vereint, was ich von meiner Sachbuch-Bettlektüre möchte: Gut recherchierte Quellenkritik und im besten Fall eine These oder ein Thema, das mir etwas eröffnet, das ich vorher noch nicht kannte. Und Secrets of the Mongol Queens tut beides. Absolute Empfehlung!
Für das Hörbuch des Jahres habe ich auch so viele gute Kandidaten - ich liebe die Jubiläumseditionen von Solarisund Dracula- aber entscheide mich wohl für To be taught, if fortunate, einfach weil es alles hat, was ich von Science Fiction will.
Erkenntnis des Jahres? Auch wenn ich ein großer Fan des Internets bin und das jetzt in keinem Fall als "früher war alles besser" Mimimi verstanden haben möchte, aber ich habe in diesem Jahr einfach festgestellt, dass es mir besser geht, je weniger ich auf social media rumhänge. Das kann sich in Zukunft natürlich auch wieder ändern (looking at you Corona...), aber momentan habe ich Facebook vom Handy geschmissen und Twitter Notifications ausgestellt (also ich bekomme sie noch, aber nur wenn ich aktiv in die App schaue) und das fühlt sich sehr gut an. We will see wie es 2022 aussieht.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Ich tue mich ja jedes Jahr schwer mit dieser Frage, weil meistens bin ich einfach nicht sooo inpiriert - oder zumindest fühlt es sich nicht so an.
Ich habe meinem Bruder dieses Jahr ein Badetuch mit einer großen 42 drauf geschenkt, was ich ganz witzig fand, aber an sich kann ich mir dafür kaum Lorbeeren anheften, denn der Geekshop hat es gedruckt und Amazon hat es mir vorgeschlagen - ich konnte es nur einfach nicht nicht kaufen.
Aber der Ehemann hat dieses Jahr einen Kaffee-Adventkalender von mir bekommen, auf diese Idee war ich schon ein klein wenig stolz - vor allem weil er universell Zuhause und im Büro einsetzbar ist und man jeden Tag 2 Tassen brühen kann, also auch noch was zum teilen und verschenken hat. Nächstes Jahr gibt es dann wieder was von der Amazon Wunschliste vermutlich, so einfallsreich kann ich nicht jedes Jahr sein... ;-)
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
An sich zählt es vielleicht nicht als Geschenk - obwohl mir ja Dinge geschenkt wurden, also... - aber ich finde es hervorrangend, und hervorragend lustig, dass sich unsere RPG Gruppe so langsam zu einem Kleiderkreisel entwickelt, aus dem ich das Jahr über schon ein paar sehr praktische Teile adoptiert habe - zum Beispiel die Strickjacke, die ich quasi den ganzen November getragen habe... ;-)
Außerdem habe ich sehr viel Haarpflegezeug geschenkt bekommen von Menschen, die im Lockdown auf Kurzhaar umgestiegen sind, alten Schmuck und Stoffreste, die niemand mehr brauchte und jedes Mal waren Dinge dabei, die mir einfach sehr viel Freude machen jedes Mal wenn ich sie ansehe.
Hat auch was damit zu tun, dass ich so langsam wieder sowas wie einen Kleidungsstil entwickle, aber nichts neues kaufen ist irgendwie sehr befriedigend... #justsaying ;-)
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Nicht so sehr ein Satz, den man zu mir gesagt hat, aber ein Zitat, das mir so gut gefiel, dass es in die Neuauflage vom Rosenfriedhof musste:
Sometimes courage ist just the quiet voice at the end of the day saying: I will try again tomorrow.
Ich mag alles an diesem Sentiment, aber vor allem die Tatsache, dass Mut nicht immer etwas mit wildem Kampfgebrüll zu tun haben muss. Manchmal ist einfach jeden Tag aufzustehen und sich die Welt anzutun schon mutig.
Die größte Enttäuschung? Wir hatten tatsächlich Urlaub geplant diesen Spätsommer - nicht am Meer, aber eine Waldhütte für uns und die Hunde - aber leider ist wegen der Flutschäden nichts daraus geworden. Ich habe sehr viel Hoffnung für 2022...
Beste Idee/Entscheidung des Jahres? Mein Jahr des Überarbeitens war eine ziemlich gut Idee und ich habe sehr viel dabei gelernt. Manchmal ist learning by doing auch learning by re-doing - hey, das wäre auch eine nette Erkenntnis des Jahres...oh well too late.
Hier ist jedenfalls das Video dazu, falls es euch interessiert (man bemerke die Bluse, auch so ein 2nd Hand Instant Favourite;-):
Vorsatz fürs neue Jahr?
Lasst uns erstmal festhalten, dass ich alles, was hier letztes Jahr stand, tatsächlich gemacht habe - das ist ja gar nicht mal schlecht no?!
Nachdem ich aber schon 2020 mit meinem "ich will mehr mit anderen Leuten machen" gejinxt habe, würde ich das 2022 gerne nochmal versuchen - inzwischen ist the bar so low, dass das eigentlich kaum noch schief gehen kann...^^
2021 war mit einem Wort? Hmm...sagen wir: Ausbaufähig?
In diesem Sinne, rutscht gut rüber und wir sehen uns auf der anderen Seite! Prost!
Ein multipler Fanfarenstoß für 4 Jahre Pocast! Und außerdem ein Jahresrückblick mit vielen Erfolgen und ein lustiges Spielchen rund um Tropes, Retellings und Pitches. ;-)
Und da sind wir schon wieder fast am Ende des Jahres angelangt - unsere Jubiläumsfolge für 4 Jahre Podcast kommt nach den Feiertagen (über die Feiertage nehme ich mir mal Post-Frei, merkt vermutlich eh niemand;-) und da stellte sich natürlich die Frage: was soll denn der letzte Post für 2021 sein? Also, abgesehen von unseren letzten Worten, die natürlich zum Jahresende noch folgen?
Ich hatte eine Menge Dinge zur Auswahl, zu denen ich noch nicht gekommen bin, aber für die dunkle Zeit "zwichen den Jahren" (wobei jedes Heidenkind natürlich weiß, dass "Neujahr" eigentlich am 1.11. ist, but whatever;-) passt vielleicht eine Serie mit Schnee ganz gut?
Lasst uns also mal über das merkwürdige Monster sprechen, das Djatlow-Pass war, ok? Und statt eines langweiligen Trailers, lasst uns doch erstmal was lernen - keine Sorge, nicht wirklich ein Spoiler, aber wie immer sehenswert!
So, nachdem wir jetzt ungefähr wissen worum es geht - richtig?!;-) -lasst uns mal über die Serie sprechen, denn die war....speziell.
Nachdem der letzte Netflix-Ausflug ja nun eher deprimierend war, kommen wir mal zu etwas weniger düsteren Themen, auch wenn es vielleicht zunächst nicht so aussieht - aber die Roboter-Apocalypse kann unterhaltsamer sein, als man so denkt. ;-)
Fangen wir aber mal wieder mit dem kürzeren und weniger schönen Thema an. College Scandal ist eine interessante Doku, vor allem was das Format angeht. Ich weiß nicht wie sehr dieser "reiche Leute bestechen Elite-Unis, um ihren super priviligierten Kindern noch mehr Privilegien zuzuschanzen" Skandal hierzulande eigentlich hochgeschwappt ist? In meiner US Twitter und YouTube Wolke war es jedenfalls ein Riesending, was natürlich auch damit zu tun hat, dass es in Amerika quasi als unabänderliche Tatsache des Lebens betrachtet wird, dass man sich als Normalsterbliche besser schon anfängt für die Uni der zukünftigen, potentiellen Kinder zu sparen, wenn man selber noch an der Uni ist.
Da ist es vielleicht verständlich, wenn die Wutwellen besonders hochschlagen, sobald sich herausstellt, dass reiche Menschen die begrenzten Plätze als reines Statussymbol für ihre Kinder einkaufen (teilweise ohne, dass besagte Kinder von diesem Betrug wussten und oft auch ohne, dass diese Kinder eine Uni-Ausbildung überhaupt wollten).
Woher man das weiß? Tja, weil sehr viele der Beschuldigten monatelang vom FBI abgehört wurden, ohne es zu bemerken und praktischerweise zu unbedarft waren, was kriminelle Machenschaften angeht, um nicht jedes Detail ihrer Betrugmasche am Telefon zu besprechen. Die ganzen 2-Stunden dieser Doku bestehen also aus von Schauspielern nachgestellten, real-existierenden Gesprächen, die aus diesen Abhörprotokollen entnommen sind. Näher dran an den "echten" Motivationen der Beteiligten kann man also kaum sein - ich empfehle mal reinzuschauen, man lernt eine Menge dabei. Zum Beispiel, dass Kapitalismus und Bildung auch keine gute Idee sind, but maybe that is just me.
Diesen Film sollte man dringend gesehen haben, wenn man Into the Spiderverse mochte - und wer mochte den Film nicht?!;-) Der Stil ist ähnlich kreativ und mal was anderes, als die übliche Pixar-Kost. (Womit ich jetzt nicht sagen will, dass Pixar-Filme langweilig sind.;-) Aber auch ansonsten gibt es ein paar Parallelen zum Spiderverse - angefangen mit dem künstlerisch begabten Hauptcharakter und den Daddy-Issues - was sich durchaus auch im teilweise großartig absurden Humor niederschlägt.
Wenn man es kann, würde ch außerdem die englische Tonspur empfehlen, in der die böse AI von Olivia Coleman gesprochen wird. Es geht doch nichts über Todesdrohungen im Tonfall der Queen... ;-)
Sollte man also mal einen Abend einfach nur entspannen und dabei ein wenig wholesome disfunctionality mitnehmen wollen, dann ist man hier in jedem Fall richtig!
Das Ende aller Dinge - also fiktional betrachtet. Aber auch das Ende des Jahres, das Ende unserer Mini-Serie zur Aktstruktur und das Ende unserer Betrachtungen zu Konzept und Sturkturmethoden, also thematisch alles sehr on point. ;-)
Denn es ist ja eine knifflige Frage: Wenn wir es geschafft haben eine spannende Prämisse aufzubauen und zu entwickeln, wie bringen wir den Murks jetzt für die allgemeine Leserschaft "zufriedenstellend" zu Ende? Geht das überhaupt?
Wir haben ja in diesem Jahr unsere 100. Podcastfolge gefeiert - oder naja zumindest haben wir über seltsame Klischees gemotzt, die es über schreibende Menschen in Film und Fernsehen so gibt ;-) - und in dieser Folge habe ich schon einen sehr langen Sermon zu diesem Film erzählt.
Da es natürlich aber immer mal sein kann, dass jemand unseren Podcast nicht hört (unerhört! *haha*), wollte ich dazu nochmal eine kurze Zusammenfassung meiner überschaubaren Punkte nachliefern, denn es beschäftigt mich seitdem.
For context, es geht um The Wife - ein simplerer, aber auch irgendwie nichtssagenderer Titel, als der deutsche, aber naja - ein Film mit Glen Close über ein altes Ehepaar, ihre Kinder und *bambambaaam* die Lüge in ihrem Leben. Es wird keine Spoilerrücksicht genommen, ich sag's nur schonmal ab hier. ;-)
Nachdem unser letzter Auflug in "Bücher kaufen, von denen wir eigentlich nichts wissen" ja nicht so erfolgreich war, wollte ich noch ein positiveres Erlebnis nachliefern, auch wenn es wieder ein wenig außerhalb meiner üblichen Genre-Zone lag - aber was soll ich sagen, das Taschenbuch hat schwarz gesprühte Kanten und ich liebe es!;-)
Auf meinem Nachttisch daher im Spätsommer:
Blackout eine Romance Short-Story Anthologie mit Geschichten von Dhonielle Clayton, Tiffany D. Jackson, Nic Stone, Angie Thomas, Ashley Woodfolk & Nicola Yoon.
'Blackout is our love letter to love, to New York City,
and to Black teens. Our reminder to them that their stories, their joy,
their love is valid and worthy of being spotlighted.' Dhonielle
Clayton.
When a heatwave plunges New York City into darkness, sparks fly for thirteen teenagers caught up in the blackout.
A first meeting. Long-time friends. Bitter exes. And maybe the beginning of something new…
When the lights go out, people reveal hidden truths, love blossoms, friendship transforms and new possibilities take flight.
Six
of today’s biggest stars of the YA world, Dhonielle Clayton, Tiffany D.
Jackson, Nic Stone, Angie Thomas, Ashley Woodfolk, and Nicola Yoon,
bring all the electricity of love to a collection of charming, hilarious
and heartbreaking tales that shine the brightest light through the
dark.
Es ist ständig dunkel in unserer Wohnung, ich vergesse ständig mit der
Kamera zu reden, aber es sind dann doch noch einige Szenen und
Sinnabschnitte zusammengekommen - und das obwohl mein Hirn die neue
Plotting-Methode konsequent sabotiert... ;-)
Enjoy!
TIMESTAMPS: 00:00 Intro 00:31 16. November - Flashbacks, Beleuchtung & get cozy with me 11:16 17. November - Mistwetter & das Ende von Akt I 16:01 20. November - Motivationslöcher & Wohlfühl-Flausch 19:01 27. November - Monatsbonus & Adventsonnenschein 23:05 01. Dezember - Final Thoughts 33:20 Outro